Teheran ist riesig. Zum Glück hatte ich meinen Bekannten bei mir, der mir die Stadt in den ersten beiden Tagen zeigte. Ohne ihn hätte ich wahrscheinlich sehr viel Zeit und Energie verloren. Wir nahmen Busse, die U-Bahn, Taxis und fuhren mit Privattaxis kreuz und quer durch die Stadt. Es gibt einige Orte, die man sich in Teheran unbedingt anschauen sollte.

Die erste Hürde jedoch kam schon kurz nach dem Verlassen der Wohnung. Mit allem Respekt, Iraner fahren wie die Henker. Ampeln für Passanten und Fussgängerstreifen sind definitiv nur Statisten im Strassenverkehr. Will man die Strasse überqueren, muss man seine Furcht überwinden. Vietnam fand ich schon ziemlich extrem, doch in Teheran muss man im Verkehr wirklich sehr aufpassen (und leider auch ab und zu mal eine vierspurige Strasse überqueren).

Rundgang im Süden der Stadt

Der südliche Stadtteil Teherans war früher das Zentrum der Hauptstadt. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind hier zu finden und können zu Fuss erreicht werden. Von der U-Bahn Station Imam Khomeini aus erreicht man den Golestan Palast, das Nationale Juwelen-Museum und das Glass- und Keramik-Museum. Auf dem Weg sollte man auch die alte Poststelle, den grossen Basar und den Platz des Aussenministerium besuchen (Hier keine Fotos machen!).

Nach dem Rundgang im Süden fahren wir zu den beiden Wahrzeichen Teherans. Zuerst geht’s für ein paar Fotos in Richtung Westen zum Azadi Tower.

Man muss sich im Stau aber ein wenig in Geduld üben, bis man ankommt. Der markante Turm, den man aus der Zeitung kennt, ist sehr eindrücklich. Von hier aus nehmen wir den Bus zum Milad Tower im Norden der Stadt. Für 20 Euro fährt man in die schwindelnde Höhen des 435 Meter hohen Fernsehturms. Die Aussicht ist atemberaubend. Mit Blick auf den nördlichen Teil der Stadt geniesst man gleichzeitig auch die verschneiten Berge am Rande der Stadt. Die 15-Millionen-Einwohner-Stadt hat nur vereinzelte hohe Gebäude, sie erstreckt sich jedoch hin bis zum Horizont.

Von hier aus sieht man zudem den berühmten Park des Sa’d-Museum-Komplexes, welchen ich auch sehr empfehlen kann. Ganz im Norden der Stadt lebte der Schah im Grünen mit einem wunderschönen Ausblick auf Teheran. Wer es durch die ganze Stadt bis zum Sa’d-Museum geschafft hat, der sollte danach unbedingt in den Barbezirk Darband fahren. Abends schlendert man hier in der kühleren Bergluft von Bar zu Bar. Wer Lust auf eine Wasserpfeife hat, der wird hier auch bestens bedient sein.

Teheran bietet äusserst viel. Zwei Tage sind fast zu wenig für diese grosse Stadt. Ich bin jedoch ein wenig froh, die Staus und die Grossstadt wieder verlassen zu dürfen. Es stehen noch viele spannende Orte auf dem Plan. Morgen geht es nach Shiraz.

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