Als die Menschheit noch keine Sesselbahnen, Helikopter und Flugzeuge hatte, war es eine gewaltige Herausforderung einen Berg zu erzwingen. Priester und Mönche fanden in der Höhe nicht nur Schutz vor Angreifern, sondern auch die nötige Abgeschiedenheit und Ruhe, um über das Leben zu sinnieren. Sie bewiesen ein gutes Händchen, die richtigen Orte auszuwählen. Viele dieser Bauten ziehen noch heute viele Besucher an, wenn auch diese vielmehr Touristen als Pilger sind.

Von Europa bis Asien verblüffen Klöster und Tempel, die fernab von Dörfern und mit nur wenigen technischen Hilfsmittel erbaut wurden. Ich habe einige meiner Favoriten zusammengestellt.

Die Méteora-Klöster, Griechenland


Bild: Marcin Grabski // CC 2.0

Die Metéora-Klöster (griechisch für “in die Höhe heben”) scheinen über die Ebenenen von Thessalien regelrecht zu schweben. Die insgesamt 24 Klöster und Eremitagen sind alle in gleichermassen schwindelerregender Höhe gebaut und gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Das Bild (siehe oben) zeigt das Kloster Rousánou, welches noch immer bewohnt ist und besichtigt werden kann. Dasselbe gilt für die Klöster Metamórphosis, Varlaám, Agía Triáda, Agios Stéfanos und Agios Nikólaos Anapavsás. Genauso sehenswert sind übrigens auch die Klöster rund um den Berg Athos in Makedonien.

Sümela Monastery, Turkey


Bild: Babbsack // CC 3.0

Das Kloster Sumela nahe Trabzon in der Türkei wurde im 4. Jahrhundert n. Chr. gegründet und ragt seither über die steilen Hänge des Altinderetals. Das grosse Aquädukt am Eingang transportierte das Wasser ins Kloster. Das Kloster kann von Trabzon aus besucht werden.

Tiger Nest, Bhutan


Bild: Rico Wyder

Fehlen in dieser Liste darf auch das Kloster Taktsang nicht. Das Kloster im Königreich Bhutan ist besser bekannt als das Tigernest. Ich hatte vor einiger Zeit über das Kloster geschrieben. Fernab im Paro Tal thront das Gebäude 900 Meter über Boden und ist nur zu Fuss zu erreichen.

Heng Shan, China

Bild: mckaysavage // CC 2.0

Das hängende Kloster auf dem Berg Hengshan in China wird nur von einigen wenigen hölzernen Säulen getragen. 491 wurde das architektonische Wunder erbaut und hat über 1500 Jahre überlebt, musste aber mehrmals unter den Kaisern der Ming- und Qingdynastien renoviert werden. Dieser Tempel ist aus einem weiteren Grund einmalig. Statuen des Buddhismus, Taoismus und Konfuzianismus finden sich in seinem Innern. Hengshan ist einer der fünf Heiligen Berge Chinas und deshalb ein Muss für alle Chinareisenden.

Uluwatu Bali, Indonesien


Bild: eGuidetravel // CC 2.0

Auf der Insel Bali findet sich der Uluwatu. An diesem Ort bleibt die Zeit stehen. Direkt am Kliff hoch über dem Meer wurde der Tempel im 11. Jahrhundert n.Chr. gebaut. Die Spitze der Halbinsel erreicht man über Kuta per Bus oder Taxi.

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