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20 Artikel in der Kategorie Japan.
Wie man sich in Japan nicht blamiert
Kategorien: Japan, Reiseliteratur
Es geht damit los, dass die Firma Herrn Hoffmann für ein paar Wochen nach Japan schickt. Er hält sich ja für einen Weltbürger, unser Herr Hoffmann, schliesslich hat er ja Tirol, die Balearen, Rimini, London und die US-Ostküste gesehen – und überall kam er mit seinen englischen Sprachkenntnissen und seiner Vorliebe für Schnitzel mit Pommes durch.
Ein bisschen verrückt sind die dort alle, das hat man ja im Fernsehen tausendmal gesehen. Ausserdem spielen sie Tischtennis und können Karate. Viel mehr weiss der 48-jährige Norddeutsche nicht. Aber das wird schon, denkt er, schliesslich wird es ja auch irgendwo in dem Land etwas anderes geben als nur rohen Fisch.
Der Ahnungslose! Es ist dabei fast gar nicht möglich für ihn, nicht von einem Fettnäpfchen ins nächste zu treten und nicht rechts und links auf seinem Weg unzählige beleidigte Japaner zurückzulassen, die jetzt ihrerseits denken: Die spinnen, die Deutschen.
Ja, hätte er dieses Buch nur vorher gelesen! Da wäre es ihm besser ergangen, er wäre erfolgreicher gewesen und bei seinem Abflug von unzähligen traurigen Japanern verabschiedet worden.
Kerstin und Andrea Fels lassen dabei ihren Protagonisten Hoffmann eine imaginäre Japanreise in 50 Episoden machen und lässt den Leser seine Blamagen erleben. Danach wird erklärt, was denn nun schon wieder falsch gelaufen ist und was Herr Hoffmann hätte besser machen können. Dazu gibt es Hintergrundinformationen, die einen tiefen Einblick in die Kultur und Denkweise der Japaner liefert.
Das Buch ist durchgehend mit einem Augenzwinkern geschrieben und sehr gut lesbar. Selten wird interkulturelle Kompetenz irgendwo so unterhaltsam rübergebracht, wie in diesem Buch. Jeder Japanreisende sollte es gelesen haben.
Andreas und Kerstin Fels: Die Axt im Chrysanthemenwald – 50 Wege, sich in Japan zu blamieren
, erschienen im Conbook Verlag.
Kategorien: Frankreich, Japan
Hat jemand von euch schon mal vom Paris-Syndrom gehört? Ich bis vor Kurzem jedenfalls nicht, obwohl diese mehr als kuriose Krankheit offenbar bereits vor 20 Jahren das erste Mal diagnostiziert wurde. Sogar einen Wikipedia-Artikel gibt es dazu.
Das Paris-Syndrom wird ausschliesslich bei Japanern diagnostiziert – mehr als 100 harte Fälle soll es im Jahr geben. Dabei handelt es sich um eine Art Schock, der japanische Touristen ereilt, die zum ersten Mal Paris besuchen. Denn viele idealisieren die Seine-Metropole und können nicht damit umgehen, wenn sich die Stadt der Liebe, Haute Couture und schönen Frauen doch nicht als Märchenwelt entpuppt. Stattdessen finden viele Touristen gestresste Kellner, unfreundliche Verkäufer und Hundekacke auf dem Trottoir vor. Das ist zu viel Realität für so manchen Höflichkeit und Sauberkeit gewohnten Japaner, der vielleicht schon seit Jahren davon geträumt hat, endlich die sagenumwobene Stadt zu besuchen.
“Ich war so deprimiert, ich wollte gar nicht mehr rausgehen”, sagte der Japaner Kenzo in einer Reportage des TV-Senders M6. “Ich konnte nicht mehr gehen, brauchte einen Krückstock. Das war natürlich psychosomatisch.” Kenzo habe sogar im Zimmer gewütet, berichtet seine Therapeutin.
Der Arzt Olivier Barles, der für die Organisation International SOS betroffene Japaner heimgeflogen hat, führt das auf die “brutale Konfrontation japanischer Harmonie mit der sichtbare Unordnung in Frankreich” zurück. Offene Rede und rüde Witze könnten instabile Menschen hart treffen, sagte Barles der Website “Newzy.fr“.
