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Von am 3. Juli 2009 um 8.00 Uhr
Kategorien: News, Palau

Der 1000 Kilometer östlich der Philippinen gelegene Inselstaat Palau hat sich – anders als zahlreiche andere Länder – bereit erklärt, 17 der freigelassenen Guantánamo-Häftlinge bei sich aufzunehmen. Bei den Gefangenen handelt es sich um Uiguren, einem Volksstamm, dem in seinem Heimatland China weitere Verfolgung droht.

Palau besteht aus rund 300 Inseln, von denen nur neun bewohnt sind. Der Inselstaat ist wohl das, was man sich gemeinhin als Paradies vorstellt. Dank des tropischen Klimas und einer Durchschnittstemperatur von 27 Grad erfreut sich das Land einer üppigen Vegetation. Mit 1500 Fisch- und rund 700 Korallenarten gehört Palau zu den schönsten Tauch-Gebieten der Welt. Wer’s nicht allzu tief mag, dürfte auch beim Schnorcheln seine Freude haben.
So entdecken immer mehr Touristen den Inselstaat als Destination für sich. Und die Wirtschaft das Landes stellt sich auf höhere Besucherzahlen ein, die touristische Infrastruktur wird immer besser. Anreisen sind beispielsweise mittels Thai Airways (über Bangkok) oder China Airlines (über Taipeh) möglich.

Der Regierungssitz Palaus, das Kapitol, ähnelt stark dem US-amerikanischen Vorbild. Foto: Keystone: Itsuo Inouye

Obwohl das Land lebenslange Ferien verspricht: Einige der Uiguren weigern sich, das Asyl-Angebot von Palau anzunehmen. Der Autor der “Zeit”, Johannes Strempel”, vermutet in diesem wunderbaren, wirklich empfehlenswerten Reisebericht, dass es am Nationalgericht des Inselstaats liegen könnte: “Gekochte Fledermaus in Kokosmilch”.

“Auf dem Rücken liegend, mit nassem Fell, ausgebreiteten Flügeln und einem Bund Kräutern in der dunklen Schnauze, ähnelt das Tier einer schwarzen Ratte, die in einer Schale Milch ertrunken ist, und das schon vor ein paar Tagen. (…) Die Einheimischen hatten behauptet, Fledermaus schmecke wie Hühnchen, aber das ist leider überhaupt nicht wahr.”