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Von am 26. April 2013 um 15.03 Uhr
Kategorien: Peru, Reiseberichte & Insider, Reisetipps

Andrea arbeitet bei ebookers SA. Sie hat kürzlich 6 Wochen in Südamerika verbracht. Entzückt kommt sie zurück und erzählt uns von ihren Erlebnissen – ein paar grossartige Reise-Tipps sind natürlich auch dabei!

Nachdem ich ein Jahr Geld gespart hatte, war es endlich soweit: Ich flog nach Südamerika für einen 6-wöchigen Trip durch Peru und Brasilien.

Arequipa

Meine erste Entdeckung war die  Stadt Arequipa in Peru. Die Stadt befindet sich im Süden des Landes, am Fusse des El Misti Vulkanes auf einer Höhe von 2000 Metern. Selten habe ich so viele und so günstige Taxis gesehen. Allerdings ist der Verkehr ein solches Chaos, das es sich manchmal eher anbietet zu gehen. Es ist sogar ein Vergnügen, da man endlos durch die wunderschönen Strassen flanieren kann.

Arequipa by night

Arequipa by night – © Andrea Tous, alle Rechte vorbehalten

Die erste Sehenswürdigkeit die ich empfehlen würde, ist das Convento de Santa Catalina, welches sich im Herzen der Stadt befindet. Es handelt sich hierbei um ein Kloster aus dem 16. Jahrhundert. Noch immer leben hier Nonnen unter strikten Regeln. D ennoch ist ein Teil für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Dimensionen und die Architektur sind beeindruckend. Sie erinnerten mich stark an marokkanische Designs.
Aufgrund des Jetlags besuchte ich das Kloster bereits in den frühen Morgenstunden, und konnte es fast gänzlich für mich geniessen. Ich nahm an einer Führung teil, welche mir einen Einblick in die Geschichte des Klosters gab. Einheimische nennen das Kloster „eine Stadt innerhalb einer Stadt“. Sehr zutreffend, diese Aussage. Man kann Stunden an diesem Ort verbringen: Eine fantastisch ruhige Atmosphäre im Herzen der belebten Stadt Arequipa.

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© Andrea Tous, alle Rechte vorbehalten

Arequipa ist nicht nur berühmt für Kulturgüter. Sehr bekannt und beliebt ist ihre Gastronomie. Viele peruanische Spezialitäten sind “Arequipeñas”. Entsprechend darf man den “San Camilo”- Essensmarkt auf keinen Fall verpassen. DER Ort um den Ursprung der peruanischen Küche zu entdecken. Hier findet man Früchte, die es ausschliesslich in diesem Bereich der Welt gibt, man kann frischgemachte “Tamales” (gefüllte Maisteigtaschen) geniessen, und sich so oder so in einer Vielfalt von angebotenen Produkten verlieren.
Ich persönlich genoss meinen Aufenthalt sehr. Man sei allerdings vor den Menschenmassen, und vor kuriosen Gepflogenheiten gewarnt, wie beispielsweise der Konsum eines Frosch-Drinks, der angeblich Potenz und Fruchtbarkeit Männer unterstützen soll. Hier nahm meine Experimentierfreude ein Ende.

Marché d'Arequipa

Markt in Arequipa – © Andrea Tous, alle Rechte vorbehalten

Viel mehr möchte ich mein Lieblingsrestaurant erwähnen: Es nennt sich “La Nueva Palomino”. Dies ist eine “Picanteria”, ein traditionelles peruanisches Restaurant. Auch wenn es ein bisschen touristisch ist, sind die Speisen absolut grossartig und müssen, meiner Meinung nach, immer mit dem peruanischen Staatsgetränk “Inca Kola” bestellt werden. Ich bestellte das “arroz con pollo” – köstlich! Allerdings würde ich davor zwei Tage nicht viel essen, da die servierten Portionen unglaublich riesig sind.
Die typischen Speisen dieser Region sind das «chipe de camarones»(Garnelen-Suppe), das «rocoto relleno« (gefüllte, scharfe Paprikaschoten), das «adobo» (würzig mariniertes Fleisch, eigentlich bezeichnet es die Marinade an sich) und das «ocopa» (Kartoffeln in Käse/Nuss-Sauce).
Die Gastronomie ist nicht nur eine Kunst in Peru; auf der Gastronomie gründet Perus Nationalstolz. Man gewinnt die Gunst der Einheimischen für sich, wenn man ihnen Wertschätzung für ihre Gerichte entgegenbringt.

