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Udo Habermann
135 Artikel von Udo Habermann:
Was darfs denn gerne sein? Mitbringsel von unterwegs 1
Kategorien: Allgemein
Dr. Dr. Rainer Erlinger gibt darauf eine ausführliche Antwort. Wie würdest Du auf dieselbe Bitte eines Dir nahestehenden Menschen reagieren? » weiterlesen
Mückenbändiger ja oder nein?
Kategorien: Allgemein, Web-Tipps
Gehts im Urlaub in den Süden, sind Mücken oft die ersten Einheimischen, mit denen man in Kontakt tritt, schlägt, klatscht. Was unternehmt ihr gegen diese Plage? In den Norden reisen ist auch keine Lösung, denn Mücken leben – wenn auch jeweils nur für ein paar Tage – auch in Skandinavien. Oder in Osteuropa. Oder in Sibirien.
In einer Zeitung habe ich letzthin eine Anzeige für ein Mückenarmband gesehen. Bis dahin hatte ich keine Ahnung, dass sowas existiert. Dabei gibts die ersten schon seit über zehn Jahren und in der Zwischenzeit machen sich gleich mehrere den Markt streitig mit fantasievollen Namen wie Bugslock, Parakito oder Mosquitno. Im Internet findet man noch einige mehr.
Was jedoch im Internet nicht zu finden ist: ein zuverlässiger Nachweis über die Wirksamkeit dieser Mückenarmbänder. Klar ist: ob wirkungsvoll oder nicht, der Test als Modeaccessoire ist von Anfang an bestanden.
In einem früheren Test der Stiftung Warentest Berlin kam eines der Armbänder noch vor (Prädikat mangelhaft), im letzten Test werden die Bänder gar nicht berücksichtigt. Das Schweizer Pendant dazu ist leider kostenpflichtig, lässt jedoch im Gratiskommentar durchblicken, dass Armbänder kaum Wirkung zeigen.
In ungefährlichen Gebieten mit lästigen Mücken empfiehlt es sich deshalb, die Kleider (lange Ärmel, Hosen) mit einem wirksamen Mittel einzusprayen. Und sollten sich ein paar Moskitos in die Stube verirrt haben, dann gibts immer noch die Elektrische Fliegenklatsche.
Bald olympisch? World Latte Art
Kategorien: Japan, Länder, Reisetipps, Schweiz
Pünktlich zum Auftakt der Olympischen Spiele in London widme ich mich einer weit erholsameren Disziplin: dem Latte Macchiato Trinken. Meine Beziehung zu Kaffee sieht folgendermassen aus: ein Leben lang musste ich mir anhören, dass ich Kaffee dann schon mal mögen werde, wenn ich älter werde. Die Realität: ich trinke ihn zwar, doch mögen tu ich ihn immer noch nicht. Eine Kaffeemaschine habe ich noch nie besessen, Milch steht auch selten in meinem Kühlschrank. Früher bei den Grosseltern musste ich am Vormittag verdünnten Kaffee (à la Kaffee Luz, aber ohne Träsch) und am Abend zum Essen eine Tasse Milchkaffee trinken. Beides hatte noch Zichorie drin und enthielt mehr Wasser, bzw. Milch als Kaffeebohnenextrakt.
Alles änderte sich mit dem Aufkommen von Latte Macchiato. Als Nichtraucher bleibt zum informellen Netzwerken in der Geschäftswelt fast nur noch die Kaffeepause. Doch Kaffee aus der Büromaschine mochte ich nun wirklich nicht. Da nahm mich vor ein paar Jahren ein Kommilitone nach dem Mittagessen in der Kantine mit ins Nocciolina am Bleicherweg in Zürich – eigentlich der Amaretti wegen, welche die Konditorei Caredda dorthin liefert. Und ins Caredda gehe ich am Wochenende immer frühstücken. Seit dieser Episode ist das Nocciolina mein Stammcafé und Latte Macchiato der Kaffee meiner Wahl.
Da ich oft in Tokyo bin, habe ich seither auch dort mein Stammcafé, nämlich Streamer Coffee Company in Shibuya. Der dortige Besitzer und Barista, Hiroshi Sawada, war im Jahr 2008 der erste Asiate, der an der “Free Pour Latte Art Championships” in Seattle Weltmeister in Latte Art wurde. Wer sein Japanisch testen möchte, schaue sich dieses Video über ihn an. Wer selbst an den nächsten Weltmeisterschaften teilnehmen möchte, muss sich aber beeilen, denn diese finden im August in Seoul statt. Wie beim Boxen gibt es jedoch auch in der Welt von Latte Art verschiedene Verbände und Wettbewerbe.
