Baden im warmen Wasser des Schwarzen Meeres, viel Sonne, breite, flach ins Meer abfallende kindgerechte Strände verspricht ein Urlaub an der bulgarischen Schwarzmeerküste. Seit dem EU-Beitritt des Landes ist Bulgarien als Reiseziel kein Geheimtipp mehr für sonnenhungrige west- und mitteleuropäische Urlauber; die Zahlen belegen jährliche Steigerungsraten um etwa 30 Prozent. Da ist es kein Wunder, dass beispielsweise allein deutsche Reiseveranstalter in die neue Trend-Destination für Schnäppchenjäger 75 Millionen Euro investierten. Vom alten sozialistischen Bettenburgcharakter der Hotels ist nichts mehr zu sehen.
Weil man die Strände nicht “zubetonieren” will, baute man die meisten vorhandenen Hotels um und machte aus zwei bis drei Minizimmern eines. Bevor die Planungen abgeschlossen waren, schauten sich die Bulgaren andere Urlaubsregionen genau an, denn sie wollten nicht die Fehler anderer wiederholen. Nicht Ballermann-Charakter will man haben, sondern Familienziel werden – und das ist bisher auch weitgehend gelungen.

Ruhe und Entspannung findet man in den Heilquellen des Schwarzen Meeres. Foto: Keystone; Petko Momchilow.
Bulgariens kilometerlange Strände mit ihrem besonders feinen Sand sind zwar ein Urlaubertraum, aber die Region am Schwarzen Meer hat noch viel mehr Sehenswertes zu bieten, mit ihren waldigen Gebirgen und weiten Feldern, schönen Gärten und vielen Kirchen sowie Klöstern.
Die Urlaubsorte am Schwarzen Meer konzentrieren sich in einer nördlichen Region rund um Varna und einer südlichen Region um Burgas.
Der Norden bei Varna
In Varna, der grössten Stadt an der bulgarischen Schwarzmeerküste landen die meisten Urlaubermaschinen. Mit seiner restaurierten Altstadt in ihrer ganz eigenen Architektur strahlt die heimliche Hauptstadt Bulgariens eine ganz eigene Atmosphäre und den Charme einer alten Hafenstadt aus. Viele antiken Bauten, die römische Festungsmauer, etliche Kirchen, die Kathedrale, sowie interessante Museen und Galerien zeugen von der Geschichte Bulgariens. Ein besonderes Highlight ist das Blumenmeer des Meeresgartens an der Küste, der an das barocke Wien erinnert.
Ferienanlage Nummer eins an Bulgariens Schwarzmeerküste ist der nördlich von Varna gelegene Goldstrand, der an einer weiten Bucht mit gut vier Kilometer Strandlänge liegt und schon zu sozialistischen Zeiten ein Traumziel war. Hier reihen sich die Badeorte wie Perlen an der Schnur auf.
Sveti Konstantin ist ein in fast allen Reisekatalogen vertretener Badeort, denn hier kann man dem Wellness-Trend entsprechend auch etwas für das Wohlbefinden tun, ja selbst Kuren ermöglichen die Thermalquellen und das Heilwasser sowie die Balneotherapie-Zentren. Gelegen ist der Kurort mit seinen üppigen Parklandschaften an einer Küstenlandschaft mit feinen Sandstränden und stillen Buchten.
Zlatni Pjaseci (Goldstrand) ist ein Familienbad mit angenehm mildem Klima; es besitzt von günstigen Ferienbungalows bis hin zu komfortablen Hotel für jeden Geldbeutel das passende Urlaubsdomizil. Dazu wird hier der Umweltschutz gross geschrieben, gefahren wird überwiegend mit Solar-Taxis, Elektrobahnen und Fahrradrikschas. Langweilig wird in Goldstrand auch so schnell keinem, denn vom Paragliding bis zum Wasserski sind zahlreiche Aktivitäten möglich, auch die speziellen Kinderprogramme sowie Betreuungsangebote können sich sehen lassen.
In Albena, dem dritten grossen Seebad der Region, hat man sich ganz auf die deutschsprachigen Gäste eingestellt. Mit besonderen Angeboten bemüht sich das moderne, in waldreicher Umgebung gelegene Seebad vor allem um junge Leute und Familien. Hier gibt es alle erdenklichen Sportanlagen, Angebote für Aktivurlaub und Kinderbetreuungsprogramme.
Der Süden bei Burgas
Weiter südlich im Land liegt Burgas an der gleichnamigen Bucht. Die alte von Handel und Seefahrt geprägte Hafenstadt ist ob ihres Flughafens der zweite grosse Startpunkt für Ferien an Bulgariens südlicher Schwarzmeerküste mit viel ursprünglicher Natur vor allem in den küstennahen Bergen und pittoresken Fischerdörfern.
Fährt man von Burgas nach Norden, erreicht man zunächst die Halbinsel Pomorie, wo erlesene Weine produziert werden. Weiter geht es nach Nessebar, das auf einer nur durch einen schmalen Damm mit dem Festland verbundenen Insel aus Kalkstein erbaut wurde. Hier findet man enge Gassen mit mittelalterlichen Bauten, alten Kirchen und antike Festungsmauern, im Fischerhafen kann man frischen Fisch direkt vom Kutter kaufen.
Noch ein Stück weiter im Norden liegt die Urlaubsregion Sonnenstrand (Slynchev Brjag). An einer weiten Bucht von Grün umgeben ist das Seebad Sonnenstrand Bulgariens grösster Badeort an der Schwarzmeerküste und ein ausgesprochenes Familienziel. Sechs Kilometer lang und über 50 Meter breit ist der nur langsam abfallende Strand, das Wasser selten unter 25 Grad warm und das bei durch die stetige leichte Meeresbrise erträglichen Temperaturen. Von Kinderbetreuung bis zu reichhaltigem Sportangebot findet der Urlauber alles, was das Herz begeht und auch das Nachtleben steht Spanien kaum mehr nach.
Südlich von Burgas am Ende der gleichnamigen Bucht liegt an der felsigen Küste auf einer Landzunge das Städtchen Sosopol, das in der Antike von griechischen Siedlern gegründet wurde. Auch hier finden sich enge von alten Häusern umstandene Gassen, ein Fischerhafen und alte Kirchen – eine Atmosphäre, die schon seit jeher Künstler anzog. Von den beiden Stränden Sosopols hat man einen Blick auf Leben und Treiben des Städtchens. Das Felsenkap bietet zudem schöne Ausblicke auf die bewaldete Hügelkette der Stranscha und auf die Insel Sweti Iwan mit dem weithin sichtbaren Leuchtturm.
Auch südlich von Sosopol finden sich bis hinunter zur türkischen Grenze noch weitere attraktive Badestrände an kleinen, windgeschützten Buchten, die einen Besuch lohnen.











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Ein wirklich guter Artikel und ein sehr guter Blog.
Ich bin auch ein Liebhaber von Bulgarien und fahre bestimmt seid 5 Jahren dorthin zum Urlaub machen.,
ein tolles Urlaubsland mit netten, aufgeschlossenen Menschen, die auch allesamt die deutsche Sprache beherrschen.
Sehr schön dort und immer eine Reise wert!