8 Artikel in der Kategorie Peru.

Von am 26. April 2013 um 15.03 Uhr
Kategorien: Peru, Reiseberichte & Insider, Reisetipps

Andrea arbeitet bei ebookers SA. Sie hat kürzlich 6 Wochen in Südamerika verbracht. Entzückt kommt sie zurück und erzählt uns von ihren Erlebnissen – ein paar grossartige Reise-Tipps sind natürlich auch dabei!

Nachdem ich ein Jahr Geld gespart hatte, war es endlich soweit: Ich flog nach Südamerika für einen 6-wöchigen Trip durch Peru und Brasilien.

Arequipa

Meine erste Entdeckung war die  Stadt Arequipa in Peru. Die Stadt befindet sich im Süden des Landes, am Fusse des El Misti Vulkanes auf einer Höhe von 2000 Metern. Selten habe ich so viele und so günstige Taxis gesehen. Allerdings ist der Verkehr ein solches Chaos, das es sich manchmal eher anbietet zu gehen. Es ist sogar ein Vergnügen, da man endlos durch die wunderschönen Strassen flanieren kann.

Arequipa by night

Arequipa by night – © Andrea Tous, alle Rechte vorbehalten

Die erste Sehenswürdigkeit die ich empfehlen würde, ist das Convento de Santa Catalina, welches sich im Herzen der Stadt befindet. Es handelt sich hierbei um ein Kloster aus dem 16. Jahrhundert. Noch immer leben hier Nonnen unter strikten Regeln. D ennoch ist ein Teil für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Dimensionen und die Architektur sind beeindruckend. Sie erinnerten mich stark an marokkanische Designs.
Aufgrund des Jetlags besuchte ich das Kloster bereits in den frühen Morgenstunden, und konnte es fast gänzlich für mich geniessen. Ich nahm an einer Führung teil, welche mir einen Einblick in die Geschichte des Klosters gab. Einheimische nennen das Kloster „eine Stadt innerhalb einer Stadt“. Sehr zutreffend, diese Aussage. Man kann Stunden an diesem Ort verbringen: Eine fantastisch ruhige Atmosphäre im Herzen der belebten Stadt Arequipa.

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© Andrea Tous, alle Rechte vorbehalten

Arequipa ist nicht nur berühmt für Kulturgüter. Sehr bekannt und beliebt ist ihre Gastronomie. Viele peruanische Spezialitäten sind “Arequipeñas”. Entsprechend darf man den “San Camilo”- Essensmarkt auf keinen Fall verpassen. DER Ort um den Ursprung der peruanischen Küche zu entdecken. Hier findet man Früchte, die es ausschliesslich in diesem Bereich der Welt gibt, man kann frischgemachte “Tamales” (gefüllte Maisteigtaschen) geniessen, und sich so oder so in einer Vielfalt von angebotenen Produkten verlieren.
Ich persönlich genoss meinen Aufenthalt sehr. Man sei allerdings vor den Menschenmassen, und vor kuriosen Gepflogenheiten gewarnt, wie beispielsweise der Konsum eines Frosch-Drinks, der angeblich Potenz und Fruchtbarkeit Männer unterstützen soll. Hier nahm meine Experimentierfreude ein Ende.

Marché d'Arequipa

Markt in Arequipa – © Andrea Tous, alle Rechte vorbehalten

Viel mehr möchte ich mein Lieblingsrestaurant erwähnen: Es nennt sich “La Nueva Palomino”. Dies ist eine “Picanteria”, ein traditionelles peruanisches Restaurant. Auch wenn es ein bisschen touristisch ist, sind die Speisen absolut grossartig und müssen, meiner Meinung nach, immer mit dem peruanischen Staatsgetränk “Inca Kola” bestellt werden. Ich bestellte das “arroz con pollo” – köstlich! Allerdings würde ich davor zwei Tage nicht viel essen, da die servierten Portionen unglaublich riesig sind.
Die typischen Speisen dieser Region sind das «chipe de camarones»(Garnelen-Suppe), das «rocoto relleno« (gefüllte, scharfe Paprikaschoten), das «adobo» (würzig mariniertes Fleisch, eigentlich bezeichnet es die Marinade an sich) und das «ocopa» (Kartoffeln in Käse/Nuss-Sauce).
Die Gastronomie ist nicht nur eine Kunst in Peru; auf der Gastronomie gründet Perus Nationalstolz. Man gewinnt die Gunst der Einheimischen für sich, wenn man ihnen Wertschätzung für ihre Gerichte entgegenbringt.