Seit 2006 beugen in Paris ansässige Japaner diesem Syndrom nun vor: Die “green birds” packen alle paar Wochen den Besen aus und sammeln vor den Touristenattraktionen Kippen und McDonalds-Tüten auf. Na, dann wünsche ich mal gute Besserung!
Den inneren Kannibalen ausleben
Kategorien: Japan, News
Sushi von nackten Frauenkörpern zu speisen, ist schon lange weit verbreitet und nichts Besonderes mehr. Das dachte sich wohl ein Restaurant in Tokio (Wo sonst gibt es so irre Sachen?). Und so findet der Gast das Sushi im Restaurant Cannibalistic Sushi nicht auf einer Frau, sondern im INNEREN einer Frau – und zwar einer aus Teig. Um an das Sushi zu gelangen, muss man diese mit dem Messer aufschneiden, wobei sogar Kunstblut (oder Tomatensauce) aus ihr herausrinnt. Das Ganze erinnert stark an eine Operation und ist nichts für sanfte Gemüter.
Zehn Dinge, die man unbedingt sehen muss
Kategorien: Japan, Reisetipps
1. Tokio – so weit das Auge reicht: Die Aussicht über Tokio vom Observatorium im 60. Stock des Sunshine City im Stadtviertel Ikebukuro sollte man sich nicht entgehen lassen. Mit viel Wetterglück kann man von hier aus sogar den Fuji sehen. Auch für die Strassen des sehr belebten Viertels kann man locker ein paar Stunden einplanen. Das Viertel steht zu Unrecht in fast keinem Reiseführer – also: nicht verpassen!
Atemberaubender Blick über Tokio. Foto: Andrea Schmits
2. Im Stadtviertel Shinjuku befindet sich der Bahnhof mit dem grössten Personenaufkommen der Welt – versucht also gar nicht erst “gegen den Strom” zu laufen. Zudem steht hier das Rathaus, eines der höchsten Gebäude der Stadt. Auch hier gibt es eine Aussichtsplattform. Sehenswert ist ausserdem der Shinjuku-Park, der grösste Feudalpark Tokios. Er hat einen japanischen, chinesischen, englischen und französischen Garten. » weiterlesen
Der Yoyogi-Park in Tokyo
Kategorien: Japan, Reiseberichte & Insider
Nur wenige Städte dieser Welt sind faszinierender als Tokyo. Die Stadt bietet einzigartige Kontraste aus jahrtausendalter Kultur und modernsten Technologien. Die Menschen wiederum sind fast durchgehend höflich und begeisterungsfähig – ob der Geschäftsmann mit dem Hello-Kitty-Kugelschreiber in der Brusttasche, die Frau in traditionellem Gewand oder die ausgeflippten Teenager in Netzstrümpfen, viel zu grossen High-Heels und rosa Perücke. Zudem ist die Stadt unglaublich sauber und organisiert.
An sonnigen Wochenenden trifft sich die japanische Jugend im Yoyogi-Park und macht diesen für ausländische Touristen zu einem einzigartigen Erlebnis.
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Kultur- und Bildungshauptstadt Japans
Kategorien: Japan, Reiseberichte & Insider
Kyôto heisst Hauptstadt und war es früher auch. Als diese 1868 nach Osten verlegt wurde, nannte man die bestehende Stadt Edo in Tô-kyôto, d.h. östliche Hauptstadt, um. Auch wenn sich das politische Zentrum Japans nach Tôkyô verlagert hat, ist Kyôto die Kultur- und Bildungshauptstadt geblieben. In keiner japanischen Grossstadt ist die Dichte an Hochschulen und Studenten derart hoch. Jedes Jahr fliegen auch zahlreiche SchweizerInnen nach Japan, um in Kyôto zu studieren – oder zu unterrichten. Auch Udo Habermann verbrachte während seiner fünf Jahre in Japan eines als Student in Kyôto. Über zehn Jahre später ging er zurück, um zu schauen, was sich in der Zwischenzeit alles verändert hat.
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Eine einzigartige Nacht in Japan
Kategorien: Japan, Reiseberichte & Insider
Eigentlich konnten wir uns nur Billig-Hotels leisten, doch eins war klar: Wenigstens eine Nacht in Japan mussten wir in einem Ryokan, einem traditionellen japanischen Gasthaus verbringen – und es hat sich gelohnt!
