Von am 9. März 2009 um 8.00 Uhr
Kategorien: News

Wie sehen unsere Traumferien aus? Und wie verbringen wir die Ferien in der Realität? Eine repräsentative Bevölkerungsumfrage des Marktforschungsinstituts TNS Infratest und Expedia.de unter 1002 Personen ab 14 Jahren gibt darüber Auskunft. Die Studie wurde in Deutschland durchgeführt. Ob sich die dortigen Reisewünsche stark von unseren unterscheiden? Findet es heraus!

ferien_450
Foto: Keystone, Jens Buettner

Laut Studie gehen Wunsch und Wirklichkeit schon bei den Destinationen auseinander: Die meisten geplanten Ferien (86 Prozent) führen die Deutschen nicht einmal über die Landesgrenzen hinaus, oder lediglich ins umliegende Europa: Tatsächliches Haupt-Ferienziel ist also Deutschland selbst, gefolgt von Spanien und Italien. Betrachtet man jedoch die Wunschdestinationen der Befragten, liegen die USA und Australien auf den Spitzenpositionen; Deutschland erzielt als Traumziel jedoch immerhin noch den dritten Platz. Insgesamt tauchen unter den zehn beliebtesten Sehnsuchtszielen sieben Fernreisedestinationen auf: Neben den USA und Australien sind das die Karibischen Inseln, die Malediven, Kanada, Neuseeland und Ägypten. Was die Reisedauer angeht, wünschen sich 48 Prozent der Befragten noch in diesem Jahr eine Auszeit von einem Monat und mehr, tatsächlich aber planen ganze 62 Prozent Ferien mit einer Dauer von nur zwei bis drei Wochen.

Heimliche Beziehungswünsche offenbaren sich bei der Betrachtung der ersehnten Reisepartner. So träumen 31 Prozent der Jugendlichen unter 20 Jahren davon, mit dem Partner oder der Partnerin wegzufahren, in der Realität planen es jedoch nur zwei Prozent. Das Bedrüfnis nach einer eigenen Familie scheint besonders in der Generation der 20- bis 29-Jährigen ausgeprägt: Lediglich zwölf Prozent sind in diesem Jahr mit Kind und Kegel unterwegs, aber doppelt so viele sehnen sich danach. Einen Urlaub zu zweit vermissen vor allem die 30- bis 49-Jährigen (45 Prozent). Insgesamt sind die 40- bis 59-Jährigen mit ihrem Reisebegleiter am zufriedensten.

Ferien am Strand, Abenteuerreisen oder ein Städtetrip? Was die bevorzugte Reiseart angeht, so stellte sich heraus, dass die Befragten sich in den Ferien viel öfter am Strand tummeln, als ihnen eigentlich lieb ist: Strandferien verlieren in den Träumen der 20- bis 39-Jährigen stark an Attraktivität und sinken von real 43 Prozent auf 29 Prozent in der Wunschvorstellung. Tendenziell geniessen Frauen das Strandleben mehr als Männer. Die typischen Städtereisenden sind im wahren Leben Personen bis 29 Jahre und ab 60 Jahre. Im Traumurlaub zeigen daran auch die 30- bis 39-Jährigen ein gesteigertes Interesse. Dabei ist das kulturelle Erlebnis wichtiger als der Einkaufsbummel. Der Wellnessaufenthalt fasziniert fast jeden Siebten unter 20 Jahren, tatsächlich unternimmt ihn im Jahr 2009 voraussichtlich jedoch nur ein Prozent in dieser Altersgruppe.

Was hindert diese Menschen eigentlich daran, ihre Reiseträume in Erfüllung gehen zu lassen? Laut Studie wurden als grössten Stolpersteine auf dem Weg zur idealen Reise das “Urlaubsbudget” (67 Prozent), “Zeitmangel” (26 Prozent) und der “Job” (16 Prozent) genannt. Jedoch gibt es hier Differenzen in den einzelnen Lebensphasen: Überdurchschnittlich häufig fehlt den Befragten bis 29 Jahre ausreichend Zeit für ihre Traumreise. Die 30- bis 39-Jährigen fühlen sich durch die hohe Arbeitsbelastung eingeschränkt (32 Prozent), und dieSenioren ab 60 hindern Krankheiten und andere persönliche Einschränkungen (27 Prozent).

Und wie sieht es bei Euch aus? Habt Ihr schon mal eine Traumreise Wirklichkeit werden lassen?

Weiterempfehlen