5 Artikel in der Kategorie Rumänien.

Von am 26. November 2009 um 15.00 Uhr
Kategorien: Reisetipps, Rumänien

Winterurlaub in Rumänien? Ja gibt es denn dort bei Dracula überhaupt Berge? Gibt es, und was für welche! Transsylvanien, das Land hinter den Wäldern, ist auch das Land der rumänischen Karpaten, einer der letzten grossen, noch fast unberührten Naturlandschaften des Kontinents mit Europas grösstem zusammenhängenden Waldbestand. Nirgends in Europa gibt es so viele Wölfe, Luchse und Bären. Letztere kann man im Winter sogar an den Stadtgrenzen von Brasov beobachten.

Transsylvanien ist auch die Heimat des gruseligen, von Legenden umwobenen Grafen Dracula, sein Schloss Castelul Bran, die Törzburg steht hier nur 30 Kilometer von Brasov/Kronstadt entfernt düster und geheimnisumwittert auf einem hohen Felsen. Aber Transsylvanien ist mehr als Karpaten und Dracula. Die Landschaft im zentralen Nordwesten Rumäniens wird auch Siebenbürgen genannt, nach den vor vielen Jahrhunderten dorthin geworbenen deutschen Siedlern. An Transsylvanien schliesst sich das Banat an, die Heimat der Banater Schwaben, zu denen auch die diesjährige Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller gehört.

Wenn man den wie ein spiegelverkehrtes L im Land liegenden Karpatenbogen betrachtet, wundert es gar nicht mehr so sehr, wie gross die Zahl der rumänischen Skigebiete ist. Die Karpaten machen ein Drittel von Rumäniens gesamter Fläche aus und sind nach den Alpen Europas zweitgrösste Hochgebirgskette, die von der Natur mit schneereichen Wintern und daher idealen Wintersportbedingungen gesegnet sind.

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Von am 15. Oktober 2009 um 15.00 Uhr
Kategorien: Reisetipps, Rumänien

Hoch oben steht es, scheinbar uneinnehmbar auf einem steilen Felsen: das Dracula-Schluss Castelul Bran (Törzburg) an einer strategisch bedeutenden Stelle knapp 30 Kilometer von Brasov. Hier erinnert alles an den blutrünstigen Vampir-Grafen, auch wenn er eigentlich nur eine Romanfigur war.

Bran
Das Dracula-Schloss Castelul Bran. Foto: Brigitte Jäger-Dabek.

Die Bewohner von Brasov (Kronstadt) in Siebenbürgen erhielten 1377 vom ungarischen König Ludwig dem Grossen die Genehmigung, auf dem Dietrichstein eine Grenz- und Zollburg zu bauen, die Törzburg. Der ungarische König Sigismund drang dann 1395 von hier aus in die Walachei vor und vertrieb Vlad II. Dracul den Fürsten der Walachei.
Kronstadt schenkte Schloss Bran 1920 Königin Maria von Rumänien, einer Habsburgerin. Nach der Enteignung zu Kriegsende gab Rumänien Schloss Bran 2006 in einer feierlichen Zeremonie an Dominik von Habsburg, den Enkel von Königin Maria zurück. Im Juni 2009 hat der Habsburger nun zusammen mit seinen beiden Schwestern die Törzburg als Museum wiedereröffnet. Dort wird allerlei aus dem Habsburger Besitz ausgestellt,  auch Krone, Zepter und Dolch von König Ferdinand, dem Grossvater der drei Habsburger. Im Schlossturm wird ein Luxusappartement für Übernachtungen vermietet. Für die ursprünglichen Exponate des Schlossmuseums hat das rumänische Kulturministerium ein neues Museum im benachbarten Zollhaus eingerichtet.

In der Lage ein wenig an Neuschwanstein erinnernd, steht es wie im Märchen hoch oben auf einem steil aufragenden Felsen inmitten wilder, unzugänglich wirkender Berglandschaft. Schwarze Vögel umflattern unheimlich krähend die Türme des alten Gemäuers. Unwillkürlich vermutet man Fledermäuse hinter der nächsten Zinne.
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Von am 7. Oktober 2009 um 8.20 Uhr
Kategorien: Reisetipps, Rumänien

Eingangstor zur Region Donaudelta ist die rumänische 100’000-Einwohnerstadt Tulcea. Von dort an verzweigt sich die Donau nach fast 3’000 Flusskilometern in ein wahres Labyrinth von Kanälen und Seen und Flussarmen mit vielen Inseln, mit von Sanddünen überwehten Uferlandschaften sowie riesigen Schlamm- und Schilfzonen. Vor allem in den letzten beiden Jahrtausenden erweiterte sich das Delta immer mehr durch die vielen vom Fluss mitgeführten Sedimente, die zu Schlammablagerungen wurden. Das Donaudelta ist heute eine sich ständig verändernde, äusserst komplexe Flusslandschaft mit einem fragilen Ökosystem.


