443 Artikel in der Kategorie Reiseberichte & Insider.

Von am 12. Juli 2012 um 16.31 Uhr
Kategorien: Länder, Reiseberichte & Insider, Spanien

Kennt ihr “Die Auswanderer”? Das ist eine Sendung über Leute, die mit 3000 Euro im Sack und ohne Fremdsprachenkenntnisse nach Spanien oder sonstwohin auswandern, um dort ein “besseres” Leben zu führen. Letztens war da so ein Paar, das in Cala Millor (Mallorca) nebst dem Solarium noch ein Fish Foot SPA eröffnete. Alles was sie dazu brauchen, ist ein Tank voller hunriger Fische, die den Touristen die Hornhaut abknabbern… Die armen Fische!

Aber siehe da, auch in La Carihuela in der Nähe von Malagagibt es so ein Fish Foot SPA! Das musste ich natürlich ausprobieren. 30 Minuten Füsse knabbern kosten 20 Euro. Die Kleinen waren hungrig, stürzten sich auf meine von kilometerlangen Strandwanderungen und Shoppingtouren geschundenen Füsse. Anfangs dachte ich, das halte ich nicht aus, es kitzelt ganz schön. Aber nach ca. zwei Minuten wurde es angenehm, vom Gefühl her ähnlich wie ein Peeling, nur dass die Peelingkörner lebendig sind und unermüdlich Nagelhäutchen und Hornhaut fressen.

Pedicure mal anders. Foto: Corinne Dubacher.

Umso gespannter war ich auf das Ergebnis: Doch, die Fische haben ganze Arbeit geleistet, meine Füsse endlich befreit von Hornhaut. Alles in allem eine spassige Angelegenheit und eine willkommene Abwechslung zum Strandleben.

Von am 11. Juli 2012 um 10.42 Uhr
Kategorien: Reiseberichte & Insider, Vietnam

Vielleicht habt ihr auch schon deutsche TV-Filme wie “Das Traumschiff“ gesehen, die in Asien spielen. Und euch gefragt, wo bitteschön Asien denn so aussieht: Eine Szenerie wie gemalt, von Hitze keine Spur (meist spazieren die Darsteller locker in Langarmhemden rum) und nirgendwo eine stinkige oder laute Ecke. “Asien in allen Ehren“, dachte ich mir jedes Mal, wenn ich in so einen Film reinzappte. “Aber so idyllisch ist es nicht einmal in Singapur.“

Doch vor ein paar Monaten habe ich meine Meinung geändert. Es gibt tatsächlich eine Stadt, die jedes romantische Asien-Klischee erfüllt: Hoi An. Bilder zur Vergrösserung anklicken. Alle Bilder: Andrea Schmits.

Das Städtchen liegt mitten in Vietnam, nur etwa eine halbe Autostunde vom internationalen Flughafen in Danang entfernt. Seine glorreichsten Zeiten sind lange vorbei: Einst hatte Hoi An den grössten Hafen in Südostasien und war Teil der Seidenstrasse. Zuerst siedelten sich Chinesen und Japaner an, dann kamen Inder, Portugiesen, Holländer und Franzosen. Doch das wirtschaftliche Glück währte nicht ewig – weil der Hafen langsam versandete, verlor die Stadt im 18. Jahrhundert ihre Bedeutung.

Heute ist die Altstadt Unesco-geschützt. Sie gilt als gut erhaltenes Beispiel eines südostasiatischen Handelshafens vom 15. bis 19. Jahrhundert. Wahrzeichen Hoi Ans sind die farbigen Lampions, die vor fast jedem Laden und Restaurant hängen. Früher zeigten sie den Schiffskapitänen den Weg, heute locken sie Touristen an. Berühmt ist der Ort auch für seine guten Schneider und das Essen: Kochkurse gibt es an jeder Ecke.
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Von am 6. Juli 2012 um 11.12 Uhr
Kategorien: Deutschland, Länder, Reiseberichte & Insider, Reisetipps

