Von Ralph Hutter am 27. Juli 2009 um 8.30 Uhr
Kategorien: Reiseberichte & Insider, USA

Die Reise von Las Vegas nach Santa Barbara ist vor allem eines: Heiss. Genauso wie die Ankunft mit Buschfeuer.

Nach dem Kurzaufenthalt in Las Vegas, hier und hier beschrieben, freue ich mich auf die Fahrt an die Westküste. Ziel ist schlussendlich die Route auf dem Highway 101 und Highway 1 entlang in Richtung San Francisco. Aber erst kommt eine Tagesreise nach Santa Barbara.

Bei den Autovermietungen ist der hibbelige Chrysler Seebring das einzig verfügbare Cabriolet-Modell. Die Farbe konnte ich wählen. Silber ist ok.

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Truckerromantik und Roadmovie Feeling. Foto: Ralph Hutter

Die Fahrt ist eintönig – und gerade deshalb wunderbar. Stundenlanges Cruisen mit irgendwo um die 80 Meilen pro Stunde hat für europäische Autofahrer etwas Meditatives. Die grossen Attraktionen sind für mein Fotografen-Auge alle Sorten von Strassenschildern, Trucks und alles andere, was mich an amerikanische Roadmovies erinnert. Und dann natürlich noch der Flugplatz in der Mojave Wüste, auf dem die halbe Airline-Welt krisenhalber ihre Flotten parkiert. Dort mietet sich übrigens oft die Filmindustrie ein, wenn es um Flugzeug- oder Flughafenszenen geht. Für “Die Hard”, “24″ oder auch “Speed” wurden auf dem Gelände Szenen gedreht.

Spektakulär wird es erst, als bei Lancaster eine Windhose wenige Meter vor dem Wagen über den Highway zwirbelt. Das ging so schnell, das hat nicht einmal für eine Schrecksekunde gereicht.

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Tornado-Feeling auf dem Highway. Foto: Ralph Hutter

Kurz vor San Buenaventura wird es romantisch. Wunderbares Abendrot und eine Bilderbuch-Kulisse empfangen mich an der Küste. Die Weiterfahrt um die nächste Hügelkette bringt erst die ganze Wahrheit ans Licht. Eine kilometerlange Rauchfahne, die von Santa Barbara herkommen könnte.

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Sieht aus wie Rauch, riecht wie Rauch, ist Rauch. Foto: Ralph Hutter

Es brennt nicht in Santa Barbara, wo das Hotel gebucht ist, sondern einige Meilen davon entfernt in Jesusita. Die Frage nach der Sicherheit an der Reception des Hotels vergnügt die Angestellten sichtlich. Der Umgang mit Busch- oder Waldbränden ist hier offenbar an der Tagesordnung.

Trotz Blicks auf die entfernten Rauchsäulen und die andauernden Breaking News mit Evakuationsplänen schlafe ich sehr gut. Etwas Gottvertrauen gehört auch zur amerikanischen Kultur, oder?

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“Holiday Inn” in Santa Barbara-Goleta. Foto: Ralph Hutter.

Das “Holiday Inn” in Santa Barbara-Goleta ist ein schlichtes, einfaches Hotel. Die Angestellten sind aber ausserordentlich freundlich, und das Frühstücksbuffet war für meinen Geschmack eines der besten auf der ganzen Amerikareise. Bratkartoffeln, Rühreier, Speck und Weizentoast können wirklich unterschiedlich sein. Und sie sind es. Immer.

Schräg vis-a-vis gibt es für die Cheeseburger-Freunde ein Denny’s Restaurant. Aber über Cheeseburgers schreibe ich im Verlaufe der Reise sicher noch mehr. Mir schwebt so etwas wie der “Cheeseburger-Benchmark” vor.

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Denny’s Restaurant Cheeseburger #2. Foto: Ralph Hutter

Das war ein Roadtrip der Sonderklasse. Soviel Amerika an einem Tag. Wüste, Highway, Windhose, Buschfeuer, Cheeseburger. Die Reise geht weiter, den Highway 1 entlang in Richtung San Francisco.

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