Von B. Jäger-Dabek am 5. November 2010 um 8.30 Uhr
Kategorien: Dänemark, Reisetipps

Dänemarks grösster Naturpark, der 1500 Quadratkilometer grosse Nationalpark Wattenmeer, ist eingeweiht worden. Zum neuen Nationalpark gehören nun 146’000 Hektar dänischen Wattenmeers mit den Inseln Wattenmeerinseln Rømø, Mandø und Fanø sowie der Halbinsel Skallingen und dem Flusstal Varde. Auch Teile des eingedeichten Marschlands gehören dazu. Die Ernennung zum Nationalpark nahm der dänische Prinz Joachim in Ribe vor.


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Mit der Ernennung des Dänischen Wattenmeers zwischen der Insel Sylt und der Ho-Bucht zum Nationalpark ist nun das gesamte Wattenmeer zwischen dem holländischen Den Helder und dem dänischen Esbjerg geschützt. Die niederländischen und deutschen Teile des Wattenmeers wurden 2009 zum UNESCO-Weltnaturerbe ernannt. Der an den dänischen Nationalpark anschliessende schleswig-holsteinische Wattbereich ist bereits seit 25 Jahren Nationalpark.

In Dänemark verspricht man sich von dem neuen Nationalpark auch einen Strom von naturbegeisterten Touristen. Dazu galt es im Land, auch Widerstände zu überwinden; vor allem Fischer und Einwohner der neuen Schutzgebiete fürchteten um ihre Existenzgrundlagen. Doch wie die Erfahrungen in den Nachbargebieten auf deutscher und holländischer Seite zeigten, fand man dort tragfähige Lösungen. Der UNESCO-Welterbestatus brachte ein signifikantes Plus an Qualitätstourismus in die Regionen. Genau darauf hoffen nun die Dänen.

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