Evelyne Binsack ist am 1. September 2006 von Innertkirchen per Velo und zu Fuss Richtung Südpol aufgebrochen. Am 28. Dezember 2007 hat sie nach rund 28’000 km, total erschöpft aber überglücklich, ihr Ziel erreicht. Gestern Abend feierte ihre Gemeinde im Berner Oberland die Rückkehr.

(Foto: Evelyne Binsack)
Die Schweizer Abenteurerin Evelyne Binsack reiste in 484 Tagen von Innertkirchen über Frankreich und Spanien bis nach Porto in Portugal. Dann per Flugzeug nach Salt Lake City und weiter mit dem Fahrrad durch den Grand Canyon nach Mexiko, durch Mittelamerika, Kolumbien, Ecuador, Peru und Chile nach Argentinien. Von dort setzte ein Flugzeug sie auf der Antarktis ab, wo sie die restlichen 1100 Kilometer zu Fuss absolvierte.
Offenbar nicht ohne Probleme, wie ihrem Reisebericht zu entnehmen ist: “Nennen wir es beim Namen: die letzten Tage bin ich durch die Hölle gegangen. Heute – am aller Wahrscheinlichkeit nach letzten Tag – fühle ich mich etwas besser, da die verschiedenen Massnahmen, die ich getroffen habe, ihre Wirkung zeigen. So habe ich die letzten Tage mehr getrunken und mehr gegessen und habe auch meinen Schlitten nicht mehr selber geschleppt.”
Geschafft hat sie es aber dennoch. Und bereits seit gestern ist sie zurück in der Schweiz. Geplant war die Rückkehr ursprünglich erst für Ende Januar. Auf ihrer Website hat Evelyne Binsack ihre Reise ausführlich dokumentiert. Weitere Infos auch im Artikel “Binsacks langer Anlauf zum Südpol” von Christophe Martin im Tagesanzeiger.











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Also echt, ich könnte das nicht!
Zu Zeiten von Jules Verne ging das ja noch, aber heute…
Wird sie dafür bezahlt, dass sie sich all das antut?
Oder geht es hier nur um den Ruhm?
Ich denke schon, dass es primär ums eigene Selbstbewusstsein geht. Irgendwo habe ich gelesen, dass die Berge ihr kaum mehr eine Herausforderung bieten können. Ein Alpinist ist inzwischen ja jeder. Aber zu Fuss an den Südpol, das können doch nicht allzu viele Leute bieten.
Apropos Alpinisten: Der Erstbesteiger des Mount Everest, Sir Edmund Hillary ist gestern im Alter von 88 Jahren in Neuseeland gestorben. Mehr Infos hier.
Wie gesagt, das finde ich dann schon wieder sehr ruhmreich. Der Mount Everest, wenn ich mich nicht irre der zweitgrösste “Hügel” der Welt – hallo! Das ist enorm…
Aber ich ziehe auch vor der Dame den Hut. Sie hat sich in diese Extremzone getraut, während ich so schön vor mich hinschreiben kann aus meinem warmen Sessel heraus :)
Verstehe die Diskussion nicht. Es ist doch eine Superleistung, wenn jemand ganz allein soweit geht. Ich meine, es ist schon eine ziemliche Anstrengung. Und vielleicht war es eben der Lebenstraum von Frau Binsack…
Ich finds toll!!
Dani, klar ist es eine tolle Leistung. Keine Frage. Wir haben ja nicht darüber diskutiert, sondern über das Motiv.
mich würds interessieren, ob Eveline Binsack einen blog schrieb, oder eine Art Tagebuch von dieser unglaublichen Zeit nun veröffentlicht? Bin wirklich sehr beeindruckt, wie sie das alles geschafft hat, auch die offenbar schweren Krisen kurz vor dem Ziel.
Debora
Hallo Debora,
ja Evelyne Binsack hat ein Tagebuch geführt. Du findest die einzelnen Teil hier:
http://www.binsack.ch/pages/expedition_antarctica/evelyne_binsack_unterwegs…velo-etappe.php
http://www.binsack.ch/pages/expedition_antarctica/evelyne_binsack_unterwegs…auf_dem_eis.php