56 Artikel in der Kategorie China.

Von Tamara Benz am 2. Mai 2012 um 15.00 Uhr
Kategorien: China, Reiseberichte & Insider

Die meisten Macao-Besucher kommen aus Hongkong für einen ein- oder zweitägigen Abstecher in die portugiesisch geprägte Stadt. Wir nahmen uns etwas mehr Zeit, nämlich drei Tage, und flogen direkt von Xiamen nach Macao.

Macao ist eine etwa 50 Kilometer westlich von Hongkong gelegene Sonderverwaltungszone China. Bis 1999 war sie portugiesische Kolonie. Heute gilt sie vor allem als eine Metropole des Glücksspiels. Kein Wunder, wird sie auch “Monte Carlo des Ostens” oder “Las Vegas des Ostens” genannt. Und so besuchten wir natürlich einige Casinos:

Grosse Unterhaltung

Doch ausser Zocken gibt’s in Macao noch einiges mehr zu tun. Wie wäre es zum Beispiel mit dem Besuch einer der unzähligen Shows?

Wir haben uns beispielsweise die Show “House of dancing water” im Casino “City of Dreams” angeschaut. Mit atemberaubenden Stunts und Akrobatikeinlagen wird die Legende eines Königreichs dargestellt. Wählt man einen Sitz in den vorderen Reihen, wird man garantiert nass. Die Show ist nicht ganz günstig – für die mittelteuren Plätze bezahlten wir CHF 100.- pro Person -, sie lohnt sich aber sehr.
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Von Tamara Benz am 12. April 2012 um 17.00 Uhr
Kategorien: China, Reiseberichte & Insider

Xi’an war fast 2‘000 Jahre lang die Hauptstadt Chinas. Schon im 7. Jahrhundert zählte sie zwei Millionen Einwohner und war damals die grösste Stadt der Welt. Ihre Blütezeit erlebte die Stadt während der Tang-Dynastie. Da die Stadt im Landesinnern liegt kann es im Sommer ziemlich heiss und im Winter unangenehm kalt werden.


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Xi’an hat unzählige Sehenswürdigkeiten zu bieten. Eine Übersicht:

  • Die wohl bekannteste davon ist die weltberühmte Terrakotta-Armee. Der erste chinesische Kaiser liess sich bereits zu Lebzeiten dieses gigantische Mausoleum mit tausenden Tonsoldaten errichten, die ihn nach dem Tod vor seinen Feinden beschützen sollten. Die Grabstätte wurde 1974 von Landarbeitern entdeckt. Sie ist eine der wichtigsten archäologischen Funde des 20. Jahrhunderts. Bisher wurden mehr als 3000 Soldaten und Pferde sowie mehr als 40.000 Waffen ausgegraben und restauriert, geschätzte weitere 5000 Figuren sind noch im Erdreich verborgen.
  • Die Stadtmauer von Xi’an ist die am besten erhaltene Chinas. Sie hat einen Umfang von knapp 14 Kilometern und umrundet die Altstadt. Vier Tore gewährten früher einen durch Zugbrücken geschützten Zugang zur Stadt. Eines der Highlights, welches die Mauer zu bieten hat, ist das Fahrradfahren darauf. Mit normalen Velos oder Tandems kann man über den holperigen Asphalt düsen, in knapp einer Stunde gelangt man wieder an den Ausgangspunkt.
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Von Tamara Benz am 3. April 2012 um 14.30 Uhr
Kategorien: China, Reiseberichte & Insider, Taiwan

Die zu Taiwan gehörende Inselgruppe Jinmen, auch Kinmen genannt, hat etwa 85‘0000 Einwohner, liegt rund zwei Kilometer vor der Küste Xiamens und besteht aus Gross- und Klein-Jinmen sowie aus 13 weiteren kleinen Inseln.

Kinmen ist von Xiamen aus mit der Fähre in knapp einer Stunde zu erreichen. Bei gutem Wetter kann man die Insel vom Festland aus sogar sehen. Da Taiwan nicht zu China gehört, benötigen Touristen wie ich ein China-Visum mit mehrmaliger Einreiseerlaubnis, um wieder zurück in die Volksrepublik reisen zu können. Für Kinmen selbst braucht man aber kein Visum.

Will man einen Tagesausflug auf die Insel machen, sollte man relativ früh am Morgen starten. Die erste Fähre von Xiamen läuft etwa 8 Uhr aus; die letzte geht um 18 Uhr zurück. Die paar Stunden dazwischen reichen, um zumindest die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Kinmens zu sehen.
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Von Tamara Benz am 15. März 2012 um 7.30 Uhr
Kategorien: China, Reiseberichte & Insider

Unsere erste chinesische Hochzeit!

Sie fing schon ziemlich ungewöhnlich an – denn eingeladen hat uns nicht etwa das Brautpaar, sondern der Chef unserer Kitesurfschule.

