Von Rico Wyder am 4. Juni 2010 um 8.00 Uhr
Kategorien: Reisetipps, Südafrika


Foto: Maccoinnich / CC 3.0

Wer nach Südafrika fährt wird sich mit Sicherheit auch in einen der wunderschönen Nationalparks fahren, um sich Büffel, Elefanten, Löwen, Zebras und Antilopen anzuschauen. Der berühmteste Park ist der Krüger-Nationalpark (Liste alles Parks). Er beherbergt das grösste Wildschutzgebiet Südafrikas und umfasst rund 20’000 Quadratkilometer. Damit gehört er zu den größten Nationalparks in Afrika.

Unweit davon entfernt liegt die Stadt Nelspruit. Mit gerade 221’474 Einwohnern ist die Stadt eher klein dafür, dass auch hier die Fussballweltmeisterschaft Einzug finden wird. Für vier Spiele wurde ein Stadion gebaut, das ganze 46’000 Menschen fasst. Die Anordnung der Sitze ist einem Zebramuster nachempfunden, was mir zwar sehr gefällt.
Das Stadion ist nach der Gemeinde Mbomela benannt, wozu auch Nelspruit gehört. Mbombela ist siSwati, eine der elfLandessprachen von Südafrika, und bedeutet wortwörtlich “viele Leute auf engem Raum”. Ironie? Ein Grund mehr, sich ein bisschen mehr mit Nelspruit (Holländisch für “Nels Fluss”) zu befassen.


View Nelspruit in a larger map

Das Tor zum Krüger-Nationalpark

Die Umgebung rund um Nelspruit ist grün, wohin das Auge schaut. Sowohl an Sonnenlicht als auch an Wasser fehlt es hier nicht. So erstaunt es auch nicht, dass sich um 1905 die Gebürder Nel hier am Krokodilfluss niederliessen. Heute werden hier in der Umgebung überall Früchte gezüchtet. Die unzähligen Wasserfälle geben der Region einen äusserst romantischen Anstrich. Die Lage der Stadt ist ideal für Durchreisende nach Mozambik oder in den oben bereits genannten Krüger-Nationalpark.

Sehenswürdigkeiten

Im Norden der Stadt liegen die Sudwalahöhlen. Das Höhlensystem besteht aus einem über drei Milliarden Jahre altem Fels, präkambrischem Dolomit um genau zu sein. Das Höhlensystem “Sudwala Caves” entstand vor rund 240 Millionen Jahren und ist damit eines der ältesten der Welt.

Neben viel Natur, den Sudwalahöhlen und den Wildschutzgebieten in der Umgebung kann man auch kulturell äusserst viel in Mbombela entdecken; zum Beispiel Botshabelo, ein Dorfmuseum, das die Kultur der Ndebele nachstellt. Die Ndebele wanderten zwischen dem 15. und 16. Jh. hier ein. Einen Steinwurf entfernt befindet sich das “Pilgrims Rest”, ein verlassener Ort aus der Goldgräberzeit und UNESCO Weltkulturerbe (hier einige Bilder auf Flickr). Beide Orte vermitteln den Eindruck, man hätte eine Zeitmaschine bestiegen.


Foto: seekaltroutes / CC 2.0

Neben den Sudwalahöhlen, Botshabelo und dem “Pilgrim’s Rest” sind auch das Dorf der Shangana und die Mac-Mac Wasserfälle auf dem Weg zum Krüger-Nationalpark zu empfehlen.

Weiterempfehlen