Von Katja Schönherr am 31. Mai 2010 um 15.00 Uhr
Kategorien: Allgemein

Die Schweizer zeigen sich in ihrem Reise- und Ferienverhalten krisenresistent und bleiben ihren Feriengewohnheiten auch heuer treu. Zu diesem Ergebnis kommt die neueste Reisetrendumfrage von ebookers.ch und dem LINK Institut. Spanien und Italien sind nach wie vor die beliebtesten Sommer-Ferienziele, die Traum-Destination Nummer 1 ist für Herr und Frau Schweizer allerdings Australien. Und die grössten Rüpel unter den Touristen sind die Russen.

Fast zwei Drittel der Schweizer Bevölkerung suchen und buchen heute ihre Ferien über das Internet. Damit setzt sich der Aufwärtstrend im Online-Reisegeschäft unvermindert fort. Die Reisetrend-Studie belegt zudem, dass die Schweizer unbeeindruckt von der Wirtschaftskrise ihre Ferien planen. So sagen 75% aus, dass sich ihre Feriengewohnheiten in diesem Jahr nicht verändern werden. Über die Hälfte der befragten Personen planen für 2010 mindestens einmal längere Ferien (mehr als 10 Tage), sowie einen (24%) bis mehrere (55%) Kurztrips. Weitere Resultate der Umfrage: Das kinderfreundlichste Land ist für die Schweizer Italien, das Land mit den saubersten Hotels Österreich.

Des Schweizers Traum-Destinationen: Australien an erster Stelle
Auch in diesem Sommer sind Spanien und Italien die häufigsten Reisedestination von Schweizer Ferienreisenden. Heimlich träumen viele aber von einem längeren Trip nach Australien: Auf die Frage, wohin sie nach einem Lottogewinn für einen Monat verreisen würden, nannte fast jeder Fünfte Down Under. Der australische Kontinent ist bei Herr und Frau Schweizer beliebt. An zweiter Stelle der Traumdestinationen folgt Neuseeland, erst an dritter das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, die USA.


Die Touristen mit den schlechtesten Manieren sind die Russen
Auch zum Thema angenehme und unangenehme (Mit-)Reisende hat wohl jeder schon seine Erfahrungen gemacht und darum auch eine Meinung. Auf die Frage, aus welchem Land die Touristen mit den schlechtesten Manieren stammen, antwortete ein Drittel der Befragten mit Russland. Knapp jeder Vierte hält unsere deutschen Nachbarn für die grössten Rüpel, wenn sie als Feriengäste unterwegs sind. An dritter Stelle folgen die Briten – überraschenderweise, gilt doch die Insel allgemein als Hort der „good manners“. Denn nur in England stehen die Menschen anständig Schlange.

Die Zukunft wird in den Ferien geplant

Die Ferien sind nicht nur dazu da, um sich vom Alltag zu erholen und zu faulenzen. Es wird auch gearbeitet, an der Zukunft und an der Beziehung im Speziellen. Wenn man den Umfrageergebnissen glauben darf, so sprechen beachtliche 58% der Befragten häufiger in den Ferien über die Zukunftspläne als zu Hause. Auch die Beziehung ist gemäss 37% im Urlaub öfters ein Thema und das Sexleben wird von jedem Fünften in den Ferien lieber diskutiert als zu Hause. Immerhin, den Beruf lassen die Schweizer in den Ferien auch wirklich zu Hause: nur gerade jeder Zehnte mag in den Ferien über seinen Job sprechen.

Gelegenheit macht Fremdflirter
Nicht ganz überraschend fielen die Antworten auf die Frage aus, wo sie oder er denn schon mal fremdgeflirtet hat oder auch mehr. Italien liegt dabei knapp vorne, Spanien folgt auf dem Fuss. Ob dies wirklich an den Ländern und ihren attraktiven Einwohnern liegt oder vielleicht doch eher daran, dass die beiden Länder auch die beliebtesten Feriendestinationen sind? Denn wie heisst es doch so schön: Gelegenheit macht Fremdflirter – oder so ähnlich. Die Franzosen und Französinnen scheinen ihren sprichwörtlich enormen Charme voll einzusetzen: Gemessen an ihrer Bedeutung als Feriendestination flirten die Schweizer in Frankreich doch überproportional häufig fremd.

Weiterempfehlen