In dieser magischen Stadt Arequipa flogen die Tage nur so dahin, und schon wurde es Zeit für meinen nächsten Stop: Cusco.

Cuzco

Ich wollte eine Sicht auf Cusco bieten die auf das typische Machu Picchu Bild verzichtet. Allerdings ist es mir unmöglich über die grösste Stadt der Anden zu reden ohne den atemberaubenden Machu Picchu zu erwähnen. Obwohl viele Touristen viele Attraktionen verpassen, in dem sie Cusco bereisen nur um den Machu Picchu zu betrachten, muss ich zugeben, dass dieser Ort auf dem Plan jedes  Reisenden stehen sollte. Die Schönheit der Ruinen, komplettiert durch die atemberaubende Umgebung, ist das Juwel des längst verschollenen Imperiums der Inkas.

Verpasst diese Möglichkeit auf keinen Fall! In Sachen Geld, ist Machu Picchu allerdings nicht die billigste Feriendestination. Zu erwarten ist das Bezahlen für den Einlass (welcher Monate im Voraus gebucht werden musst), der Zug von Cusco nach Aguas Calientes und den Bus von Aguas Calientes zum Standort. Da ich mit limitiertem Budget reiste, nahm ich nicht den Zug von Cusco direkt, sondern einen “Bus” um einen Zug etwas ausserhalb zu nehmen. Sollte man schwanger sein oder an Herzkrankheiten leiden, bietet sich diese Option jedoch weniger an: Der Bus fährt um 4.00 Uhr morgens von Cusco ab.
Vorsicht ist auch bei einigen örtlichen Reisebüros geboten. Aufgrund der vielen Touristen ist Betrug keine Seltenheit. Natürlich wurde auch ich Opfer es davon. Glücklicherweise sprach ich Spanisch, und konnte mich dennoch zurechtfinden.
Trotz allem habe ich tolle Erinnerungen daran.

Machu Pichu

Machu Pichu – @ Andrea Tous, alle Rechte vorbehalten

Die Stadt Cusco an sich ist ebenfalls einen Besuch wert, dank des beeindruckenden Mix von Inka und spanischer Architektur. Die Inkas waren imstande Steine so präzis zu schneiden, dass sie perfekt bündig gestapelt werden konnten. Nicht einmal ein Blatt Papier hätte man da in die Lücken einführen können.
Ein hervorragendes Beispiel für diese Architektur kann bei einer Lokalität namens Sansayhuaman, welche sich auf den Hügeln, die Cusco umgeben, gefunden werden. Nicht nur ist dieser Ort wunderschön, er bietet zusätzlich eine der besten Sichten auf Cusco.

Cuzco

Cuzco – © Andrea Tous, alle Rechte vorbehalten

Auch viele andere Lokalitäten innerhalb des Heiligen Tals sind wirklich einen Besuch wert. Daher empfehle ich einen mindestens einwöchigen Aufenthalt in Cusco. Zu beachten ist ausserdem der Fakt, dass Cusco eine der am höchsten gelegenen (ca. 3’400 Meter) Städte ist. Man braucht eine Weile, um sich an die Höhe zu gewöhnen, insbesondere wenn man mit dem Flugzeug angereist ist. Sollte einen die Höhenkrankheit erwischen, welche unter Einheimischen “Soroche” genannt wird, sollte man Mate de Coca trinken, welches praktisch ein Aufguss von Coca Blättern ist. Es schmeckt nicht besonders gut (man füge Zucker hinzu), aber es hilft. Ebenfalls kann man auf «Coramina» zurückgreifen, welches man in Apotheken erhält.
Nach einem tollen Aufenthalt in Cusco und seiner fantastischen Umgebung, war es an der Zeit wieder auf Meeresspiegel Höhe zurückzukehren und das Naturreservat von Paracas zu entdecken, welches drei Stunden Autofahrt südlich von Lima liegt.

Paracas

Paracas befindet sich sozusagen in einer Wüste, welche im Meer endet. Wo man allerdings nur erwartet Sand zu finden, existiert in Realität eine Fülle von Lebensarten. Gewährleistet wird dies von einer Lagune, in welcher Flamingos, Delfine, Seerobben und viele andere Arten zu finden sind. Die Lage ist wunderbar, und sogar was man als unansehnlich bezeichnen würde, ist hier bildschön: wie beispielsweise eine Invasion von Quallen, die ich während meines Aufenthaltes mitverfolgen konnte.

Wenn man einen genaueren Blick auf die an Land sehr gemächlichen Seerobben werfen möchte, darf man die Rundreisen auf die Ballestas Inseln nicht verpassen. Sie sind übersät mit Vögeln verschiedener Arten (und sogar kleinen Pinguinen). Hier kann man ein paar coole Bilder von Robben machen.

