Vancouver, vom 12. bis 28. Februar Austragungsort der Olympischen Winterspiele, hat viel zu bieten. In den ersten beiden Teilen unserer Miniserie stellten wir Sehenswürdigkeiten, Shopping-Areale und Nachtleben vor. Wer sich danach erholen möchte, dem sei eine Weiterreise auf Vancouver Island empfohlen. Die Fahrt mit der Fähre dauert rund 90 Minuten.
Vancouver Island

Auf der 450 Kilometer langen und 100 Kilometer breiten Insel leben neben 750’000 Menschen auch unzählige Tiere: Schwarzbären, Pumas, Wölfe, Bergziegen, Elche, Stinktiere und Koyoten sind nur einige. Zur Fauna von Vancouver Island zählt auch das Vancouver-Murmeltier, eine sehr seltene Art innerhalb der Gattung der Murmeltiere. Auf der riesigen Insel findet man das Bilderbuch-Kanada: Hier kann man wandern, fischen, Wale beobachten, Kayaken und viele Dinge mehr. Umfangreiche Details zu Sehenswürdigkeiten auf der ganzen Insel findet ihr auf www.vancouverisland.com.

Der lange Gebirgszug der Vancouver Island Ranges teilt die Insel in die stürmische, zerklüftete, dem Pazifik zugewandte Westseite und die gemässigtere Ostseite. Der höchste Berg ist der Golden Hinde mit 2195 Metern. Der einzige Gletscher ist der Comox Glacier. Die Westküste ist von fünf grossen, fjordartigen Sundgebieten, den Sounds, gekennzeichnet.

Die Insel wird grob in sieben Regionen eingeteilt, welche jeweils ihre ganz eigenen Vorzüge haben:

Greater Victoria
Im südlichen Zipfel der Insel befindet sich Victoria, die grösste Stadt auf Vancouver Island und Hauptstadt der Provinz British Columbia, zu der auch Vancouver gehört. Victoria gilt als die britischste Stadt Nordamerikas: Bau- und Lebensstil sind sehr durch ihre koloniale Vergangenheit geprägt, und auch die roten Doppeldeckerbusse fehlen hier nicht. Rund um die Stadt gibt es hübsche Dörfer, Parks und Häfen. In Greater Victoria herrscht das mildeste Klima in ganz Kanada.

South Island
Oberhalb von Greater Victoria wird die Küste rauh: Bei Sturm bekommt man die volle Wucht des Pazifiks zu spüren. Im Landesinneren hat es viele Bauernhöfe, Seen, Parks und Wälder. Von den Berggipfeln, z.B. dem Mount Prevost, hat man eine fantastische Sicht über die Täler.

Pacific Rim
Die Westküste von Vancouver Island bietet unendliche Strände, lange Sonnenuntergänge – aber mitunter auch heftige Schneestürme und einen tobenden Pazifik.

Central Island
Das Innere von Vancouver Island ist das ganze Jahr über eine beliebte Feriendestination. Die Landschaft ist geprägt von Bergen, ruhigen Seen, lachsreichen Flüssen und riesigen Golfplätzen.

Sunshine Coast
Die 180 Kilometer lange Ostküste der Insel ist weitgehend sonnig. Hier gibt es unzählige Strände, Buchten, kleine Inseln und Fjords. Die bis zu 30 Kilometer breite Strasse von Georgia trennt Vancouver Island vom kanadischen Festland.

Gulf & Discovery Islands
Die Gulf & Discovery Islands bieten uralte Wälder, steinige Küsten und kilometerlange Strände. Sie liegen in der Strasse von Georgia und gehören damit eigentlich nicht mehr zur Vancouver Island. Die Seewege sind mit Fähren gut abgedeckt.

North Island
Der nördliche Teil der Vancouver Island ist weitgehend unberührt: Wälder, so weit das Auge reicht, Seen und schneebedeckte Berggipfel prägen das Landschaftsbild. Wer die Einsamkeit sucht, wird hier garantiert fündig: 97 Prozent der Einwohner von Vancouver Island wohnen weiter südlich.

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