Wer den Luxus liebt, hat auf Reisen hohe Ansprüche. Der exklusivste und elitärste Reiseführer in diesem Segment heisst “Nota Bene”. Diesen findet man jedoch in keinem Laden oder Kiosk, denn “Nota Bene” ist auf private Mitglieder beschränkt: “Original, highly discerning travel and lifestyle intelligence curated for a private membership”, heisst es auf der Website.
Gegründet wurde die Zeitschrift vor über 30 Jahren von Anthony Lassman. Bei der “Financial Times Deutschland” findet sich ein exzellentes Portrait des Gründers und dessen Magazin. In der Zwischenzeit sind es natürlich nicht mehr er und seine Frau alleine, welche die 64 Seiten pro Exemplar füllen. Zudem werden Ausgaben nicht mehr gedruckt, sondern sie sind per iPad abrufbar.
925 Pfund kostet die Mitgliedschaft “Digital”, die einem den Zugriff auf exklusive Informationen ermöglicht. Das ist teuer, doch finanziert sich die Zeitschrift vor allem durch Mitgliederbeiträge und kann so unabgängig bleiben – ein wichtiges Asset in dieser Branche. Dafür erfahren die Mitglieder solche Details wie, welche Seite des Hotelpools länger von der Abendsonne beleuchtet wird oder welche Serviceangestellten besonders zuvorkommend arbeiten etc.
Und wem dies alles immer noch zu kompliziert ist, der oder die delegiert am einfachsten gleich die ganze Urlaubsplanung an “Nota Bene”. Diese Mitgliedschaft heisst dann “Bespoke” (massgeschneidert). “A dedicated travel manager will take care of every aspect of your annual travel plans. From chartering boats and planes, to renting chalets and villas, securing the finest accommodations in the world’s finest hotels, the best restaurants, expert guides, special services and extraordinary experiences.” Na dann Prost!
NB. Das wird dann jedoch noch ein wenig teurer als 975 Pfund… “Price upon Application” heisst es in der Bewerbungsbroschüre.










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Im Zeitalter von Internet und breit verfügbarer Reiseinformation dürfte es für solche Dienstleistungen immer enger werden: Ich fokussiere mit meinen Blogs reisememo.ch und travelmemo.com auch auf luxuriöse Reisen und bei meinen Nachforschungen finde ich jeweils dutzende von ähnlich gelagerten Angeboten.
Ein bezahlter Exklusivdienst empfiehlt sich also tendenziell nur noch Leuten, die keine Zeit für die Planung investieren können oder wollen (was ja eigentlich auch schade ist, denn bei Reisen ist die Vorfreude ja ein wesentlicher Faktor). Und für ultraexklusive Reisen mit Butler und Helikoptertransfer ist ein eigener Concierge natürlich auch eine unverzichtbare Dienstleistung.
Für alle andern von uns gibt es glücklicherweise Gratisblogs, die von den schönen Flecken dieser Erde berichten.
Und für uns Schweizer sind diese schönen Flecken glücklicherweise ja gleich um die Ecke, oder wie nennt Ihr solche Kleinode wie das Palafitte am Neuenburgersee, das Giardino Mountain in St. Moritz, das La Val in Brigels oder das Guardaval in Sporz?
Oder wer doch den Flieger nehmen muss, dem sei die Kichaka Lodge in Südafrika, das Ice Hotel in Schweden oder die Masserie in Apulien empfohlen: Alles Luxusreisen für Geniesser, ohne dass man einen Banktresor anschleppen muss…