Wenn man sich mehr nach abenteuerlichen Aktivitäten sehnt, ist Paracas auch ein hervorragender Ort um Kite- sowie Sand Surfen zu üben und Dünen-Buggies zu fahren. Dies ist der perfekte Ort für Reisende, welche der Hektik der Hauptstadt entkommen wollen. Der wunderschöne Ort  ist sehr authentisch und präsentiert Perus Vielfalt.

Mein Aufenthalt in Peru war absolut fantastisch. Von den Landschaften bis zum Essen, gelang ich von Entdeckung zu Entdeckung und ich wünschte ich könnte euch von all meinen Erlebnissen berichten – dazu müsste ich ein Buch schreiben!
Nachdem ich drei unglaubliche Wochen in diesem Land verbracht habe, ist es nun an der Zeit mich auf den Weg zum meiner nächsten Destination zu machen: Brasilien.

Fortsetzung folgt…

Von am 18. Juli 2012 um 15.46 Uhr
Kategorien: Argentinien, Brasilien, ebookers-service, Länder, Peru

Strand von Ipanema. Bild: iStock; PeskyMonkey.

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Von am 13. Oktober 2011 um 7.00 Uhr
Kategorien: Peru

Mit Fug und Recht wird Peru als für Reisende besonders interessantester Andenstaat gesehen: Kulturgüter mit hohem Wert und eine Naturvielfalt, die ihresgleichen sucht, sorgen dafür, dass hier jeder auf seine Kosten kommt.


Größere Kartenansicht

Peru grenzt im Norden an Kolumbien und Ecuador, erstreckt sich von der Pazifikküste nach Osten bis ins Amazonasbecken hinein und grenzt dort an Brasilien. Im Südosten liegt Peru benachbart zu Bolivien, im Süden zu Chile. Die Küstenzone am Pazifik besteht südlich von Lima überwiegend aus Wüstenarealen mit hohen Dünen. Die Dürre der Grenzregion zu Chile ist noch stärker: Hier dehnt sich die Atacama, die trockenste Wüste der Erde, bis nach Chile hinein aus.

Die Atacama-Wüste. Foto: WikimediaCommons; Angelica Jacobi.

Nach Osten folgen den Küstenwüsten die Sierra mit den Höhenzügen der Anden und dem höchsten Berg Perus, dem 6.768 Meter hohen Huascaran. Östlich schliessen sich den Anden die Selva genannten dichten Regenwaldgebiete an.

Genauso vielfältig wie die Landschaften sind Flora und Fauna Perus. Peru hat den grössten Artenreichtum an Vögeln überhaupt, es gibt über 1.800 Arten, mehr als in Europa und Nordamerika zusammen. Den Schutz dieser Vielfalt garantiert die peruanische Verfassung, rund 15 Prozent der Landesfläche stehen unter Schutz.
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Von am 8. April 2011 um 9.00 Uhr
Kategorien: Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, Ecuador, Peru

Mikey aus London hat dieses Video nach seiner siebenmonatigen Reise als Rucksacktourist in Südamerika zusammengeschnitten. Bei mir lösen solche Videos gleich Fernweh aus!
Seine Reise ging im Uhrzeigersinn von Kolumbien über Venezuela, Surinam und Französisch Guyana hinunter bis zu den Falkland Inseln und dann wieder hinauf über Chile bis nach Equador.

Dieses Video ist nicht sein einziges. Auf seiner Webseite CoolTravelVids.com publiziert er seine unterhaltsamen und manchmal auch sehr witzigen Episoden (wie diese hier). Alle Videos sind auch über seinen Youtube-Kanal abonnierbar. Gute Unterhaltung!

Von am 14. April 2009 um 7.00 Uhr
Kategorien: Peru, Reiseberichte & Insider

Huacachina liegt einige Kilometer westlich der Stadt Ica in Peru. Der Ort ist, aufgrund der Oase Laguna de Huacachina und der sie umschliessenden Dünen, eine der touristischen Hauptattraktionen Perus. Die braune Brühe hat uns allerdings ziemlich erschreckt. Früher nutzte man die Oase, die von einem unterirdischen Andenfluss gespeist wird, noch als Heilbad. Das kann man heute nicht mehr. Auch nimmt der Wasserspiegel stetig ab.

