Von Rico Wyder am 9. September 2010 um 8.00 Uhr
Kategorien: Malaysia, Reiseberichte & Insider

Von Kota Kinabalu aus fahren wir mit dem Auto in Richtung Berg Kinabalu. Knapp drei Stunden dauert die Fahrt. Der Berg liegt inmitten eines Naturparks und ist deshalb ein äusserst beliebtes Ausflugsziel. Der Berg selbst ist bei Wanderern heiss begehrt.

Auf dem Weg begegnen wir vielen spannenden Dingen. Da ist einmal die Rafflesia arnoldii. Die Blume trägt die grösste Blüte der Welt. Sie kann bis zu knapp einem Meter Durchmesser heranwachsen und blüht nur alle paar Jahre. Ganze sieben Tage hält dann die Blütezeit an – anschliessend fallen die grossen, roten Blätter in sich zusammen und werden schwarz wie alte Bananen.

Berg Kinabalu

Der Berg Kinabalu ist ein Viertausender und einer der höchsten Berge in Südostasien. Binnen zwei Tagen kann man den Gipfel “stürmen”. Einige meiner Arbeitskollegen haben dies schon gemacht und schwärmen davon. Im Vergleich zu einem Schweizer Viertausender begeht man den Kinabalu ein bisschen anders: Fast der gesamte Weg besteht aus Treppen.

Das ist zwar nicht gerade naturnah, man sollte aber nicht unterschätzen, wie viel Kraft dies kostet. Denn es geht unausweichlich schnurgerade den Berg hinauf. Ich hatte das schon einmal in China gemacht. Ich sage nur: Kondition empfehlenswert! Kommt hinzu, dass Treppen nicht unbedingt mehr Sicherheit bedeuten. Es gibt immer wieder Passagen, wo man sich an Seilen über die Felsen hochziehen muss.
Den Kinabalu erklimmt man in zwei Etappen. Am ersten Tag steigt man rund sechs, sieben Stunden zur Übernachtungsstätte hinauf, um dann in aller Frühe in etwa drei Stunden den Gipfel zu erreichen.

Sehenswürdigkeiten rund um Ranau

Nahe des Kinabalu gibt es vor allem Eines zu bestaunen: die Natur.

Unsere Tour reicht von einem Schmetterlingpark, über einem botanischen Garten bis hin zu den heissen Quellen von Ranau. Letztere sind nicht weiterzuempfehlen, da man daraus einfach ein Freibad gemacht hat und es mit den vielen Touristen kaum mehr zum Baden reizt.
Gleich in der Nähe der Quellen jedoch fanden wir unseren Spass wieder beim Canopy-Walk. In 41 Metern Höhe hangelt man sich (sicher) über kleine Brücken von Baum zu Baum. Wer sich hier wohlfühlt und die Zeit hat, sollte den abgelegenen Kipungit-Wasserfall aufsuchen. Es ist zu empfehlen, hierfür einen Reiseführer zu arrangieren.

Verweilen oder weiter?

Verweilen: Wer die Puste besitzt und einigermassen fit ist, der sollte unbedingt den Kinabalu besteigen.

Weiter: Auf dem Weg nach Sepilok hat man die Zeit, das weniger touristische Borneo zu entdecken. Wir nehmen den Flieger von Kota Kinabalu nach Sandakan, um von dort aus nach Sepilok zu gelangen. Leider fehlt uns die Zeit. Wir wären gerne auf dem Landweg weiter Richtung Osten gegangen.

Alle Fotos: Rico Wyder

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