Von B. Jäger-Dabek am 14. September 2009 um 8.00 Uhr
Kategorien: Ägypten, Reisetipps

Ägyptens Badeorte konzentrieren sich an der süd- und mitteläygyptischen Küste des Roten Meers mit dem Zentrum Hurghada und um den Sinai-Ort Scharm El-Sheikh am Golf von Al Aqaba. Fast alle diese Badeorte verfügen auch über Tauchreviere, die zu den schönsten der Welt zählen.

Fantastische Korallenriffe, Höhlen und Wracks im klaren Wasser des Roten Meers sowie eine Vielzahl tropischer Fische und Meerestiere wie Rochen, Kraken, Muränen, Schildkröten und Delfine bescheren erlebnisreiche Tauchgänge. Weitere Pluspunkte, die für einen Tauchurlaub in Ägypten sprechen, sind die vergleichsweise kurze Anreise und die günstigen Preise.

Ägyptisches Festland um Hurghada

    Hurghada: Hier verbringen die meisten Taucher ihren Urlaub, hier gibt es die meisten Tauchbasen – um die 60 sind es derzeit. Doch nicht nur die Infrastruktur und der Service stimmen, von Hurghada aus sind viele Riffe im Rahmen einer Tagestour zu erreichen, durch den nahen Suezkanal und den Schiffsverkehr gibt es dazu viele Wracks, die spannende Tauchgänge versprechen.

  • Marsa Alam: Eine mehr als 50 Kilometer lange Küstenlandschaft mit unendlich erscheinenden Sandstränden und zahlreichen teils sehr grossen vorgelagerten Riffen, die durch den fehlenden Massentourismus in der Region so intakt sind, wie sonst nirgends in Ägypten. Im Shaab-Samadei-Riff kann man sogar mit Delfinen tauchen, weshalb der Spot “Dolpinhouse” genannt wird. Das Shaab Cluade fasziniert mit seinem Höhlensystem. In den Riffen der legendären Brothers Islands begegnet man beim Tauchen auch Haien und zwei interessanten Wracks.
  • Safaga: In der kleinen Hafenstadt südlich von Hurghada geht es beschaulich zu. Tauchbegeisterte haben hier die Wahl zwischen 30 verschiedenen Tauchplätzen, die schönsten sind das Middle Reef, Salem Express und das Panorameriff.
  • Berenice: Der Ort an der Foul Bay ist Ägyptens südlichste Urlaubsregion an der Küste des Roten Meers, an dem regelmässig Delfine vorüberziehen. An der Lahami Bay gibt es ein drei Kilometer langes labyrinthartig gewachsene Riff mit farbenfroher unglaublich fischreicher Unterwasserwelt.  In der Umgebung gibt es weitere erstklassige Tauchplätze wie darunter Rocky Island, St. John’s Reefs, Dolphin Reef, Zabargad Island und die berühmten Fury Shoals.

Region Sharm el-Sheikh auf dem Sinai am Golf von Aqaba

  • Ras um el Sid: Der Ort am Rand von Sharm el-Sheikh ist ruhig und liegt direkt an einem der traumhaften Tauchspots der Region. Der Strand läuft in einer steilen Korallenwand aus, an deren Rand man über eine Treppe ein tolles Tauchrevier erreichen mit ungeheurem Fischreichtum und wunderbarer Korallenvielfalt. Die Region Sharm el-Sheikh bietet zahlreiche tolle Taichspots wie an den Tiran-Inseln oder im Nationalpark Ras Mohammed. Hier ist mit der Strasse von Gubal auch das Dorado der Wracktaucher nicht weit.
  • Dahab: Im Norden der Region liegt das alte Fischerdorf Dahab, von dem aus etliche der schönsten Tauchreviere binnen einer Stunde erreichbar sind. Dazu gehört auch das weltberühmte Blue Hole, das Mekka der Freitaucher. Das Blue Hole ist, grob gesagt, ein Loch in einem Korallenriff mit einem Durchbruch zum offenen Meer in Gestalt eines rund 30 Meter langen Tunnels, den man durchtauchen kann. Für weniger anspruchsvolle und Tauch-Normalverbraucher tut es aber auch das wunderschöne lange Saumriff, das vom Land aus erreichbar ist.
  • Shark Bay: Nomen est Omen? Hier nicht, denn auf Haie trifft man hier beim Tauchen eher nicht. Doch auch ohne diesen Nervenkitzel gibt es hier tolle Tauchreviere, die sogar für Noch-nicht-so-Geübte taugen. Es gibt einen Canyonden, den man durchtauchen kann mit tollen Korallenformationen.

Alle Fotos: Brigitte Jäger-Dabek

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