An einem Montagnachmittag war ich ein paar Stunden am Kitesurfen. Als ich gerade im Begriff war zu gehen, kam der Chef der Kitesurfschule und verkündete mir, dass wir für diesen Abend zu einer Hochzeit eingeladen seien. Eine Hochzeit an einem Montag und so kurzfristig ohne schriftliche Einladung? Na ja, andere Länder, andere Sitten!

Auf die Frage, was ich anziehen solle, zeigte der Kitesurflehrer auf seine Strandklamotten und meinte achselzuckend: “Egal, so wie ich jetzt angezogen bin, wir kommen ja direkt vom Strand!”
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Von Tamara Benz am 8. März 2012 um 14.30 Uhr
Kategorien: Allgemein, China, Reiseberichte & Insider

Was man bei einem Aufenthalt in Xiamen und Umgebung nicht verpassen sollte, ist der Besuch der “Tulou”. Das sind runde oder quadratische, grosse Erdbauten, in denen ganze Familienclans zusammenwohnen.

Sie wurden einst von den Hakka erbaut. Die Hakka gehören zu einer der acht Han-Chinesischen Volksgruppen und haben eine eigene Sprache. Ursprünglich stammen sie aus der Gegend um den Baikalsee in Sibirien. Nach mehreren Migrationsbewegungen haben sie sich in Südchina und später auch in anderen asiatischen Ländern und Übersee angesiedelt. Hakka bedeutet im Chinesischen “Gäste”. Heute gibt es weltweit über 60 Millionen Hakkas.

Bekannt sind vor allem die runden Erdhäuser der Hakka im Kreis Yongding in der Provinz Fujian. Sie haben meist drei bis fünf Stockwerke und beherbergen bis zu etwa 800 Personen. Im ersten Stock befinden sich Küche und Essräume, der zweite dient als Lager und im dritten, vierten und fünften Stock sind die Schlafzimmer. (Fotos zur Vergrösserung einfach anklicken.)

Als Verteidigungsbauwerke besitzen die Tulou nur wenige Fenster in den oberen Stockwerken und nur einen einzigen Eingang. Die Räume befinden sich rund um einen grossen Innenhof, der als Gemeinschaftshalle dient. Die Dächer sind mit Ziegeln gedeckt und besitzen überhängende Traufen. In der Mitte befindet sich die Ahnenhalle, die von allen Bewohnern für Hochzeiten, Begräbnisse und andere Festlichkeiten genutzt wird.
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Von Tamara Benz am 16. Februar 2012 um 8.20 Uhr
Kategorien: China, Reiseberichte & Insider

Das Laternenfest, auf Chinesisch “Yuanxiaojie” genannt, ist ein traditioneller chinesischer Feiertag, der das 15-tägige Neujahrsfest abschliesst. Es fällt jeweils auf einen Tag des Vollmonds – was auch erklärt, warum das Fest “Yuanxiao” heisst. Das Wort “Yuan” bedeutet “Kreis” oder “Zusammentreffen” und “Xiao” steht für “Abend”. Das Laternenfest ist also ein Fest am Vollmondabend, bei dem Familien, Verwandte und Freunde zusammenkommen. Dieses Jahr war es am 6. Februar soweit.

Zum Laternenfest werden in China landesweit Laternenausstellungen veranstaltet. Laternen sämtlicher Farben, Formen und Muster sind dann zu sehen. Beliebt sind Darstellungen von Tierkreiszeichen, symbolträchtigen Tieren, Pflanzen und Fabelwesen oder Szenen aus Legenden. Als Materialien werden lackiertes Holz, Perlmutt, Pergament, Papier und Horn verwendet.
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Von Tamara Benz am 8. Februar 2012 um 10.15 Uhr
Kategorien: China, Reiseberichte & Insider, Tibet

Seit ich den Film “Sieben Jahre in Tibet” gesehen habe, war es mein Traum, einmal an diesen Ort zu reisen. Er hatte für mich immer etwas Mystisches und Unerreichbares an sich. Doch so unerreichbar ist Lhasa ja heute nicht mehr. Schon gar nicht, wenn man, wie ich, in China lebt. Nach ein paar Flugstunden ist man schon in dieser sagenumwobenen Stadt.
Bei der Ankunft spürten wir deutlich, dass wir uns auf ca. 3600 Meter über Meer befinden: Die Luft ist dünner, das Atmen fällt einem schwerer, auch die Temperatur ist markant niedriger. Ich fühlte mich aber sofort heimisch, da mich das Klima ein wenig an jenes der Schweizer Berge erinnerte.
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Von Tamara Benz am 23. Januar 2012 um 7.02 Uhr
Kategorien: China, Reiseberichte & Insider

Etwa zwei Wochen vor dem Fest liefen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren. Rote Blumen säumen seitdem die Alleen und Häusereingänge, Lampions hängen an den Fassaden oder in Bäumen, und überall sieht man Flaggen. Heute nun beginnt es: das chinesische Neujahrsfest!

Es wird auch als “Frühlingsfest” oder “Mondneujahr” bezeichnet und leitet nach dem chinesischen Kalender das nächste Jahr ein: diesmal steht es im Zeichen des Wasserdrachens.

