Von Rico Wyder am 11. Februar 2010 um 16.00 Uhr
Kategorien: Reiseberichte & Insider, Türkei

Ortaköy Moschee
Blick auf Ortaköy. Foto: Daniela Hernández

Nach meinem Stadtrundgang mache ich mich auf den Weg nach Ortaköy im Distrikt Beşiktaş. Mit dem Tram und danach mit dem Taxi ist man schnell in dem ehemaligen kleinen Dorf, das mittlerweile komplett mit Istanbul verwachsen ist. Auf der europäischen Seite gelegen, ist es bekannt für seine schöne Aussicht auf den Bosporus, auf die Anatolische Seite und auf die Ortaköy-Moschee. Zudem ragt über einem die schöne grosse 1. Brücke hinüber nach Asien.

Ortaköy ist sehr kosmopolitisch. Schon zu byzantinischen Zeiten wohnten hier Juden, Griechen und Armenier beieinander. Im 16. Jahrhundert regte der ottomanische Sultan Süleyman I. die türkischen Bewohner auch dazu an, sich auch in Ortaköy niederzulassen. Noch heute ist Ortaköy ein Schmelztigel unterschiedlicher Kulturen und Religionen. Neben der Ortaköy-Moschee können auch die orthodoxe Kirche und die Synagoge besucht werden. Alle drei Bauten stehen unmittelbar nebeneinander.

Ob man den Stadtteil tagsüber oder abends besucht, man kommt definitiv auf seine Kosten. Ortaköy ist im Frühling und Sommer wohl ein Traum. Cafés, Bars, Restaurants und Nachtclubs machen den Ort zum Treffpunkt für junge Leute, Touristen, Geniesser und Nachtschwärmer. Das “Reina” wurde mir von verschiedenen Seiten wärmstens als tolle Bar empfohlen.

Ortaköy ist trotz seiner Lage definitiv ein Muss. Am späteren Nachmittag oder Abend ist wahrscheinlich der beste Zeitpunkt, um über die Promenade am Bosporus zu schlendern. Hier ist ein weiterer, schöner Bericht über Ortaköy zu finden. Wer auf dem Weg zurück ins Zentrum noch nicht genug hat, der macht einen Abstecher ins “Kempinski Hotel” (per Taxi). Im Jahre 1871 baute Sultan Abdülaziz hier den Çırağan Palast und nutze diesen als seine Residenz. Der Çırağan Palast wurde auch für das ottomanische Parlament genutzt bis er 1910 durch ein Feuer schwer beschädigt wurde. Er ist in den Achtziger Jahren wurde der Palast restauriert und ist heute, wie erwähnt, das Çırağan Palace Kempinski Hotel – eines der teuersten Hotels in Istanbul.

Und dann geht’s weiter in den Iran, meinem eigentlichen Reiseziel.

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