In dieser magischen Stadt Arequipa flogen die Tage nur so dahin, und schon wurde es Zeit für meinen nächsten Stop: Cusco.

Cuzco

Ich wollte eine Sicht auf Cusco bieten die auf das typische Machu Picchu Bild verzichtet. Allerdings ist es mir unmöglich über die grösste Stadt der Anden zu reden ohne den atemberaubenden Machu Picchu zu erwähnen. Obwohl viele Touristen viele Attraktionen verpassen, in dem sie Cusco bereisen nur um den Machu Picchu zu betrachten, muss ich zugeben, dass dieser Ort auf dem Plan jedes  Reisenden stehen sollte. Die Schönheit der Ruinen, komplettiert durch die atemberaubende Umgebung, ist das Juwel des längst verschollenen Imperiums der Inkas.

Verpasst diese Möglichkeit auf keinen Fall! In Sachen Geld, ist Machu Picchu allerdings nicht die billigste Feriendestination. Zu erwarten ist das Bezahlen für den Einlass (welcher Monate im Voraus gebucht werden musst), der Zug von Cusco nach Aguas Calientes und den Bus von Aguas Calientes zum Standort. Da ich mit limitiertem Budget reiste, nahm ich nicht den Zug von Cusco direkt, sondern einen “Bus” um einen Zug etwas ausserhalb zu nehmen. Sollte man schwanger sein oder an Herzkrankheiten leiden, bietet sich diese Option jedoch weniger an: Der Bus fährt um 4.00 Uhr morgens von Cusco ab.
Vorsicht ist auch bei einigen örtlichen Reisebüros geboten. Aufgrund der vielen Touristen ist Betrug keine Seltenheit. Natürlich wurde auch ich Opfer es davon. Glücklicherweise sprach ich Spanisch, und konnte mich dennoch zurechtfinden.
Trotz allem habe ich tolle Erinnerungen daran.

Machu Pichu

Machu Pichu – @ Andrea Tous, alle Rechte vorbehalten

Die Stadt Cusco an sich ist ebenfalls einen Besuch wert, dank des beeindruckenden Mix von Inka und spanischer Architektur. Die Inkas waren imstande Steine so präzis zu schneiden, dass sie perfekt bündig gestapelt werden konnten. Nicht einmal ein Blatt Papier hätte man da in die Lücken einführen können.
Ein hervorragendes Beispiel für diese Architektur kann bei einer Lokalität namens Sansayhuaman, welche sich auf den Hügeln, die Cusco umgeben, gefunden werden. Nicht nur ist dieser Ort wunderschön, er bietet zusätzlich eine der besten Sichten auf Cusco.

Cuzco

Cuzco – © Andrea Tous, alle Rechte vorbehalten

Auch viele andere Lokalitäten innerhalb des Heiligen Tals sind wirklich einen Besuch wert. Daher empfehle ich einen mindestens einwöchigen Aufenthalt in Cusco. Zu beachten ist ausserdem der Fakt, dass Cusco eine der am höchsten gelegenen (ca. 3’400 Meter) Städte ist. Man braucht eine Weile, um sich an die Höhe zu gewöhnen, insbesondere wenn man mit dem Flugzeug angereist ist. Sollte einen die Höhenkrankheit erwischen, welche unter Einheimischen “Soroche” genannt wird, sollte man Mate de Coca trinken, welches praktisch ein Aufguss von Coca Blättern ist. Es schmeckt nicht besonders gut (man füge Zucker hinzu), aber es hilft. Ebenfalls kann man auf «Coramina» zurückgreifen, welches man in Apotheken erhält.
Nach einem tollen Aufenthalt in Cusco und seiner fantastischen Umgebung, war es an der Zeit wieder auf Meeresspiegel Höhe zurückzukehren und das Naturreservat von Paracas zu entdecken, welches drei Stunden Autofahrt südlich von Lima liegt.

Paracas

Paracas befindet sich sozusagen in einer Wüste, welche im Meer endet. Wo man allerdings nur erwartet Sand zu finden, existiert in Realität eine Fülle von Lebensarten. Gewährleistet wird dies von einer Lagune, in welcher Flamingos, Delfine, Seerobben und viele andere Arten zu finden sind. Die Lage ist wunderbar, und sogar was man als unansehnlich bezeichnen würde, ist hier bildschön: wie beispielsweise eine Invasion von Quallen, die ich während meines Aufenthaltes mitverfolgen konnte.

