Von Andrea Schmits am 13. April 2011 um 8.15 Uhr
Kategorien: Malediven, Reiseberichte & Insider

Macht man Ferien auf den Malediven, landet man mit dem Flugzeug in Malé – reist aber normalerweise mit dem Boot oder einem Wasserflugzeug gleich weiter auf die gebuchte Insel. Dennoch sollte man sich auch während seines Aufenthalts in einem Inselresort einen halben Tag Zeit für einen Ausflug in Hauptstadt nehmen.

Wie auch die anderen über 1000 Inseln des Inselstaats ist auch Malé nicht besonders gross: Die Insel ist 1,7 Kilometer lang und einen Kilometer breit. Knapp 400’000 Menschen leben hier. (Fotos zur Vergrösserung bitte anklicken!)

In Malé spaziert man am besten umher, ein Taxi zu nehmen, ist bei diesen Distanzen nicht nötig. Ohnehin befinden sich die meisten Sehenswürdigkeiten in der Nähe des Hafens. Dabei sollte man aber auf anständige Kleidung achten: Weil die Malediven ein islamisches Land sind, sollten mindestens die Knie und Schultern bedeckt sein. Übrigens wird auch kein Alkohol verkauft.

Zu sehen gibt es neben dem alltäglichen Tohuwabohu in den engen Gassen zum Beispiel das Islamische Zentrum mit seinen riesigen goldenen Kuppeln. Darin befindet sich die grösste Moschee der Malediven.

Zu den Sehenswürdigkeiten gehört auch der Unabhängigkeitsplatz (Jumhooree Maidhaan), zu erkennen an der hohen Fahnenstange, an der die maledivische Flagge hängt. Hier finden viele Demonstrationen statt, deshalb sind hier meistens auch viele Sicherheitsleute.

In der Nähe des Unabhängigkeitsplatzes befindet sich ein Fischmarkt. Hier werden die gefangenen Fische aufgeschlitzt und in Stücke geschnitten, der Boden ist voller Blut. Also nichts für schwache Nerven.

Wer sich für die Geschichte der Malediven interessiert, wird im Nationalen Museum fündig. Ursprünglich war das Gebäude der Palast des Sultans.

Auch der Präsidentenpalast (Theemuge) darf beim Sightseeing nicht fehlen. In dieser Villa wohnt und arbeitet der Präsident der Malediven, Mohamed Nasheed.

In die zahlreichen Souvenirläden wird man fast reingezerrt. Hier sollte man also aufpassen, dass man nicht abgezockt wird. Verkauft werden aber mitunter schöne Erinnerungen wie Saris, Schmucktruhen oder Muscheln.

Übernachten muss man in Malé meiner Meinung nach nicht. Ein paar Stunden reichen, um die Stadt zu erkunden. Und danach kann man sich wieder auf seine Trauminsel zurückziehen und die Seele baumeln lassen.

Fotos: Malé von oben: Wikimedia; Taichi. Alle anderen: Andrea Schmits

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