58 Artikel in der Kategorie China.

Von Rico Wyder am 9. Oktober 2009 um 8.00 Uhr
Kategorien: China, Reisetipps

Mit dem Zug komme ich in Qingdao an. Sogleich zieht es mich hinunter ans Meer. Qingdao hat während der Olympischen Spiele von Beijing 2008 die Segelwettkämpfe durchgeführt. Zu Recht muss ich fast schon sagen – denn wer sich von Beijing durch die industriellen, urbanen Zentren bewegt, ist froh in Qingdao die Brise des Gelben Meeres zu spüren. Qingdao ist definitiv eine Reise wert. Gut zwei Tage sollte man sich einplanen.

Bayrische Wurzeln

Im Jahre 1898 hatten deutsche Streitkräfte den Hafen von Qindao unter Kontrolle genommen. Qingdao wurde sodann vom chinesischen Kaiser für 99 Jahre unter die deutsche Obhut gestellt. Kurz darauf, 1903, wie könnte es anders sein, eröffnete die berühmte Brauerei, die heute in alle Welt das Tsingtao-Bier liefert.


Qingdao ist für sein Bier bekannt. Foto: Keystone; Elizabeth Dalziel.

Die Architektur ist manchenorts unverkennbar europäisch, wie mir gesagt wird, gar Bayrisch geprägt. Geht man zu Fuss durch Qingdao entdeckt man äusserst viel – vom historischen Bahnhof, über alte chinesische und alte europäische Bauten bis hin zu schönen, kleinen Design-Bars. Heute ist Qingdao einer der grössten Hafenstädte Chinas. Die Strände sind schön und lang. Die Stadt macht trotz rasanter industrieller Entwicklung einen sauberen, modernen und gleichzeitig kulturell wertvollen Eindruck.

Vom Kebab bis zum Fisch

In Qingdao bleibt kein Magen leer. Entlang der Strände gibt es überall schöne Restaurants. Ich bin kein Seafood-Esser und halte mich daher von Fisch und anderen Meerestieren fern. Seafood soll hier aber besonders gut sein. Ich begebe mich daher an die Taishan Lu, ein wenig weg vom Hafen, um im Meida’er Barbecue Restaurant den Lammkebab zu probieren. Die Taishan Lu kann nicht nur mit gutem Essen aufwarten, sondern auch mit spannendem Treiben auf den Strassen. Ich muss wohl nicht sagen, dass ein Tsingtao-Bier zum Essen fast Pflicht ist.

Verweilen oder weiter?

Verweilen: Wer noch Zeit hat, könnte sich auf dem 40 Kilometer entfernten Berg Lao begeben. Der Lao Shan ist ein taoistischer Rückzugsort mit Wasserfällen, Tempeln und guten Wanderrouten.

Weiter: Qingdao besitzt einen Flughafen, von dem Flüge in alle grösseren chinesischen Städte ausgehen. Ich machen mich per Flugzeug auf den Weg nach Shanghai.

Von Rico Wyder am 7. Oktober 2009 um 15.15 Uhr
Kategorien: China, Reisetipps

Startpunkt meiner Tour ist Beijing / Peking. Die chinesische Hauptstadt ist spätestens seit den Olympischen Spielen sicherlich jedem bekannt, und viele waren schon einmal da, haben die Grosse Mauer besucht und auch den Platz des himmlischen Friedens gesehen. Beijing alleine ist schon eine Reise wert. Beijing spielt in Bezug auf kulturelle und touristische Sehenswürdigkeiten in der Liga der ganz Grossen mit.

Die Hauptstadt Beijing

Es macht keinen Unterschied, ob man zwei Tage oder zwei Wochen in Beijing bleibt: die Ideen gehen einem nicht aus, was man sich noch anschauen könnte. Gleichzeitig ist die Breite an Sehenswürdigkeiten auch sehr beeindruckend.

