Daniela Bühler

 

8 Artikel von Daniela Bühler:

Von am 17. April 2008 um 8.00 Uhr
Kategorien: Grossbritannien, Reiseberichte & Insider

Westminster im Regen

(Foto: Daniela Bühler)

Es geschah in London, und zwar in Westminster, dem Parlamentsgebäude genau gegenüber. Der Big Ben schlug gerade die volle Stunde. Ich war unaufmerksam gewesen und wollte auf meiner Armbanduhr nachsehen, ob er vier oder fünf Uhr geschlagen hatte. Als ich den Arm hob, merkte ich, dass ich die Uhr verloren hatte.

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Von am 18. März 2008 um 11.00 Uhr
Kategorien: Reisetipps

Darmstadt steht nicht im Ruf, eine Stadt für Touristen zu sein. Sie gilt sogar als ausgesprochen hässlich. Was steckt dahinter?

Doomstadt

(Foto: Daniela Bühler)

“Doomstadt”, (von englisch “doom”, “Verhängnis”) wird sie von meinem alten Kumpel Julian genannt, und der arbeitet immerhin dort. Dennoch reisen viele dorthin. Denn Darmstadt ist eine Metropole der Chemie- und Internet-Experten, der Wetter- und Weltraumforscher, der Ingenieure und Maschinenbauer.

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Von am 28. Februar 2008 um 13.30 Uhr
Kategorien: Reiseberichte & Insider, Schweiz

Obwaldner Kantonswappen

Es ist Mitte Nachmittag. Wir sind zu faul, um weiter Ski zu fahren. Wir sitzen auf Melchsee-Frutt in einem Restaurant und bestellen auf Luzerndeutsch ein “Kafi Träsch“. Das bekommen wir auch. Obwohl “Kafi Träsch” hier in Obwalden anders heisst, nämlich “Cheli”. Glaube ich jedenfalls. Sollte ein Obwaldner diese Zeilen lesen, so weiss er aber möglicherweise, dass sich ein “Cheli” durch irgendetwas fundamental von einem “Kafi Träsch” unterscheidet. Es gibt ja eigentlich immer etwas, was einen Obwaldner fundamental von einem Luzerner unterscheidet.

Doch zurück in unsere Beiz: Vier Männer sind gerade vom Nebentisch aufgestanden, haben leere Gläser und Tassen und einen vollen Aschenbecher zurückgelassen. Die Wirtin räumt auf. “Dä huändä Raich!”* ärgert sie sich und zieht noch im Schimpfen die Vokale genüsslich in die Breite. Sie ist von hier, ist Obwaldnerin, und die Obwaldner dehnen und strecken die Vokale nicht wie unsereiner, sondern wie “iisäränäinä”. Hier schneit es nicht, sondern “äs schniid”. Hier stört nicht der Rauch, sondern “dä Raich”, hier sitzt man nicht im Haus, sondern “im Huis”. Und wenn man genug hat vom Skifahren, bringt man die Skier retour, pardon “rötuir”, zum Vermieter und fährt mit dem Bähnli hinunter, also “abbä” ins Tal.

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Von am 22. Februar 2008 um 8.00 Uhr
Kategorien: Grossbritannien, Reisetipps

Der Camden Market im Londoner Stadtteil Camden ist beliebtes Ziel vor allem jugendlicher London Visitors, aber auch Einheimischer. Der Brand hat Camden aber nicht wirklich zerstört. Wer aber auch mal andere Märkte besuchen möchte, der findet hier Alternativen.

Camden brennt!

(Foto: Keystone / Akira Suemori)

Sie gingen um die Welt, die Bilder vom Brand im Camden Market. Kein Wunder: Der riesige Markt im Norden von London ist seit drei Jahrzehnten eine Attraktion. Zehntausende Touristen aus aller Welt dürften hier Punk-Klamotten, Teenie-Mode oder bunte Souvenirs gekauft haben. Ausserdem waren es schockierende Bilder. Bilder, die nahelegten, halb Camden Town und sowieso sämtliche Marktstände lägen in Schutt und Asche. Gar nicht wahr, lesen wir auf der Webpage des Marktes. Offenbar wurde nur ein kleiner, isolierter Teil der riesigen Anlage zerstört. Der Rest sei, so heisst es, “very much open”. Die Botschaft lässt ahnen, dass die verbliebenen Standbetreiber um ihre Einnahmen fürchten. Es könnte allerdings sein, dass sich diese Furcht als unbegründet erweist. Pilgern doch laut londoner.blog.de jetzt schon Scharen Schaulustiger zur Brandstelle. Nicht zuletzt, um den Schaden am Stammlokal von Amy Winehouse, dem “Hawley Arms” zu begutachten. Gut möglich, dass da schon bald das Geschäft mit Brand-Souvenirs boomt.

