9 Artikel in der Kategorie Vietnam.

Von Andrea Schmits am 18. Mai 2012 um 8.58 Uhr
Kategorien: Reiseberichte & Insider, Vietnam

Das Mekong-Delta liegt in Südvietnam und ist etwa zwei Autostunden von Ho-Chi-Minh-City entfernt. Hier mündet der Fluss Mekong nach einer 4800 Kilometer langen Reise durch sieben Länder in ein 39‘000 Quadratkilometer grosses Delta mit neun Flussarmen. Es ist eine zauberhafte und wilde Gegend.

In einem Tagesausflug von Ho-Chi-Minh-City aus sieht man natürlich nur einen winzigen Teil des Deltas und darüber hinaus nur den touristischsten. Denn die vielen Touren, die man buchen kann, haben alle fast das gleiche Angebot. Trotzdem ist es ein wunderschöner Ausflug. Will man die schwimmenden Märkte sehen, muss man im Delta übernachten. Denn die Marktboote sind nur sehr früh auf den Flüssen unterwegs.

Wir haben uns für einen Tagesausflug in die Gegend von My Tho und Ben Tre entschieden und fahren mit dem Boot etwa drei Stunden lang von Ho-Chi-Minh-City aus den Saigon River entlang in Richtung Süden. Die Fahrt führt vorbei an prunkvollen Villas, Armenvierteln mit wackligen Wellblechhäusern auf Stelzen und vielen mit Früchten beladenen Booten.
» weiterlesen

Von Andrea Schmits am 11. Mai 2012 um 14.21 Uhr
Kategorien: Allgemein, Reiseberichte & Insider, Vietnam

Wenn man die Vietnam-Reise in Ho-Chi-Minh-City beginnt, ist es einfach, sich erstmal über den Tisch ziehen zu lassen: Wie überall wissen die Taxifahrer am Flughafen genau, dass die meisten Neuankömmlinge noch wenig Ahnung von der Landeswährung und den üblichen Preisen haben. So ging es auch uns: Die Währung Dong mit ihren vielen Nullen hat uns dermassen verwirrt (1 Million Dong sind 44 Franken), dass wir für die Fahrt ins Zentrum etwa doppelt so viel wie nötig bezahlt haben. Allerdings fühlt man sich in Vietnam nicht einmal unbedingt schlecht, wenn man abgezockt wird – denn für westliche Verhältnisse ist alles immer noch spottbillig. Trotzdem sollte man darauf beharren, dass der Fahrer den Taxameter anstellt.

Im Zentrum angekommen, kann man sich erstmal überfordert fühlen: Vom Verkehrschaos, den vielen Menschen, der Hitze – und all den Dingen, die man in der Stadt sehen möchte. Das ist gar nicht nötig: In nur ein bis zwei Tagen kann man die Sehenswürdigkeiten der Stadt gemütlich abklappern, die meisten sogar zu Fuss. Übrigens ist auch heute noch der Name Saigon für die Stadt geläufiger – kaum jemand sagt Ho-Chi-Minh-City. Das zentralste Quartier der Stadt heisst auch heute noch Saigon.

Diese Dinge sollte man nicht verpassen:
» weiterlesen

Von Andrea Schmits am 10. Mai 2012 um 14.24 Uhr
Kategorien: Reiseberichte & Insider, Reisetipps, Vietnam

Ganz normaler Alltagsverkehr in Hanoi. Bild: Wikimedia Commons, User: Franzfoto.

Vor einigen Wochen bin ich aus Vietnam zurückgekehrt. Während zwei Wochen reisten wir von Ho-Chi-Minh-City im Süden nach Da Nang in Zentralvietnam. Mein Fazit liest sich wie eine einfallslose Postkarte: “Wunderschöne Natur, nette Menschen, tolles Essen, super Wetter. Wir kommen wieder!“

Doch obwohl ich bereits viele asiatische Länder besucht und in Singapur gelebt habe, konnte ich in Vietnam wieder neues dazulernen. Da wären etwa folgende Lektionen:
» weiterlesen

Von Rico Wyder am 29. Dezember 2011 um 10.00 Uhr
Kategorien: Finnland, Indonesien, Island, Japan, Norwegen, Spanien, Vietnam, Web-Tipps

Der Dezember ist die Zeit der Rückblicke. Im Fernsehen, in Magazinen und Zeitungen schaut man momentan auf die Ereignisse des Jahres 2011. Damit ihr euch nicht nur mit den politischen und gesellschaftlichen Höhen und Tiefen des Jahres beschäftigen müsst, habe ich einige Reisevideos aus dem Jahr 2011 herausgesucht. Von den Bergen Norwegens über Tokio bis nach Südostasien zeigen uns diese Videos die Welt, wie man sie vielleicht noch nicht gesehen hat.

