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17 Artikel in der Kategorie Japan.
Silvester- und Neujahrsbräuche
Kategorien: China, Deutschland, Grossbritannien, Japan, Russland, Spanien, USA, Österreich
Andere Länder, andere Sitten – das gilt auch für die Neujahrsbräuche und Silvestertraditionen. Es beginnt schon damit, dass Neujahr nicht überall auf Erden am 1. Januar gefeiert wird. Das liegt an den verschiedenen Kalendersystemen, die auf der Welt in Gebrauch sind. Keinesfalls überall und in allen Religionen gilt unser Gregorianischer Kalender.
Juden und Muslime haben keinen festen Neujahrstag. Der jüdische Mondkalender und der islamische Kalender, der nach Mondjahren zählt, wird jeweils für religiöse Feste genutzt und führt auch zu einer eigenen Zeitrechnung, während der Alltag vom Gregorianischen Kalender geordnet wird. Die Zeitrechnung der Iraner und Afghanen läuft nach Sonnenjahren. Das Neujahrsfest Norouz findet dort zum Frühlingsbeginn statt. In den GUS-Ländern, den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion, gilt für die traditionellen Feste der Julianische Kalender. Danach findet Weihnachten erst nach Silvester statt, am 7. Januar. In grossen Teilen Asiens ist Neujahr am ersten Neumond zwischen dem 21. Januar und dem 21. Februar.
Und so feiert die Welt:
Deutschland: In Deutschland beliebt sind Fisch oder Speisen aus Schweinefleisch. Glücksschweine werden geschenkt, oft aus Schokolade, gern auch aus Marzipan. Das private Feuerwerk ist ein Muss. Getrunken werden neben Bier oder Wein auch gern Bowlen, besonders die Feuerzangenbowle, Punsch oder Grog. Danach gibt es Berliner Pfannkuchen als süsses Intermezzo. Besinnlichere Traditionen wie das Bleigiessen stehen den beliebten Silvesterbällen gegenüber. Oft trifft man sich an grossen Plätzen der Stadt, in Berlin etwa vorm Brandenburger Tor.
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Zehn inspirierende Videos 2011
Kategorien: Finnland, Indonesien, Island, Japan, Norwegen, Spanien, Vietnam, Web-Tipps
Der Dezember ist die Zeit der Rückblicke. Im Fernsehen, in Magazinen und Zeitungen schaut man momentan auf die Ereignisse des Jahres 2011. Damit ihr euch nicht nur mit den politischen und gesellschaftlichen Höhen und Tiefen des Jahres beschäftigen müsst, habe ich einige Reisevideos aus dem Jahr 2011 herausgesucht. Von den Bergen Norwegens über Tokio bis nach Südostasien zeigen uns diese Videos die Welt, wie man sie vielleicht noch nicht gesehen hat.
MOVE – 3 Männer, 44 Tage, 11 Länder, 18 Flüge, 38’000 Flugmeilen
THE MOUNTAIN – der Sternenhimmel im Zeitraffer
TOKYO SLO-MODE – die Stadtleben in Tokio in Zeitlupe
TRAFFIC IN FRENETIC HCM – der berühmte Verkehr in Ho Chi Minh City
SPAIN – historische Bauten in Castilla-La-Mancha und Castilla-y-Léon
BALI JE T’AIME – eindrückliche Bilder von der indonesischen Insel
MIDNIGHT SUN ICELAND – die Mitternachtssonne von Island im Zeitraffer
I BELIEVE I CAN FLY – Seiltänzer und Basejumper reisen um die Welt
A JOURNEY THROUGH VIETNAM – eine sehr persönliches Video eines Sommerurlaubs
AURORA BOREALIS IN FINNISH LAPLAND
Was ist dran an den 10,000 Gratisflügen?
Kategorien: Japan
Die Nachricht verbreitete sich in den vergangenen Wochen durch die Medien wie ein Lauffeuer: Die Japanische Fremdenverkehrszentrale verschenkt 10,000 Urlaubsflüge nach Japan! Zu schön, um wahr zu sein?(Fotos zur Vergrösserung bitte anklicken!)
Eine der Massnahmen, diesem abnehmenden Trend entgegenzuwirken, ist tatsächlich die Idee, 10,000 Personen aus der ganzen Welt gratis nach Japan einzuladen. Die Einladung wäre einem Wettbewerb unterworfen, und zudem müssten die Auserwählten schliesslich auch in irgendeiner Form über ihre Erlebnisse berichten. Wie das ganze Unterfangen kontrolliert werden würde, weiss ich nicht.
