Ralph Hutter

 

19 Artikel von Ralph Hutter:

Von Ralph Hutter am 28. August 2009 um 7.30 Uhr
Kategorien: Reiseberichte & Insider, USA

Nach dem Roadtrip-Overdose mit Buschfeuer und Windhose am selben Tag geht es jetzt gemächlicher weiter. 250 Meilen auf dem Highway 1 in Richtung San Francisco.

Die Route zieht sich auf einer kurvenreichen Strasse entlang dem Meer, vorbei an traumhaften Sandstränden und kleinen Buchten. Nach stundenlangen Fahrten über schnurgerade Highways durch die Wüste, ist diese Strecke eine wunderbare Abwechslung für Auto-Enthusiasten.

Highway1 Romantik
Highway-Romantik. Foto: Ralph Hutter

Etwas fällt mir auf. Offenbar gibt es in Kalifornien nur zwei Sorten Cabriolets. Chrysler Sebring für alle Touristen und Ford Mustang für die Einheimischen. Und ich hab den Falschen. Der Chrysler Sebring ist eine schwammige, lahme Schwabbelkiste, die den europäischen Freunden der Alpenpässe keinen richtigen Fahrspass entlocken will. So verfalle ich schnell wieder in das meditative Cruiser-Feeling und geniesse die einmalige Kulisse.

Highway 1 - Direkter am Meer entlang geht es kaum
Wunderbare Passstrassen direkt am Meer. Foto: Ralph Hutter
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Von Ralph Hutter am 11. August 2009 um 8.00 Uhr
Kategorien: Reisetipps, Schweiz

Die “Viamala Notte” erzählt die Geschichte der Viamala-Schlucht ohne ein einziges elektrisches Hilfsmittel.

Viamala Notte
Eingang zur Viamala-Schlucht kurz vor der Dämmerung.
(Alle Fotos: Ralph Hutter)

Wie aus dem Nichts taucht Erwin Dirnberger in zeitgenössischer Montur auf und erzählt Geschichten. Geschichten von durchreisenden Dichtern und Künstlern, aber auch Alltägliches aus vergangenen Zeiten.

Erwin Dirnberger zitiert Eindrücke von reisenden Dichtern
Erwin Dirnberger zitiert Eindrücke von reisenden Dichtern.

Verkleidet als Kutscher, der wegen des Gotthard-Eisenbahntunnels sein Einkommen verloren hatte, oder als Autofahrer in der Zeit, als in Graubünden ein Fahrverbot für Autos geherrscht hatte, als innovativer Kurdirektor, als Soldat, Bergsteiger, Postillon oder Mönch – in wechselnden Monturen begleitet er den Abstieg in die Schlucht mit berührenden Episoden.

Ein verirrter Autofahrer. Als in Graubünden Motorfahrzeuge verboten waren.
Ein verirrter Autofahrer. Als in Graubünden Motorfahrzeuge noch verboten waren.
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Von Ralph Hutter am 27. Juli 2009 um 8.30 Uhr
Kategorien: Reiseberichte & Insider, USA

Die Reise von Las Vegas nach Santa Barbara ist vor allem eines: Heiss. Genauso wie die Ankunft mit Buschfeuer.

Nach dem Kurzaufenthalt in Las Vegas, hier und hier beschrieben, freue ich mich auf die Fahrt an die Westküste. Ziel ist schlussendlich die Route auf dem Highway 101 und Highway 1 entlang in Richtung San Francisco. Aber erst kommt eine Tagesreise nach Santa Barbara.

Bei den Autovermietungen ist der hibbelige Chrysler Seebring das einzig verfügbare Cabriolet-Modell. Die Farbe konnte ich wählen. Silber ist ok.