Wenn ich mich auf wenige Schauplätze beschränken müsste, sozusagen das absolute Pflichtprogramm, dann wären das der Sommerpalast, der Platz des himmlischen Friedens inklusive der verbotenen Stadt und die chinesische Mauer. Für diese drei kulturell und historisch wertvollen Orte braucht man für die Besichtigung gut zwei Tage und ist danach schon ziemlich kaputt. Denn die Distanzen sind riesig in China. Vor allem in Beijing. Man läuft, steigt Treppen hinauf, schwitzt oder friert, je nach Jahreszeit, und ist ständig von Menschen umgeben. Doch die geballte Ladung an Geschichte, Kultur und Aussicht kompensieren die Mühen alleweil.

Was mir in Beijing auch immer gefällt (ich bin nun das dritte Mal hier), ist das Vogelnest und der Sonntagsmarkt (Panjiayuan). Wer andere Touristen treffen und ein wenig feiern möchte, der geht am besten zum Sanlitun im Chaoyang District.

Verweilen oder weiter?

Verweilen: Es gibt verschiedene Orte, wo man die chinesische Mauer besuchen kann (Badaling, Jinshanling, Juyongguan, Mutianyu, Simatai, usw.). Simatai ist mein Favourit, ist aber auch weit weg von der Stadt. Wer sich mehr Zeit für dieses historische Bauwerk nehmen will, der kann von Jinshanling nach Simatai eine Wanderung entlang und auf der Mauer machen. Für die 10 Kilometer braucht man in etwa vier Stunden.

Weiter: Von Beijing aus mache ich mich mit dem Zug auf den Weg ans Meer nach Tianjin. Tianjin ist auch eine Grossstadt mit Quartieren europäischer Architektur. Ich werde hier nur einige Stunden sein und mir den Hafen, die “Ancient Culture Street” und das Kloster anschauen.

Von Rico Wyder am 6. Oktober 2009 um 14.00 Uhr
Kategorien: China, Reisetipps

Der Grossteil der chinesischen Bevölkerung lebt entlang der Küsten – von der nordkoreanischen Grenze bis hinunter nach Vietnam. Von Beijing aus machte ich mich auf den Weg, die schönsten Orte Chinas Küsten zu besuchen. Die Reise ist für gut zweieinhalb Wochen ausgelegt und bietet überall noch Möglichkeiten, länger zu verweilen. Dies ist meine Route:

Route: Beijing > Tianjin > Qingdao > Shanghai > Hangzhou > Xiamen > Hong Kong > Macao


Reiseroute: Die reichen Küsten China’s auf einer größeren Karte anzeigen

Ein kleiner Travel Guide für all die, die gleich jetzt wegfliegen möchten:

Die Reise beginnt mit der Besichtung von Beijing im Norden. Die Stadt wird von vielen internationalen Airlines bedient. Um die chinesische Mauer und die Hauptstadt Chinas zu besichtigen, sollte man mindestens vier Tage einplanen. Danach nimmt man den Zug nach Tianjin. Die Stadt ist reich an chinesischer und europäischer Architektur. Im Zug entfernt man sich von der Küste, um ohne Zeitverlust zur Hafenstadt Qingdao zu gelangen. Mindestens zwei Tage sollte man in der Stadt verbringen, wo nicht nur das berühmte Bier herkommt, sondern auch deutsche Architektur zu bestaunen ist. Im Flugzeug geht es nach Shanghai und zum nahegelegenen Hangzhou, der Hauptstadt der Provinz Zhejiang.  Im Nachtzug fährt man nach Xiamen und Chongwu. Die Reise rundet sich ab im berühmten Hong Kong und im nahegelegenen Macao.

