Von Rico Wyder am 20. Oktober 2009 um 15.30 Uhr
Kategorien: China, Reisetipps

Wer kennt Hongkong nicht?! Ich denke, viele Reiseliebhaber waren auch schon mindestens einmal hier. Meist nutzt man den Stadtstaat als Zwischenstopp auf dem Weg nach Australien. Die Geschäftsmänner kommen entweder wegen des Finanzplatzes oder aufgrund der grossen Industriegebiete im Landesinneren. Die grossen Produktionsstätten liegen um Shenzhen und Guanzhou. Über diese Städte reise ich auch von Xiamen nach Hongkong. Es gibt zwar Direktflüge, doch diese Route war bedeutend günstiger.

Von Xiamen flog ich nach Guangzhou und nahm den Zug nach Shenzhen. Die Fahrt ist nicht unbedingt ein Highlight. Shenzhen ist eine moderne Stadt und lebt direkt neben Hongkong seit Jahrzehnten in einer Art. Wäre nicht (noch immer) eine Grenze dazwischen, würde Shenzhen immer näher an Hongkong wachsen. Google Maps zeigt das sehr schön. Ratet mal: Wo liegt die Grenze? (Auflösung am Ende des Posts). Im Norden liegt Shenzhen. Südlich beginnt das Hoheitsgebiet von Hongkong.

Sehenswürdigkeiten

Hongkong ist toll. Mir gefällt Hong Kong so gut, dass ich gerne hier leben würde. Alles ist nahe beieinander, der öffentliche Verkehr funktioniert gut, und man erlebt eine ganz spezielle Facette der chinesischen Kultur. Die Stadt vereint ihre chinesischen und europäischen Einflüsse. Das sieht man ganz schön in den vielen Boutiquen und Kunstgalerien. Jeder spricht zudem Englisch (ok, fast jeder). Das macht Vieles einfacher. Beim ersten Besuch in Hongkong würde ich aber nicht die Museen und Shoppingmeilen empfehlen, sondern vielleicht zum Start einmal folgenden Rundgang (1 Tag):

  • 1. Mit der Zahnradbahn zum Victoria Peak
  • 2. Zu Fuss hinunter nach Soho (Kaffee oder Essen)
  • 3. Mit der Fähre nach Kowloon
  • 4. Spaziergang am Wasser mit Blick auf die Skyline
  • 5. Hongkong Cultural Center
  • 6. Zu Fuss von Tsim Sha Tsui in den Kowloon Park
  • 7. Zum Nachtmarkt Temple St – ein Erlebnis!
  • 8. Dinner an einem Essensstand der Temple Street
  • 9. Drinks im “Felix” (Peninsula Hongkong)
  • 10. Wer dann noch nicht genug hat, geht nach Lan Kwai Fong

Ein kleiner Ausflug

Meine Kollegin, die hier wohnt, hat mir die Insel Lantau empfohlen. Mit der U-Bahn entflieht man dem Häuserwald und steigt dann auf eine Gondelbahn um. Die Landschaft ist wunderschön und verwunderlich dünn besiedelt. Lantau ist doppelt so gross wie Hongkong Island und keine 100’000 Menschen wohnen hier (auf HK Island über eine Million).

In luftige Höhen steigt man mit der Schwebebahn hin zum Plateau Ngong Ping. Die grösste bronzene Buddha-Statue unter freiem Himmel steht hier. Diesen Rekord entnehme ich einer Touristenbroschüre. Auf diesem Plateau befindet sich ein grosses Kloster namens Po Lin. Vom Klosterplatz aus steigt man die Treppen hinauf zur Statue. Der ganze Ausflug nach Lantau dauert etwa einen halben Tag und ist sicherlich seine Zeit wert. Ich weiss nicht, ob die Prozessionen der Mönche jeden Tag stattfinden, doch wer das Glück hat, einer Zeremonie vor dem Kloster beizuwohnen, der kann zusätzlich noch etwas fürs Fotoalbum mitnehmen.

Der grössere Ausflug

Nach dem halben Tag auf Lantau machen meine Kollegin, ihre Freunde und ich uns auf nach Macau, das Las Vegas von Asien. Es gibt zwar stündliche Fähren von und nach Hongkong. Ich würde jedoch empfehlen, eine Nacht in Macau zu bleiben. Wir haben im MGM gebucht und sind bereit für die Casinos.

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Tipp für Google Maps: Der Fluss ist die Grenze.

Alle Fotos: Rico Wyder

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