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Truckerromantik und Roadmovie Feeling. Foto: Ralph Hutter

Die Fahrt ist eintönig – und gerade deshalb wunderbar. Stundenlanges Cruisen mit irgendwo um die 80 Meilen pro Stunde hat für europäische Autofahrer etwas Meditatives. Die grossen Attraktionen sind für mein Fotografen-Auge alle Sorten von Strassenschildern, Trucks und alles andere, was mich an amerikanische Roadmovies erinnert. Und dann natürlich noch der Flugplatz in der Mojave Wüste, auf dem die halbe Airline-Welt krisenhalber ihre Flotten parkiert. Dort mietet sich übrigens oft die Filmindustrie ein, wenn es um Flugzeug- oder Flughafenszenen geht. Für “Die Hard”, “24″ oder auch “Speed” wurden auf dem Gelände Szenen gedreht.

Spektakulär wird es erst, als bei Lancaster eine Windhose wenige Meter vor dem Wagen über den Highway zwirbelt. Das ging so schnell, das hat nicht einmal für eine Schrecksekunde gereicht.

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Tornado-Feeling auf dem Highway. Foto: Ralph Hutter
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Von Ralph Hutter am 23. Juli 2009 um 8.30 Uhr
Kategorien: Reiseberichte & Insider, USA

Meine Jugenderinnerungen habe ich in Las Vegas nicht mehr gefunden, wie ich im ersten Teil berichtet habe. Jetzt mache ich mich auf zur Casino-Inspektion und bin froh über ein ruhiges Rückzugsgebiet.

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Der Campanile und Rialtobrücke, für einmal schön beieinander.
Foto: Ralph Hutter

Casinos – Venetian

Das ist ja ein lustiger Urlaub! Ich war vor wenigen Wochen noch in Venedig, und nun stehe ich in der amerikanischen Replik im Venetian in Las Vegas. Hier riecht Venedig nach Chlor. Nicht nach Fisch.

Venedig Gondoliere Venetian Casino
Amerikanische Version der Kanäle mit Gondoliere. Foto: Ralph Hutter

Venedig Italien Gondoliere
Und zum Vergleich: Venedig in echt. Foto: Ralph Hutter
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Von Ralph Hutter am 2. Juli 2009 um 14.14 Uhr
Kategorien: Allgemein, USA

Ich war letztmals vor zwölf Jahren in Las Vegas. Im legendären “Frontier Hotel”, wo Elvis Presley 1956 sein Las-Vegas-Debut gegeben hatte. Bei diesem Aufenthalt wollte ich schauen, wieviel meiner Jugenderinnerungen mir noch geblieben sind und wie sich Las Vegas in dieser Zeit verändert hat.


Die ziemlich aufdringlichen flyer-verteilenden Mexikaner sind noch immer da. Foto: Ralph Hutter

Die erste grosse Enttäuschung gleich vorweg. Die Amerikaner Neue Investoren haben das “Frontier” einfach weggesprengt! Auf dem Weg dem Strip entlang sind mir immerhin noch das “Mirage”, das “Treasure Island” und das “Caesars Palace” bekannt vorgekommen. Und auch die resoluten Mexikaner, die einem ziemlich aufdringlich Flyers für die Strip-Shows andrehen wollen, sind noch da.

Aber sonst muss da in den vergangenen Jahren eine ziemliche Bauwut geherrscht haben. Und angesichts der Finanzkrise eigentlich noch immer.

Las Vegas - Die ewige Baustelle.
Las Vegas, die ewige Baustelle Foto: Ralph Hutter

Es bleibt mir nicht viel anderes übrig, als Las Vegas einfach neu zu entdecken. Im Gegensatz zu Claudia Lambrich bin ich nicht ungeingeschränkter Las-Vegas-Fan. Diese grell leuchtende Stadt lockt mich immer wieder an, aber spätestens nach zwei Tagen bin ich gesättigt mit Eindrücken, ziemlich nahe an der Reizüberflutung. Blinken, bimmeln, draussen heiss, drinnen heruntergekühlt und eben die allgegenwärtigen mexikanischen Strip-Show-Flyer-Verteiler. Da hilft entweder Abreisen oder sich auf einen Ausflug in Richtung Hover Dam zu machen. Aber keine Angst, ich finde Las Vegas einzigartig und toll. Das wird kein Las-Vegas-Bashing-Artikel!