Von Claudia Lambrich am 16. September 2009 um 15.00 Uhr
Kategorien: China, News

Wer denkt, fällt der Name Hong Kong, an Wandern und Natur? Bestimmt die allerwenigsten. Denn die asiatische Metropole ist vor allem für ihre gigantische Skyline, ihre luxuriösen Hotels sowie ihre überdimensionierten Shoppingzentren bekannt. Wenige wissen, dass es in Hongkong ganze 21 Naturparks gibt, die immerhin 40 Prozent der Gesamtfläche ausmachen. Zudem wurde gerade das „Hong Kong Hiking Festival“ ins Leben gerufen:

Vom 3. bis 31. Oktober 2009 lässt sich bei zahlreichen Aktivitäten rund ums Wandern beispielsweise der berühmte MacLehose Trail entdecken. Der mit 100 Kilometern längste Wanderweg Hongkongs bietet verschiedene Schwierigkeitsgrade und durchzieht sowohl die raue, schroffe Ostküste wie auch die zentralen, grasbewachsenen Hügelketten und den westlichen Teil mit sanft geschwungenen Tälern.

Von Udo Habermann am 7. September 2009 um 14.30 Uhr
Kategorien: China, Reisetipps

Es muss im Herbst 2004 gewesen sein. Udo war noch nie auf Geschäftsreise, hatte noch nie zuvor einen Business-Class-Flug gebucht und ausser unter freiem Himmel noch nie in einem Hotel mit mehr als drei Sternen übernachtet. Wie verhält man sich in einer solchen Situation? Niemand hatte es ihm gesagt. Also vertraute er “Freund Zufall”. Ein konkreterer Freund hatte ihm vorher empfohlen, in Hong Kong ein Zimmer im “Mandarin Oriental” zu buchen.

Von der Metrostation “Central” aus fand Udo nach einigem Suchen schliesslich den Weg zum Hotel – zu Fuss. Denn Udo hatte auch noch nie zuvor in seinem Leben ein Taxi genommen, ohne dass ihn die Situation dazu gezwungen hätte. Also marschierte Udo, ohne einen Concierge an sein ohnehin spärliches Gepäck zu lassen, zur Rezeption, um einzuchecken. Eine Dame begleitete ihn daraufhin zu seinem Zimmer, in dem eine ganze Schulklasse hätte untergekommen können, und erklärte ihm dessen Funktionsweise.

Im Gespräch fand Udo heraus, dass die Dame auch Japanisch sprach. Wie er. So ein Zufall! Dann fand die Dame heraus, dass Udo aus Zürich kam. Dann fand Udo heraus, dass die Dame einen Freund in Zürich habe. Dann fanden beide heraus, dass es sich dabei um den gemeinsamen Freund handelt, der Udo das Hotel empfohlen hatte. Kann die Welt so klein sein? » weiterlesen

Von Rico Wyder am 20. August 2009 um 14.55 Uhr
Kategorien: China, Reisetipps

Ein wunderschönes Fest steht in China an: das Geisterfest. Heute, am 20. August, beginnt nämlich der Geistermonat. Wie die meisten chinesischen Feste richtet sich auch das Geisterfest nach dem Mondkalender und fällt meistens in den Monat August. Das Fest wird am 15. Tag des 7. Monates stattfinden (3. September). Es ist der Monat, an dem die Geister aus der Unterwelt entlassen werden, um sich zu vergnügen und zu essen. Klingt schräg? Als ich Shanghai wohnte, kam mir dieses Fest auch ein wenig seltsam vor. Doch bei den Geistern handelt es sich dem Glauben nach um diejenigen Vorfahren, welchen man nach ihrem Tod vergessen hat zu gedenken oder welche keine ordentliche Bestattung bekommen haben. Familien ehren deshalb auch Geister, welche unbeachtet bleiben, so dass die eigene Familie in Ruhe gelassen wird und kein Unglück aufzieht.