Wenn man einen genaueren Blick auf die an Land sehr gemächlichen Seerobben werfen möchte, darf man die Rundreisen auf die Ballestas Inseln nicht verpassen. Sie sind übersät mit Vögeln verschiedener Arten (und sogar kleinen Pinguinen). Hier kann man ein paar coole Bilder von Robben machen.

Wenn man sich mehr nach abenteuerlichen Aktivitäten sehnt, ist Paracas auch ein hervorragender Ort um Kite- sowie Sand Surfen zu üben und Dünen-Buggies zu fahren. Dies ist der perfekte Ort für Reisende, welche der Hektik der Hauptstadt entkommen wollen. Der wunderschöne Ort  ist sehr authentisch und präsentiert Perus Vielfalt.

Mein Aufenthalt in Peru war absolut fantastisch. Von den Landschaften bis zum Essen, gelang ich von Entdeckung zu Entdeckung und ich wünschte ich könnte euch von all meinen Erlebnissen berichten – dazu müsste ich ein Buch schreiben!
Nachdem ich drei unglaubliche Wochen in diesem Land verbracht habe, ist es nun an der Zeit mich auf den Weg zum meiner nächsten Destination zu machen: Brasilien.

Fortsetzung folgt…

Von am 7. März 2013 um 14.14 Uhr
Kategorien: Abu Dhabi, Emirate, Reiseberichte & Insider, Reisetipps

Unsere Mitarbeiterin Mirjana Vuckovic hat kürzlich eine Reise nach Dubai unternommen und berichtet hier von ihren schönsten Momenten:

Für mich ist Dubai das Paradies auf Erden. Egal in welcher Jahreszeit man hinfährt, es ist immer warm und sonnig. Und weil Dubai sich in der subtropischen Klimazone befindet, liegt die Niederschlagsrate praktisch bei Null – für Europäer ein Traum. Doch nicht nur das Klima, auch die serviceorientierte Mentalität des Landes lässt es Touristen an nichts fehlen. Die Vereinigten Arabischen Emirate sind ein sicherer und sauberer Ort mit ausgesprochen freundlichen und zuvorkommenden Einwohnern, wo man auch hingeht. Optisch ist Dubai schlicht fantastisch. Viele der Hochhäuser sind in einem modernen, arabischen Stil gebaut, der durch die abgerundeten Elemente eine Art feminines Erscheinungsbild kreiert – das lässt sich kaum mit den geradlinigen Skylines europäischer Städte vergleichen. Kurzum: Ich könnte ohne weiteres ein Buch darüber schreiben, wie grossartig Dubai ist und was alles getan und besichtigt werden muss, werde mich hier aber auf meine Top 10 Sehenswürdigkeiten beschränken. » weiterlesen

Von am 2. November 2012 um 18.36 Uhr
Kategorien: Allgemein, Indonesien, Reiseberichte & Insider, Reisetipps

Rachel Le ist eine Mitarbeiterin von ebookers und neu Fan von Indonesien. Warum dem so ist, teilt sie uns mit Auszügen aus ihrem Reisetagebuch mit. Viel Vergnügen.


 
Mit den Flugtickets, einem gültigen Reisepass sowie dem «Lonely Planet» im Gepäck, stand unserer Reise nach Indonesien nichts mehr im Weg! Und wie es sich für richtige Rucksacktouristen gehört, hatten wir bis wir im Flieger sassen nichts geplant. Als wir dann den 500-seitigen Reiseführer aufschlugen, wurde uns bewusst, dass wir uns eine Frage stellen mussten: Wie schaffen wir es, in nur zwei Wochen die besten Plätze Indonesiens zu sehen?
 

Hier ist unser Reisetagebuch…

 
Was man vorweg wissen muss: Indonesien ist ein Archipel, bestehend aus über 17’000 Inseln. In Jakarta angekommen, entschieden wir uns für die Hauptinsel Java – und wenn man schon mal in Indonesien ist, dann gehört auch die bekannte Insel Bali mit aufs Reiseprogramm. Wir entschieden uns also, Java und Bali zu erkunden.