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Von am 13. Februar 2008 um 8.00 Uhr
Kategorien: Grossbritannien, Reisetipps

Nach London geht man nicht zum Schlafen. Nein: London ist eine lebhafte Stadt, und es kommt einem eigentlich nur ungelegen, dass man dort ab und zu sein Haupt auf ein Kissen legen muss. Zumal die meisten Londoner Hotels mindestens so schlecht sind wie ihr Ruf – und dazu noch teuer. Immerhin: Dank diesen Hotels kann man Daheimgebliebene immer mal wieder mit einer Anekdote verwöhnen, die ihnen einen angenehmen Gruselschauer über den Rücken jagt.

Generator Hotel

Meine Lieblingsgeschichte betrifft den Generator, eine Art Jugendherberge im Uni-Quartier. Da ich auf der Durchreise war und nur eine einzige Nacht in London verbringen wollte, hatte ich nicht auf Komfort, sondern auf das günstigste Angebot gesetzt. Ich hatte 97 Franken bezahlt und fand ein nüchtern aber nett restauriertes ehemaliges Kraftwerk und einen freundlichen Typen am Empfang vor. Meine Freude liess ein wenig nach, als er mir ein Zimmer im Untergeschoss zuwies. Doch auch dort unten sah es freundlich aus, wenn auch etwas finster. Die Zimmertüren waren mit Filmpostern dekoriert, auf der allerhintersten Tür hing eines aus „Shining“.

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Von am 12. Februar 2008 um 11.00 Uhr
Kategorien: Reisetipps

Into the Wild

(Foto: dcist.com)

“Wenn Du etwas wirklich willst, dann musst du hingehen und es packen!” sagt Christopher McCandless (Emile Hirsch), der Held von “Into the Wild”. Solche Helden liebt Hollywood und zeigt sie gerne – Helden, die alles können, wenn sie es nur wirklich wollen. Auch Christopher McCandless tut, was er wirklich will. Er flüchtet vor einer zerrütteten Familie, vor dem Druck, eine glanzvolle Karriere machen zu müssen. Und vor einer Zivilisation, die er für vergiftet hält. Er wird Alex Supertramp. Er reist ohne Geld durch die USA und sucht Sinn, das Glück und die ultimative Herausforderung schliesslich in Alaska. Dort will er einen Sommer lang leben, allein, in der Wildnis. Doch McCandless ist kein siegreicher, sondern einen tragischer Held. Er unterschätzt die Natur, macht Fehler, stirbt einen qualvollen Hungertod.

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Von am 30. Januar 2008 um 8.00 Uhr
Kategorien: Reiseliteratur

Welches ist der richtige Reiseführer, welcher bietet Besonderes, welcher hat die meisten Seiten. Ein kleiner Vergleich.

Im Frühling will ich nach London. Ich war 2005 zum letzten Mal dort, und das ist eindeutig zu lange her. Ich finde, man kann gar nicht oft genug nach London reisen. Um die Vorfreude richtig anzuheizen, mache ich mich als erstes auf die Suche nach einem neuen Reiseführer – im gut ausgestatteten Buchhaus Luzern. Meine Hauptkriterien: Das Buch sollte übersichtlich sein. Und es soll auch nach einer längeren Stadtwanderung noch nicht schwer in der Tasche liegen.

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Von am 24. Januar 2008 um 7.45 Uhr
Kategorien: Italien, Reiseberichte & Insider

Die Geschichte dieser Stadt lässt niemanden unberührt. Abfall, Heilige und was Neapel sonst noch besonders macht.

Die Hand Gottes

(Foto: Daniela Bühler)

Man möchte blutige Tränen weinen wie es der eine oder andere süditalienische Heilige tut, wenn man aktuelle Bilder aus Neapel sieht. Neapel war noch nie eine saubere Stadt. Aber so zugemüllt wie in den letzten Wochen war sie wahrscheinlich nicht einmal während der Pestzüge im Spätmittelalter.

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