Udo Habermann

 

121 Artikel von Udo Habermann:

Kürzlich verbrachte ich mit meinem Freund M.G. ein Wochenende in Belgrad. Ich flog ihm nach und zusammen fuhren wir mit dem Nachtzug zurück nach Zürich. Doch ist es weder Belgrad, noch die Reise, worüber ich hier schreiben möchte. In Serbiens Hauptstadt eröffnete M.G. mir nämlich, dass dies seine erste Reise seit zehn Jahren ohne Kinder sei. Eine grosse Ehre, dachte ich mir. Einige Bräuche liessen sich aber nicht ganz abschalten und so landeten wir schliesslich auch im Zoo.

Familienferien. Foto: iStock; Andreas Rodriguez.

Es gibt viele Ratgeber, wie mit Kindern am besten zu reisen sei. Auch wir von ebookers.ch haben schon über dieses Thema berichtet. Doch mindestens so wichtig wie das “wie?” scheint mir das “wozu?” zu sein. Und da hatte M.G. eine schöne Idee: Sein ältester Sohn geht nämlich in eine multinationale (hat nichts mit Nestlé, dem multinationalen Konzern, zu tun…) Klasse, weshalb M.G. & Sohn sich zum Ziel gesetzt haben, während drei Jahren alle Heimatländer seiner MitschülerInnen zu besuchen!
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Von Udo Habermann am 8. Mai 2012 um 15.56 Uhr
Kategorien: Italien, Reiseberichte & Insider, Reisetipps

Das berühmte Prada-Logo. Foto: iStock; Massimo Merlini

Wie in meinem Post Genussreise nach Mailand angekündigt, erzähle ich euch heute die Geschichte über das Prada Outlet Center in Montevarchi in der Nähe von Florenz.

In meiner Jugend war ich begeistert von einem Buch namens “Erewhon”, ein utopischer Roman des englischen Schriftstellers Samuel Butler. Erewhon ist ein Anagramm von nowhere (utopia eben), ähnlich wie George Orwell für seinen 1948 geschriebenen Roman den Titel 1984 gewählt hat. Butler setzt Grossbanken mit Kirchen gleich, in denen Geldgeschäfte wichtiger sind als Gottesdienste. Die Transaktionen vom Betreten des Prada Outlets bis zur Ankunft in Zürich kamen auch mir vor wie eine perfekt durchorchestrierte Zeremonie.

Space – so heisst das Outlet Center – öffnet unter der Woche um halb elf. Die meisten Kunden sind jedoch schon früher dort und ziehen, ähnlich wie bei der Schweizer Post, ein Nümmerchen. Das ist wichtig, um in der ersten Gruppe (Nummern 1 – 100) in die Verkaufshalle gelassen zu werden. Als wir um 10 Uhr ankommen, ist der Parkplatz schon ziemlich voll. Einige Kunden sind sogar mit Taxis aus Florenz angereist.
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Von Udo Habermann am 16. April 2012 um 8.00 Uhr
Kategorien: Reiseberichte & Insider, Sri Lanka

Ende Januar verbrachte ich knapp eine Woche im Südwesten der Insel Sri Lanka, die mit 65.610 km² ungefähr 1.5 mal so gross ist wie die Schweiz, aber fast dreimal soviel Einwohner hat. Unsere Reise begann in einem luxuriösen Hotel in der Hauptstadt Colombo. Da wollten wir uns schon mal von den Strapazen vor-erholen, die wir erwarteten.

Am ersten Tag organisierten wir in einem der zahlreichen Travel Offices unsere Rundreise mit Chauffeur. Wichtig: genügend Englischkenntnisse. Wir entschieden uns für folgende Tour: Unawatuna (zwei Nächte), Nuwara Eliya (eine Nacht) und Kandy (eine Nacht). Je nach Reisebüro, Standard der Hotels, des Autos und des Fahrers sowie je nach Länge der Reise und Verhandlungsgeschick kostet diese Art der Fortbewegung um die 60 bis 100 Dollar pro Tag. Das Trinkgeld wird separat bezahlt. Individuell per ÖV ginge es billiger, doch wir standen ein wenig unter Zeitdruck.(Fotos zur Vergrösserung einfach anklicken.)

