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26 Artikel in der Kategorie Japan.
Bald olympisch? World Latte Art
Kategorien: Japan, Länder, Reisetipps, Schweiz
Pünktlich zum Auftakt der Olympischen Spiele in London widme ich mich einer weit erholsameren Disziplin: dem Latte Macchiato Trinken. Meine Beziehung zu Kaffee sieht folgendermassen aus: ein Leben lang musste ich mir anhören, dass ich Kaffee dann schon mal mögen werde, wenn ich älter werde. Die Realität: ich trinke ihn zwar, doch mögen tu ich ihn immer noch nicht. Eine Kaffeemaschine habe ich noch nie besessen, Milch steht auch selten in meinem Kühlschrank. Früher bei den Grosseltern musste ich am Vormittag verdünnten Kaffee (à la Kaffee Luz, aber ohne Träsch) und am Abend zum Essen eine Tasse Milchkaffee trinken. Beides hatte noch Zichorie drin und enthielt mehr Wasser, bzw. Milch als Kaffeebohnenextrakt.
Alles änderte sich mit dem Aufkommen von Latte Macchiato. Als Nichtraucher bleibt zum informellen Netzwerken in der Geschäftswelt fast nur noch die Kaffeepause. Doch Kaffee aus der Büromaschine mochte ich nun wirklich nicht. Da nahm mich vor ein paar Jahren ein Kommilitone nach dem Mittagessen in der Kantine mit ins Nocciolina am Bleicherweg in Zürich – eigentlich der Amaretti wegen, welche die Konditorei Caredda dorthin liefert. Und ins Caredda gehe ich am Wochenende immer frühstücken. Seit dieser Episode ist das Nocciolina mein Stammcafé und Latte Macchiato der Kaffee meiner Wahl.
Da ich oft in Tokyo bin, habe ich seither auch dort mein Stammcafé, nämlich Streamer Coffee Company in Shibuya. Der dortige Besitzer und Barista, Hiroshi Sawada, war im Jahr 2008 der erste Asiate, der an der “Free Pour Latte Art Championships” in Seattle Weltmeister in Latte Art wurde. Wer sein Japanisch testen möchte, schaue sich dieses Video über ihn an. Wer selbst an den nächsten Weltmeisterschaften teilnehmen möchte, muss sich aber beeilen, denn diese finden im August in Seoul statt. Wie beim Boxen gibt es jedoch auch in der Welt von Latte Art verschiedene Verbände und Wettbewerbe.
Der letzte Kaffeeschrei hat aber weniger mit Latte Art zu tun, sondern ist die erste Text-Enabled Espresso Machine der Welt. Das englische “Text-Enabled” hat hier zwei Bedeutungen, doch schaut selbst…
Übrigens, irgendwo habe ich einmal gelesen, Latte Macchiato sei eine kreative Verkaufsstrategie, um erwärmte Milch mit einem Sprutz Kaffee überteuert zu verkaufen. Billig ist der ganze Spass sicher nicht. Den Höhepunkt habe ich jedoch in angelsächsischen Ländern angetroffen, wo ganz wenig Milch geschäumt wird und für kleine Kinder als “Babycino” angeboten wird. Und das für volle zwei Dollar!
FPMO oder doch lieber RVML?
Kategorien: Japan, Länder, Reisetipps, Thailand
Ich liebe gutes Essen. Und ich liebe es, in guten Restaurants ab und zu unvernünftig viel Geld auszugeben. Während des Essens zu sprechen, das mag ich gerne, doch übers Essen sprechen nicht besonders. Beim Fliegen spielt das Essen eine wichtige Rolle. Es ist allgemein bekannt, dass Airlines die Pro-Kopf-Kosten für Food und Beverage extrem tief halten. Billigairlines wälzen die Kosten sogar ganz auf die Passagiere über, bzw. verdienen daran noch. Trotzdem versuchen zahlreiche Fluglinien, sich über die Mahlzeiten und Getränke zu differenzieren.
