- Abu Dhabi
- Ägypten
- Andorra
- Argentinien
- Aserbaidschan
- Australien
- Balkanstaaten
- Belgien
- Bhutan
- Bolivien
- Brasilien
- Brunei
- Bulgarien
- Burkina Faso
- Chile
- China
- Dänemark
- Deutschland
- Ecuador
- Emirate
- Estland
- Finnland
- Frankreich
- Griechenland
- Grossbritannien
- Indien
- Indonesien
- Iran
- Irland
- Island
- Israel
- Italien
- Japan
- Jordanien
- Kambodscha
- Kanada
- Kiribati
- Kroatien
- Kuba
- Lesotho
- Lettland
- Litauen
- Malaysia
- Malediven
- Malta
- Marokko
- Mauritius
- Mexiko
- Mongolei
- Nepal
- Neuguinea
- Neuseeland
- Niederlande
- Norwegen
- Oman
- Österreich
- Palau
- Panama
- Paraguay
- Peru
- Philippinen
- Polen
- Portugal
- Rumänien
- Russland
- Schweden
- Schweiz
- Singapur
- Slowenien
- Spanien
- Sri Lanka
- Südafrika
- Swasiland
- Taiwan
- Tansania
- Thailand
- Tibet
- Trinidad & Tobago
- Tschechien
- Tunesien
- Türkei
- Ukraine
- Ungarn
- Universum
- Uruguay
- USA
- Venezuela
- Vietnam
- Weissrussland

Länder


Archiv









ebookers Service
Facebook
Twitter
Beliebte Suchbegriffe
Meine Lieblingsländer
Kategorien: Australien, Grossbritannien, Island
Oft werde ich von Bekannten gefragt, welches Land mein Favorit sei, nachdem ich doch soviel von der Welt gesehen habe. Wie würdet ihr auf diese Frage antworten? Ich muss dafür etwas ausholen:
Erst Island
Mein erstes Lieblingsland war Island. Anstoss dazu gab ein Artikel in der Kinderzeitschrift Spick, die mein Taufpate für mich abonniert hatte. In jeder Ausgabe wurde ein Kind und dessen Alltag aus einem anderen Land vorgestellt. Ich erinnere mich nicht mehr genau, weshalb ich mich ausgerechnet in Island verguckt hatte – wahrscheinlich ist, dass ich mich einfach in das Mädchen verliebt hatte, dessen Nachname mysteriöserweise auf -dottir endete. In ihrer Freizeit ritt sie Pony. Von da an sammelte ich alles aus und über Island, was mir in die Finger kam. Internet gab es nicht, zudem hatte ich als Primarschüler keinen Zugang zu Buchhandlungen, und Multimediashows gab es auch noch keine.
Wenn in irgendeinem Heftchen Island vorkam, wurde der entsprechende Artikel ausgeschnitten und in ein Heft geklebt. Aus meiner Steinsammlung ein Stücklein Islandspat, dazu drei, vier Briefmarken und aus meiner Geldsammlung eine Münze (was in anderem Zusammenhang später auch noch eine wichtige Rolle spielen wird). Mehr gab es nicht.
Dann England
Irgendwann liess das Interesse an Island – paradoxerweise das einzige Land in Europa, in das ich noch nie gereist bin – nach und mit dem Fussball nahm dasjenige an England zu. Nein, es durfte nicht Grossbritannien sein, bloss England. In dieser Phase bestand das Prunkstück meiner Devotionaliensammlung aus einem ca. 2 x 3 Meter grossen Sankt-Georgs-Kreuz, das die Wand meines Kinderzimmers zierte. Dies hatten meine Eltern extra in einer Fabrik anfertigen lassen, die zufälligerweise ihren Sitz in einem der Nachbardörfer ihrer eigenen Jugend hatte. Ob die Firma heute noch existiert, weiss ich nicht. Die Fahne leistete mir später grosse Dienste, als ich in Japan einmal zwei Monate lang in Osaka bei einen Punk Unterschlupf fand, den ich kannte, weil er ein Jahr als Austauschstudent in Zürich verbracht hatte. Als Miete für die zwei Monate überliess ich ihm diese Englandfahne, mit der ich es nicht ein einziges Mal zu einem Fussballmatch geschafft habe, obwohl ich mir das so fest vorgenommen hatte.
Danach Australien
Die Fahne hatte einen Teil ihres emotionalen Wertes verloren, weil in der Zwischenzeit Australien zu meinem Lieblingsland aufgestiegen war. Auf viele Leute aus dem europäischen Kulturkreis übt der rote Kontinent einen grossen Reiz aus. Das liegt wahrscheinlich daran, dass Australien (fast) unser Antipode ist.
Ich verband das Land mit Coolness, Sonne und Strand. So wollte ich am Gymnasium unbedingt ein Austauschjahr dort verbringen. Im Englischunterricht hielt ich einen Vortrag über Australien, las nun selbst Zeitung und sammelte jeden Artikel (davon gab es viel mehr als über Island) und steckte mein Taschengeld in Kleider von Billabong und Hot Tuna etc. Leider klappte es mit dem Austausch nicht, und als mir als Ersatz Japan angeboten wurde, lehnte ich vehement ab. Im Nachhinein eine lustige Anekdote, wenn ich daran denke, dass ich heute mit Japan meinen Lebensunterhalt verdiene.
Jedenfalls wurde mein bester Schulfreund angenommen, der jedoch eine leise Enttäuschung kaum verbergen konnte, als er erfuhr, nicht nach Queensland gehen zu können, sondern in ein Wüstenkaff in Westaustralien. Dies hatte weitreichende positive Konsequenzen für ihn, denn bereits mit 16 Jahren konnte er als Schulfach Fliegen belegen. Heute ist er Pilot bei Edelweiss Air und mein Wettpartner in der Hundertländerwette.
Als wir beide die Matura abschlossen hatten, reisten wir im Frühling 1996 zusammen durch Australien. Wir trafen viele seiner Freunde, bei denen wir auch unterkamen. Wir stritten uns oft, vor allem, was die Wahl der Unterkunft anging, wenn wir nicht bei Freunden übernachten konnten. Das lag vor allem daran, dass ich ein Jahr zuvor durch Mittelamerika gereist und andere Budgets und Schlafplätze gewohnt war. Insgesamt blieb mir die Reise aber in sehr guter Erinnerung. An was ich mich auch erinnern kann, war das Final der Cricket World Cup, das während unseres Trips stattfand. Australien spielte als haushoher Favorit gegen Sri Lanka. Doch Sri Lanka gewann, und ich war enttäuscht, auch wenn ich von den Regeln des Spiels nicht viel verstand.
Weshalb diese lange Geschichte? Wir schreiben Februar im Jahr 2012 und ich reise zum ersten Mal durch Sri Lanka. Plötzlich kommt mir eine aussergewöhnliche Fünfrupienmünze in die Finger. Ich schaue sie genauer an: 1996 Cricket World Cup steht darauf!
Der Kreis schliesst sich doppelt, denn wie schon auf dem damaligen Hinflug nach Perth, verbrachten wir auf dem Rückflug von Colombo nach Bangkok mit dem Stopover-Programm eine Nacht in Singapur – eine relativ günstige und praktische Möglichkeit, in kurzer Zeit Singapur kennenzulernen und in einem schönen Hotel übernachten zu können, wie kürzlich auch meine Bloggerkollegin Andrea berichtete.
Doch zurück zum Thema Lieblingsland. Australien war mein letztes, danach wuchs ich aus dieser Phase heraus. Welches mein aktueller Favorit ist, erfahrt ihr in einer späteren Folge.
Weiterempfehlen