Bevor wir aufbrachen, erkundeten wir Colombo. Wir wanderten an der Strandpromenade entlang und taten uns an den dort angepriesenen Snacks gütlich. Wir besuchten einige Museen, von denen mir das Nationalmuseum am besten in Erinnerung geblieben ist. Und dazwischen stärkten wir uns im “Gallery Café”, einem sehr schönen Café, das jedoch – wenn man einmal drin ist – ebenso gut in Buenos Aires oder Sydney liegen könnte.
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Von Udo Habermann am 12. April 2012 um 8.10 Uhr
Kategorien: Reiseberichte & Insider, Weissrussland

Die Tante am Bahnschalter kriegte sich kaum mehr ein vor Lachen: da wollen diese beiden Touristen tatsächlich von Minsk aus nach Brest fahren und am gleichen Tag wieder zurück! Dabei dauert die Hinfahrt allein schon fast vier Stunden.
Doch Udo und sein Cousin H.H. hatten einen Plan – und der hiess “Tagesausflug zur Brester Heldenfestung“. Am Bahnhof in Brest angekommen, herrschte einmal Konfusion. Wo ist der Informationsschalter? Wo fährt der Bus? Keine Ahnung! Ab an den Taxistand. Doch keiner versteht Englisch! Also ist unser gebrochenes Russisch gefragt. Ein einziger Fahrer traut sich schliesslich und ruft per Handy eine Bekannte an. You like see Fortress only? We have nice park also, you want not see? There you can meet our Bison!

Die Kommunikation mit dem Taxifahrer lief vor allem über Hände und Füsse. Beim Eingang zur Festung wies er uns an, eine Uniform anzuziehen und darin vor einem Panzer zu posieren. Gesagt, getan. Was uns erst danach dämmerte: im Preis inbegriffen war das Tragen der Uniform während des ganzen Parkbesuchs. Unzählige Male wurden wir von einheimischen Eltern gebeten, mit ihren Kindern in der Mitte zu posieren.

Die Festung war riesig und die Skulpturen gigantisch. Die Brester Festung ist eine von nur 13 Orten in der gesamten Ex-Sowjetunion, welche die Ehrbezeichnung Heldenstadt tragen darf.


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Von Udo Habermann am 11. April 2012 um 15.30 Uhr
Kategorien: Reisetipps, Web-Tipps

Wenn es um Sicherheit auf Reisen geht, kann man zwei Webseiten gar nicht oft genug erwähnen: die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) sowie die reisemedizinische Beratung von safetravel.ch.
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Von Udo Habermann am 11. April 2012 um 9.00 Uhr
Kategorien: Reiseliteratur

Da hab ich mir wieder mal eine knifflige Aufgabe aufgehalst: die Rezension eines Buches, das ich gar nicht gelesen habe… Apropos Rezension: in jungen Jahren schrieb ich für die von der Deutschen Industrie- und Handelskammer in Japan (DIHKJ) herausgegebene Zeitschrift “Japan Markt”. Einmal verfasste ich einen Artikel über eine weitere Brücke, die vom Festland aus zur Insel Shikoku gebaut werden sollte, mit dem Ziel, die Konjunktur anzukurbeln. Ich betitelte ihn mit “Brückenschlag gegen die Rezession”. Herausgekommen ist dann leider “Brückenschlag gegen die Rezension” – da wurde derselben wohl kein Schnippchen geschlagen und die Brücke schliesslich auch nicht. Doch zurück zu dem, worüber ich eigentlich schreiben wollte:
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Von Udo Habermann am 5. April 2012 um 9.00 Uhr
Kategorien: Japan, Reiseberichte & Insider

Der Kreis meines ersten auf diesem Blog veröffentlichten Textes schliesst sich schon bald. Mein Freund, der damals geheiratet hat, vermählt sich im Juni dieses Jahres zum zweiten Mal. Fast fünf Jahre sind’s her.