Welche Emotionen löst Flugzeugessen bei euch aus? Ich stand diesem bisher immer recht gleichgültig gegenüber. Meistens kaufte ich vor dem Flug etwas Leckeres, worauf ich gerade Lust hatte. Es nervte mich, einen meiner besten Freunde (Pilot) dauernd über Flugzeugessen sprechen zu hören. Diese Einstellung änderte sich letzthin auf einem Flug von Zürich nach Bangkok: Der Sessel neben mir am Notausgang blieb frei und ich freute mich auf eine angenehme Reise, als kurz vor dem Türeschliessen völlig verschwitzt mit riesigem Handgepäck mein Sitznachbar hereinplatzte. Fürs Gepäckaufgeben kam er zu spät an und suchte darauf vergeblich die Passkontrolle, denn der Flughafen Zürich hatte kurz zuvor das Regime geändert und lotst seither alle Passagiere zuerst einmal durch den Security Check. Die Passkontrolle folgt je nach Destination erst danach.
Beim Servieren stellte sich heraus, dass mein Sitznachbar ein “Low Fat” Special Menu bestellt hatte. Er mache das immer so, denn das Flugzeugessen sei nicht wirklich ein Festmahl, wobei ich ihm beipflichtete. Also nahm ich mir vor, von nun an ebenfalls Special Meals zu bestellen. Beim Buchen auf ebookers.ch wird man auch immer danach gefragt.
Seinem Beispiel folgend entschied ich mich für Low Fat, doch so einfach, wie ich mir das vorgestellt hatte, funktionierte es nicht. » weiterlesen
Wenn der Mietwagen die halbe Miete ist
Kategorien: Japan, Mexiko, Reiseberichte & Insider, Reisetipps, Thailand
In fremden Ländern nehme ich – wie daheim – am liebsten den Zug. Doch an vielen Destinationen und auf zahlreichen Strecken muss man froh sein, überhaupt ein öffentliches Verkehrsmittel vorzufinden, das diesen Namen verdient. Eine praktische Lösung für mehr Bewegungsfreiheit bietet der Mietwagen. Diese Freiheit wird jedoch oft durch tiefe Geschwindigkeitslimiten eingeschränkt.
Und welche Temposünder sind im Ausland wohl die beliebtesten Opfer? “Natürlich die finanziell potenten Ausländer im Mietwagen!”, könnte man meinen, doch dem ist nicht immer so. Denn oft ist der Mietwagen ein Bonus, wenn es um das Ausstellen, bzw. das Verzichten der Busse geht. Es geht ja um den Ruf des Landes, das man als Ordnungshüter repräsentiert.
Auf allen Kontinenten wurde ich mindestens schon einmal geblitzt (dafür in der Schweiz noch nie). Am meisten Respekt hatte ich dabei in Mexiko: Ein Polizist wie aus einem Hollywoodfilm – dicker Bauch, Schnauz, Sonnenbrille – tritt an unser Auto heran. Man hat ja schon viel von solchen Zwischenfällen gehört, da geht einem einiges durch den Kopf. Doch siehe da, während ich im Stillen bereits den fälligen Dollarbetrag kalkuliere, meint es der Polizist gut und lässt uns mit einer Ermahnung weiterfahren. Ob er wohl gerade von einer Schulung gekommen ist, in der vermittelt wurde, wie das Image des Landes als Tourismusdestination aufpoliert werden kann?
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Hello Kitty fliegt wieder
Kategorien: Japan, News
In der Zeitschrift Business Traveller habe ich eine gar nicht businessrelevante Neuigkeit entdeckt: die taiwanische Airline EVA Air hat ihre Hello-Kitty-Jets wieder in Betrieb genommen!
Im Jahre 2006 war ich zuletzt mit einer Kitty-Maschine von Tokyo nach Taipei gereist, danach verschwanden die Kitty-Jets für ein paar Jahre von der Bildfläche. In einem der ersten ebookers.ch-Beiträge hat meine Kollegin Andrea über das Hello-Kitty-Fieber in Japan geschrieben. Kein anderer Text hat seither mehr Kommentare erhalten! Hier könnt ihr mit EVA ins Kitty-Paradies fliegen.
