17 Artikel in der Kategorie Indonesien.

Von Claudia Lambrich am 16. Juni 2009 um 7.30 Uhr
Kategorien: Indonesien, Reiseberichte & Insider

Für eine Bali-Reise sollte man sich unbedingt mit den lokalen Gepflogenheiten bekannt machen, auch wenn man nur einen Badeferien-Aufenhalt plant.

Die wichtigsten Regeln:

1. Bali ist ein Land des Lächelns. Wer aggressiv wird oder sich in der Öffentlichkeit streitet, verliert sein Gesicht. Auch als Reisende/r sollte man versuchen, bei Problemen im Hotel etc. ruhig zu verhandeln und immer freundlich zu bleiben.
2. Es ist verpönt, mit dem Finger auf jemanden zu zeigen.
3. Die linke Hand gilt als unrein, ebenso die Füsse. Also weder mit der linken Hand auf etwas zeigen, noch die Füsse auf einen Stuhl legen.
4. Bei Tempelbesuchen ist es zwingend, einen Sarong zu tragen. Manchmal ist es auch obligatorisch, eine Schärpe darüber zu binden. Dies gilt für Männer und Frauen.
5. Frauen, die ihre Periode haben, oder Menschen mit blutenden Verletzungen dürfen keine Tempel betreten, da Blut als rituelle Verunreinigung gilt.
6. Die wenigsten Preise sind fix. Es wird verlangt, dass man handelt. In den meisten Fällen macht der Verkäufer ein Angebot und tippt dieses in den Taschenrechner ein. Dann kann man als potentieller Käufer ein neues Angebot machen. Als Faustregel ist das neue Angebot etwa um die Hälfte günstiger. Indonesier finden es in Ordnung, wenn Touristen viel mehr bezahlen als Einheimische. Das kann jedoch manchmal recht anstrengend sein…

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Von Claudia Lambrich am 8. Juni 2009 um 7.30 Uhr
Kategorien: Indonesien, Reiseberichte & Insider

Balis Osten wird beherrscht vom majestätischen, 3142 Meter hohen Vulkan Gunung Agung. Er ist noch heute aktiv, allerdings ist er das letzte Mal 1963 ausgebrochen. Damals strömte die heisse Lava bis zu den zehn Kilometer entfernt liegenden Stränden, 1900 Menschen verloren bei dem Unglück ihr Leben. Trotzdem gehört ein Trekking zum Berggipfel zu dem Eindrücklichsten, was man auf Bali machen kann. Allerdings sollte man dies mit einem verlässlichen Führer tun, frühmorgens loswandern und genügend Flüssigkeit mitnehmen. Eine schöne Route führt von Besakih in sechs Stunden zur Vulkanspitze. Während der Regenzeit von Oktober bis Mai sind Besteigungen wegen gefährlicher Erdrutsche und angeschwollener Flüsse allerdings nicht möglich.

Der Muttertempel in Besakih. Alle Fotos: Claudia Lambrich (www.wortvoll.ch)

Der Muttertempel in Besakih. Alle Fotos: Claudia Lambrich (www.wortvoll.ch)

Damals, bei der Eruption, verpassten die heissen Lavaströme den Muttertempel Besakih nur um Haaresbreite. Für die gläubigen Hinduisten Balis war das ein Zeichen dafür, dass die Götter ihre Macht demonstrieren, nicht aber den heiligsten aller Tempel zerstören wollten.
Der Komplex aus 22 Tempeln auf drei Quadratkilometern ist nicht unbedingt ein besinnlicher Ort. Zunächst müssen dutzende von Strassenhändlern „umgangen“ werden, danach Berge von Abfall und streunende Hunde. Ich fühlte mich nicht allzu wohl in meiner Haut. Da dieser Tempel von sehr vielen Gläubigen besucht wird (Jeder Balinese muss mindestens einmal im Jahr nach Besakih; und immerhin gibt es drei Millionen Einwohner!), fühlt man sich ein wenig als Störenfried. Ich finde es nicht angebracht, Betende oder Trauernde zu begaffen. Unser Reiseleiter stufte meine Zurückhaltung allerdings als etwas übertrieben ein und meinte andauernd “Darf man Foto machen, darf man Foto machen!“…

