Die Kombination von Kultur und Wein – oder in der umgekehrten Reihenfolge? – ist im Alentejo wahrlich einfach zu bewerkstelligen. Évora mit seinen 365 denkmalgeschützten Gebäuden liegt in unmittelbarer Nähe zu Dutzenden Weingütern und unzähligen prähistorischen Steinwerken.

Im Weinland Portugal. Alle Fotos: Claudia Lambrich.
Am Praça Joaquim António de Aguiar 20–21 liegt das Informationsbüro der “Weinroute des Alentejo”. Hier gibt es unentgeltlich Broschüren in verschiedenen Sprachen, und die Mitarbeiter sind einem bei der Planung einer Route behilflich und rufen die einzelnen Weingüter sogar an, um einen Termin zu vereinbaren.
Wir wollten in Reguengos de Monsaraz die beiden Weinproduzenten Herdade do Esporâo und Adega José de Sousa besuchen.


Das idyllische Weingut Herdade do Esporâo.
Die Fahrt von Évora dauert etwa 45 Minuten und führt mitten durch das Rebanbaugebiet. Die Herdade do Esporâo ist ein grossflächiges Weingut, das zu den ältesten der Region gehört. Im Preis von fünf Euro pro Person ist eine Tour durch das Weingut sowie eine Kostprobe des besten Tropfens “Private Selection” inbegriffen. Wer allerdings noch anderen Wein degustieren möchte, sollte dies vor dem Genuss des “Private Selection” tun; denn danach schmeckt nichts mehr so richtig gut…
Das Restaurant soll hervorragende Küche servieren; leider ist es nur mittags geöffnet. Die Adega José de Sousa haben wir trotz guter Karte nicht gefunden. Der Plan in der Broschüre ist so ungenau, dass man die einzelnen Weingüter nicht richtig ausmachen kann. Und in Reguengos de Monsaraz sind die wenigsten Produzenten ausgeschildert. Es lohnt sich also, sich im Informationsbüro genau zu erkundigen oder im Ort selber jemanden zu fragen! Wer Weine von Esporâo kaufen, aber nicht verschiffen und verzollen will, kann dies über die Website von “Gomes Weine” tun. Dieses Unternehmen ist der Schweizer Importeur des Weinguts und vertreibt die meisten Gewächse.
Wenige Kilometer westlich von Évora befinden sich der Menhir und der Cromlech von Almendres. Der Cromlech besteht aus 95 Menhiren (einzelnen, aufrechten Steinen), von welchen einige mit symbolischen Zeichen versehen sind.
Der Dolmen (Menhir mit Deckstein) von Anta Grande do Zambujeiro bildete mit einem Durchmesser von 50 Metern und einer Höhe von sechs Metern die grösste Megalithanlage Portugals. Leider ist die Kathedrale der Steinzeit in sich zusammengesackt und muss nun von Stützen getragen werden.
Die Gruta de Escoural in der Nähe von Santiago do Escoural lockt mit paläolithischen Wandmalereien. Die ältesten figürlichen Strichzeichnungen sind schätzungsweise 30’000 Jahre alt. Im Städtischen Museum von Évora können Teile des Grabschmucks besichtigt werden, die den Toten ins Grab mitgegeben wurden.
Ein lohnenswerter Abstecher von der Steinzeit in die Neuzeit führt uns von Évora nach Lissabon. Mehr dazu in Kürze.










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[...] all den prähistorischen und denkmalgeschützten Zeugnissen Évoras wollten wir uns ins pralle Leben stürzen und unternahmen deshalb einen Ausflug ins 200 Kilometer [...]