Jakarta-Java: 2 Tage
Wir entdeckten eine überbevölkerte Stadt: Menschen, Einkaufszentren und Verkehrschaos, wohin man schaute. Java ist muslimisch, daher sollten ein paar Regeln beachtet werden und beispielsweise keine Shorts oder kurzen Röcke getragen werden. Dass man in Asien ist und mehrere Male am Tag das Gebet hört (sogar im Supermarkt), hatte irgendwie etwas Eigenartiges. Als wir raus aus der Hektik wollten, um eine der meistbesuchten Tempelanlagen, Borobudur, zu besuchen, wurden wir mit einem der Hauptprobleme konfontiert: dem Verkehrssystem. Weil die meisten Indonesierinnen und Indonesier über einen Scooter oder die Bessergestellten über ein Auto verfügen, geniessen die öffentlichen Verkehrsmittel nicht wirklich Priorität. Borobudur ist eigentlich nur zwei Fahrtstunden von Jakarta entfernt, mit dem Bus oder dem Zug braucht es aber beinahe einen ganzen Tag, um dorthin zu gelangen… So nahmen wir schliesslich das Flugzeug nach Bali, ohne Java so richtig erkundet zu haben.

Bali (1 Stunde «Jetlag»)
Die meisten Leute sagen, dass dies eine fantastische Insel ist – und sie haben Recht: Bali ist fantastisch. Wie alle europäischen Touristen überlegten wir uns als Erstes, wie wir den anderen Touristen ausweichen konnten. So stiegen wir also am Flughafen in ein Taxi und fuhren in die Inselmitte nach Ubud, anstatt in Kuta oder Legian zu bleiben – beide Orte sind für ihre Surfstrände und ihr belebtes Nachtleben bekannt. Für alle, die mehr über die balinesische Kultur erfahren wollen, ist Ubud wirklich ein Muss.

Ubud: 4 Tage
Kaum in dieser Stadt angekommen, schloss ich sie auch schon in mein Herz. Zwei Hauptstrassen voller Kunsthandlungen, schnuckeliger Hotels, toller Restaurants sowie Reisfelder. Ich kann diesen Stopp allen Reisenden nur empfehlen. Wir wohnten in einer sehr günstigen Unterkunft mit dem Namen Merthayasa (10 Euro pro Nacht inklusive Frühstück). Wenn man in Sachen Insekten, Komfort und Ästhethik nicht wirklich heikel ist, ist dies eine grossartige Möglichkeit, um mehr über den Lebensstil der Balinesen zu erfahren. Hier trafen wir die gutmütigsten, hilfsbereitesten und grosszügigsten Leute. Man kann in Ubud locker ein paar Tage verweilen, es gibt reichlich zu tun: das Besuchen aller Tempel und Höhlen, des Affenwalds, einer Kochschule, der Restaurants, Shoppen…


Einen Besuch wert: «Monkey forest» in Ubud. © Rachel Le
 
Ein Tagesausflug von Ubud nach Lovina (ganz im Norden von Bali)
Folgendes haben wir unterwegs besichtigt: die Reisterrassen von Ubud, den Pura Yeh Gangga Tempel, den Pura Ulun Danu Bratan Temple, Kaffee und Tee-Plantagen, die Gitgit-Wasserfälle, Warmwasserquellen sowie Delphine in Lovina. Ein Tag, der verdeutlicht, wie man in kurzer Zeit vieles entdecken kann. Später nahmen wir den Bus nach Padang Bay, einem Fischerdorf. Es war das erste Mal, dass wir den Strand sahen. Was für ein wundervoller, wilder Platz! Am Tag darauf nahmen wir das Schnellboot zu den Gili Inseln: eine Inselgruppe zwischen Bali und Lombok mit drei Inseln in der Grösse von drei Quadratkilometern.


Unterwegs entdeckt: Tempel in der Nähe von Lovina. © Rachel Le
 
Trawangan Island (grösste der Gili Inseln): 4 Tage
Wenn man seine Zeit an einem wirklich verträumten Ort verbringen will, dann ab nach Trawangan! Hier gibt es keine Autos oder Scooters, nur Pferde und Fahrräder. Und Sandstrände mit lagunenblauem Wasser… Sich beim Schnorcheln oder Tauchen nach riesigen Schildkröten, farbenprächtigen Fischen, Korallenriffen oder Haien umsehen? – Hier hat es alles von dem! Ein Ort, wie ihn sich alle wünschen: mit genug Platz für Familien und einem lebendigen Nachtleben für junge Leute, mit Unterkünften für Rucksacktouristen, aber auch mit luxuriösen Hotels. Willkommen in einer Postkarten-Landschaft!


