Von Udo Habermann am 6. Dezember 2011 um 15.00 Uhr
Kategorien: Reiseliteratur

Wer den Luxus liebt, hat auf Reisen hohe Ansprüche. Der exklusivste und elitärste Reiseführer in diesem Segment heisst “Nota Bene”. Diesen findet man jedoch in keinem Laden oder Kiosk, denn “Nota Bene” ist auf private Mitglieder beschränkt: “Original, highly discerning travel and lifestyle intelligence curated for a private membership”, heisst es auf der Website.

Gegründet wurde die Zeitschrift vor über 30 Jahren von Anthony Lassman. Bei der “Financial Times Deutschland” findet sich ein exzellentes Portrait des Gründers und dessen Magazin. In der Zwischenzeit sind es natürlich nicht mehr er und seine Frau alleine, welche die 64 Seiten pro Exemplar füllen. Zudem werden Ausgaben nicht mehr gedruckt, sondern sie sind per iPad abrufbar.

925 Pfund kostet die Mitgliedschaft “Digital”, die einem den Zugriff auf exklusive Informationen ermöglicht. Das ist teuer, doch finanziert sich die Zeitschrift vor allem durch Mitgliederbeiträge und kann so unabgängig bleiben – ein wichtiges Asset in dieser Branche. Dafür erfahren die Mitglieder solche Details wie, welche Seite des Hotelpools länger von der Abendsonne beleuchtet wird oder welche Serviceangestellten besonders zuvorkommend arbeiten etc.

Und wem dies alles immer noch zu kompliziert ist, der oder die delegiert am einfachsten gleich die ganze Urlaubsplanung an “Nota Bene”. Diese Mitgliedschaft heisst dann “Bespoke” (massgeschneidert). “A dedicated travel manager will take care of every aspect of your annual travel plans. From chartering boats and planes, to renting chalets and villas, securing the finest accommodations in the world’s finest hotels, the best restaurants, expert guides, special services and extraordinary experiences.” Na dann Prost!

NB. Das wird dann jedoch noch ein wenig teurer als 975 Pfund… “Price upon Application” heisst es in der Bewerbungsbroschüre.

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