
Weite Dünenwelten. Foto: Keystone; Walter Grolimund
Der Bund der sieben Emirate
Die Vereinigten Arabischen Emirate im Osten der arabischen Halbinsel sind ein Staatenbund, der aus sieben Scheichtümern mit jeweils einem Emir an der Spitze besteht. Zwischen den sieben Emiraten gibt es keine Grenzen, man merkt den Übergang nicht. Die sieben Emire bilden den”Obersten Rat der Herrscher”, der alle politischen Entscheidungen trifft und auch das jeweilige Staatsoberhaupt bestimmt, sowie auch die Regierungsmitglieder ernennt. Die “Föderative Nationalversammlung” besteht aus 40 Mitgliedern und hat nur eine beratende Funktion.
Von einer lupenreinen Demokratie kann also keine Rede sein – und dennoch keine Proteste, keine Demonstrationen? Die Bürger sind zwar an den Entscheidungsprozessen nicht demokratisch beteiligt, aber dennoch zufrieden mit dem System, denn es geht ihnen gut. Hier muss niemand darben. Die Milliarden an Petrodollars und die Handelserlöse wurden unter anderem in ein vorbildliches Gesundheitssystem investiert und in ein hervorragendes Bildungsangebot, in dem die Mehrzahl der Studenten weiblich sind. Beides ist für die 2,7 Millionen Bürger der Emirate kostenlos. Obendrein ist so etwas wie Einkommenssteuer hier unbekannt.
Von der Piratenküste zur Megaskyline
Dabei ist es gerade mal 50 Jahre her, seit hier erstmals Öl gefunden wurde. Bis 1958 bestanden die Emirate aus nicht viel mehr als Sand und sengender Sonne, dazu ein paar Beduinen in ihren Zelten und deren Kamelen. Heute dagegen einer Fata Morgana gleich steigt eine atemberaubende Skyline mit architektonisch anspruchsvollen Bauten in den blitzblauen Himmel auf. Wo einst nichts als Sand war, stehen heute “blühende Landschaften”, mit von unzähligen Gärtnern gepflegten blühenden Gärten und Parks, mit fruchtbaren, dauerbewässerten landwirtschaftlichen Flächen; die Emirate kommen der islamischen Vorstellung vom Paradies sehr nahe.
Dabei ist der Wohlstand durchaus unterschiedlich verteilt. Sagenhaft reich sind die drei Emirate Abu Dhabi, Dubai und Sharja. Die vier übrigen Scheichtümer Ras al-Khaima, Ajman, Um al-Kaiwan und Fujaira hängen finanziell am Tropf der superreichen Bruderstaaten. Alle Emirate sind anch ihren Hauptstädten benannt, Hauptstadt des Staatesbundes ist Abu Dhabi. Wirtschaftliches Zentrum ist das boomende Dubai, das auch den einzigen natürlichen Hafen der Emirate besitzt.
Landschaft am Golf
Landschaftlich sind die Emirate zweigeteilt. Den Nordosten teilen sich sechs der sieben Scheichtümer, wobei das kleine Ras al-Khaima vom Emirat Fujaira in zwei Teile zerschnitten wird. Der Süden ist zehnmal so gross und wird ganz von Abu Dhabi eingenommen. Die Region im Nordosten kennzeichnen interessante Landschaften zwischen dem persischen Golf und dem Golf von Oman. Die Region am Persischen Golf wird nach ihren ehemaligen Bewohnern auch Piratenküste genannt. Die flache Küste mit den vielen Untiefen und den starken Gezeiten ist überaus vielfältig.
Dem schmalen Küstenabschnitt am Golf von Oman folgen die pittoresken Ketten des Oman-Gebirges. Dazwischen erstrecken sich Sandwüsten mit malerischen Oasen und mächtige Dünenketten. Es gelang, einige dieser Dünen zu stoppen und zu bepflanzen. Sie wurden rasch zu üppigen Grünlandschaften mit fruchtbaren Feldern.
Urlaubsparadies Emirate
Touristisch boomen die Emirate. Sie bestechen mit dem Flair aus 1001 Nacht, märchenhaftem Luxus, anspruchsvoller Architektur und arabischem Ambiente. Dazu kommen die gastfreundlichen Traditionen der Araber und die Faszination Wüste. Zusammen ergibt das einen ganz besonderen Urlaubsmix und das auch noch zu moderaten Preisen.
Erholsamer Badeurlaub, Ausflüge ind die grünen Oasen, Abenteuertouren durch die Wüstenregionen, traditionelle Basare, Trips in orientalische Märchenwelten und ab und zu ein Bummel durch vollklimatisierte, postmoderne Shopping Malls sorgen für Abwechslung bei der Reise in die Emirate.










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Die Emirate in Arabien hören sich traumhaft an. Ich würde da gerne unbedingt mal hinfahren.