Das Poker-Turnier, über das ich bloggen soll, beginnt in wenigen Minuten. Eigentlich eine Schande, den Start zu verpassen, doch mein Körper hat andere Bedürfnisse. Ich verlasse das Casino auf der Suche nach Stärkung. Der Hunger treibt mich die “Grosse Bleichen“ entlang. Ich schlendere an Italienern, Japanern und Deutscher Hausmannskost vorbei und lasse sie alle links liegen. Mich gelüstet es nach Wurst. Einer richtig fetten Currywurst. Doch nicht irgendeine, edel soll sie sein, ja, ausgezeichnet. So wie die Currywurst im “Edel Curry“. Die wurde im Jahre 2009 von Galileo zur “besten Currywurst Deutschlands“ gekürt. Also nichts wie rein in den Laden, Karte aufschlagen und den Klassiker bestellen. Ob ich Pommes dazu möchte, fragt die Bedienung. Nein, nur Wurst.


Minuten später kehrt sie mit einem Teller an meinen Tisch zurück. Darauf nichts als Wurst und zwei Scheiben Brot. Und massenweise der viel gerühmten Sauce, deren Rezept geheim bleibt. “Das nenne ich eine Wurst“ denke ich mir und haue rein.

Genüsslich setze ich zum letzten Bissen an. Und just in dem Augenblick höre ich die ersten Takte eines meiner Lieblingslieder: “Forever Young“ von Alphaville. Das Leben könnte kaum schöner sein. Satt und zufrieden kehre ich ins Casino zurück. Ob man mir den kurzen Ausflug ins Wurstparadies verzeiht? Ich weiss es nicht. Doch eines steht fest, Ich würde es wieder tun. Jederzeit.

Ihr möchtet die beste Currywurst auch mal kosten? Hotels in Hamburg findet ihr hier.

Zum Weiterlesen:
Unterwegs in Hamburg (1): Hallo Reeperbahn
Unterwegs in Hamburg (2): Anstehen bei Abercrombie

Bilder: Corinne Dubacher

Von am 5. Juli 2012 um 9.27 Uhr
Kategorien: China, Länder, Reiseberichte & Insider

Das Drachenbootfest (chinesisch: Duan Wu Jie) ist ein traditionelles chinesisches Fest und ein offizieller Feiertag. Es wird jedes Jahr am fünften Tag des fünften Mondmonats nach dem chinesischen Kalender gefeiert und deshalb auch “Fest der Doppelfünf“ genannt. Dieses Jahr fand das Drachenbootfest am 23. Juni statt, der freie Tag war daher am 22. Juni.

Seine Geschichte ist über 2000 Jahre alt und basiert, wie die meisten chinesischen Feste, auf einer Legende. Nach dieser wird das Fest zum Gedenken an den Dichter Qu Yuan gefeiert, der sich ca. 300 Jahre vor Christus, genau am fünften Tag des fünften Mondmonats im Fluss Miluo Jiang (Provinz Hunan) ertränkt haben soll, um gegen die damalige Regierung zu protestieren. Damit sein Leichnam nicht von Fischen und anderen Meerestieren gefressen wurde, ruderten viele Bewohner mit Booten auf den Fluss hinaus und warfen Reisklösse (Zongzi) in den Fluss, die die Fische ablenken sollten. Ein alter Arzt goss zudem “Xionghuang“-Wein in den Fluss, um die Meerestiere zu töten. Zum Drachenbootfest isst man daher heute Zongzi, trinkt Xionghuang-Wein und veranstaltet Drachenboot-Wettkämpfe.

