Tamara Benz

 

14 Artikel von Tamara Benz:

Von Tamara Benz am 25. Mai 2012 um 9.01 Uhr
Kategorien: Reiseberichte & Insider

Unsere erste Station war Kaschgar. Die Stadt und der gleichnamige Bezirk liegen im Südwesten von Xinjiang. Die meisten Leute dieser Region sind Bauern. In den letzten fünf Jahren ist die Stadt enorm gewachsen und neue Wohnblöcke spriessen wie Pilze aus dem Boden. Altertum und Moderne sind gleichermassen erhalten. Hier ein Eselskarren, und gleich nebenan Motorräder und Autos. Ich habe für euch ein paar der Sehenswürdigkeiten rausgesucht: (Fotos zur Vergrösserung einfach anklicken.)

Apak-Hodscha-Mausoleum

Das “Grabmal der duftenden Konkubine“: Die Grabanlage wurde nach der Konkubine eines religiösen Herrschers benannt. Fünf Generationen sind darin begraben. Werden Muslime begraben, wird ihr Gesicht gegen Mekka gewendet.

Heytgah Moschee

Heytgah bedeuted in Uigurischer Sprache “zentrale Moschee der festlichen Aktivitäten”. Die meisten Feste der Uiguren werden hier gefeiert. Die Moschee wurde 1442 gebaut und ist die grösste in China. Zu jedem Gebet kommen ca. 3000-5000 Personen, an Freitagen (=muslimischer Sonntag) ca. 15‘000 Personen und an Festlichkeiten sogar 40‘000-60‘000 Personen.
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Von Tamara Benz am 24. Mai 2012 um 15.08 Uhr
Kategorien: China, Länder, Reiseberichte & Insider

Die Provinz Xinjiang wird als Uigurisches Autonomes Gebiet der Volksrepublik China bezeichnet und befindet sich im nordwestchinesischen Grenzgebiet. Flächenmässig ist Xinjiang die grösste Provinz Chinas, doch nur 4% davon sind bewohnbar. Das restliche Gebiet beherbergt Wüste, Gletscher und Berge. Xinjiang grenzt an Indien, Pakistan, Afghanistan, Tadschikistan, Kirgistan, Kasachstan, Russland und die Mongolei.

Das Klima

Xinjiang weist ein typisch kontinentales Klima auf mit vielen Sonnenstunden, wenig Regen und extremen Temperaturschwankungen: Kalte Winter, heisse Sommer und im Frühling gibt’s oft heftige Sandstürme. Als beste Reisezeit gilt der Frühherbst. Dann haben auch Früchte wie die süsse Hami Melone oder die Trauben Saison.

Land und Leute

Xinjiangs Landschaft ist einzigartig und wird auch “drei Berge umgeben zwei Becken“ genannt. Die Berge Altai, Tianshan und Kunlun umgeben die Becken Dzungarian und Tarim. Die Tianshan Berge unterteilen die Provinz in zwei völlig unterschiedliche Teile. Im Norden liegen die Berge und das Grasland Kanas und im Süden die Wüsten Gobi und Taklamakan. Während man im Norden die grossen Weiden findet, wird im Süden vor allem Landwirtschaft betrieben.

Xinjiang hat 47 ethnische Minoritäten, die 60% der Bevölkerung ausmachen. 13 davon sind einheimisch, inklusive die Uiguren – die grösste Bevölkerungsgruppe der Provinz. Sie haben ihre eigene Sprache und ihre Religion ist der Islam. Ihre traditionelle Bekleidung besteht aus langen Umhängen, genannt “Qiapan“ sowie kleinen bestickten Hüten, die “Duopa“. Die restlichen 40% der Bevölkerung sind Han Chinesen, deren Anzahl in den letzten fünfzig Jahren stetig zunahm.

Feste und Köstlichkeiten

Die wichtigsten uigurischen Feste sind “Rozah“, das Fest des Fastenbrechens nach dem Ramadan, sowie “Corban“, der Neujahrstag des islamischen Kalenders. Als typische Gerichte gelten handgemachte Nudeln, frisch gebackenes Nan Brot und Pilaw. Landesweit bekannt sind auch die mit Kümmel gewürzten Fleischspiesse (meist Schaf-oder Rindfleisch), die man an den traditionellen Strassenständen essen kann.