Der letzte Kaffeeschrei hat aber weniger mit Latte Art zu tun, sondern ist die erste Text-Enabled Espresso Machine der Welt. Das englische “Text-Enabled” hat hier zwei Bedeutungen, doch schaut selbst…
Übrigens, irgendwo habe ich einmal gelesen, Latte Macchiato sei eine kreative Verkaufsstrategie, um erwärmte Milch mit einem Sprutz Kaffee überteuert zu verkaufen. Billig ist der ganze Spass sicher nicht. Den Höhepunkt habe ich jedoch in angelsächsischen Ländern angetroffen, wo ganz wenig Milch geschäumt wird und für kleine Kinder als “Babycino” angeboten wird. Und das für volle zwei Dollar!
Gepäcktaxi für SWISS-Kunden
Kategorien: News
Es gibt Airlines, die chauffieren ihre Business- und First Passagiere in der Limousine von daheim an den Flughafen und zurück. Es versteht sich von selbst, dass der Reisekoffer da auch mitfahren darf. Nun scheint SWISS eine ähnliche Richtung einzuschlagen, beschränkt sich aber vorerst auf das Gepäck. In der Medienmitteilung heisst es, dass “Kunden, die mit SWISS ab Flughafen Zürich reisen, ihre Gepäckstücke direkt von zu Hause oder vom Hotel abholen lassen können.”
“Der neue Service ermöglicht einen erheblichen Zeitgewinn auf der Reise, da allfällige Wartezeiten am Check-in Schalter oder bei der Gepäckabgabe entfallen. Das Gepäck wird dann direkt zur finalen Destination transportiert und kann vor Ort am Gepäckband vom Passagier in Empfang genommen werden.” Hoffentlich wurde die “Finale Destination” nicht wortwörtlich ins Englische übersetzt…
Dieser exklusive Abhol-Service ist nicht umsonst, sondern abhängig von der Distanz des Wohnortes zum Flughafen Zürich:
Zone 1 (0 – 15km) CHF 54
Zone 2 (16 – 60km) CHF 76
Zone 3/Zone 4 ( > 60km) CHF 98 – CHF 128
Ob sich dieser Aufwand lohnt, um am Flughafen dann direkt zur Sicherheitskontrolle und zum Gate gehen zu können? Ich bin jedenfalls gespannt darauf, wie sich diese Dienstleistung bewähren wird.
FPMO oder doch lieber RVML?
Kategorien: Japan, Länder, Reisetipps, Thailand
Ich liebe gutes Essen. Und ich liebe es, in guten Restaurants ab und zu unvernünftig viel Geld auszugeben. Während des Essens zu sprechen, das mag ich gerne, doch übers Essen sprechen nicht besonders. Beim Fliegen spielt das Essen eine wichtige Rolle. Es ist allgemein bekannt, dass Airlines die Pro-Kopf-Kosten für Food und Beverage extrem tief halten. Billigairlines wälzen die Kosten sogar ganz auf die Passagiere über, bzw. verdienen daran noch. Trotzdem versuchen zahlreiche Fluglinien, sich über die Mahlzeiten und Getränke zu differenzieren.
Welche Emotionen löst Flugzeugessen bei euch aus? Ich stand diesem bisher immer recht gleichgültig gegenüber. Meistens kaufte ich vor dem Flug etwas Leckeres, worauf ich gerade Lust hatte. Es nervte mich, einen meiner besten Freunde (Pilot) dauernd über Flugzeugessen sprechen zu hören. Diese Einstellung änderte sich letzthin auf einem Flug von Zürich nach Bangkok: Der Sessel neben mir am Notausgang blieb frei und ich freute mich auf eine angenehme Reise, als kurz vor dem Türeschliessen völlig verschwitzt mit riesigem Handgepäck mein Sitznachbar hereinplatzte. Fürs Gepäckaufgeben kam er zu spät an und suchte darauf vergeblich die Passkontrolle, denn der Flughafen Zürich hatte kurz zuvor das Regime geändert und lotst seither alle Passagiere zuerst einmal durch den Security Check. Die Passkontrolle folgt je nach Destination erst danach.