Shopping, Shopping, Shopping

Ich frage mich, ob ich beim letzten Besuch einfach blind durch Las Vegas gelaufen bin, zuviel Zeit an den Slot Machines verbracht hatte oder ob mir die Shopping Malls damals einfach nicht aufgefallen waren.

Shopping, shopping, shopping
Sex sells (Now that we have your attention…). Foto: Ralph Hutter

Irgendwie habe ich den Eindruck, dass die Shopping Malls wesentlich mehr Platz einnehmen als die Casinos, obwohl die sogar noch schlechter frequentiert sind. Es ist überall gespenstisch leer. “Gleich viele Gäste oder Kunden wie Personal” hätte fast als Faustregel gelten können. Ein typischer Montag ausserhalb der Hauptsaison vermute ich jetzt mal. Dafür hat man die ungeteilte Aufmerksamkeit der Angestellten.

In vielen Shops wird man mit einem herzlichen “Hi-guys-how-are-you-doing-we-have-30%-Discount-on-everything-today” begrüsst. Die ganzjährige Discount-Schlacht geht angesichts der Krise in eine neue Runde. » weiterlesen

Von Ralph Hutter am 15. Juni 2009 um 9.00 Uhr
Kategorien: Reiseberichte & Insider, USA

Im “Four Seasons Hotel” in Las Vegas, genauer gesagt, im Erdgeschoss des “Mandala Bay Resort” verbirgt sich eine wahre Perle: das “Charlie Palmer Steakhouse”.

Fast jedes Steakhouse rühmt sich “Steakhouse No.1 in Town” und verweist auf irgendeine Rangliste irgendeines Hochglanz-Gastromagazins. Charlie Palmer hat das nicht nötig. Es ist die Nummer 1.

Charlie Palmers Steakhouse - stilvolles Club-Ambiente Charlie Palmer Steakhouse – stilvolles Club-Ambiente

Das Charlie Palmer Steakhouse liegt ganz südlich am Strip im “Mandala Bay Resort”. Man würde es es kaum zufällig beim Vorbeigehen entdecken. Offen gestanden, habe ich das Steakhouse ungeplant und aus reiner Bequemlichkeit besucht – so musste ich nicht einmal das Hotel verlassen. Umso grösser war die Überraschung, dass es sich um ein solch ausgezeichnetes Restaurant gehandelt hat.

Das ruhige, stilvolle Ambiente ist eine Wohltat im sonst rauschenden und blinkenden Las Vegas und passt sehr gut zur Atmosphäre im “Four Seasons Hotel”. Vielleicht eine Spur zu schummrig (darum gibt es diesem Post auch keine guten Bilder vom Futter). » weiterlesen

Von Ralph Hutter am 27. Mai 2009 um 15.00 Uhr
Kategorien: News, USA

Der Times-Square ist seit Montag zwischen der 42. und der 47. Strasse für den Durchgangsverkehr gesperrt.

Da habe ich nochmals Glück gehabt und in der vergangenen Woche noch die letzten Bilder mit dem typischen Verkehrschaos mit den zum Stadtbild gehörenden gelben Taxis gemacht. Dabei ist mir auch folgender Schnappschuss gelungen:

Ich habe mir lange überlegt, welche Bildunterschrift ich hier am besten verwenden sollte. Beispiele:

  • * “Die Nussverkäufer werden vom hohen Ross herab behandelt.”
  • * “Was essen New Yorker Polizeipferde am liebsten? Honey coated Peanuts.”
  • * “Fastfood für Polizeipferde.”
  • Vielleicht hat einer der Leser noch weitere kreative Ideen für den Bildtitel..?