Die Seidenstrasse

Die Seidenstrasse ist ein Netz von Karawanenstrassen, dessen Hauptroute das Mittelmeer mit Ostasien verbindet. Die Bezeichnung der Seidenstrasse wurde im 19. Jahrhundert von einem deutschen Geografen eingeführt, als Seide einen grossen Anteil des Handels ausmachte. Zuvor wurde sie Jadestrasse genannt, da Jade eine wichtige Handelsware auf der Route war. Seit der Entstehung der Handelsroute vor über 2000 Jahren gelangten Waren wie Jade, Edelsteine, Gold, Glas, Keramik, Gewürze aber auch Kaufleute, Gelehrte, Armeen, Ideen, Religionen und ganze Kulturen von Ost nach West und umgekehrt. Ein grosser Teil der Seidenstrasse führt durch die Xinjiang Provinz. Beginnend in Xi’an führt sie nach Dunhuang (Grenzstadt zur Xinjiang Provinz), wo sie sich in drei verschiedene Routen aufteilt, der südlichen, zentralen und nördlichen Route. Alle drei Routen führen durch Xinjiang und weiter bis Pakistan, Indien bis hin zum Mittelmeer. (Fotos zur Vergrösserung einfach anklicken.)

Die Autorin: Tamara Benz, Jahrgang 1983, ist in Davos geboren und aufgewachsen, ehe sie für sieben Jahre nach Brugg zog. Dann ging ihre Reise weiter: Seit kurzem lebt sie nun in China. Ihr Freund hat hier einen Job als Expat in der Stadt Xiamen bekommen. Und sie will die Möglichkeit nutzen, Land, Leute und die Sprache kennenzulernen. Hier im Blog berichtet Tamara regelmässig über ihr Leben in Asien.

Von Tamara Benz am 2. Mai 2012 um 15.00 Uhr
Kategorien: China, Reiseberichte & Insider

Die meisten Macao-Besucher kommen aus Hongkong für einen ein- oder zweitägigen Abstecher in die portugiesisch geprägte Stadt. Wir nahmen uns etwas mehr Zeit, nämlich drei Tage, und flogen direkt von Xiamen nach Macao.

Macao ist eine etwa 50 Kilometer westlich von Hongkong gelegene Sonderverwaltungszone China. Bis 1999 war sie portugiesische Kolonie. Heute gilt sie vor allem als eine Metropole des Glücksspiels. Kein Wunder, wird sie auch “Monte Carlo des Ostens” oder “Las Vegas des Ostens” genannt. Und so besuchten wir natürlich einige Casinos:

Grosse Unterhaltung

Doch ausser Zocken gibt’s in Macao noch einiges mehr zu tun. Wie wäre es zum Beispiel mit dem Besuch einer der unzähligen Shows?

Wir haben uns beispielsweise die Show “House of dancing water” im Casino “City of Dreams” angeschaut. Mit atemberaubenden Stunts und Akrobatikeinlagen wird die Legende eines Königreichs dargestellt. Wählt man einen Sitz in den vorderen Reihen, wird man garantiert nass. Die Show ist nicht ganz günstig – für die mittelteuren Plätze bezahlten wir CHF 100.- pro Person -, sie lohnt sich aber sehr.
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Von Tamara Benz am 12. April 2012 um 17.00 Uhr
Kategorien: China, Reiseberichte & Insider

Xi’an war fast 2‘000 Jahre lang die Hauptstadt Chinas. Schon im 7. Jahrhundert zählte sie zwei Millionen Einwohner und war damals die grösste Stadt der Welt. Ihre Blütezeit erlebte die Stadt während der Tang-Dynastie. Da die Stadt im Landesinnern liegt kann es im Sommer ziemlich heiss und im Winter unangenehm kalt werden.