Ich freue mich aber nicht nur auf seine Hochzeit, sondern auch auf meine erste private Reise nach Japan seit ungefähr acht Jahren. Doch bis es soweit ist, muss zuerst noch die ganze Wahrheit zu vor fünf Jahren raus bzw. wie es dazu gekommen ist, dass ich nackt durch die Lobby des Hotels spaziert bin.

Ein Handtuch hätte schon genügt. Foto: iStock; Martti Salmela.

Es passierte nach der dritten Feier. Die ersten beiden Feiern waren gigantische Anlässe, jedoch ohne Alkohol. Nach der zweiten Feier war für die weniger Frommen unter den Gästen eine Bar reserviert worden. Dort floss dann der Alkohol in rauhen Mengen. Morgens um drei hatte ich aber genug und spazierte zurück zum Hotel. Zurück im Zimmer trank ich noch einen halben Liter Wasser und zog mich aus.
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Von Udo Habermann am 4. April 2012 um 9.00 Uhr
Kategorien: Italien, Reiseberichte & Insider

Erinnert Ihr Euch noch an Harry Haslers Bildungsreise nach Mailand? Ein Klassiker des Schweizer Cabarets.

Ebenfalls ein Klassiker ist Andreas Möllers Ausspruch vor seinem Wechsel zu Juventus Turin: “Mailand oder Madrid – Hauptsache Italien!”

Hat der Cisalpino nicht gerade Verspätung, erreicht man Mailand von Zürich aus in drei Stunden 41 Minuten. Wofür ist Mailand am bekanntesten? Für die Oper natürlich! Also ab in die Scala. Doch vor dem “Rosenkavalier” taten wir im benachbarten Trussardi noch etwas für unserer lukullischen Sinne. Das mag auf den ersten Blick komisch erscheinen, doch in Tokio gehe ich mit meinen Kunden auch zu Bulgari oder in der obersten Etage von Chanel essen.
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Von Udo Habermann am 30. März 2012 um 9.30 Uhr
Kategorien: Allgemein

…wär mein Vater Millionär. In meinen Fall müsste der Wenn-Satz in erster Linie heissen: Wenn die Zeit nicht so knapp wär, hätt’ ich geschrieb’n hier manches mehr. Wie viele Texte hatte ich mir vorgenommen, die bisher übers Entwurfsstadium nicht herausgekommen sind?
Oft hilft es bei solchen Sachen, sich Druck aufzubauen. Deshalb erwähne ich hier mal die fünf – aus schreiberischer Sicht – vernachlässigtesten Destinationen der letzten zwölf Monate. Vielleicht wird ja mal noch etwas daraus.

In den Strassen von Vilnius. Foto: B. Jäger-Dabek.

Es gibt übrigens auch das Gegenteil: zu Singapur und Bali hatte ich mir bereits Szenarien ausgedacht. Als ich dann aber auf unserem Reiseblog nach den entsprechenden Stichworten suchte, musste ich feststellen, dass die beiden Destinationen bereits sehr gut abgedeckt waren. Deshalb zum Ende noch einen Platitüde: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.

PS: Sollte tatsächlich noch etwas aus den angekündigten Einträgen werden, würden diese dann im Nachhinein – sozusagen als Abhak-Kontrolle – mit diesem Beitrag verlinkt werden.

Von Udo Habermann am 28. März 2012 um 14.15 Uhr
Kategorien: Reiseberichte & Insider

Vor über einem halben Jahr verbrachte ich mit meinem Cousin H.H. ein verlängertes Wochenende in Zypern. Manchmal ist es ein guter Test zu schauen, an was man sich nach einer gewissen Zeit noch erinnert und schliesslich über diese Dinge zu berichten. (Über die zeitlosen Highlights von Zypern hat meine Kollegin Brigitte ausführlich geschrieben.)

Zypern - 026
Foto: Flickr.com; Martin Hehl.

Meine Erinnerung an die Zypernreise beginnt beim Buchen. Hin- und Rückflug alleine waren recht teuer. Zuerst überlegten wir uns gar, irgendwoanders hin zu reisen. Doch dann ging uns ein Licht auf: Zypern buchen die meisten als Package! Also suchten wir auf ebookers.ch nach der Kombination Flug & Hotel, und plötzlich war die Reise bezahlbar.
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