Nach Heilbad sieht diese Oase nicht mehr aus. Foto: Gabriela Rolli

Nach Heilbad sieht diese Oase nicht mehr aus. Foto: Gabriela Rolli

Ebenfalls erstaunt waren wir über die vielen Hotels und Restaurants, die es hier draussen in der Wüste gibt. Natürlich, Huacachina ist sehr touristisch, aber mit diesem Ansturm hätten wir dann doch nicht gerechnet. Kaum angekommen, mieteten wir ein Sandboard an einem der vielen Stände. Eigentlich sind die Sandboards alles ausgediente Snowboards aus Europa und Amerika.
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Von am 17. April 2008 um 13.30 Uhr
Kategorien: Peru, Reisetipps

Flughafen von Lima

Zu Peru fällt mir folgendes Erlebnis ein: Ich wollte per Bus von Ayacucho nach Cusco im Andenhochland fahren. Diese Strecke wurde vor Ort von mehreren Busgesellschaften angeboten. Jedoch variierten nicht nur die Ticketpreise sondern auch die Angaben zur Reisedauer. Ein Busunternehmen veranschlagte für die Fahrt 15 Stunden, ein anderes 31 Stunden und bei einem dritten Anbieter erhielt ich die Auskunft, dass man das gar nicht vorhersagen könne, da in der Regenzeit gelegentlich Schlammlawinen die Strassen blockieren. Kurzerhand entschied ich mich fürs Flugzeug und buchte in einem unscheinbaren Geschäft für damals rund 40 Dollar ein Ticket. Am nächsten Tag brachte mich ein Taxi zu einer kleinen Startbahn, auf der aber kein Flugzeug zu sehen war. Man hat mich reingelegt, war mein erster Gedanke. Dann landete aber tatsächlich eine Propellermaschine vor meinen Augen. Ich bestieg das Flugzeug, in dem gerade einmal Platz für eine Schulklasse war und ein paar Minuten später schaute ich mir die Anden von oben an. Es verging kaum eine Stunde, dann wurde meine Flexibilität hinsichtlich des Transportmittels belohnt: Ich landete sicher in Cusco.

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Von am 29. Januar 2008 um 13.30 Uhr
Kategorien: Peru, Reiseberichte & Insider

Auf der Suche nach einer Verbindung von Cusco nach Machu-Picchu wurde der Inka-Pfad 1911 entdeckt. Der Weg beginnt karg und trocken an der Talsohle des Urubambaflusses, führt hoch durch ursprüngliche Polylepiswälder, endet in einem moosbewachsenen Nebelwald und ist heute die bekannteste und beliebteste Wanderung in Peru.

Machu Picchu

(Foto: Keystone / Karel Navarro)

Verlassen während der spanischen Eroberung und Jahrhunderte lang begraben unter wildwucherndem Regenwald, ist der Inka-Pfad, mit Machu Picchu als Endziel, der meistbegangene Weg Südamerikas. Vier Tage dauert die Wanderung, die am Ufer von Rio Urubamba, nahe Cusco, beginnt.

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Von am 15. Januar 2008 um 8.00 Uhr
Kategorien: Chile, Peru, Reiseberichte & Insider

Ein Tag ohne Pisco ist für Chilenen und Peruaner wie ein Tag ohne Sonnenschein. Längst hat sich der Weinbrand sowohl in Chile als auch in Peru als Nationalgetränk durchgesetzt und wird nahezu auf jeder Party und bei jedem Apéro gereicht. In welchem der beiden Länder der Pisco tatsächlich das erste Mal getrunken wurde, ist nach wie vor nicht zweifelsfrei geklärt. Eine köstliche Variante des seit 1920 bekannten Getränks ist der Pisco sour. Er wird mit drei Teilen Pisco, je einem Teil Limettensaft, Zuckersirup und Ei gemixt. Bei der letzten Zutat muss man sich ein bisschen überwinden und die heilige Regel aller Reisenden – im Ausland kein rohes Ei zu essen – überwinden, denn es sei hiermit versichert: Ohne Ei kein ordentlicher Pisco. Also Augen zu und durch!

Wer vom Pisco nicht genug bekommen kann, sollte sich die Pisco-Plantagen südlich der Atacama-Wüste anschauen. Hier wartet ein wahres Wunder auf den Besucher: Mitten in kahlster Landschaft mit schroffen Felsen tut sich das Elqui-Tal auf, in dem die Trauben für den Pisco reifen. Es zieht sich an den Andenhängen entlang bis zum Pazifik. Hier kann man Pisco direkt vom Abfüller kaufen. Glücklicherweise ist Pisco mittlerweile auch in den Regalen grösserer Einkaufsketten vertreten. Ein Wermutstropfen bleibt aber dennoch: Zu Hause schmeckt Pisco natürlich längst nicht so gut wie in Südamerika!