Drachenboot-Kopf. Bild: Wikimedia Commons, User: Pesopesado

In den Tagen um das Fest werden überall in China Drachenboot-Regatten veranstaltet. Die Boote sind drachenähnlich angemalt und zieren einen Drachenkopf am Bug. Sobald das Startsignal gegeben wird, schiessen die drachenförmigen Boote in Richtung Ziel. Die Ruderer werden dabei von einem schnellen Trommelschlag begleitet und rudern so in einem einheitlichen Rhythmus. Auch ausserhalb von China sind solche Rennen sehr beliebt und verbreitet. Besonders bekannt ist das alljährliche Drachenbootrennen in Hongkong, das bereits seit 1970 ausgetragen wird. Auch in Deutschland und Grossbritannien gibt es heute solche Rennen.

Wie jedes chinesische Fest hat auch das Drachenbootfest seine charakteristische kulinarische Köstlichkeit. Hier sind es die Zongzi, in Bambus- oder Schilfblätter eingewickelte Klebreisklösse, welche gekocht oder gedünstet werden. Je nach Region haben die Zongzi andere Füllungen. Die Menschen im Norden geniessen sie mit Datteln, während die Menschen im Süden gemischte Zutaten wie Fleisch, Wurst und Eier vorziehen. Auch wir haben die verschiedenen Variationen gekostet. Mir persönlich schmecken sie jedoch nicht so.

Zongzi. Bild: Wikimedia Commons, User: Allentchang

Während des Festes tragen die Leute bunte Seidenbeutelchen am Körper, die duftende Heilkräuter und Aromastoffe enthalten. Mehrere solcher Beutel werden auf einer Schnur aufgereiht und um den Hals oder an einem Kleidungsstück getragen, um sich vor Seuchen zu schützen.

Die Autorin: Tamara Benz, Jahrgang 1983, ist in Davos geboren und aufgewachsen, ehe sie für sieben Jahre nach Brugg zog. Dann ging ihre Reise weiter: Seit kurzem lebt sie nun in China. Ihr Freund hat hier einen Job als Expat in der Stadt Xiamen bekommen. Und sie will die Möglichkeit nutzen, Land, Leute und die Sprache kennenzulernen. Hier im Blog berichtet Tamara regelmässig über ihr Leben in Asien.

Von am 4. Juli 2012 um 14.25 Uhr
Kategorien: Familientipps, Frankreich, Länder, Reiseberichte & Insider

Habt ihr den ersten Beaune-Blog schon gelesen? Hier erfährt ihr, wo man sich kulinarisch verwöhnen lassen kann.

Wer in Beaune weilt, muss den 1443 gegründeten “Hospices de Beaune“ einen Besuch abstatten. Das Krankenhaus wurde nach dem Hundertjährigen Krieg von Nicolas Rolin und seiner Frau Guigone de Salins gegründet, um den Ärmsten der Bevölkerung kostenlos medizinische Betreuung zu garantieren. Noch heute dient ein Teil des Gebäudekomplexes als Spital; ein weiterer Teil steht den Besuchern als Museum zur Verfügung. Es gewährt einen interessanten Einblick in die Geschichte der Krankenpflege der letzten 500 Jahre. Mit einem einfach zu bedienenden Audioguide wird man in einer rund eineinhalbstündigen Tour individuell durch die Räumlichkeiten geführt.

Am Samstagmorgen wimmelts in den Strassen der Altstadt von Einheimischen und Touristen. Dann nämlich findet der berühmte Markt statt. Und wie immer an solchen Märkten finden sich Das-will-ich-haben-Dinge neben diversen unnötigen Sachen. Oder hat jemand von euch schon eine Matratze an einem Lebensmittelmarkt gekauft? Oder uralte Kassetten von, unterdessen bestimmt verstorbenen, Schlagerstars? Als Mitbringsel vom Markt eignen sich jedoch lokaler Honig, Nougat, Trüffel, getrocknete Pilze und Wein.

