Von am 12. Februar 2010 um 8.00 Uhr
Kategorien: Iran, Reisetipps

Es reizt mich schon seit einiger Zeit, den Iran zu bereisen. Nun ist es bald soweit. Via Istanbul fliege ich nach Teheran, um dort einige Tage bei einem Bekannten zu verbringen. Danach geht es weiter mit dem Flugzeug nach Shiraz, dem Herkunftsort der berühmten Weintraube. Mit Bussen fahre ich dann auf dem Landweg via Isfahan zurück nach Teheran. Leider reicht mir die Zeit nicht, den schönen Norden, das Kaspische Meer, Tabriz oder auch die im mittleren Osten liegende Wüstenstadt Yazd zu besuchen. Dennoch warten in den kommenden zehn Tagen bestimmt genügnend spannende Orte auf mich.

Wen reizt der Iran auch?

Wer hat es sich auch schon überlegt, den Iran zu bereisen? Wer war schon einmal dort? Es würde mich sehr interessieren, welche Erfahrungen Ihr gemacht habt.


Vorbereitungstipps

Visum: Das Visum ist genügend früh zu beantragen. Ich hatte gerademal drei Wochen, und das wurde ziemlich knapp. Wer in einer Gruppe reist, wird sich um das Visum wohl nicht kümmern müssen. Alleinreisende können in der Schweiz das Visum per Post oder in Bern auf der iranischen Botschaft beantragen. Die Mitarbeiter auf der Botschaft sind äusserst freundlich und helfen bei Fragen gerne weiter. Bevor man eine Reise in Betracht zieht, sollte man auch die Reisehinweise des EDA beachten.

Reiseroute: Wer eine Reise in den Iran plant, der sollte auch hinsichtlich der Reiseroute die Reisehinweise des EDA beachten. Um Isfahan, Shiraz, Teheran, Yazd und Tabriz wird man wohl nicht herum kommen.

Vorinformieren: Ich empfehle, ausreichend Reiseliteratur zu besorgen. Neben dem “Lonely Planet” gibt es eine Reihe an guten Romanen, wie zum Beispiel “Eine islamische Reise” von Literatur-Nobelpreisträger V.S. Naipaul oder “Persien – Gottes vergessener Garten. Meine Reise durch den Iran” von Jason Elliot. Der “Lonely Planet” widmet ein hilfreiches Kapitel ausschliesslich Frauen, die im Iran reisen.

Packen: Beim Packen muss man sich nicht um mehr kümmern, als bei anderen Reisen. Im Iran gibt es viele europäische Produkte zu kaufen. H&M, Adidas und viele andere Konsumgüter sind hier erhältlich. Der “Lonely Planet” (2008) listet noch einige Produkte, die auf Grund kultureller Unterschiede verboten oder nur schwer erhältlich sind. Dies hat sich mittlerweile geändert. Es ist so ziemlich alles erhältlich. Dennoch, man sollte vielleicht ausreichend Hygieneartikel mitnehmen (und ein wenig Toilettenpapier).

Geld: Im Iran gibt es ein eigenes Kreditkartensystem. Man kommt hier nur auf zwei Arten weiter. Einerseits geht es mit Bargeld (bevorzugterweise Euro), welches man in iranische Rial wechselt. Die Wechselstube, die ich gefunden habe, akzeptiert auch eine Visa-Karte. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollte man aber genügend Bargeld für die ganze Reise bei sich haben. Die zweite Variante ist, sich am Flughafen bei der Ankunft ein Debit-Konto zu eröffnen. Man erhält dann eine Karte, ähnlich der EC/Maestro-Karte. Mit dieser sollte man überall bezahlen und Geld abheben können. Die Gebühren für Eröffnung, Karte usw. sind extrem tief.

Strom: Stecker sind gleich wie in der Schweiz (2-polig), und das metrische System gilt auch als Standard.

Fotos: Ihr werdet bestimmt an meinen Fotos merken, dass ich Flughäfen, Ministerien, Polizisten usw. nicht fotografiere. Das hat seinen Grund. Man wird darauf hingewiesen, dies auf keinen Fall zu tun. Wenn es sich nicht um eine eindeutige touristische Sehenswürdigkeit handelt, fragt man am besten jeweils den nächsten Polizisten oder Wächter, bevor man etwas fotografiert. So geht man auf Nummer sicher, in keine Probleme zu geraten. Auch politische Aktivitäten dürfen nicht fotografiert werden.

Weiterempfehlen