Im Schilfgürtel des Donaudeltas. Foto: Keystone; Mihai Vasile.

Zwei Mündungsarme begrenzen das Delta: im Norden der Bratul Chilia, im Süden der Bratul Sfantu Georghe. Das Delta ist in Ost-West-Ausdehnung 110 Kilometer lang und umschliesst eine Fläche von 5’500 Quadratkilometern. In der Mitte – zwischen diesen beiden Donauarmen – verläuft zwischen Tulcea und Sulina, der kleinen Hafenstadt an der Mündung ins Schwarze Meer, ein schnurgerades kanalisiertes Donaubett. Das ist der Hauptkanal Bratul Sulina. Er dient der Schifffahrt, hier läuft der ganze Handelsverkehr bis nach Deutschland hindurch.

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Von am 29. September 2009 um 16.00 Uhr
Kategorien: Reisetipps, Rumänien

Der Ruf der ungarischen Könige, die im 12. Jahrhundert neue Siedler anwarben, die Transsylvanien, das wilde Land jenseits der Wälder, kolonisieren sollten, reichte weit. Er wurde sogar am Rhein in der Koblenzer Gegend und der Region des heutigen Luxenburg vernommen. Viele Menschen machten sich auf den beschwerlichen Weg – und so begann die gut neunhundertjährige Geschichte der Siebenbürger Sachsen. Sachsen wurden sie nur wegen ihres Rechtes, des Sachsenspiegels, genannt. Heute leben noch schätzungsweise 90’000 deutschstämmige Siebenbürger im rumänischen Transsylvanien.

Zinsabgaben und Militärdienst hatten die Neusiedler zu leisten, dafür bekamen sie aber einen besonderen Status und für die damalige Zeit ungewöhnliche Privilegien wie freie Richterwahl, Gerichtsbarkeit, Zollfreiheit und mehr. Schon ab 1486 gab es mit der Sächsischen Nationsuniversität ein ganz eigenes Verwaltungsgremium, das die siebenbürgische Selbstverwaltung bedeutete. Erst nach Gründung der österreichisch-ungarischen Doppelmonarchie 1867 wurde diese Autonomie zurückgenommen.


Die Kirchenburg Cincsor. Foto: Brigitte Jäger-Dabek.

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Von am 2. Juli 2009 um 7.40 Uhr
Kategorien: Reisetipps, Rumänien

Längst ist das Schwarze Meer zu einer echten Alternative zum Mittelmeer geworden. Das Klima ist milder als in mediterranen Gegenden. Heiss und subtropisch ist es nur auf der Krim und in Georgien. Sonst ist es durchweg angenehm. Das Wasser ist auch dann noch badewarm, wenn es in Mitteleuropa Herbst wird. Die Wassertemperaturen, die im Sommer 28 bis 29 Grad erreichen, sind erstaunlich, wenn man die durchschnittlich mehr als 1200 Meter Wassertiefe des Schwarzen Meeres bedenkt.
Das fischreiche Binnenmeer hat mit 1,75 Prozent einen gerade Mal halb so hohen Salzgehalt wie das Mittelmeer. Aber schwarz ist es ganz und gar nicht. Der Name rührt vermutlich daher, dass “schwarz” im Mittelalter als Bezeichnung für stürmisch gebräuchlich war. Stürmisch werden kann es hier durchaus; anders als im Mittelmeer fehlen die schützenden, vorgelagerten Inseln und Buchten. Allerdings gilt das kaum für den Sommer, denn dann steigt die Wellenhöhe nur ganz selten über einen Meter.

Urlaub an der rumänischen Schwarzmeerküste, das heisst:

  • * zehn Stunden Sonne am Tag und mehr,
    • * flach abfallende und feinsandig Strände die genauso schön sind wie am Mittelmeer,
    • * Badewetter von Mai bis Oktober,
    • * mildes Klima ohne die Hitzespitzen des Mittelmeersommers,
    • * Ausflugsmöglichkeiten in ein völlig ursprüngliches Hinterland,
    • * Urlaub in einer weitläufigen teils noch unverbauten Umgebung.

    Das macht Rumäniens Schwarzmeerküste für Mitteleuropäer mehr und mehr zur interessanten Destination. Die meisten grossen Veranstalter bieten mittlerweile Reisen nach Rumänien an. Hinzu kommt ein unschlagbarer Vorteil gegenüber dem Mittelmeer: Der niedrige Preis bedeutet in jedem Fall auch in Krisenzeiten viel bezahlbaren Urlaub fürs Geld. Die Zuwachsraten sprechen für sich, Rumänien ist ein Urlaubsland im Aufwind.
    Die breiten Schwarzmeer-Strände Rumäniens locken immer mehr Touristen an. Foto: B. Jäger-Dabek

    Im nördlichen Bereich der rumänischen Schwarzmeerküste liegt mit dem Donau-Delta ein einmaliges Naturparadies. Südlich der Donau-Mündung liegen die Badeorte an Rumäniens Schwarzmeerküste. » weiterlesen