Beaune: Place Carnot, Marché aux vins, Hôtel-Dieu (Fotos: Claudia Lambrich)

Beaune ist kein Shoppingparadies – Fashionistas suchen vergebens H&M, Zara und Mango. Dennoch kann Frau hier und da in schönen, und günstigen, Geschäften einkaufen. » weiterlesen

Von am 4. Juli 2012 um 9.48 Uhr
Kategorien: Ägypten, Länder, News, Reiseberichte & Insider

“What are the chances of meeting your boss on holiday?”, fragte BBC im Juni seine LeserInnen. Nun ja, wenn man den Urlaub gemeinsam plant, liegt die Wahrscheinlichkeit bei 100%. Doch dies passiert in den seltensten Fällen und wenn schon, dann müsste die Frage eher lauten: “Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, zusammen mit dem Boss im Urlaub erwischt zu werden?”.

Mir geschah es bisher nur einmal, dass ich im Urlaub auf meinen Chef traf und zwar im Sommer 2002 in Sharm el Sheikh – und das ausgerechnet während den ersten Ferien im neuen Job! Immerhin war es ein angekündigtes Aufeinandertreffen und keines aus heiterem Himmel. Im Vorfeld war zu erfahren, dass sich Destination und Aufenthaltszeit überlappen. Die Chefsekretärin verriet, dass er auch im selben Hotel absteigen würde.

Naama Bay, Sharm el Sheikh. Foto: Flickr, WomEOS

Die Krux: im Büro munkelte man schon lange, dass er mit einem Mann liiert sei, aber offiziell wars noch nicht. Also wie reagieren bei einem Treffen? Unsere Wege im Hotelareal kreuzten sich schliesslich ein einziges mal: man begrüsste sich, stellte sich vor, tauschte einige Banalitäten aus, das wars. Zurück im Büro wurde nie mehr ein Sterbenswörtchen über das Treffen verloren.
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Von am 2. Juli 2012 um 9.15 Uhr
Kategorien: Allgemein, Frankreich, Reiseberichte & Insider

Über die Wohnmobil-Ferien in der Auvergne habe ich bereits ausführlich berichtet, nun kommt, wie angedroht, eine kurze Reportage über ein verlängertes Weekend im Burgund, genauer gesagt in Beaune. Das kleine, mittelalterliche Städtchen ist ab Basel in knapp zweieinhalb Stunden erreichbar.

Eine erste Entscheidung steht bei der Unterkunftswahl an. Beaune beherbergt tolle Hotels in prächtigen Gebäuden, von denen die meisten aber auch dementsprechend teuer sind. Wer auf einem Weingut etwas ausserhalb übernachten möchte, steht ebenfalls vor der Wahl der Qual. Wir haben uns für ein Dreisternehaus mitten im Städtchen entschieden, für das Hotel Athanor. Die Lage ist sensationell, das Personal hilfsbereit und immer zu einem Spässchen aufgelegt und die chambres confort neu renoviert, stilvoll und gemütlich.

Beaune: Petite Place Carnot, Notre-Dame, La Grilladine (Fotos: Claudia Lambrich)
Wer wie wir um die Mittagszeit ankommt, gerät gleich um die Ecke des Hotels in Versuchung. Wunderbar speisen kann man im “La Grilladine“, bei schönem Wetter unter weissen Sonnensegeln. Es empfiehlt sich fast immer, ein Menü zu wählen. Für zwei Gänge (Vor-/Hauptspeise) wurden am Mittag 13 Euro verlangt, für ein dreigängiges Menü (zusätzlich mit Dessert) 15 Euro. Wir bestellten also einen grossen Blattsalat mit warmem Ziegenkäse und zum Hauptgang ein Pouletbrüstchen an exzellenter Senfsauce. Wir schwelgten und genossen. Überhaupt stellten die Restaurants einen Höhepunkt unserer Kurzreise dar. Mit gutem Gewissen empfehlen kann ich auch “Le Relais de Saulx“ (6 Rue Louis Very) für ein gediegenes Nachtessen und “Les Chevaliers“ (3 Petite Place Carnot) für einige Häppchen unter freiem Himmel. Rund um den Place Carnot befinden sich einige nette Cafés, die nicht unbedingt berühmt für ihren Kaffee, sondern für ihre Patisserie sind. Da gibt es Kunstwerke aus Zucker und Biskuit, farbenfrohe Türmchen, kleine Gebilde aus süsser, klebriger Masse.
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Von am 28. Juni 2012 um 12.52 Uhr
Kategorien: Reiseberichte & Insider, Vietnam

