Die zweite Fahrt (nicht mehr mit dem Porsche) in Richtung Flughafen am Abend endet im Stau. Die Bahn wäre schneller und bequemer gewesen, doch das Gepäck zu gross: 17 gebunkerte Weinflaschen vom letzten Besuch und Bücher aus verschiedenen Antiquariaten. Im Hyde-Park-Quartier beispielsweise steht “Powell’s”. Udo konnte dieser Versuchung nicht widerstehen. Bei “Mancini’s” gab’s dann noch einen Kaffee als Zugabe. In diesem Lokal veranstalteten Präsident Obamas Kinder ihre Pizza-Parties. Obamas Haus steht ganz in der Nähe, sieht jedoch seit der Wahl eher wie eine Festung aus. A propos: Zwei Tage zuvor war Obama für zwei Fundraising-Events nach Chicago gekommen und legte dabei den ganzen Verkehr lahm. Udo lief zufälligerweise gerade über eine Kreuzung, als eine Horde Polizeiautos sich quer über die Spuren stellte, damit der Präsident zügig durchfahren konnte. Ein historischer Tag – nicht deswegen, sondern weil ein Pitcher namens Buehrle das erst 18. Perfect Game in der gesamten Major-League-Baseball-Geschichte gelang. Der bekennende White-Sox-Fan Obama rief ihn sofort an, um zu gratulieren.
Udo besuchte an diesem historischen Tag mit dem eingangs erwähnten Polen ein Blueslokal, und die beiden besoffen sich derart, dass Udo am folgenden Tag keinen Fuss vor die Tür setzen konnte. Dann folgte – weiter in der Retrospektive – der Ausflug nach Kansas.
Einen Tag vor dem Abflug nach Kansas gab’s Hot Dogs bei “Hot Doug’s”. Udo entschied sich für Spicy Thai Chicken Sausage mit Erdnusssauce sowie einer Alligatorwurst mit Gorgonzolasauce – eine leckere Kombination. Ansonsten verbrachte Udo viel Zeit im Millennium Park (Foto) mit Spazieren und Lesen – er verschlang fünf Bücher auf seiner Reise – und im Museum of Contemporary Art.
Udo lernte am ersten Abend an der Geburtstagsfeier seines Gastgebers eine Künstlerin kennen, deren Werke dort ausgestellt werden. Das war der Anlass, ins Museum zu gehen. Am Tag nach Udos Ankunft stand ein Segeltörn auf dem Lake Michigan auf dem Programm. Wahrscheinlich der beste Tag, um in Seenot zu geraten, denn gleichzeitig fand der Start zum Race to Mackinac statt, ein Bootsrennen von Chicago nach Mackinac, das am anderen Ende des Sees liegt.
Am Abend schliesslich folgte der Höhepunkt der gesamten Reise: ein circa 30-gängiges Dinner im “Alinea”, einem auf molekulare Kochkunst spezialisierten Restaurant. Zum Glück war ein Gastrokritiker und Stammgast mit von der Partie, so gab es nicht nur relativ kurzfristig überhaupt noch einen Tisch, sondern auch ausserordentliche Gänge. Zudem nimmt der Kritiker es Udo ab, selbst über das Essen zu berichten (auch wenn das wohl noch ein Weilchen dauern wird). Doch schauen Sie sich zum Abschluss selbst das phantastische Essen im “Alinea” an: eine Foto-Galerie gibt es hier. Ein Genuss für alle Sinne!










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[...] in Berkshire, England 6) “Alinea” in Chicago USA (darüber hat mein Blogger-Kollege Udo sogar schon geschrieben) 7) “D.O.M.” in Sao Paulo, Brasilien 8) “Arzak” in San Sebastian, Spanien [...]