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Lese-Medizin für Fernweh-Kranke
Kategorien: Japan, Reisetipps, Singapur, Thailand
Schreibe ich gerade nicht selber übers Reisen, lese ich die Reiseberichte und -tipps anderer. Beim Fernweh-Surfen bin ich kürzlich auf diesen fantastischen Link von CNN gestossen: Hier findet ihr viele aktuelle Tipps aus den Städten Hongkong, Tokio, Shanghai, Singapur, Mumbai und Bangkok.
Da wären zum Beispiel
Viel Spass beim Lesen!
Ein alter Bekannter
Kategorien: Japan, USA
Mit Johns Hopkins verbindet mich im Grunde genommen nichts.
Es war 1996, als ich auf meiner ersten Japanreise in einer Jugendherberge ein spanisches Studentenpärchen traf, das behauptete, an der Johns-Hopkins-Universität in den USA Medizin zu studieren. Meine erste Reaktion war zu denken, ich hätte mich verhört. Doch die beiden beharrten: Johns Hopkins mit einem “s” am Schluss von “Johns”. Damit war die Sache für mich vorerst gegessen.
Sechs Jahre später. Zu Hause bei meiner Flughafenabholerin in der Nähe
von Tokio sah ich ein dickes Buch mit dem Titel “Johns Hopkins Family Health Book” im Büchergestell stehen. Dies sei ihre Medizin-Enzyklopädie. Sie habe das Buch bei allen ihren amerikanischen Freundinnen daheim gesehen und es schliesslich selbst gekauft. Es biete ihr Antwort auf die meisten ihrer medizinischen Fragen. Also bestellte ich das Buch. Seither sitzt es auch in meinem Büchergestell.
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Mein Abholservice in Tokio
Kategorien: Japan
Seit 1996 reise ich nach Japan, oft mehrmals pro Jahr. Diese kurze Erzählung schildert, wie es dazu kam, dass ich seit 2002 einen persönlichen Abholservice am Flughafen Narita-Tokio habe.
Nach Abschluss meines Studiums an der Universität Zürich im Hauptfach Japanologie schaltete meine Tante M. ein Gratulationsinserat im “Seetaler Boten”. So heisst die Lokalzeitung im Seetal, wo mein Heimatdorf Mosen liegt. Dass ein Bürger von Mosen (ca. 250 Einwohner) an einer Universität über Japan (ca. 127 Mio. Einwohner) abgeschlossen hatte, machte die Redaktion des “Seetaler Boten” hellhörig. So kam es, dass ich angefragt wurde, ob ich einverstanden wäre, wenn die Zeitung ein Portrait über mich veröffentlichte.
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Ein Sommertag in Osaka
Kategorien: Japan, Reiseberichte & Insider
Morgens um sieben fühlt sich die Haut jeweils dermassen klebrig an, dass es einem wörtlich zum aus der Haut fahren zu Mute werden kann. Die Sonne erhitzt den alles beherrschenden Beton und Asphalt tagsüber so stark, dass der Boden und die Luft in der Nacht nicht mehr abkühlen. Das Wetter ist schwül, und Wind will auch keiner wehen. Und trotz dieser öden Wüste sind es Zikaden, die den Tag mit ihrem exzessiven Gezirpe anheben, um beim nächsten Sonnenaufgang irgendwo auf dem Rücken liegend elend zu verdorren.
Auf dem Balkon bäckt die Sonne meinen Futon, und die körperlichen Ausdünstungen der Nacht mischen sich der Luft bei. Die Schweissschicht, die sich im Schlaf angesammelt hat, dusche ich mir mit kühlem Wasser vom Körper. Schon beim Frottieren perlt frischer Schweiss aus allen Poren. Hat dieser Sommer denn kein Ende?
Das Umeda Sky Building in Osaka. Foto: Wikimedia Commons; Suisui.
Das Wohnviertel, das ich auf dem Weg zur U-Bahn durchquere, ist schon früh auf den Beinen. Verdunstende Wasserlachen vor den Türschwellen demonstrieren die Sauberkeit der dahinterliegenden Häuser. Buckelige alte Frauen stossen ihren vierrädrigen Einkaufswagen vor sich her, der ihnen zugleich als Stütze dient. Manchmal ruhen sie sich auch darauf sitzend aus. Selten heben sie im Schlurfen ihr Haupt, um zu schauen, ob nichts im Weg steht. Aber eigentlich hat sich der Weg, den sie täglich gehen, schon tief in den Windungen ihrer Gehirne eingeprägt, und das Aufschauen gehört zu ihrem Ritual.
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Wie man sich in Japan nicht blamiert
Kategorien: Japan, Reiseliteratur
Es geht damit los, dass die Firma Herrn Hoffmann für ein paar Wochen nach Japan schickt. Er hält sich ja für einen Weltbürger, unser Herr Hoffmann, schliesslich hat er ja Tirol, die Balearen, Rimini, London und die US-Ostküste gesehen – und überall kam er mit seinen englischen Sprachkenntnissen und seiner Vorliebe für Schnitzel mit Pommes durch.