Weil in unserem Reiseführer Nha Trang als “ohne Zweifel der beste Strandurlaubsort Vietnams“ angepriesen wurde, haben wir den Traumstrand von Mui Ne vorzeitig verlassen und sind mit dem Liegebus fünfeinhalb Stunden in den Partyort gefahren.

Dort angekommen, waren wir ein bisschen enttäuscht: Der Stadtstrand ist von einer vielbefahrenen Strasse von den Hotels (allesamt Hochhäuser) getrennt und eher schmutzig und voll. Andererseits ist es ziemlich spannend, dem Strand entlang zu laufen und den Bewohnern von Nha Trang zuzusehen – schliesslich hatten wir uns in Mui Ne noch darüber beklagt, dass wir statt von Vietnamesen nur von Russen umgeben waren.

Will man die Nächte durchfeiern, ist man in Nha Trang richtig. Es gibt viele Partyboote, die zu den benachbarten Inseln fahren sowie Bars, in denen ewig Happy Hour ist. Von der Strandpromenade Tran Phu zweigen einige Gassen mit Bars, Restaurants und Souvenirshops ab.

Viel Kulturelles zu sehen gibt es aber nicht: Da wären zum einen die Cham-Türme von Po Nagar. Sie wurden vom 7. bis 12. Jahrhundert von den Cham auf dem Marmorberg Cu Lao erbaut (mehr zu den Cham erfahrt ihr in Teil 7 der Vietnam-Serie).

Die andere Sehenswürdigkeit ist die Long-Son-Pagode mit einem 24 Meter hohen weissen Buddha. 150 Stufen führen zu der Figur, die 1964 als Protest gegen die Unterdrückung des Buddhismus errichtet wurde.

Eine weitere Attraktion ist der Vergnügungspark Vinpearl auf der Insel Hon Tre. Für 400‘000 Dong (etwa 18 Franken) kommt man mit der Seilbahn auf die Insel und kann dort sämtliche Wasserbahnanlagen und Spielautomaten gratis benutzen. Auf der Insel hat es auch einen künstlichen Traumstrand mit einer Lagune.

Zum Weiterlesen:
Vietnam (1): Nachher ist man immer schlauer
Vietnam (2): Spaziergang durch Ho-Chi-Minh-City
Vietnam (3): Ausflug ins Mekong-Delta
Vietnam (4): Am Traumstrand von Mui Ne

Alle Bilder: Andrea Schmits.

Von am 26. Juni 2012 um 10.18 Uhr
Kategorien: Länder, Reiseberichte & Insider, Thailand

Angespornt durch 27 Facebook-likes für ein unscharfes Foto mit der Überschrift “Im Zug von Hua Hin nach Bangkok.” inkl. dem Kommentar “das ist bestimmt ein Reiseberichtli wert :)” meiner Chefredaktorin, habe ich mich dazu überwunden, einen Bericht über meine Reise nach Hua Hin und zurück zu schreiben.

Abenteuerliche Zugfahrt. Foto: Udo Habermann.

Hin gings für 180 Baht pro Person per Minivan vom kleinen Busbahnhof am Fuss der Century Mall bei der Skytrain-Station Victory Monument in Bangkok aus. Wir waren die ersten, bzw. der Van fuhr uns vor der Nase weg, was den Vorteil hatte, dass wir im nächsten, noch leeren Bus den Sitzplatz selbst aussuchen durften. Nach gut 20 Minuten war das Büsschen voll und zweieinhalb Stunden später kamen wir in Hua Hin an. Ein Taxi wäre etwa gleich schnell gewesen und hätte zehnmal soviel gekostet.

