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Brief vom Ende der Welt
Kategorien: Argentinien, Reiseberichte & Insider, Universum
(Foto: Chantal Landis)
Lieber Leser
Ich bin in Ushuaia, der südlichsten Stadt Argentiniens , angekommen. Schade, ich hätte mir gewünscht, dass es kühler ist, damit ich auch spüren kann, dass ich nur zwei Tage Schiffsreise von der Antarktis entfernt bin.
Aber hier ist es Sommer und der Barometer zeigt fünfzehn Grad bei strahlendster Sonne. Wolkenlos zeigt sich der Himmel über den schneebedeckten Bergen. Davor schimmert das Meer in dunklem Blau und soeben dockt das Kreuzfahrtschiff von Norwegen an, das vor wenigen Wochen einen Eisberg in der Antarktis gerammt hat.
Avenida Martin ist die Bummler- und Einkaufsstrasse von dieser kleinen Hafenstadt. Touristen aus aller Welt tummeln sich vor den lieblich geschmückten Schaufenstern der Souvenirshops und die vielen Kaffeehäuser scheinen bis auf den letzten Stuhl besetzt zu sein.
Ich selbst geniesse einen wunderbar würzigen Tee in einem Restaurant, das gleichzeitig auch ein Museum ist. Die Regale zu beiden Seiten sind mit antiken Gegenständen vollgestopft und lassen einen in Nostalgie schweben. Die beiden Kinder am Nebentisch schlürfen an ihrem Submarino – eine heisse Tasse Milch, in die man ein Schokoladestück in Form eines U-Boots sinken lässt – während ihre Eltern dem regen Treiben am Hafen zusehen. Aber nun lieber Leser beende ich meinen Brief an Dich, da ich den “Tren del fin del mundo” nicht verpassen will.
Liebe Grüsse und auf bald.
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