Ein bisschen verrückt sind die dort alle, das hat man ja im Fernsehen tausendmal gesehen. Ausserdem spielen sie Tischtennis und können Karate. Viel mehr weiss der 48-jährige Norddeutsche nicht. Aber das wird schon, denkt er, schliesslich wird es ja auch irgendwo in dem Land etwas anderes geben als nur rohen Fisch.
Der Ahnungslose! Es ist dabei fast gar nicht möglich für ihn, nicht von einem Fettnäpfchen ins nächste zu treten und nicht rechts und links auf seinem Weg unzählige beleidigte Japaner zurückzulassen, die jetzt ihrerseits denken: Die spinnen, die Deutschen.
Ja, hätte er dieses Buch nur vorher gelesen! Da wäre es ihm besser ergangen, er wäre erfolgreicher gewesen und bei seinem Abflug von unzähligen traurigen Japanern verabschiedet worden.
Kerstin und Andrea Fels lassen dabei ihren Protagonisten Hoffmann eine imaginäre Japanreise in 50 Episoden machen und lässt den Leser seine Blamagen erleben. Danach wird erklärt, was denn nun schon wieder falsch gelaufen ist und was Herr Hoffmann hätte besser machen können. Dazu gibt es Hintergrundinformationen, die einen tiefen Einblick in die Kultur und Denkweise der Japaner liefert.
Das Buch ist durchgehend mit einem Augenzwinkern geschrieben und sehr gut lesbar. Selten wird interkulturelle Kompetenz irgendwo so unterhaltsam rübergebracht, wie in diesem Buch. Jeder Japanreisende sollte es gelesen haben.
Andreas und Kerstin Fels: Die Axt im Chrysanthemenwald – 50 Wege, sich in Japan zu blamieren
, erschienen im Conbook Verlag.
Kategorien: Frankreich, Japan
Hat jemand von euch schon mal vom Paris-Syndrom gehört? Ich bis vor Kurzem jedenfalls nicht, obwohl diese mehr als kuriose Krankheit offenbar bereits vor 20 Jahren das erste Mal diagnostiziert wurde. Sogar einen Wikipedia-Artikel gibt es dazu.
Das Paris-Syndrom wird ausschliesslich bei Japanern diagnostiziert – mehr als 100 harte Fälle soll es im Jahr geben. Dabei handelt es sich um eine Art Schock, der japanische Touristen ereilt, die zum ersten Mal Paris besuchen. Denn viele idealisieren die Seine-Metropole und können nicht damit umgehen, wenn sich die Stadt der Liebe, Haute Couture und schönen Frauen doch nicht als Märchenwelt entpuppt. Stattdessen finden viele Touristen gestresste Kellner, unfreundliche Verkäufer und Hundekacke auf dem Trottoir vor. Das ist zu viel Realität für so manchen Höflichkeit und Sauberkeit gewohnten Japaner, der vielleicht schon seit Jahren davon geträumt hat, endlich die sagenumwobene Stadt zu besuchen.
“Ich war so deprimiert, ich wollte gar nicht mehr rausgehen”, sagte der Japaner Kenzo in einer Reportage des TV-Senders M6. “Ich konnte nicht mehr gehen, brauchte einen Krückstock. Das war natürlich psychosomatisch.” Kenzo habe sogar im Zimmer gewütet, berichtet seine Therapeutin.
Der Arzt Olivier Barles, der für die Organisation International SOS betroffene Japaner heimgeflogen hat, führt das auf die “brutale Konfrontation japanischer Harmonie mit der sichtbare Unordnung in Frankreich” zurück. Offene Rede und rüde Witze könnten instabile Menschen hart treffen, sagte Barles der Website “Newzy.fr“.
Seit 2006 beugen in Paris ansässige Japaner diesem Syndrom nun vor: Die “green birds” packen alle paar Wochen den Besen aus und sammeln vor den Touristenattraktionen Kippen und McDonalds-Tüten auf. Na, dann wünsche ich mal gute Besserung!
Den inneren Kannibalen ausleben
Kategorien: Japan, News
Sushi von nackten Frauenkörpern zu speisen, ist schon lange weit verbreitet und nichts Besonderes mehr. Das dachte sich wohl ein Restaurant in Tokio (Wo sonst gibt es so irre Sachen?). Und so findet der Gast das Sushi im Restaurant Cannibalistic Sushi nicht auf einer Frau, sondern im INNEREN einer Frau – und zwar einer aus Teig. Um an das Sushi zu gelangen, muss man diese mit dem Messer aufschneiden, wobei sogar Kunstblut (oder Tomatensauce) aus ihr herausrinnt. Das Ganze erinnert stark an eine Operation und ist nichts für sanfte Gemüter.