Wo Bäume in den Himmel wachsen
Kategorien: Japan, Länder, Reisetipps
“Wie hast Du denn das geschafft?”, lautete der Kanon der meisten JapanerInnen, wenn ich ihnen sagte, dass ich Tickets für den Sky Tree ergattern konnte. Dabei war alles ganz einfach. Der Tokyo Sky Tree ist mit 634 Metern der höchste Fernsehturm der Welt.
Am 27. Juni 2012 um 11.30 Uhr, gut einen Monat nach der offiziellen Eröffnung, werde ich selbst auf den “Himmelsbaum” fahren. Vor ca. zwei Wochen habe ich online für je 30 Franken (2500 Yen) zwei Tickets bestellt. In der Presse lassen die Betreiber gerne verlauten, wie beliebt ihr Sky Tree sei, doch konnte ich zum Zeitpunkt meiner Reservation noch für jeden Tag im Juni Tickets reservieren. Anderswo wiederum hiess es, man benötige eine japanische Kreditkarte, doch wurde meine Schweizer Karte ohne Weiteres akzeptiert. Der einzige Haken: die Reservationsmaske gibt es gegenwärtig erst in japanischer Sprache.
Die Kollegen vom Asienspiegel haben ein ganzes Dossier über die Entstehung des Sky Tree angelegt, wo man dessen Entstehungsgeschichte Beitrag für Beitrag mitverfolgen kann. 634 Meter hoch ist das neue Wahrzeichen von Tokyo schliesslich geworden. Der Clou dabei: diese Zahlenfolge kann auf Japanisch als “Musashi” ausgesprochen werden. Genau so lautet der Name einer alten Provinz, welche das Gebiet des heutigen Tokyo und der umliegenden Präfekturen Saitama, Kanagawa umfasste. Solche Wortspiele sind im Japanischen äusserst beliebt. Diese hier benütze ich selbst am häufigsten: 39 & 4649. (Was das heisst, könnt ihr hier selbst in Erfahrung bringen. Viel Spass beim Knobeln!)
Burger-Plausch im Flugzeug
Kategorien: Japan, Länder, News
Am 25. Mai 2012 verkündete JAL, dass sie die Zusammenarbeit mit Mos Burger wieder aufnehmen! Meine Kôhai waren mit ihrem Bericht jedoch schneller – die Lektüre auf Asienspiegel macht Gluscht auf mehr. Mit JAL war ich zuletzt im Sommer 2005 nach Tokyo geflogen, um die Expo in Nagoya und das Fuji Rock Festival zu besuchen – womit ein kleiner Kreis sich schliesst. Denn seither bin ich nicht mehr privat nach Japan gereist – bis jetzt.
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Leuchtkalmare in Japan
Kategorien: Japan
Auf verschiedenen Platformen im Internet bin ich immer wieder auf diese Bilder gestossen. Quallen an der Küste Japans leuchten blau in die Nacht hinein. Manche Seiten sprachen (offensichtlich irrtümlich) von Folgen der Radioaktivität. Ich wollte diesem Phänomen nachgehen und wurde fündig: Die Firefly Squid, zu Deutsch Leuchkalmare, gibt es an vielen Orten im Gelben Meer. Doch nirgends tritt die Tintenfischart so schön in Erscheinung wie in der Bucht von Toyama.
Mit Licht locken sie im Dunkeln ihre Beute an. Für uns Touristen wird diese Beutetaktik zum Naturspektakel, wenn die Tierchen an die Oberfläche kommen. Laut dem Blog “Pinktentacle” kann man im Hafen von Namerikawa noch bis zum 7. Mai ein Touristenboot nehmen, um die Leuchtkalmare zu beobachten.
Die ungewöhnlichsten Pisten
Kategorien: Grossbritannien, Japan, Reisetipps, Spanien
Durch die Luft kommt man fast überall hin auf der Welt. Doch nicht immer ist es einfach, einen Flughafen zu bauen. Manchmal ist kein Platz da, manchmal sind die geographischen Gegebenheiten schwierig, und ab und zu kommen auch die Grossstädte in den Weg. Ich habe mich einmal daran gemacht, einige der beeindruckendsten Pisten zusammenzutragen.
