Von Andrea Schmits am 4. März 2010 um 15.30 Uhr
Kategorien: Niederlande, Reiseberichte & Insider

Wer am Abend von den vielen Museumsbesuchen oder vom Shoppen nicht zu müde ist, der kann sich ins Amsterdamer Nachtleben stürzen.

Das wohl beste Ausgangs-Quartier liegt am Leidseplein: Hier fühlt man sich abends ein wenig wie in den Partymetropolen auf einigen griechischen Inseln. Die meisten Touristen sind britisch, jung… und betrunken. In organisierten Club-Crawl-Gruppen mit Animateuren stürmen sie in die Clubs, lassen die Sau raus und ziehen weiter. In der Nähe befindet sich auch das “Hard Rock Café”

Das zweitbeste Quartier liegt zwischen Dam und Bahnhof. Auch hier hat es viele Restaurants, Coffeeshops und Bars. Je weiter man in Richtung Bahnhof läuft, desto tiefer befindet man sich im China Town mit unzähligen asiatischen Restaurants. Empfehlen kann ich das Thai-Restaurant “Chao Phraya” am Nieuwmarkt 10. 

Berühmt ist Amsterdam für sein Rotlichtviertel, das malerisch entlang einer Gracht in der Nähe des Dam liegt. Hier ist das “Fensterlen” noch erlaubt, das heisst, die Prostituierten stehen nur mit Unterwäsche bekleidet im Schaufenster und bieten sich an. Kommt ein Kunde, verschwinden sie mit ihm hinter den Vorhang in ein kleines Kämmerchen.

Rotlichtviertel

Neben Puffs hat es auch viele Stripclubs mit “Live”-Sex-Shows. Laut Reiseführer sind Touristinnen im Rotlichtviertel nur tagsüber akzeptiert: Abends schrecken wir wohl die potenziellen Freier der Prostituierten ab. Zudem ist es verboten, Fotos von den besetzten Fenstern zu machen. 

Ein paar Bars, Clubs, Coffeeshops und Restaurants hat es auch am Rembrandtplein. Hier sieht aber alles etwas schmuddelig und billig aus. 

Das Studentenquartier de Pijp wird auf der Touristenkarte auch als Ausgangsquartier angepriesen, war bei unserem Besuch aber wie ausgestorben. Als ich im Restaurant “De Ondeugd” fragte, wo denn hier die Bars seien, war die Kellnerin ganz erstaunt und verwies uns auf den nahegelegenen Leidseplein. Das Restaurant war den Abstecher ins Quartier aber wert: Es bietet cooles Bar-Ambiente mit gemütlichen Tischen. Das Essen ist zwar nicht ganz billig, aber sehr fein. Der “Espressotini” (Wodka mit Espresso, serviert im Martiniglas) ist ein witziger Kompromiss zwischen dem Espresso nach dem Essen und dem Wodka vor dem Ausgang – allerdings schmeckt er ziemlich scheusslich!

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