
Endlich ist es soweit. Nach drei Nächten in Istanbul, bin ich wieder am Flughafen Atatürk, sitze am Gate und warte auf den Flug der Turkish Airlines nach Teheran. Die Abflugszeit wird leider von 01.00 Uhr noch um eineinhalb Stunden nach hinten verschoben. So komme ich nicht um 04.00 Uhr in der Früh in Teheran an. Das ist eigentlich ganz in Ordnung. Kaum im Flieger, schlafe ich gleich ein. Ich verpasse sowohl Start als auch den Service. Das Wetter weckt mich aber immer wieder auf. Beim Aufsetzen des Fliegers am Flughafen Khomeini werde ich dann entgültig wieder aus dem Schlaf gerissen. Ein Blick auf meine Uhr sagt mir, dass wir wohl des Wetter wegen noch eine ganze Weile in Istanbul auf den Start gewartet haben. Nun ist es bereits 07.00 in der Früh; auch gut. So muss ich meinen Bekannten in Teheran nicht allzufrüh aufwecken. Die Taxifahrt wird je nach Verkehr noch eine bis zwei Stunden dauern.
In die Stadt
Die Passkontrolle hält mich zum Glück nicht lange auf, und schon bald bin ich beim Taxistand. Der Fahrer macht mächtig Dampf auf der vierspurigen Autobahn. Bis in die Stadt hat es noch kaum Verkehr. Was mich überrascht, ist, dass es einige Leute zu Fuss über die Autobahn wagen. Mir wird später klar, dass das jeder überall so macht und ich mich auch bald dazu zwingen muss.
Entlang der Strassen fallen mir immer wieder schön bemalte Wände auf. Verschiedene Kriegshelden und andere Berühmtheiten sind auf den sonst nackten Wänden abgebildet. Sie bringen Farbe in die sonst eher bräunlich und gräulich gefärbte Stadt. Verschiedene Strassen werden von Bäumen gesäumt, die im Sommer bestimmt viel Grün in die Stadt bringen. Die braune Farbe dominiert aber auch aufgrund der vielen Baustellen. Es scheint, als würde hier überall gleichzeitig gebaut. Ich bin hier in einer ganz anderen, spannenden Welt gelandet.
Im Stau ist die Luft nicht gerade toll. Später wird sich auch herausstellen, dass sich die Luftqualität in Teheran nirgends wirklich bessert. Aber das lässt mich nicht von meiner Neugier abbringen. Ich bin gespannt, was die folgenden zwei Wochen bringen werden. Nach gut zwei Stunden komme ich bei meinem Bekannten im Norden der Stadt an. Ich lege mich kurz hin, um danach wieder frisch die Stadt erkunden zu können.










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