Beim Servieren stellte sich heraus, dass mein Sitznachbar ein “Low Fat” Special Menu bestellt hatte. Er mache das immer so, denn das Flugzeugessen sei nicht wirklich ein Festmahl, wobei ich ihm beipflichtete. Also nahm ich mir vor, von nun an ebenfalls Special Meals zu bestellen. Beim Buchen auf ebookers.ch wird man auch immer danach gefragt.
Seinem Beispiel folgend entschied ich mich für Low Fat, doch so einfach, wie ich mir das vorgestellt hatte, funktionierte es nicht. » weiterlesen
Gast, was erlaubst Du Dir?
Kategorien: Allgemein, Reiseberichte & Insider
Was lange währt, wird endlich gut. Vor drei Jahren versprach ich denkwürdige Geschichten von speziellen Hotelgästen. Nun ist es soweit, die erste Epsode zumindest.
Episode 1 handelt von einem Gast, der in einem Hotel in Tokyo versuchte, bereits um 11 Uhr einzuchecken, obwohl auf seiner Reservation stand: “Ihr Zimmer ist ab 14 Uhr für Sie bereit”. Manchmal geht das ja. Doch in seinem Fall war das Hotel ausgebucht und alle Zimmer in seiner Buchungsklasse – der billigsten – gerade belegt.
Der Gast verlangt also drei Stunden vor dem eigentlichen Check-in-Termin, sein Zimmer beziehen zu können. Die Dame an der Reception: “Wir machen Ihnen gerne schnellstmöglich eines bereit. Bitte warten Sie. Wir tun unser Bestes.”
Der Gast beschwert sich über die lange Wartezeit. “Weshalb erlassen Sie mir als Gefälligkeit für mein langes Warten nicht die Rechnung fürs Frühstück?” Die Receptionistin bleibt ruhig: “Unser reguläres Check-in beginnt um 14 Uhr. Da Sie drei Stunden zu früh angekommen sind, tue ich mein Bestes, dass Sie so früh wie möglich – vor 14 Uhr – Ihr Zimmer beziehen können.”
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Wenn der Mietwagen die halbe Miete ist
Kategorien: Japan, Mexiko, Reiseberichte & Insider, Reisetipps, Thailand
In fremden Ländern nehme ich – wie daheim – am liebsten den Zug. Doch an vielen Destinationen und auf zahlreichen Strecken muss man froh sein, überhaupt ein öffentliches Verkehrsmittel vorzufinden, das diesen Namen verdient. Eine praktische Lösung für mehr Bewegungsfreiheit bietet der Mietwagen. Diese Freiheit wird jedoch oft durch tiefe Geschwindigkeitslimiten eingeschränkt.
Und welche Temposünder sind im Ausland wohl die beliebtesten Opfer? “Natürlich die finanziell potenten Ausländer im Mietwagen!”, könnte man meinen, doch dem ist nicht immer so. Denn oft ist der Mietwagen ein Bonus, wenn es um das Ausstellen, bzw. das Verzichten der Busse geht. Es geht ja um den Ruf des Landes, das man als Ordnungshüter repräsentiert.
Auf allen Kontinenten wurde ich mindestens schon einmal geblitzt (dafür in der Schweiz noch nie). Am meisten Respekt hatte ich dabei in Mexiko: Ein Polizist wie aus einem Hollywoodfilm – dicker Bauch, Schnauz, Sonnenbrille – tritt an unser Auto heran. Man hat ja schon viel von solchen Zwischenfällen gehört, da geht einem einiges durch den Kopf. Doch siehe da, während ich im Stillen bereits den fälligen Dollarbetrag kalkuliere, meint es der Polizist gut und lässt uns mit einer Ermahnung weiterfahren. Ob er wohl gerade von einer Schulung gekommen ist, in der vermittelt wurde, wie das Image des Landes als Tourismusdestination aufpoliert werden kann?
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Mit dem Boss im Urlaub
Kategorien: Ägypten, Länder, News, Reiseberichte & Insider
“What are the chances of meeting your boss on holiday?”, fragte BBC im Juni seine LeserInnen. Nun ja, wenn man den Urlaub gemeinsam plant, liegt die Wahrscheinlichkeit bei 100%. Doch dies passiert in den seltensten Fällen und wenn schon, dann müsste die Frage eher lauten: “Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, zusammen mit dem Boss im Urlaub erwischt zu werden?”.