Größere Kartenansicht

Xi’an hat unzählige Sehenswürdigkeiten zu bieten. Eine Übersicht:

  • Die wohl bekannteste davon ist die weltberühmte Terrakotta-Armee. Der erste chinesische Kaiser liess sich bereits zu Lebzeiten dieses gigantische Mausoleum mit tausenden Tonsoldaten errichten, die ihn nach dem Tod vor seinen Feinden beschützen sollten. Die Grabstätte wurde 1974 von Landarbeitern entdeckt. Sie ist eine der wichtigsten archäologischen Funde des 20. Jahrhunderts. Bisher wurden mehr als 3000 Soldaten und Pferde sowie mehr als 40.000 Waffen ausgegraben und restauriert, geschätzte weitere 5000 Figuren sind noch im Erdreich verborgen.
  • Die Stadtmauer von Xi’an ist die am besten erhaltene Chinas. Sie hat einen Umfang von knapp 14 Kilometern und umrundet die Altstadt. Vier Tore gewährten früher einen durch Zugbrücken geschützten Zugang zur Stadt. Eines der Highlights, welches die Mauer zu bieten hat, ist das Fahrradfahren darauf. Mit normalen Velos oder Tandems kann man über den holperigen Asphalt düsen, in knapp einer Stunde gelangt man wieder an den Ausgangspunkt.
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Von Tamara Benz am 3. April 2012 um 14.30 Uhr
Kategorien: China, Reiseberichte & Insider, Taiwan

Die zu Taiwan gehörende Inselgruppe Jinmen, auch Kinmen genannt, hat etwa 85‘0000 Einwohner, liegt rund zwei Kilometer vor der Küste Xiamens und besteht aus Gross- und Klein-Jinmen sowie aus 13 weiteren kleinen Inseln.

Kinmen ist von Xiamen aus mit der Fähre in knapp einer Stunde zu erreichen. Bei gutem Wetter kann man die Insel vom Festland aus sogar sehen. Da Taiwan nicht zu China gehört, benötigen Touristen wie ich ein China-Visum mit mehrmaliger Einreiseerlaubnis, um wieder zurück in die Volksrepublik reisen zu können. Für Kinmen selbst braucht man aber kein Visum.

Will man einen Tagesausflug auf die Insel machen, sollte man relativ früh am Morgen starten. Die erste Fähre von Xiamen läuft etwa 8 Uhr aus; die letzte geht um 18 Uhr zurück. Die paar Stunden dazwischen reichen, um zumindest die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Kinmens zu sehen.
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Von Tamara Benz am 15. März 2012 um 7.30 Uhr
Kategorien: China, Reiseberichte & Insider

Unsere erste chinesische Hochzeit!

Sie fing schon ziemlich ungewöhnlich an – denn eingeladen hat uns nicht etwa das Brautpaar, sondern der Chef unserer Kitesurfschule.

An einem Montagnachmittag war ich ein paar Stunden am Kitesurfen. Als ich gerade im Begriff war zu gehen, kam der Chef der Kitesurfschule und verkündete mir, dass wir für diesen Abend zu einer Hochzeit eingeladen seien. Eine Hochzeit an einem Montag und so kurzfristig ohne schriftliche Einladung? Na ja, andere Länder, andere Sitten!

Auf die Frage, was ich anziehen solle, zeigte der Kitesurflehrer auf seine Strandklamotten und meinte achselzuckend: “Egal, so wie ich jetzt angezogen bin, wir kommen ja direkt vom Strand!”
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Von Tamara Benz am 8. März 2012 um 14.30 Uhr
Kategorien: Allgemein, China, Reiseberichte & Insider

Was man bei einem Aufenthalt in Xiamen und Umgebung nicht verpassen sollte, ist der Besuch der “Tulou”. Das sind runde oder quadratische, grosse Erdbauten, in denen ganze Familienclans zusammenwohnen.

Sie wurden einst von den Hakka erbaut. Die Hakka gehören zu einer der acht Han-Chinesischen Volksgruppen und haben eine eigene Sprache. Ursprünglich stammen sie aus der Gegend um den Baikalsee in Sibirien. Nach mehreren Migrationsbewegungen haben sie sich in Südchina und später auch in anderen asiatischen Ländern und Übersee angesiedelt. Hakka bedeutet im Chinesischen “Gäste”. Heute gibt es weltweit über 60 Millionen Hakkas.

Bekannt sind vor allem die runden Erdhäuser der Hakka im Kreis Yongding in der Provinz Fujian. Sie haben meist drei bis fünf Stockwerke und beherbergen bis zu etwa 800 Personen. Im ersten Stock befinden sich Küche und Essräume, der zweite dient als Lager und im dritten, vierten und fünften Stock sind die Schlafzimmer. (Fotos zur Vergrösserung einfach anklicken.)