MOVE – 3 Männer, 44 Tage, 11 Länder, 18 Flüge, 38’000 Flugmeilen

THE MOUNTAIN – der Sternenhimmel im Zeitraffer

TOKYO SLO-MODE – die Stadtleben in Tokio in Zeitlupe

TRAFFIC IN FRENETIC HCM – der berühmte Verkehr in Ho Chi Minh City

SPAIN – historische Bauten in Castilla-La-Mancha und Castilla-y-Léon

BALI JE T’AIME – eindrückliche Bilder von der indonesischen Insel

MIDNIGHT SUN ICELAND – die Mitternachtssonne von Island im Zeitraffer

I BELIEVE I CAN FLY – Seiltänzer und Basejumper reisen um die Welt

A JOURNEY THROUGH VIETNAM – eine sehr persönliches Video eines Sommerurlaubs

AURORA BOREALIS IN FINNISH LAPLAND

Von Udo Habermann am 29. Juni 2010 um 7.00 Uhr
Kategorien: Reisetipps, Vietnam

Auf letzte Weihnachten schenkte ich meinem Patenkind Marc einen Globus. Seither kann Marc mitverfolgen, wo sein Götti gerade am Reisen ist. Als ich mein Göttikind aufforderte, einen langgestreckten Küstenstaat namens Chile auf dem Globus zu suchen, zeigte Marc auf Vietnam. Dieses wird seither “Chile des Ostens” genannt.


Auf Hanois Strassen. Foto: Keystone; Julian Abram Wainwright

Ein halbes Jahr später verbrachte ich ein Wochenende in Hanoi, der Hauptstadt der fussballverrückten Sozialistischen Republik Vietnam. Vietnam errang 2008 zum ersten Mal in seiner Geschichte den Tiger-Cup, ein Turnier von mittlerer Bedeutung. Dieser Meisterschaftssieg mündete im grössten und längsten Fest, welches das Land seit dem Krieg erlebt hat. Denn normalerweise enden Parties hier ungefähr um 23 Uhr, sobald die Polizei auftaucht.

Bereits im Bericht über die Demokratische Volksrepublik Laos haben wir gesehen, dass umständliche, amtliche Staatsbezeichnungen nicht automatisch Partykiller sein müssen. Wie in Laos sind es denn auch hier vor allem die Ausländer, die auf das Recht zu feiern pochen. So erlebte ich es in Hanoi zum ersten Mal, wie es ist, am selben Abend mit dem amerikanischen Botschafter und danach mit der Tochter des russischen Gesandten abzutanzen. Was wohl mehr Spass bereitet hat?

» weiterlesen

Von Rico Wyder am 7. August 2009 um 14.45 Uhr
Kategorien: Reiseberichte & Insider, Vietnam

In Vietnam fahren gut 20 Millionen Mopets für die knapp 80 Millionen Einwohner. In Ho Chi Minh besitzt sogar jeder Zweite einen dieser Benziner, welche bereits ab 300 USD zu kaufen sind. Die flinken Zweiräder sind überall anzutreffen: neben der Strasse, in Fussgängerzonen, auf dem Markt und sonst überall, wo man als Fussgänger auch langgehen kann. Die meisten fahren natürlich auf den Strassen. Die Fahrer suchen stets nach dem kürzesten Weg durch den Verkehr, und so ergibt sich meistens ein wildes Durcheinander, das es vor allem den Fussgängern nicht einfach macht, die Strasse zu überqueren.

Ein Freund riet uns vor der Abreise: “Zeige keine Furcht, sehe ihnen in die Augen, und schreite einfach im normalen Tempo vorwärts. Mach keine ruckartigen Bewegungen. Die Autos und Motorräder kalkulieren dein Tempo mit ein und umfahren dich ohne Probleme.”

Traffic Adventures in Ho Chi Minh City from ricowyder on Vimeo.

So war es dann auch. Wer es nicht selber wagt, dem sei geraten, einfach Seite an Seite mit einem Einheimischen die Strasse zu überqueren.

Von Rico Wyder am 3. August 2009 um 14.30 Uhr
Kategorien: Reiseberichte & Insider, Vietnam

caodai

Erneut begeben wir uns mit dem Auto aus der Stadt. Diesmal fahren wir nahe an die Grenze zu Kambodscha zum grössten Tempel der Cao Dai bzw. des Caodaismus. Da meine Quellen vor Ort und im Netz auseinandergehen, kann ich nicht sagen, ob der Caodaismus eine Sekte oder eine Religion ist. Fakt ist, dass der Caodaismus 1926 gegründet wurde und in Vietnam gut drei Millionen Anhänger hat. Der Caodaismus begründet sowohl auf Elementen des Buddismus und des Katholizismus als auch des Konfuzianismus. Der Tempel ist streng nach Feng Shui errichtet worden und hat angeblich den bestmöglichen Standort im ganzen Land.