Es war später Sonntagabend, als wir in unserem Ryokan in Hakone, Japan ankamen. Glücklicherweise hatten wir in letzter Minute das anscheinend letzte Zimmer im ganzen Dorf ergattert. Im Bus vom Bahnhof zum Ryokan konnten wir nichts erkennen, denn es war bereits dunkel und regnete. Wir wussten zwar, dass Hakone am Ufer des Ashi-Sees liegt und man von dort aus mit etwas Glück die Sicht auf den Fuji geniessen kann. Wo genau unser Ryokan lag, wussten wir aber nicht.
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Das HELLO KITTY -Fieber
Kategorien: Japan, Reiseberichte & Insider
HELLO KITTY ist in Japan überall. Entweder man freundet sich mit dem süssen Kätzchen an oder man wird verrückt. So einfach ist das.
(Foto: Andrea Schmits)
HELLO KITTY wurde am 1. November 1974 in einem Londoner Vorort geboren. Sie ist so hoch wie vier Äpfel und so schwer wie drei Äpfel. HELLO KITTY ist sehr fröhlich und voller Energie. Sie sagt: „Man kann nie genug Freunde im Leben haben.“ Später möchte sie Pianistin werden. Kitty und ihre Zwillingsschwester Mimmy sind die besten Freundinnen. Ihre grosse Liebe ist Daniel. Am liebsten isst sie Muttis Apfelkuchen. Und ihre Blutgruppe ist A.
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10 Gründe, um nach Japan zu reisen
Kategorien: Japan, Reisetipps
1. Weil Japan nicht so teuer ist, wie behauptet wird.
2. Wegen des Stadtviertels Shibuya und dem nahegelegenen Yoyogi-Park in Tokyo, weil nirgends sonst der Eigensinn und die Kreativität der japanischen Jugend eindrücklicher demonstriert wird.
3. Wegen der Kirschblüte im Frühling, die das Land rosa färbt.
4. Um Tokyo bei Nacht zu erleben: Die Stadt, die keine Dunkelheit kennt.
5. Wegen des goldenen Pavillons in Kyoto – ganz einfach weil er golden ist und wunderschön.
6. Wegen der Aussicht über Tokyo, z.B. vom Observatorium im 60. Stock des Sunshine City im Stadtviertel Ikebukuro.
7. Um die Burg von Himeji nahe Osaka und Kyoto zu sehen – eine anmutige Schönheit.
8. Um den Hakone-Fuji Nationalpark zu bereisen, wegen des Ashi Sees und der Sicht auf den Fujiyama (mit etwas Glück).
9. Um eine Übernachtung in einem Ryokan, einem traditionell japanischen Gasthaus, zu erleben und zum Schluss noch…
10. …in einem Onsen, einer japanischen Quelle, zu baden.
: Japan fernab vom Trubel Tokyos
Kategorien: Japan, Reiseberichte & Insider
Denkt man an Japan, dann denkt man automatisch an Tokyo und grosse Hektik. Dass es auch anders geht, beweist der Ausflug nach Hakone, einem Ruhepol in der Nähe des Fujiyama.
(Foto: Andrea Schmits)
Die Bahnhofsuhr zeigt zehn Uhr abends, als wir in Hakone-Yumoto ankommen. Leider haben wir noch kein Hotel. Es ist Sonntagabend, dunkel, der Bahnhof wirkt wie ausgestorben und alles – auch das Reisebüro – hat geschlossen. Glücklicherweise ergattern wir per Telefon doch noch das anscheinend letzte Zimmer in dem völlig ausgebuchten Hakone am Ufer des Ashi Sees, etwa eine halbstündige Busfahrt entfernt.
Hakone, eine knapp 14‘000 Einwohner umfassende Kleinstadt, ist Teil des Fuji-Hakone-Izu Nationalparks und berühmt für seine heissen Quellen, die schöne Landschaft und natürlich die Sicht auf den nahegelegenen Fujiyama, den 3776 Meter hohen und damit höchsten Berg Japans. Leider sieht man diesen, wie wir noch feststellen werden, aufgrund von Wolken und Nebel auch hier nicht immer.
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