    Der Times Square - zum letzten Mal mit Durchgangsverkehr.

    Der Times Square - zum letzten Mal mit Durchgangsverkehr.

    Für die Touristen ist der nun autofreie Platz sicher ein grossartiges Erlebnis, wie die Bilder der “Financial Times Deutschland” zeigen. Und das Konzept von Bürgermeister Michael Bloomberg, die Stadt immer mehr zu begrünen, zahlt sich offenbar aus. Vor dem Flatiron Gebäude gibt es gleich neben dem Park weitere verkehrsberuhigte Zonen, die (bei gutem Wetter) auch mit Bistro-Bestuhlung zum Verweilen einladen.

    Neue Ruhe vorm Flatiron Building. Alle Fotos: Ralph Hutter

    Neue Ruhe vorm Flatiron Building. Alle Fotos: Ralph Hutter

    Übrigens: Mit diesem Post starte ich die Serie meines Reiseberichts aus New York. Da warten bereits einige heisse Gastrotipps!

    Von Ralph Hutter am 6. Mai 2009 um 8.30 Uhr
    Kategorien: Italien, Reiseberichte & Insider

    Von meiner von glücklichen Zufällen geprägten Ankunft in Venedig habe ich hier ja schon erzählt. Diesmal nun geht’s um meine Ausflüge während des Kurztripps:

    Vom Markusplatz bis zur Rialto-Brücke
    Der Markusplatz ist DER Platz in Venedig. Dogenpalast, Prokuratien, der Uhrenturm, elend viele Tauben und Touristen aber vor allem den Campanile gibt es hier zu sehen. Hier sind ausserdem die üppigen Strassencafés zu finden – mit weiss-uniformierten Kellnern, eigenem Orchester oder Pianisten und überteuerten Preisen. Das „Grand Caffe Chioagga“ lädt ein, sich an die Piazza zu setzen und dem Treiben der Touristenmassen zuzuschauen.

    Am Markusplatz – Tauben, Touristen und teurer Kaffee. Foto: Ralph Hutter

    Am Markusplatz – Tauben, Touristen und teurer Kaffee. Foto: Ralph Hutter

    Im Gegensatz zu vielen anderen haben mich die 9,80 Euro für einen Latte Macchiato nicht gestört. Erstens war er perfekt gemacht, stillvoll angerichtet und sogar äusserst freundlich serviert. Daran können sich die hiesigen Bars und Cafés orientieren. Das ist der Massstab für richtigen Latte Macchiato:

    Heisse 9,80 Euro mal zwei. Foto: Ralph Hutter

    Heisse 9,80 Euro mal zwei. Foto: Ralph Hutter

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    Von Ralph Hutter am 1. Mai 2009 um 11.00 Uhr
    Kategorien: Italien, Reiseberichte & Insider

    Ich reise für ein paar Tage nach Venedig. „Bist Du verliebt?“ krieg ich im Büro zu hören. Alleine der Name “Venedig” ist offenbar noch immer über-romantisiert. Mit ungefähr dieser vagen Vorstellung bin ich schliesslich auch nach Venedig gefahren. Wurden meine pseudoromantischen Vorstellungen bestätigt oder enttäuscht? Zwei Tage Venedig im Reisebericht.

    Die Seufzerbrücke im Baugerüst. Foto: Ralph Hutter

    Die Seufzerbrücke im Baugerüst. Foto: Ralph Hutter

    Charakteristisch an meinen Reisevorbereitungen ist, dass ich mich – wenn überhaupt – immer erst im letzten Moment vorbereite. Und “vorbereiten” bedeutet typischerweise, noch schnell zu googeln, Wikipedia und Tripadvisor zu lesen sowie die 15 Jahre alten Reiseführer meiner Eltern einzupacken, die ich dann doch nie brauche. » weiterlesen