An der Architektur fiel mir auf, dass der Kreuzgang des Tempels als Eingang dient. Das Zentrum des grossen Raums befindet sich aber am Fusse des Schiffes. Es ist gefüllt mit symbolischen Gegenständen und Abbildungen von Heiligen (unter anderem auch Jesus Christus und Buddha). Der Rundgang durch den Tempel ist äusserst spannend. Unser Reiseführer brauchte gut eine halbe Stunde, um uns die Symbole zu erklären.

caodai_1

Wir durften zusammen mit gut zwei Dutzend Touristen der Mittagszeremonie beiwohnen. Da ich der Sprache aber nicht mächtig bin, konnte ich nur dem Gesang der Gläubigen lauschen. Die Musik des Orchesters war etwas gewöhnungsbedürftig, jedoch schön. Wer mehr zu den Cao Dai wissen möchte, findet unter diesem Link mehr (in Englisch). Der Tempel ist definitiv eine Reise wert. Zudem erhält man die Chance, auf dem Land vietnamesische Köstlichkeiten zu geniessen. » weiterlesen

Von Rico Wyder am 31. Juli 2009 um 7.00 Uhr
Kategorien: Reiseberichte & Insider, Vietnam

Nach unserem ersten Tag im Zentrum von Ho Chi Minh Stadt, fahren wir heute in den Stadtteil Cù Chi. Nach ihm ist das Tunnelsystem benannt, in dem sich vietnamesische Wiederstandskämpfer vor und während des Vietnamkrieges versteckt hielten. Wir fahren gut eine Stunde durch die Stadt. Die gesamte Anlage ist äusserst eindrücklich organisiert. Neben unserem privaten Guide werden wir von einem Soldaten begleitet, der uns zahlreiche Ausstellungsobjekte demonstriert.

Die ersten Tunnel entstanden nach dem zweiten Weltkrieg im Kampf gegen die Kolonialmacht Frankreich. Das Tunnelsystem wurde danach massiv ausgeweitet, um nahe dem Hauptquartier Südvietnams und der Amerikaner eine Widerstandsfront aufzubauen. Das Tunnelsystem umfasst über 200 Kilometer lange Gänge, die Schlafräume, Lazarette, Bunker, Küchen und Kampfeinrichtungen miteinander verbanden. Speziell, so wie ich finde, sind auch die unterirdischen Evakuationsausgänge in den Mekongfluss.

cuchi_1

Die Tunnel sind wirklich extrem eng und tief gebaut. Die amerikanischen Streitkräfte waren zu gross, um die vietnamesischen Kämpfer in den Untergrund zu verfolgen. Die Eingänge waren äusserst gut getarnt und mit Fallen geschützt. Die Siphon-Form der Tunnel am Eingang verhinderte, dass die Amerikaner die Tunnel ausräuchern konnte. Der Soldat auf dem Foto (oben) überredete mich, durch den Eingang hinabzusteigen. Ich hatte keine Chance. Wir nahmen dann die Treppe (Foto unten). Doch um die Touristen durch die Tunnel führen zu können, mussten die Tunnel um gut 30 Zentimeter erhöht werden. Ich fand auch das noch äusserst knapp bemessen. » weiterlesen

Von Rico Wyder am 29. Juli 2009 um 7.55 Uhr
Kategorien: Reiseberichte & Insider, Vietnam

hochiminhcity

Wie auf dem ersten Bild zu sehen ist, haben sie uns ins Land gelassen. Da wir unser Visum online gebucht hatten, waren wir uns nicht hundertprozentig sicher, ob das klappen würde. Es lief jedoch alles reibungslos.

Vor unserer Abreise nach Ho Chi Minh City (früher: Saigon) haben wir uns einige Reiseführer angeschaut und uns ein kleines Programm zusammengestellt. Es stellt sich jedoch heraus, dass Ho Chi Minh City trotz seiner gut sieben Millionen Einwohnern für Touristen ziemlich überschaubar ist. Die meisten Sehenswürdigkeiten sind zu Fuss zu erreichen, wenn man ein Hotel im Distrikt 1 (Quân 1) bucht. Neben den kurzen Distanzen ist wohl auch das grosse Verkehrsaufkommen daran Schuld, dass man lieber in Hitze stetig vorwärts kommt, als im kühlen Taxi im Verkehr steckenzubleiben. Ich habe einen kleinen Rundgang zusammengestellt, den man in einem Tag sehr gut bewältigen kann.

Ho Chi Minh City (Saigon) in 1 Tag

Am besten startet man auch im Ausland mit einem guten Kaffee am frühen Morgen. Am Platz der Notre Dame gibt es einen Coffee Bean mit einem wunderschönen Ausblick auf die Kathedrale.

hcmc_notredame

Von der Kirche ist es durch den Park nur einen Steinwurf bis zum Wiedervereinigungspalast. Das Gebäude hiess früher Freiheitspalast und ist wohl eines der historisch bedeutsamsten von Ho Chi Minh City. Es war der Hauptsitz der Regierung von Südvietnam während des Vietnamkrieges. 1975 fiel mit Saigon auch der Palast in die Hände des Nordens. Das Gebäude wurde als Erinnerung an diesen Tag umbenannt in Wiedervereinigungspalast. Alle Räumlichkeiten und Möbel wurden so belassen, wie man sie beim Stürmen vorfand. Der Palast ist den Eintrittspreis wert. Und es werden Führungen umsonst angeboten. » weiterlesen