Idylle pur auf «Trawagan Island»… © Rachel Le  
 
Zurück nach Bali: Kuta/Legian (3 Tage)
Eigentlich wollten wir ja zuerst gar nicht dorthin, aber Kuta und Legian sind halt irgendwie schon ein Muss – und ehrlich gesagt, es gibt keinen Ort auf Bali, wo es keine Touristen hat. Der perfekte Platz zum Surfen, mit einem sehr belebten Nachtleben und vielen Shops – der perfekte Ort, um nach Souvenirs Ausschau zu halten… Zudem mieteten wir einen Scooter. Das ist auch für Leute ohne internationalen Führerschein keine grosse Sache. Wenn man erwischt wird, bietet man einfach einen 20-Euro-Schein an. Mit dem Wind im Haar fuhren wir zum Pura Luhur Uluwatu Tempel im Süden von Bali. Und um die Wahrheit zu sagen: Es ist viel einfacher, einen Scooter zu fahren, als im Taxi mitansehen zu müssen, wie chaotisch der Verkehr abläuft. Später verbrachten wir den Tag am «Padang Padang Beach», wo der 2012 Ripcurl Cup, ein Surfwettbewerb, ausgetragen wurde. Danach war es Zeit, ins Hotel zurückzukehren, um all unsere Souvenirs in einen einzigen Rucksack zu verstauen…

Dann war es auch schon da: das Ende von zwei fantastischen Ferienwochen. Leider. Aber wenn ihr weitere Tipps oder Empfehlungen habt, lasst es mich bitte wissen. Es ist mit Sicherheit ein Ort, an den wir irgendwann zurückkehren werden.

«Selamat tinggal, sampai ketemu lagi»

Rachel

 

Von am 20. September 2012 um 23.57 Uhr
Kategorien: Allgemein, China, Reiseberichte & Insider, Reisetipps

Ein weiterer Kitesurfspot in der Provinz Fujian ist neben Xiamen (siehe auch Teil 1 meiner Berichterstattung) die Insel Pingtan, die knapp drei Autostunden nördlich von Xiamen liegt. Pingtan ist ein Landkreis bestehend aus 126 Inseln in der Meerenge von Taiwan und steht unter der Verwaltung von Fuzhou, der Hauptstadt der Provinz Fujian.

Die fünftgrösste Insel Chinas liegt circa 120 km von Fuzhou und ist nur ungefähr 160 km von Taiwan entfernt. Aufgrund dieser Nähe zu Taiwan wurde Pingtan im Jahr 2008 als Sonderverwaltungszone ausgerufen, um die industrielle Zusammenarbeit mit Taiwan zu stärken sowie die Entwicklung des Tourismus zu fördern. Ein entscheidender Schritt in diese Richtung war der Bau der Pingtan Straits Bridge (Abschluss November 2010), welche das Festland mit der Insel verbindet.

Pingtan hat eine 408 km lange Küste mit unzähligen sandigen Buchten und felsigen Halbinseln. Im Süden findet man menschenleere Strände, welche aber durch den Bau von Resorts bald bevölkert sein dürften. Überall auf der Insel befinden sich schmucke Dörfer mit den traditionellen Steinhäusern der Fujian Provinz. Pingtan verfügt über sechs wichtige touristische Bezirke sowie über zwei voll entwickelte Beach Resort-Bereiche; weitere sind zurzeit im Bau. Die 70 km lange Strandlinie, das subtropische Klima, der konstante Wind und das flache Wasser machen Pingtan zu einem Kitesurf-Mekka Chinas. Im Winter ist das Kitesurfen jedoch auch hier nur für Abgehärtete geeignet, ist es doch noch kälter als in Xiamen.

Mit Bars und Ausgehmöglichkeiten kann die Insel jedoch noch nicht aufwarten. Ausser ein paar KTV’s (Karaoke Bar) im Zentrum Tancheng und einem “halbwestlichen” Café findet man dort (noch) nichts. Wer Meeresfrüchte und Fisch mag, ist in Pingtan aber an der richtigen Adresse: In vielen Restaurants wird frisches Meeresgetier angeboten. Pingtan entwickelt sich in einem rasanten Tempo und wird wohl in ein paar Jahren zu einer chinesischen Touristenhochburg heranwachsen.