Alle sind auf den Beinen. Millionen von Menschen reisen per Zug, Bus, Flugzeug oder Auto quer durch das Land der Mitte. Für viele Chinesen, die in den Städten arbeiten, ist es die einzige Möglichkeit, ihre Familien auf dem Land zu besuchen.(Fotos zur Vergrösserung bitte anklicken.)

Neujahr ist die wichtigste Feierlichkeit in China. Offiziell gibt es drei freie Tage für die Bevölkerung, die Feierlichkeiten dauern aber bis zum 15. Tag des neuen Jahrs und enden mit dem Laternenfest. Gefeiert wird übrigens nicht nur in China, sondern auch in Taiwan, Korea, Vietnam, der Mongolei und in den Chinatowns vieler anderer Länder. Tibeter begehen das Neujahrsfest einen Monat später.
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Von B. Jäger-Dabek am 31. Dezember 2011 um 9.00 Uhr
Kategorien: China, Deutschland, Grossbritannien, Japan, Österreich, Russland, Spanien, USA

Andere Länder, andere Sitten – das gilt auch für die Neujahrsbräuche und Silvestertraditionen. Es beginnt schon damit, dass Neujahr nicht überall auf Erden am 1. Januar gefeiert wird. Das liegt an den verschiedenen Kalendersystemen, die auf der Welt in Gebrauch sind. Keinesfalls überall und in allen Religionen gilt unser Gregorianischer Kalender.

Neujahrsfreude in Moskau. Foto: Keystone; Sergey Ponomarev.

Juden und Muslime  haben keinen festen Neujahrstag. Der jüdische Mondkalender und der islamische Kalender, der nach Mondjahren zählt, wird jeweils für religiöse Feste genutzt und führt auch zu einer eigenen Zeitrechnung, während der Alltag vom Gregorianischen Kalender geordnet wird. Die Zeitrechnung der Iraner und Afghanen läuft nach Sonnenjahren. Das Neujahrsfest Norouz findet dort zum Frühlingsbeginn statt. In den GUS-Ländern, den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion, gilt für die traditionellen Feste der Julianische Kalender. Danach findet Weihnachten erst nach Silvester statt, am 7. Januar. In grossen Teilen  Asiens ist Neujahr am ersten Neumond  zwischen dem 21. Januar und dem 21. Februar.

Und so feiert die Welt:

Deutschland: In Deutschland beliebt sind Fisch oder Speisen aus Schweinefleisch. Glücksschweine werden geschenkt, oft aus Schokolade, gern auch aus Marzipan. Das private Feuerwerk ist ein Muss. Getrunken werden neben Bier oder Wein auch gern Bowlen, besonders die Feuerzangenbowle, Punsch oder Grog. Danach gibt es Berliner Pfannkuchen als süsses Intermezzo. Besinnlichere Traditionen wie das Bleigiessen stehen den beliebten Silvesterbällen gegenüber. Oft trifft man sich an grossen Plätzen der Stadt, in Berlin etwa vorm Brandenburger Tor.
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Von Tamara Benz am 20. Dezember 2011 um 8.10 Uhr
Kategorien: China, Reiseberichte & Insider

Tamara Benz, Jahrgang 1983, ist in Davos geboren und aufgewachsen, ehe sie für sieben Jahre nach Brugg zog. Dann ging ihre Reise weiter: Seit kurzem lebt sie nun in China. Ihr Freund hat hier einen Job als Expat in der Stadt Xiamen bekommen. Und sie will die Möglichkeit nutzen, Land, Leute und die Sprache kennenzulernen. Hier im Blog wird Tamara ab sofort einmal im Monat über ihr Leben in China berichten.

Als uns meine Eltern Mitte November in Xiamen besuchten und mir von der vorweihnachtlichen Stimmung in der Schweiz berichteten, fiel mir erst auf, dass ja bald Weihnachten ist und man davon hier gar nichts merkt. Die meisten Chinesen sind Buddhisten oder Taoisten und feiern keine Weihnachten. Ich kann mir Weihnachten hier auch irgendwie nicht vorstellen, da man in Xiamen noch oft im Bikini am Strand sitzen kann.

Auch als meine Eltern ankamen und es kühler und regnerischer wurde, wollte bei mir noch keine Weihnachtsstimmung aufkommen. (Nach ihrer Heimreise war der Himmel übrigens wieder tagelang strahlend blau!) Das einzig Weihnachtliche fand man in westlichen Restaurants, Hotels oder Läden: künstliche Bäume mit kitschigem Schmuck oder verzierte Fasaden mit Glitzerzeugs. Vor allem Starbucks wirbt mit seinen verzierten Christmas-Tassen und einer Weihnachtsedition an Kaffees und Weihnachtstees. Auch bei McDonald’s findet man Spuren weihnachtlichen Dekors. Aber sonst wähnt man sich eher in einem warmen Spätsommer in der Schweiz.
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