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Dschungel, Anden und Pinguine
Kategorien: Chile
Das Land wirkt wie ein nicht enden wollender langer Strich entlang der Pazifikküste Südamerikas. Chile zieht sich von der Grenze zu Peru bis fast ans Kap Hoorn hinunter und ist in seiner Nord-Süd-Ausdehnung rund 5500 Kilometer lang.
Die Highlihts? Städte wie Valparaiso und Santiago, die zu den schönsten des ganzen Kontinents gehören, tolle Skigebiete, traumhafte Pazifikstrände, bizarre Vulkanlandschaften, 6000 Meter hohe Andengipfel, die Wüste Atacama und die Wildnis von Patagonien am Ende der bewohnten Welt, von wo ab sonst nur noch Pinguine und Gletscher zu finden sind. Kein Zweifel – Chile ist eines der schönsten und spannendsten Reiseländer der Welt.
Größere Kartenansicht
Hier unsere Top 10 der Sehenswürdigkeiten, die man in Chile gesehen haben muss:
1. Nationalpark Torres del Paine
Der Nationalpark Torres del Paine ist das perfekte Trekkingziel bei Puerto Natales und hat gleich mehrere Highlights zu bieten: die drei mehr als 1000 Meter hohen Granittürme Base de las Torres. Man erreicht sie nach zwei Stunden Fussmarsch von der Schutzhütte “El Chileno” aus. Tipp: Bei Sonnenaufgang leuchten die Türme glutrot. Ein weiteres Highlight ist der See Pehoé und das dramatische Panorama der Paine-Berge, die sich im türkisfarbenen Wasser des Sees spiegeln. Den Blick kann man schon von der Strasse aus geniessen.
2. Villarrica Nationalpark
Der Villarica Nationalpark gehört zu Chiles spektakulärsten Touristenattraktionen. Zu ihm gehören drei verschiedene Vulkane in den Anden. Eines der Highlights sind der Vulkan Villarrica und die Zona de los Lagos. Sechs bis acht Stunden dauert die Besteigung hoch zum Kraterrand. Oben angekommen, geniesst man einen atemberaubenden Blick auf die brodelnde Lava sowie auf die Pucon-Seen und die anderen Vulkane.
3. Die Aufzüge von Valparaíso
Valparaiso, was “Paradiestal” bedeutet, ist ein verheissungsvoller Name für die im 16. Jahrhundert gegründete Hafenstadt, die auf mehreren Hügeln erbaut wurde. Auf die Hügel gelangt man mit den mehr als hundert Jahre alten “Ascensores”, die Schrägaufzüge sind. Von dort hat man den schönsten Blick auf Stadt und Hafen. Valparaíso war Anlaufpunkt auf der Schifffahrtsroute vom Atlantik über Kap Hoorn zum Pazifik und zu Zeiten der grossen Windjammer ein bedeutender Hafen. Die Altstadt zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe.
4. Die Wüste Atacama
Die Wüste Atacama ist ein einziges Spektakel. Eine Mondlandschaft vulkanischen Ursprungs mit den unglaublichen Geysiren “El Tatio” auf 4300 Meter Höhe. Den besten Zugang zur Atacama hat man bei San Pedro de Atacama. Tipp: Der Sonnenuntergang taucht die Landschaft in einen unvergesslichen Farbrausch. Die Geysire aber beginnen mit ihren Dampfausbrüchen pünktlich mit dem Sonnenaufgang.
5. Patagonien: der Norden
Eine der schönsten Reisen durch Patagonien führt über den Streckenabschnitt Carretera Austral der “Südstrasse” durch Nordpatagonien. Üppiger Dschungel, türkisfarbene Seen und tief eingeschnuittene Fjorde erlebt man auf der Reise. Absoluter Höhepunkt der Tour ist der Aussichtspunkt Mirador de los Fósiles mit der traumhaften Aussicht über die Region Hielo Norte, auf den See General Carrera sowie die Berge von San Lorenzo und San Valentín. Vor dem Bau der Piste war die Gegend zwischen Parque Pumalín und Coihaique nur mit dem Schiff erreichbar.
6. Die Osterinsel Rapa Nui
Rapa Nui, die Osterinsel, taucht aus dem Pazifik auf, wie ein dreieckiger Vulkanklotz im Pazifik. Schon im vierten Jahrhundert wurde die Insel von Polynesiern entdeckt und besiedelt. Rapa Nui, was “grosser Fleck” bedeutet, blieb lange unentdeckt und isoliert, sodass sich eine ganz eigene Kultur entwickelte. Erst nach der Wiederentdeckung durch Thomas Cook kamen immer mehr weisse Seefahrer und rotteten die Menschen dort fast aus. Immerhin die Kultur und die einmaligen Moai-Statuen überlebten.
7. Patagonien: der Süden
Ganz im Süden Chiles und Patagoniens liegt Punta Arenas, Chiles südlichste Stadt unweit der Magellan-Strasse. Einen grandiosen Blick auf diese Landschaft kurz vor dem ewigen Eis hat man vom Aussichtspunkt Mirador Calle Fagnano. Ein unvergessliches Erlebnis sind Schiffstouren zu den Pinguinkolonien an der Pazifikbucht Seno Otway oder auf der Isla Magdalena schon in der Magallanstrasse. Bei der Isla Carlos III. in der Magellanstrasse können vom Schiff aus auch Wale beobachtet werden. Das alles sieht man eingebettet in eine atemberaubend schöne Landschaft mit riesigen Gletschern und tief eingeschnittenen Fjorden.
8. Der hängende Gletscher im Nationalpark Queulat
In Nordpatagonien im Nationalpark Queulat kann man ein einmaliges Naturschauspiel so nahe wie nirgends sonst erleben – und das mit allen Sinnen. Denn schon lange, bevor man ihn sieht, hört man das Knacken und Knistern des hängenden Gletschers Ventisquero Colgante. Immer wieder brechen grosse und kleine Eisblöcke ab. Aus dem überhängenden Eis ergiesst sich ein Wasserfall von 488 Meter Höhe beim Colgante-Gletscher.
9. Portillo-Chiles
Von Santiago gerademal 50 Kilometer entfernt, liegen auf Höhen zwischen 2500 und 3700 Metern Skipisten, die zu den schönsten und höchsten der Welt zählen. Über 3180 Meter hohen, spektakulären Andenpass Paso Los Libertadores erreicht man Portillo, ein Skigebiet, in dem man die Alpen vergisst. Dazu geniesst man den Blick auf den mit 6959 Meteren höchsten Berg der Anden, den Aconcagua.
10. Santiago
Santiago, die Hauptstadt Chiles, sollte auf einer Reise durch das Land nicht fehlen. Die Stadt ist zu Füssen der Anden und in der Landesmitte gelegen. Kulturelle Vielfalt, bunte Märkte, prächtige Palais und Villen im Kontrast zu postmodernen Wolkenkratzern sowie Kneipen, Bistros und Galerien prägen das Bild dieser Sechsmillionenmetropole mit dem entspannten, fröhlichen Flair.
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