Da Motorbikes und Tuk-Tuks in Hua Hin kartellmässig organisiert sind und selbst für kurze Strecken und thailändische Verhältnisse relativ viel verlangen, baten wir den Minibuschauffeur, nachdem alle ausgestiegen waren, uns direkt zum Hotel zu fahren, was er für ein kleines Trinkgeld auch gerne tat.

Über Hua Hin selbst gibts nicht viel zu berichten. Wikipedia fasst zusammen: “Hua Hin wurde in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Badeorte in Thailand. Urlauber aus Europa und Asien bilden den grössten Anteil. Internationale Hotelketten haben das touristische Potenzial Hua Hins erkannt und bauen oder planen grosse Hotelobjekte.” Ich buchte im Intercontinental, weil ich dank häufigem Übernachten auf Geschäftsreisen in Hotels dieser Kette inzwischen so viele Punkte gesammelt habe, dass ich privat meistens umsonst nächtigen kann. Für mich war es der perfekte Ort zum Relaxen.

Weit weniger entspannend war dann der eingangs erwähnte Grund, weshalb ich überhaupt aufgefordert wurde, über diese Reise zu schreiben. In der Stadt entdeckte ich nämlich einen Bahnhof und wollte unbedingt mit der Eisenbahn zurück. Gesagt, getan und billiger gehts nimmer: 44 Baht für Ausländer und umsonst für Thais. Zuerst war ich überrascht, dass deswegen nicht mehr Reisende den Zug nehmen. Bald stellte sich heraus, weshalb: die Fahrt bis nach Bangkok dauerte nämlich geschlagene sechs Stunden!
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Von am 25. Juni 2012 um 12.10 Uhr
Kategorien: Deutschland, Länder, Reiseberichte & Insider, Reisetipps

Meine Shoppingtour beginnt beim Hauptbahnhof. Oder besser gesagt, mit einer Busfahrt zum Hauptbahnhof. Denn ich wohne im Hotel Holiday Inn und das liegt nicht wirklich im Stadtzentrum. Aber Busfahren macht ja auch Spass und schliesslich will man das 3-Tages-Ticket (16.80 Euro) rausschlagen. Am Hauptbahnhof angekommen, gehe ich die Mönckebergstrasse entlang. Links und rechts säumen Kaufhäuser wie Karstadt, Saturn und grosse Ketten wie Zara, Mango, H&M und viele andere die Strasse. Wer auf Mainstream steht, kommt hier voll auf seine Kosten. Die Mönckebergstrasse führt zum Rathaus, das durch seine unglaubliche Architektur fasziniert.

Schlange stehen für Abercrombie

Vom Rathausplatz gehe ich weiter in die Poststrasse zum neuen Abercrombie & Fitch Store. Nicht, dass ich die Marke besonders toll fände, aber mal gucken schadet nicht. Doch was sehe ich da? An die 100 Personen stehen vor dem Eingang Schlange. Ich dachte erst, da gibts was umsonst oder die Mädels möchten Fotos mit den hübschen Türstehern machen und laufe nichtsahnend auf den Eingang zu. Der äusserst gutaussehende Türsteher packt mich daraufhin leicht am Arm und meint, ich müsse mich wie alle anderen hinten anstellen, der Laden sei momentan zu voll. Ähm, klar, ich hab ja nichts besseres zu tun, als mich anzustellen, um in einen Laden zu kommen! Nein, nicht mit mir, da verzichte ich freiwillig. Tipp an euch, wenn ihr den Laden auch von innen sehen möchtet, geht unter der Woche hin! (Fotos zum Vergrössern anklicken. Alle Fotos: Corinne Dubacher)


Von der Poststrasse führt die Shoppingreise weiter in die grosse Bleichen, den Gänsemarkt und den Jungfernstieg. Vom noblen Einkaufstempel Alsterhaus bis Zara Home findet man hier alles. Für Nivea-Fans ein Muss: der Besuch im Nivea-Haus am Jungfernstieg.
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