Mir geschah es bisher nur einmal, dass ich im Urlaub auf meinen Chef traf und zwar im Sommer 2002 in Sharm el Sheikh – und das ausgerechnet während den ersten Ferien im neuen Job! Immerhin war es ein angekündigtes Aufeinandertreffen und keines aus heiterem Himmel. Im Vorfeld war zu erfahren, dass sich Destination und Aufenthaltszeit überlappen. Die Chefsekretärin verriet, dass er auch im selben Hotel absteigen würde.
Die Krux: im Büro munkelte man schon lange, dass er mit einem Mann liiert sei, aber offiziell wars noch nicht. Also wie reagieren bei einem Treffen? Unsere Wege im Hotelareal kreuzten sich schliesslich ein einziges mal: man begrüsste sich, stellte sich vor, tauschte einige Banalitäten aus, das wars. Zurück im Büro wurde nie mehr ein Sterbenswörtchen über das Treffen verloren.
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Nach Hua Hin und zurück
Kategorien: Länder, Reiseberichte & Insider, Thailand
Angespornt durch 27 Facebook-likes für ein unscharfes Foto mit der Überschrift “Im Zug von Hua Hin nach Bangkok.” inkl. dem Kommentar “das ist bestimmt ein Reiseberichtli wert :)” meiner Chefredaktorin, habe ich mich dazu überwunden, einen Bericht über meine Reise nach Hua Hin und zurück zu schreiben.
Hin gings für 180 Baht pro Person per Minivan vom kleinen Busbahnhof am Fuss der Century Mall bei der Skytrain-Station Victory Monument in Bangkok aus. Wir waren die ersten, bzw. der Van fuhr uns vor der Nase weg, was den Vorteil hatte, dass wir im nächsten, noch leeren Bus den Sitzplatz selbst aussuchen durften. Nach gut 20 Minuten war das Büsschen voll und zweieinhalb Stunden später kamen wir in Hua Hin an. Ein Taxi wäre etwa gleich schnell gewesen und hätte zehnmal soviel gekostet.
Da Motorbikes und Tuk-Tuks in Hua Hin kartellmässig organisiert sind und selbst für kurze Strecken und thailändische Verhältnisse relativ viel verlangen, baten wir den Minibuschauffeur, nachdem alle ausgestiegen waren, uns direkt zum Hotel zu fahren, was er für ein kleines Trinkgeld auch gerne tat.
Über Hua Hin selbst gibts nicht viel zu berichten. Wikipedia fasst zusammen: “Hua Hin wurde in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Badeorte in Thailand. Urlauber aus Europa und Asien bilden den grössten Anteil. Internationale Hotelketten haben das touristische Potenzial Hua Hins erkannt und bauen oder planen grosse Hotelobjekte.” Ich buchte im Intercontinental, weil ich dank häufigem Übernachten auf Geschäftsreisen in Hotels dieser Kette inzwischen so viele Punkte gesammelt habe, dass ich privat meistens umsonst nächtigen kann. Für mich war es der perfekte Ort zum Relaxen.
Weit weniger entspannend war dann der eingangs erwähnte Grund, weshalb ich überhaupt aufgefordert wurde, über diese Reise zu schreiben. In der Stadt entdeckte ich nämlich einen Bahnhof und wollte unbedingt mit der Eisenbahn zurück. Gesagt, getan und billiger gehts nimmer: 44 Baht für Ausländer und umsonst für Thais. Zuerst war ich überrascht, dass deswegen nicht mehr Reisende den Zug nehmen. Bald stellte sich heraus, weshalb: die Fahrt bis nach Bangkok dauerte nämlich geschlagene sechs Stunden!
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Hello Kitty fliegt wieder
Kategorien: Japan, News
In der Zeitschrift Business Traveller habe ich eine gar nicht businessrelevante Neuigkeit entdeckt: die taiwanische Airline EVA Air hat ihre Hello-Kitty-Jets wieder in Betrieb genommen!
Im Jahre 2006 war ich zuletzt mit einer Kitty-Maschine von Tokyo nach Taipei gereist, danach verschwanden die Kitty-Jets für ein paar Jahre von der Bildfläche. In einem der ersten ebookers.ch-Beiträge hat meine Kollegin Andrea über das Hello-Kitty-Fieber in Japan geschrieben. Kein anderer Text hat seither mehr Kommentare erhalten! Hier könnt ihr mit EVA ins Kitty-Paradies fliegen.