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Von Claudia Lambrich am 1. Juni 2009 um 8.30 Uhr
Kategorien: Indonesien, Reiseberichte & Insider

Die Inselmitte Balis hat ein ganz eigenes Gesicht. Hier befinden sich die grossflächigen Reisterrassen und der üppige Dschungel, wo Bäume mit einer Höhe von 40 Metern keine Seltenheit sind. Auch das Klima unterscheidet sich ganz stark vom restlichen Teil der Insel. Während es an den südlichen und nördlichen Küsten auch abends noch sehr heiss und schwül ist, kann es im Insel-Innern empfindlich kühl werden.

Mein Lieblingsort in dieser Gegend ist Ubud. Das schmucke Dorf mit 18’000 Einwohnern lebt ganz klar vom Tourismus. Da es in Ubud keine Taxis gibt, bieten Dutzende von Geschäftstüchtigen Privattransporte an. Auch hier gilt: Handeln! Am schönsten ist jedoch ein Bummel der Monkey Forest Road entlang. Die Hauptstrasse ist gesäumt von Galerien, Handwerksgeschäften, Shops mit Surf- und Beachwear, von kleinen Cafés und Restaurants. Empfehlen kann ich das „Three Monkeys“ (Foto), ein idyllisches Café mit Fischteich, Open-Air-Bereich, aufmerksamen Angestellten und sehr gutem Essen.

Für ein Nacht-Essen lohnt sich das Lotus Lane, das ebenfalls an der Monkey Forest Road liegt. Wir mussten recht lange auf unser Thai Curry warten, aber dafür hat es umso besser geschmeckt.

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Von Claudia Lambrich am 22. Mai 2009 um 13.00 Uhr
Kategorien: Indonesien, Reiseberichte & Insider

Der Norden Balis ist rauer als der Süden. Die Strände sind weniger sandig, die Gegend wird dominiert von Bergketten und dem noch aktiven Vulkan Batur. Nichtsdestotrotz lohnt sich die Reise dahin, auch wenn sie wegen der kurvigen Strassen ziemlich lange dauert.

Die mit 100’000 Einwohnern zweitgrösste Stadt auf Bali ist Singaraja. Bereits 1846 wurde sie von den Niederlanden kolonisiert, seit mindestens 1’000 Jahren liefen chinesische Dschunken ihren Hafen an. Das hat seine Spuren hinterlassen – die Architektur der Häuser und Tempel, die Tänze, die verschiedenen Ethnien; sie sind einzigartig auf Bali.

Lovina, in den 70er- und 80er-Jahren Geheimtipp für Hippies und Rucksacktouristen, rühmt sich einer Besonderheit: Hier kann man mit Delfinen schwimmen. Wer keine Lust auf touristische Attraktionen hat, kann Lovina aber getrost auslassen. Viel gibt es sonst nämlich nicht zu sehen.
Was man hingegen auf keinen Fall verpassen darf, ist Pura Ulun Danu Bratan. Der Tempel auf einer Insel im Bratan-See ist der Seegöttin Dewi Danu geweiht. Da hier häufig regnerisches Wetter herrscht, entstehen mystische Stimmungen: Plötzlich tauchen Tempeltürme aus dem Nebel, und ganz unverhofft erkennt man das Ufer des Bratan-Sees. Wunderschön!