In Pingtan wurde auch das Finale der diesjährigen KTA (Kiteboard Tour Asia) ausgetragen. Die KTA ist weltweit eine der grössten Kitesurf-Wettkampftouren, bei der Kitesurfer aus aller Welt teilnehmen und ihr Können zeigen. Während einer Tour finden die Wettkämpfe an fünf verschiedenen Orten in Asien statt. Jeder Event dauert fünf Tage und beinhaltet die Disziplinen “Freestyle” (Sprünge und Tricks), “Course Racing” (Rennen durch einen ausgesteckten Kurs) sowie “KTA old school project” (Kitesurfen mit Sprüngen wie in alten Zeiten…). KTA steht unter der Schirmherrschaft des IKA (International Kiteboarding Association), dem Dachverband des Kiteboarding.

Für meinen Freund und mich war es die erste Teilnahme an einem fünftägigen Kitesurf-Event. Am ersten Tag erfolgte die Anreise mit Anmeldung und Eröffnungsparty. Am zweiten fand am Morgen die Eröffnungszeremonie mit wichtigen Leuten der chinesischen Regierung statt. An diesem Tag sollten eigentlich auch Wettkämpfe ausgetragen werden, der Wind war jedoch zu schwach. Am dritten Tag gab’s ein wenig Wind und es wurde “Freestyle” und “Course Racing” ausgetragen. Man kann mit zweierlei Kitesurf-Brettern den Kurs fahren: mit dem Race Board (langes, windsurfähnliches Brett) oder dem Twintip Board (kurzes, snowboardähnliches Brett) – mit letzterem lernt man Kitesurfen.

Wir nahmen beim Twintip Race teil. Ein Erfolgserlebnis bei den ersten beiden Rennen blieb uns jedoch versagt, denn wir schafften es nicht bis ins Ziel, da der Wind plötzlich schwächer wurde und wir einen zu kleinen Kite benutzten. Zum Glück aber dauerte der Event ja noch zwei weitere Tage. Am nächsten Tag blieb der Wind allerdings völlig aus und wir nutzten die Gelegenheit, um die Insel ein wenig zu erkunden. Am letzten Tag dann… endlich: starker Wind! Zuerst wurde “Old school” ausgetragen und danach nochmals “Course Racing”. Dieses Mal schaffte ich es sogar ins Ziel, wenn auch ziemlich am Ende des Feldes. Trotzdem war ich mit meiner Leistung zufrieden, war es doch mein erster Kitesurf-Wettkampf. Am Abend fand dann die Siegerehrung samt Abschlussparty statt. Ich schloss sogar mit dem 6. Rang der Frauen ab, Preisgeld gab’s aber leider nur bis zum fünften. Am Ende einer Tour werden jeweils auch die Gesamtsieger geehrt.

Der ganze Anlass in Pingtan war mit über 100 Teilnehmenden der grösste der Asien-Tour 2011/2012. Die fünf Tage waren lustig und wir lernten viele interessante Kitesurfer kennen. Der Nachteil an solch einem Event ist, dass man oft warten muss, bis man endlich an der Reihe ist – und während des Wartens nicht wirklich ins Wasser kann. Dafür geniesst man aber für wenig Geld (wir bezahlten umgerechnet etwa 60 Schweizer Franken) fünf Nächte in guten Hotels inklusive Mahlzeiten. Hat man zudem Erfolg beim Kiten, wird man darüber hinaus nicht schlecht entlohnt.

Das Spezielle an Pingtan war, dass die Insel ein “Provinznest” ist. Viele Bewohner hatten zuvor noch nie Ausländer gesehen, geschweige denn vom Kitesurfsport gehört. So wurden wir mit Fotos und Interviews bombardiert – ja sogar Unterschriften durften wir geben. Endlich konnte ich mal am eigenen Leib erfahren, wie sich ein Filmstar so fühlt. Zugegeben, ich bin froh, dass ich keiner bin: Nach diesen paar Tagen ging mir nämlich das Ganze schon ziemlich auf den Wecker. Viel lieber bin ich auf dem Wasser am Kitesurfen.

 

Von am 14. September 2012 um 10.01 Uhr
Kategorien: Allgemein, China, Reiseberichte & Insider, Reisetipps

Als mein Freund und ich vor einem Jahr nach Xiamen kamen, haben wir das Kitesurfen entdeckt. Das Gute an dieser tollen Sportart ist, dass man bei gutem Wind nach ein paar Tagen die Basics schon erlernt und in kurzer Zeit ein relativ grosses Erfolgserlebnis hat.