Für Touristen ist dieser Monat eine Augenweide: Viele Riten, Zeremonien und Aufführungen werden abgehalten. Die Chinesen feiern auf der ganzen Welt das Geisterfest, also nicht nur in China sondern auch in Malaysia, Singapur und sogar in Chinatown in New York. Auch in Japan wird es O-Bon-ähnlich gefeiert. » weiterlesen

Von Andrea Schmits am 12. Mai 2009 um 15.00 Uhr
Kategorien: China, Reiseberichte & Insider

Die Landschaft von Guilin ist eine der meistfotografierten und meistgemalten Landschaften Chinas und ziert das Cover so manchen Reiseführers. Sogar auf einer chinesischen Geldnote ist die Landschaft abgebildet. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.

Eine düstere Flussfahrt auf dem Li Guilin. Foto: Andrea Schmits

Eine düstere Flussfahrt auf dem Li Guilin. Foto: Andrea Schmits

Entstanden ist die atemberaubende Karsthügel-Landschaft durch jahrtausendelange Erosion abgelagerten Muschelkalks. Vor 300 Millionen Jahren erstreckte sich hier ein weites Meer, das seinen Boden nach dem Abfluss des Wassers den neuen Elementen aussetzte und einzelne Hügel, unterirdische Flüsse und Höhlen freigab. Fast jeder Karstkegel birgt Höhlen, in denen immer noch die Stalagtiten und die Stalagmiten wachsen. » weiterlesen

Von Andrea Schmits am 29. April 2009 um 15.00 Uhr
Kategorien: China, Reiseberichte & Insider, Reisetipps

Inlandsflüge
China hat drei grosse Fluggesellschaften: China Eastern Airlines, China Southern Airlines und China Airlines. Im Sicherheitsranking der 60 grössten Fluggesellschaften der Welt rangieren diese auf den Plätzen 32, 47 und – schluck – 58. Obwohl ich sehr gerne fliege, habe ich mich persönlich nie getraut, in eines dieser Flugzeuge zu steigen. Man sollte vorher eben nicht unbedingt Horrorberichte in Foren lesen über nicht befestigte Sitze, Schlägereien zwischen Bordpersonal und Passagieren und Lebensmittelvergiftungen von den Bord-Snacks. Dabei handelt es sich aber sicher um Ausnahmen.
Das Flugnetz ist im Grunde sehr gut ausgebaut, die Preise für Inlandsflüge variieren jedoch stark. Der endgültige Preis wird erst etwa zwei Wochen vor Abflug festgelegt.

Zugfahren
Sich mittels Zug von A nach B zu bewegen, lohnt sich am meisten, da man so auch noch etwas vom China “zwischen den Städten” sieht. Zudem ist es billig und definitiv ein Erlebnis – man muss aber auch die nötige Zeit mitbringen: Eine Fahrt dauert schnell über zwölf Stunden (Peking – Xi’an 14 Stunden; Xi’an – Shanghai 22 Stunden; Shanghai – Guilin 20 Stunden). » weiterlesen

Von Andrea Schmits am 15. April 2009 um 8.00 Uhr
Kategorien: China, Reiseberichte & Insider

Vor nicht allzu langer Zeit berichteten wir über Sehenswürdigkeiten, die man getrost auslassen kann. Was in dieser Liste fehlte, die unter anderem Stonehenge und den schiefen Turm von Pisa umfasst, waren meines Erachtens die Terrakotta-Krieger im chinesischen Xi’an. Während die Armee von den meisten Reiseführern als “Highlight jeder Chinareise” angepriesen wird, halten sie viele, die dort waren für überschätzt – mich eingeschlossen.

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Von Andrea Schmits am 19. Februar 2009 um 13.30 Uhr
Kategorien: China, Reisetipps

Ist man in Peking, kommt man am Tian’anmen-Platz nicht vorbei. Zum einen, weil der Platz sehr zentral gelegen ist – direkt vis-à-vis vom Kaiserpalast und damit der “Verbotenen Stadt” – und zum anderen, weil er Schauplatz des Tian’anmen Massakers von 1989 war, das die chinesische Regierung am liebsten aus den Geschichtsbüchern verbannen würde.

Tian'anmen Platz

(Foto: Keystone / Martin Rütschi)

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