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Von Claudia Lambrich am 15. Mai 2009 um 15.30 Uhr
Kategorien: Indonesien, Reiseberichte & Insider

Seit langer Zeit schon spielte ich mit dem Gedanken, einmal die “Insel der Götter” zu besuchen, um mir selbst ein Bild über Bali zu machen. Denn die Meinungen über die Insel im Indischen Ozean könnten unterschiedlicher nicht sein: Die Einen schwärmen in höchsten Tönen von Bali und verbringen dort jedes Jahr ihre Ferien. Die Anderen erzählen, sie hätten am liebsten ihren Fuss gleich wieder ins Flugzeug gesetzt und wären zurückgeflogen. Um es vorweg zu nehmen: Ich gehöre zum Mittelmass. Mir hat Bali zwar sehr gut gefallen, doch jedes Jahr würde ich nicht hinfliegen (schon wegen der unendlich langen Anreise).

Unsere Tour führte uns kreuz und quer über die Insel. Da die Verkehrssituation mitunter sehr prekär sein kann, ist es empfehlenswert, einen Chauffeur und/oder Reiseleiter zu buchen. Fussgänger, Autos, LKW, Mofas, Velos, Hühner, Katzen und Hunde die Strassen (und zwar in allen Richtungen) bevölkern die Strassen, und die Beschilderungen sind sehr dürftig, so dass man sich als Ortsunkundiger zwangsläufig verirrt. Wir haben also einen Fahrer und einen Guide gebucht, die uns fast die gesamte Insel gezeigt und uns die hinduistische Religion und Kultur näher gebracht haben.


Gestartet sind wir im Süden der Insel, in Nusa Dua. Die ersten drei Tage verbrachten wir im “Nusa Dua Beach Hotel & Spa”. Das Meer auf der Ostseite der Insel ist im Gegensatz zur Westseite (Kuta, Legian, Seminyak) sehr ruhig und eignet sich auch bestens für Familienferien. » weiterlesen

Von Gabriela Rolli am 29. April 2009 um 9.30 Uhr
Kategorien: Indonesien, Reisetipps

Bukit Lawang, ein Dorf in Nordsumatra, ist ein sicherer Wert für Leute, die einmal einen Orang-Utan in freier Natur sehen wollen.

Regen giesst von den Dächern, und der Pfad vor unserem Bungalow wird bald zu einem reissenden Fluss. Nichts Besonderes während der Regenzeit in Sumatra. Wir reisen zu viert und sind soeben in Bukit Lawang angekommen, wo wir, wie jeder andere Tourist auch, freilebende Orang-Utans zu sehen bekommen wollen. Private Touristenführer gibt’s hier wie Sand am Meer, und so ist kurz nach unserer Ankunft alles für den morgigen Abenteuerausflug in den Dschungel mit einer Übernachtung in Zelten gebucht. Gegen acht Uhr in der Früh treffen wir unseren Guide am Rande des tropischen Waldes, der diesen kleinen Ort umgibt. Wir beginnen sogleich mit dem Aufstieg. Mit uns laufen noch vier weitere Einheimische, die, mit Rücksäcken und riesigen Pneus beladen, an uns vorbei eilen. Nach nur kurzer Zeit sind sie mit samt ihrem Gepäck nicht mehr zu sehen. » weiterlesen

Von Claudia Lambrich am 20. April 2009 um 15.30 Uhr
Kategorien: Indonesien, News

Die Regenzeit in Bali ist vorbei, bald dürften wieder Tausende Touristen auf die indonesische Trauminsel verreisen. Rechtzeitig zur Hochsaison warnt das Deutsche Centrum für Reisemedizin (CRM) vor jeglichem Kontakt mit streunenden Hunden. Gemäss Dr. Tomas Jelinek, Wissenschaftlicher Leiter des CRM, seien seit Ende vergangenen Jahres schon neun Menschen nach einem Hundbiss an Tollwut gestorben. Da der Erreger nicht nur durch einen Biss, sondern bereits durch den Kontakt mit dem Speichel eines erkrankten Hundes übertragen werden kann, sollte dieser konsequent vermieden werden.