China ist weltweit nicht so bekannt fürs Kitesurfen wie andere Orte, hat aber dennoch ein paar “Hotspots” zu bieten. Einer davon ist Xiamen. Am Hayuntai Strand gibt es gleich zwei Kitesurfschulen. Wir haben uns die Schule 59Fly ausgesucht. David Zhai, der Chef von 59Fly, hatte das Vergnügen mit uns. Er ist der einzige englischsprechende Trainer der Schule, alle andern sprechen ausschliesslich Chinesisch. Der Kitesurfshop liegt seitlich des Restaurants Rasa Sayang; dessen sanitäre Anlagen kann man mitbenutzen und bei Hunger bietet es eine Auswahl an asiatischen Speisen. Wir essen allerdings selten dort, weil es vergleichsweise teuer und darüberhinaus nicht speziell gut ist.

In Xiamen bläst der Wind in etwa von Oktober bis April/Mai meist von Norden. Dann sind die Windbedingungen gut, der Wind relativ stabil und stark. Somit kann man kleinere Kites verwenden. Allerdings ist das Wasser von Dezember bis März/April ziemlich kalt (circa 12 bis 18 Grad Celsius) und man benötigt einen Neoprenanzug. Auch die Lufttemperatur ist nicht wärmer, und so ist das Ganze schon ziemlich ungemütlich. Nur die “harten Kämpfer” wagen sich während dieser Zeit ins eisige Wasser. Natürlich gehören auch wir zu diesen “Waghalsigen” – zumindest, wenn der Wind wirklich stark ist, denn dann macht das Kitesurfen am meisten Spass.

Im Sommer, also in etwa von Mai/Juni bis September, kommt der Wind meistens aus Süden, ist weniger stark und unkonstant. Dann heisst es oft: Warten auf den Wind. Dies ist aber auch nicht so schlimm, denn der Strand ist schön. Man kann gemütlich ein Buch lesen oder sich mit den Einheimischen unterhalten. Und wenn man Glück hat, taucht der Wind am Nachmittag sogar noch auf. Desöfteren gibt es aber auch längere Perioden (Tage oder sogar Wochen) ohne Wind. Dafür sind Wasser und Luft angenehm warm, was einem das Warten ein wenig erleichtert. Ersteres hat während den Monaten Juli/August sogar Badewannentemperatur und wirkt nicht mehr sehr erfrischend.

Das Meer ist das ganze Jahr über ziemlich rau, vor allem aber im Winter bei starkem Wind und bei Regen. Mir gefällt das Kitesurfen in Xiamen im Oktober/November am besten, wenn der Wind konstant bläst und das Wasser eine angenehme Temperatur von circa 23 bis 25 Grad Celsius aufweist. Ein weiterer Kitesurfspot in der Provinz Fujian ist die Insel Pingtan, die circa drei Autostunden nördlich von Xiamen liegt: Mehr dazu gibt’s in Teil 2 meiner Berichterstattung.

Laut unseres Kitesurftrainers David bietet die Provinz Fujian einige der besten Kitesurfspots in China. Weitere Provinzen, in denen man Kitesurfen kann, sind Zhejiang, Guangzhou, Shangdong und Shanghai. In Zhejiang und Guangzhou seien die Strände aber nicht sehr schön, in Shangdong ist das Wasser zu kalt (ganze zwei Monate sind geeignet zum Kiten) und Shanghai hat keinen richtigen Strand. Der beste Ort in China zum Kitesurfen ist jedoch die Insel Hainan: das chinesische Hawaii und ein Paradies für Wassersportler. Hainan steht noch auf unserer Reiseliste – ich bin schon voller Vorfreude.

Von am 20. Juli 2012 um 9.44 Uhr
Kategorien: Kolumbien, Länder, Reiseberichte & Insider

Im Jahre 2004 erzählte mir ein Bekannter von seiner Kolumbien-Reise. Er schwärmte von den Stränden an der Karibikküste, der Herzlichkeit der Leute und der Stadt, die früher von Piraten besetzt war: Cartagena de Indias.