Kansai International Airport
Foto: Tdk / CC 3.0
Der japanische Flughafen ist eine der grössten architektonischen Leistungen im Flughafenbau. Die Geschichte rund um den Bau ist lang und spannend. Am Ende ist ein Flughafen auf dem Wasser entstanden, der dem Hongkong International Airport ein bisschen die Show stiehlt.
Barra Airport in Schottland
Foto: Canthusus / CC 3.0
Mein absoluter Favorit der skurrilsten Pisten liegt in Schottland. Die Piste ist einzigartig, da diese bei Flut verschwindet.
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Nackt in der Hotellobby
Kategorien: Japan, Reiseberichte & Insider
Der Kreis meines ersten auf diesem Blog veröffentlichten Textes schliesst sich schon bald. Mein Freund, der damals geheiratet hat, vermählt sich im Juni dieses Jahres zum zweiten Mal. Fast fünf Jahre sind’s her.
Ich freue mich aber nicht nur auf seine Hochzeit, sondern auch auf meine erste private Reise nach Japan seit ungefähr acht Jahren. Doch bis es soweit ist, muss zuerst noch die ganze Wahrheit zu vor fünf Jahren raus bzw. wie es dazu gekommen ist, dass ich nackt durch die Lobby des Hotels spaziert bin.
Es passierte nach der dritten Feier. Die ersten beiden Feiern waren gigantische Anlässe, jedoch ohne Alkohol. Nach der zweiten Feier war für die weniger Frommen unter den Gästen eine Bar reserviert worden. Dort floss dann der Alkohol in rauhen Mengen. Morgens um drei hatte ich aber genug und spazierte zurück zum Hotel. Zurück im Zimmer trank ich noch einen halben Liter Wasser und zog mich aus.
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Silvester- und Neujahrsbräuche
Kategorien: China, Deutschland, Grossbritannien, Japan, Österreich, Russland, Spanien, USA
Andere Länder, andere Sitten – das gilt auch für die Neujahrsbräuche und Silvestertraditionen. Es beginnt schon damit, dass Neujahr nicht überall auf Erden am 1. Januar gefeiert wird. Das liegt an den verschiedenen Kalendersystemen, die auf der Welt in Gebrauch sind. Keinesfalls überall und in allen Religionen gilt unser Gregorianischer Kalender.
Juden und Muslime haben keinen festen Neujahrstag. Der jüdische Mondkalender und der islamische Kalender, der nach Mondjahren zählt, wird jeweils für religiöse Feste genutzt und führt auch zu einer eigenen Zeitrechnung, während der Alltag vom Gregorianischen Kalender geordnet wird. Die Zeitrechnung der Iraner und Afghanen läuft nach Sonnenjahren. Das Neujahrsfest Norouz findet dort zum Frühlingsbeginn statt. In den GUS-Ländern, den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion, gilt für die traditionellen Feste der Julianische Kalender. Danach findet Weihnachten erst nach Silvester statt, am 7. Januar. In grossen Teilen Asiens ist Neujahr am ersten Neumond zwischen dem 21. Januar und dem 21. Februar.
Und so feiert die Welt:
Deutschland: In Deutschland beliebt sind Fisch oder Speisen aus Schweinefleisch. Glücksschweine werden geschenkt, oft aus Schokolade, gern auch aus Marzipan. Das private Feuerwerk ist ein Muss. Getrunken werden neben Bier oder Wein auch gern Bowlen, besonders die Feuerzangenbowle, Punsch oder Grog. Danach gibt es Berliner Pfannkuchen als süsses Intermezzo. Besinnlichere Traditionen wie das Bleigiessen stehen den beliebten Silvesterbällen gegenüber. Oft trifft man sich an grossen Plätzen der Stadt, in Berlin etwa vorm Brandenburger Tor.
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