Die sagenumwobene Gefängnisinsel Alcatraz in den Gewässern vor San Francisco lässt keinen Besucher kalt. Zu viel wurde über „The Rock“ geschrieben, zu viele Filme spielen auf der Insel, zu viele berühmt-berüchtigte Kriminelle sassen dort hinter Gittern.
Eine Audioführung in verschiedenen Sprachen bringt einem das Leben im Gefängnis ein wenig näher. Der Spruch „Break the rules, you go to prison. Break the prison rules, you go to Alcatraz“ ist keine leere Drohung. Spätestens, wenn man durch die Gänge geht und die Zellen begutachtet, spürt man den Geist, der noch immer hier herrscht. Kalte Räume, metallene Gitterstäbe und Schlösser, null Privatsphäre. Das Zellengebäude, der Wachtturm, das Wohnhaus des Gefängnisdirektors, der Sportplatz, die Leichenhalle – alles kann besichtigt werden. Die Bauten sind teilweise in desolatem Zustand, aber umso besser kann man sich vorstellen, wie das Leben hier gewesen sein muss.

Die ursprünglich in mexikanischem Besitz stehende Insel wurde 1861 erstmals als Gefängnis verwendet. Während der Depression in den 1930er-Jahren wurde Alcatraz ein Hochsicherheitsgefängnis, in dem u.a. Al „Scarface“ Capone, „Doc“ Barker, George „Machine Gun“ Kelly und Robert Stroud, der als „Vogelmann“ in die Annalen der Geschichte einging, untergebracht waren. Durchschnittlich lebten 260 Häftlinge auf der Insel. Während der 29 Jahre, die Alcatraz in Betrieb war, gab es insgesamt 14 Ausbruchsversuche. Alle scheiterten. Entweder wurden die Flüchtigen erschossen oder sie ertranken im der kalten Bucht. 1963 liess Robert F. Kennedy das Gefängnis aus ökonomischen Gründen schliessen.1969 wurde noch einmal Geschichte geschrieben, als eine 19 Monate dauernde Besetzung durch die „Indianer aller Stämme“ stattfand. Die politisch motivierte Demonstration sollte ihre misslichen Lebensumstände beleuchten. Die Indianer boten der Regierung an, die Insel zu kaufen und merkten an, dass Alcatraz einem Indianerreservat ähnele, weil es u.a. „von modernen Einrichtungen isoliert, der Boden felsig und unproduktiv sei und das Land keine jagbaren Tiere ernähren kann.“ Im Sommer 1971 wurde die Insel von Sicherheitsbeamten geräumt.
Der Andrang auf die Gefängnisinsel ist riesig. Das Ticket muss mehrere Tage im Voraus am Pier 33 (Fisherman’s Wharf ) bezogen oder kann übers Internet bestellt werden. Die Fähre ist vollgepackt, die Insel übersät mit Besuchern, nicht selten muss man 45 Minuten warten, bis man auf die Fähre zurück aufs Festland kann. Aber allem zum Trotz: Alcatraz ist eine eindrückliche Zeugin der Zeit und erzählt an jeder Ecke tragische und aufwühlende Momente. Unbedingt empfehlenswert!










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Hallo,
es stimmt: Ein Ausflug nach Alcatraz gehört zu jedem SF-Trip. Aber nicht nur wegen des Gefängnisses, sondern auch weil die Sicht auf SF atemberaubend ist! Die Insassen konnten einem Leid tun…
[...] dort zu verweilen. Im Süden der Bay Area gibt es zwar keine Golden Gate Bridge und auch kein Alcatraz. Dennoch dominiert Silicon Valley das Geschehen im nördlichen Teil [...]