Als Verteidigungsbauwerke besitzen die Tulou nur wenige Fenster in den oberen Stockwerken und nur einen einzigen Eingang. Die Räume befinden sich rund um einen grossen Innenhof, der als Gemeinschaftshalle dient. Die Dächer sind mit Ziegeln gedeckt und besitzen überhängende Traufen. In der Mitte befindet sich die Ahnenhalle, die von allen Bewohnern für Hochzeiten, Begräbnisse und andere Festlichkeiten genutzt wird.
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Von Tamara Benz am 28. Februar 2012 um 7.00 Uhr
Kategorien: Philippinen, Reiseberichte & Insider

Noch vor dem chinesischen Neujahrsfest hatten wir unsere Sachen gepackt und entflohen den Massen. Unser Ziel: Boracay. Gestern habe ich die philippinische Insel samt ihrer Bars und Restaurants vorgestellt. Heute beschreibe ich die zahlreichen Aktivitäten, die man auf Boracay unternehmen kann. Los geht’s:

Wassersport

Für Wassersportler ist Boracay ein Paradies. Wir sind auch hauptsächlich wegen der Möglichkeit des Kitesurfens auf die Ferieninsel gekommen. Optimale Windbedingungen und das relativ flache Wasser machen den Bulabog Beach zum idealen Strand für Anfänger und Fortgeschrittene. Unter Kitesurfern zählt er zu den besten und bekanntesten in Asien. Das untiefe Wasser bringt aber auch Nachteile mit sich: Der Meeresboden ist übersät mit Seeigeln – man zieht also besser Wasserschuhe an.
Am Strand findet man etwa ein Dutzend Kiteschulen. Des Weiteren ist Boracay bekannt für Windsurfen, Tauchen, Schnorcheln, Segeln, Fischen und weitere Wasseraktivitäten.
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Von Tamara Benz am 27. Februar 2012 um 7.30 Uhr
Kategorien: Philippinen, Reiseberichte & Insider

Noch vor dem chinesischen Neujahrsfest packten wir unsere Sachen und flohen vor den Massen auf die philippinische Insel Boracay. (Fotos zur Vergrösserung einfach anklicken.)

Boracay liegt in der Provinz Aklan, welche sichwiederum auf der Panay-Insel befindet. Die Insel Boracay gleicht in ihrer Form einem Hundeknochen, ist sieben Kilometer lang und an der schmalsten Stelle gerade mal einen Kilometer breit.

Boracay hat zwölf Strände, White Beach ist der bekannteste und am meisten etablierte. Auf einer langen Strandpromenade findet man unzählige Bars, Restaurants, Läden und Unterhaltungsmöglichkeiten. Bulabog Beach, direkt gegenüber und durch ein grosses Riff geschützt, ist der Wassersport-Strand. Ebenfalls einen Abstecher lohnt der kleinere und weniger entwickelte Puka Shell Beach im Norden. Er hat seinen Namen von den dort vorkommenden Puka-Muscheln, aus denen die philippinischen Frauen und Mädchen entzückende Ketten und Armbänder herstellen. Dort gibt es ein paar Restaurants mit schmackhaftem, lokalen Essen servieren. Vor allem die frisch frittierten Calamares sollte man probieren.
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Von Tamara Benz am 16. Februar 2012 um 8.20 Uhr
Kategorien: China, Reiseberichte & Insider

Das Laternenfest, auf Chinesisch “Yuanxiaojie” genannt, ist ein traditioneller chinesischer Feiertag, der das 15-tägige Neujahrsfest abschliesst. Es fällt jeweils auf einen Tag des Vollmonds – was auch erklärt, warum das Fest “Yuanxiao” heisst. Das Wort “Yuan” bedeutet “Kreis” oder “Zusammentreffen” und “Xiao” steht für “Abend”. Das Laternenfest ist also ein Fest am Vollmondabend, bei dem Familien, Verwandte und Freunde zusammenkommen. Dieses Jahr war es am 6. Februar soweit.

Zum Laternenfest werden in China landesweit Laternenausstellungen veranstaltet. Laternen sämtlicher Farben, Formen und Muster sind dann zu sehen. Beliebt sind Darstellungen von Tierkreiszeichen, symbolträchtigen Tieren, Pflanzen und Fabelwesen oder Szenen aus Legenden. Als Materialien werden lackiertes Holz, Perlmutt, Pergament, Papier und Horn verwendet.
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