Von Dusan Milakovic am 14. August 2008 um 8.00 Uhr
Kategorien: Argentinien, Brasilien, Reiseberichte & Insider

Wasser überall. Die natürliche Grenze zwischen Brasilien und Argentinien bildet der Fluss Iguazu. Bei den weltberühmten Fällen erschaudert der Besucher und lässt sich von der Naturgewalt in den Bann ziehen. Natur pur!

Iguazu

(Foto: Claudio Elias)

Iguazu oder Iguaçu, je nachdem auf welcher Seite der Wasserfälle man sich befindet (Argentinien oder Brasilien), ist wahrscheinlich der eindrücklichste Katarakt der Welt. Die Iguazu-Wasserfälle ragen heraus. Zwar gibt es sicherlich höhere Wasserfälle, jedoch ist keiner derart breit wie jener von Iguazu: Die Gesamtbreite beläuft sich auf ca. 2700 Meter!

Der Iguazu-Fluss bildet während seiner letzten Kilometer (bevor er in den Paranà mündet) die natürliche Grenze zwischen Argentinien und Brasilien. Auf beiden Seiten der Grenze haben sich Menschen angesiedelt – auf brasilianischer Seite in Foz do Iguaçu, während das kleine staubige Städtchen in Argentinien Puerto Iguazu heisst. In ersterem hatten wir das Hostel Paudimar bezogen – preiswert und sauber, leider aber ein wenig weit weg von den Fällen.

Iguazu

(Foto: Giacomo Miceli)

Jeder Iguazu-Besucher bekommt es denn auch schnell zu hören: Die Wasserfälle liegen grösstenteils in Argentinien, während man von brasilianischer Seite her den besseren Blick auf das fallende Wasser hat.

Nichtsdestotrotz empfiehlt es sich, beiden Seiten einen Besuch abzustatten. Beim Erkunden auf argentinischer Seite haben wir uns deshalb dann aber doch einen ganzen Tag eingeplant, denn die Gauchos haben rund um die Wasserfälle einen kleinen Naturpark geschaffen, der relativ weitflächig ist (wie alles in Südamerika…). Die Pflanzen- und Tierpracht (z. B. Tukans, Otter, Kaimane etc.) ist verzaubernd!

Iguazu

(Foto: Felipe Stahlhoefer)

Ein Highlight ist sicher der Gang zum Schlund des Teufels (org.: Gargantua del Diablo). Auf einem (hoffentlich stabilen) Holzsteg kann man von direkt zur Kante gehen und von oben in die Tiefe starren. Nicht wenige werden von einem starken Schwindel erfasst. Über den Fällen herrscht ein ungeheurer Lärm, und zusammen mit der alles umwebenden Schwüle versagt noch rasch die Stimme. Die Sicht in des Teufels Schlund ist derart eindrücklich, dass man den Blick kaum auf die übrige Natur zu lenken vermag. Man vermag sich schwerlich aus dem Bann des Wassers zu ziehen.

Selbstverständlich gibt es auch auf der gegenüberliegenden Seite einen Naturpark, doch haben die Brasilianer einfach grössere Schwierigkeiten, mit illegalen Bauten und Wilderern fertig zu werden. Und eine stark befahrene Strasse vermag der Erhaltung eines der imposantesten Zeugnisse der Naturgewalt ebenfalls nicht zu dienen. Es lässt sich hoffen, dass der Mensch nicht auch noch dieses Naturerbe zerstört.

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