Von B. Jäger-Dabek am 3. Oktober 2011 um 14.30 Uhr
Kategorien: Argentinien

Argentinien ist das zweitgrösste Land Südamerikas mit einer Nord-Südausdehnung von rund 3.700 Kilometern und einer Breite von bis zu 1.400 Kilometern. Reisen durch Argentinien beginnen meist in der Hauptstadt Buenos Aires, einer europäisch geprägten 13-Millionenmetropole an der Mündung des Rio de la Plata, dem Grenzfluss zu Uruguay. Es folgt als Kontrast die Weite der Pampa mit den riesigen Rinderherden. Nach Norden geht es weiter durch die Weinbaugebiete von Mendoza.

Im Westen schliessen sich an die Pampa Sierras Pampeanas mit bis zu 2.800 Meter hohen Bergen an. Die natürliche Westgrenze zu Chile bilden die Anden mit dem 6962 Meter hohen Aconcagua, dem höchsten Gipfel Amerikas. Die Schweiz Argentiniens mit San Carlos de Bariloche am Nahuel Huapi See, das Skiparadies des Landes, liegt am Fuss der Anden im nördlichen Patagonien.

Den Osten kennzeichnet die lange Atlantikküste mit dem wichtigsten Badeort Mar del Plata. Nach Süden führt der Weg die Küste entlang zur schönen Halbinsel Valdes und weiter nach Südpatagonien und hinunter zur Magellanstrasse, nach Feuerland und Ushuaia, der südlichsten Stadt und weiter nach Kap Hoorn ans Ende des Kontinents und an die Grenzen der Antarktis.

Hier unsere Top Ten der Sehenswürdigkeiten Argentiniens:

1. Quebrada de Humahuaca

Foto: WikimediaCommons; Marianocecowski.

Zwischen San Salvador de Jujuy und Humahuaca in der Nordprovinz Jujuy liegt die Quebrada de Humahuaca, eine 150 Kilometer lange Schlucht mit Blick auf die farbenprächtigen Gesteinsschichten. Sie gehört zum Weltnaturerbe der UNESCO. Besonders bei Sonnenauf- und Untergang leuchten die Gesteinsschichten in den schönsten Farben.

2. Nationalpark Los Glaciares

Foto: WikimediaCommons; Heretiq.

Der Gletscher-Nationalpark ist mit seinen fast 4500 Quadratkilometern das weltweit grösste Gletschergebiet ausserhalb der Antarktis und gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe. Der Nationalpark in der Provinz Santa Cruz im südlichsten Eck von Patagonien und zieht sich bis nach Chile hinein. Hier entdeckt man eine atemberaubend schöne Gebirgslandschaft, die ein Paradies für Trekker ist.

3. Cataratas del Iguazu

Aus 70 Metern Höhe stürzen die Wasserfälle im Nationalpark Iguazu nahe der brasilianischen Grenze in eine hufeisenförmige Schlucht. Zweieinhalb Kilometer breit sind die Wasserfälle insgesamt. Es dröhnt vom Tosen des Wassers und die gewaltige Gischt lässt bei Sonnen unzählige kleine Regenbogen entstehen.

4. Teatro Colón in Buenos Aires

Das prächtige Teatro Colón (zu deutsch: Kolumbus-Theater) in der Hauptstadt Buenos Aires hat angeblich die beste Akustik der Welt und gehört zweifellos zu den besten Opernhäusern der Welt. Es hat 2500 Sitz- und 1000 Stehplätze. Der Haupteingang des Theaters befindet sich an der Plaza Lavalle.

5. Halbinsel Valdes

Die über 3.500 Quadratkilometer grosse Halbinsel Valdes in der Provinz Chubut stellt eine relativ nichtssagende Steppenlandschaft mit ein paar Salzseen dar. Doch das Naturreservat mit 400 Kilometern Küstenlinie beherbergt schier endlose Seelöwen- und See-Elefanten-Kolonien und gehört ebenfalls zum UNESCO-Weltnaturerbe.

6. Esteros del Iberá

Foto: WikimediaCommons; Evelyn Proimos.

Das Sumpfgebiet in der Nordostprovinz Corrientes ist mit 1,3 Millionen Hektar Fläche das grösste Feuchtgebiet Argentiniens und besteht aus Lagunen, Sümpfen und schwimmenden Inseln mit artenreicher Flora und Fauna, zu der mehr als 350 Vogelarten gehören.

7. Naturreservat Ischigualasto

In der Nordwestprovinz San Juan erstreckt sich auf rund 8.000 Quadratkilometern Fläche das Naturreservat Ischigualasto. Auch das gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe. Die karge Vegetation besteht aus Kakteen, Sukkulenten und anderen Wüstenpflanzen. Einst war hier ein See, an dem viele Dinosaurier lebten. So fand man hier das älteste Saurierskelett der Welt. Dazu fand man einen versteinerten Wald.

8. Tren a las Nubes und Antofagasta de la Sierra

Von April bis November fährt der “Zug zu den Wolken” von Salta bis nach San Antonio de los Cobres an der chilenischen Grenze. Diese spektakulärste Zugverbindung überwindet 3.300 Höhenmeter und vermittelt einen einmaligen Einblick in die Andenlandschaft.

9. Jesuiten-Missionsstation San Ignacio Miní

Die Jesuiten-Missionsstation von San Ignacio Miní liegt nördlich der Stadt Posadas in der Nordostprovinz Misiones und wurde von Jesuiten 1696 gegründet, um die Guarani-Indios zu missionieren. In der Mission lebten bis zu 4.000 Menschen. Heute kann man die Ruinen-Anlage besichtigen.

10. Aconcagua

Foto: WikimediaCommons; Mariordo Mario Roberto Duran Ortiz.

Der Andengipfel des Aconcagua ist mit 6.962 Metern der höchste Berg Argentiniens und des ganzen amerikanischen Kontinents. Er ist beliebt unter Bergsteigern aus aller Welt, rund 5.000 von ihnen besteigen ihn pro Jahr. Erstmals wurde sein Gipfel im 1897 erklommen. Sehenswert ist der ganze Nationalpark Aconcagua mit seiner atemberaubend schönen Hochgebirgslandschaft.

Weiterempfehlen