Von Andrea Schmits am 10. Januar 2008 um 8.00 Uhr
Kategorien: Reiseliteratur, Thailand

Die Abenteuergeschichte eines jungen Mannes, der glaubt, auf einer Insel in Thailand das Paradies gefunden zu haben.

'THE BEACH

Ja, ich weiss, allgemeines Stöhnen füllt den Raum, kaum wird The Beach als guter Film bezeichnet. Hier soll es nun aber um das Buch und nicht um den Film gehen. Dieser war nämlich die schlechteste Buchverfilmung aller Zeiten, trotz hervorragender Kulisse auf Kho Phi Phi. Deshalb hier ein Plädoyer für das Buch an alle, die nur den Film kennen aber davon träumen, mal mit dem Rucksack durch Thailand zu reisen: Vergesst diesen schrecklichen Film, die Fehlbesetzung und die unmögliche Handlung und gebt dem Buch eine Chance – es wird euch nicht enttäuschen.

Für jene, die sich wundern und nicht wissen wovon ich spreche: The Beach handelt von einem jungen englischen Backpacker, der in Bangkok von einem anderen Reisenden, kurz bevor sich dieser umbringt, eine Karte erhält, die zu einem einsamen Strand auf einer abgelegenen Insel führen soll. Zusammen mit einem französischen Paar macht er sich auf den Weg, dieses vermeintliche Paradies zu finden.

Der Roman ist auf der Oberfläche ein spannender Abenteuerroman, der sich bestens dafür eignet, die Zeit zwischen den Reisen zu füllen und ein wenig zu träumen. Die Bilder, die man sich von der Insel macht, sind bezaubernd. Auf einer anderen Ebene regt das Buch aber auch zum Nachdenken an, in dem der Autor andeutet, dass wir so sehr ein Produkt unserer westlichen Kultur sind, dass wir, sollten wir tatsächlich ein Utopia finden, nicht umhin kommen, es zu verunreinigen und letztlich zu zerstören.

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