Von Rico Wyder am 7. September 2010 um 8.00 Uhr
Kategorien: Malaysia, Reiseberichte & Insider

Von Brunei aus sind wir über die Insel Labuan nach Kota Kinabalu gefahren. Die Fahrt dauerte rund sechs Stunden. Auf der Fähre wurde ein ganz amüsanter thailändischer Actionfilm mit englischem Untertitel gezeigt. Die Überfahrt zur Insel Sabah war drum gar nicht einmal so langweilig. Ausser dem südchinesischen Meer gibt es auf der Fahrt nichts zu sehen. Ganz anders sieht es dann aber aus, als wir am Abend in Kota Kinabalu ankommen.

Die Stadt mit knapp einer Million Menschen ist die Hauptstadt der malaysischen Provinz Sabah. Von hier aus gelangt man zum Berg Kinabalu, woher die Stadt (Kota) ihren Namen hat. Der Berg ist bereits zu sehen. Doch vorerst bleiben wir hier, denn auch hier gibt es so Einiges zu tun.


Da wäre erst einmal die Stadt, die in einem Tag sehr gut zu Fuss besichtigt werden kann. Vor allem die Hafenfront hat es uns angetan. Abends ist in den Restaurants am Ufer Hochbetrieb. Von indisch über thailändisch bis westlich gibt es hier alles zu Essen, was man sich wünscht. Natürlich sind in einer von der Fischerei geprägten Region vorallem Meeresfrüchte und Fischgerichte zu empfehlen. Wer an einem Sonntag hier ist, darf den Markt nicht verpassen.

Auf zum Insel-Hopping

Für ein paar Euro kann man sich vom Hafen aus auf die einzelnen Inseln fahren lassen, die direkt vor Kota Kinabalu liegen, und ausspannen. Die Korallenriffs laden zum Schnorcheln ein, und auf den Trampelpfaden um die Insel sollte man sich vor den Komodoren in Acht nehmen :-). Meist wird man zuerst auf die Insel Sapi gebracht, wo die meisten Touristen auch bleiben. Die Inseln Mamutik und Manukan sind deshalb empfehlenswert für ein ruhigeres Badevergnügen. Die Insel Gaya ist nicht zugänglich. Einerseits ist sie ein geschützes Naturgebiet, andererseits beherbergt sie tausende philippinische Flüchtlinge. Die Insel Sulug wäre theoretisch schon zugänglich, doch die Affen auf der Insel seien sehr gewaltätig, sagt man, und raubten den Besuchern ihr Essen.

Das Insel-Hopping-Fazit: Die Insel Manukan hat mir am besten gefallen. Wer unter der Woche und am Wochenende hier ist, sollte unbedigt einen Wochentag für den Inselbesuch einplanen – der Ruhe zuliebe.

Verweilen oder weiter?

Kota Kinabalu und die Inseln Sapi, Manukan und Mamutik bieten Abwechslung für mindestens zwei Tage. Danach sollte man von hier aus mit Tagesflügen das Landesinnere von Sabah entdecken oder gleich das grosse Ziel anpacken: den 4000er Mount Kinabalu!

Alle Fotos: Rico Wyder

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