Sieben Jahre später sass auch ich endlich im Flugzeug Richtung Cartagena. Ein bisschen mulmig war mir schon zumute, schliesslich hatte ich keine Ahnung, was mich erwartet. Und man hört immer wieder Räuber-Geschichten über Kolumbien, die ich an dieser Stelle gleich mal revidieren möchte. In Cartagena stehen an jeder Ecke Polizisten, die die Stadt und die Touristen bewachen. Die Menschen sind sehr freundlich aber zurückhaltend, was man beispielsweise von Asien nicht immer behaupten kann. Auch die Männer sind anständig. Als blonde Europäerin erregt man wohl Aufmerksamkeit, aber es war zu keinem Zeitpunkt lästig.

Farbenfrohe Altstadt

Der Altstadtkern wird von einer Stadtmauer geschützt und gehört zum Weltkultur-Erbe der UNESCO. Hinter den Mauern finden sich wunderschöne Kolonialbauten in allen Farben, in denen Hotels, Restaurants, Shops, Galerien und Museen untergebracht sind. Die Hotels und Restaurants in der Altstadt sind für kolumbianische Verhältnisse eher hochpreisig. Hostels wie beispielsweise das La Casona und andere günstigere Unterkünfte gibt es ausserhalb der Stadtmauer, im Viertel Getsemani, wo auch viele Einheimische leben.

Café del Mar und deutsches Bier

Kurz vor Sonnenuntergang trifft man sich im Café del Mar, einer Outdoor-Bar am Rande der Altstadt, die einen unbeschreiblichen Blick aufs Meer bietet. Und zudem gute Cocktails und feine Häppchen. Wer nicht so auf Cocktails steht und Deutsches Bier vermisst, ist bei Léon de Bavaria richtig. Kolumbianerinnen im Dirndl servieren Bier in Kübeln, Brezen, Krautsalat und Würste, wie man sie nur aus Bayern kennt.

Boca Grande und Isla Tierrabomba

Was wäre eine karibische Stadt ohne Strand? Eben. Auch das bietet Cartagena. Man sonnt sich am kilometerlangen Stadtstrand von Boca Grande. Von weitem sieht Boca Grande mit seinen Hochhäusern ein bisschen aus wie Miami Beach, näher betrachtet ist es nicht ganz so hübsch, aber zum Baden, Relaxen und Flanieren ist es allemal in Ordnung. Nur die omnipräsenten Strandverkäufer nerven mit der Zeit. Ein simples “No gracias” reicht meistens nicht aus, um sie los zu werden. Erst nach dem 10. “nein” ziehen sie weiter zum nächsten Liegestuhl. Palmen und weisser Sand finden sich auf der Insel Tierrabomba, mit dem Boot in 10 Minuten vom Hafen Cartagenas zu erreichen. Ob für einen Tagesausflug oder mit Übernachtung – die kleine Insel bietet Erholung vom Stadtleben.

Alle Bilder: Corinne Dubacher

Von am 18. Juli 2012 um 9.19 Uhr
Kategorien: Allgemein, Reiseberichte & Insider

Hotel-Rezeption. Foto: iStock; dogayusufdokdok.

Was lange währt, wird endlich gut. Vor drei Jahren versprach ich denkwürdige Geschichten von speziellen Hotelgästen. Nun ist es soweit, die erste Epsode zumindest.

Episode 1 handelt von einem Gast, der in einem Hotel in Tokyo versuchte, bereits um 11 Uhr einzuchecken, obwohl auf seiner Reservation stand: “Ihr Zimmer ist ab 14 Uhr für Sie bereit”. Manchmal geht das ja. Doch in seinem Fall war das Hotel ausgebucht und alle Zimmer in seiner Buchungsklasse – der billigsten – gerade belegt.

Der Gast verlangt also drei Stunden vor dem eigentlichen Check-in-Termin, sein Zimmer beziehen zu können. Die Dame an der Reception: “Wir machen Ihnen gerne schnellstmöglich eines bereit. Bitte warten Sie. Wir tun unser Bestes.”

Der Gast beschwert sich über die lange Wartezeit. “Weshalb erlassen Sie mir als Gefälligkeit für mein langes Warten nicht die Rechnung fürs Frühstück?” Die Receptionistin bleibt ruhig: “Unser reguläres Check-in beginnt um 14 Uhr. Da Sie drei Stunden zu früh angekommen sind, tue ich mein Bestes, dass Sie so früh wie möglich – vor 14 Uhr – Ihr Zimmer beziehen können.”
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Von am 13. Juli 2012 um 15.31 Uhr
Kategorien: Japan, Mexiko, Reiseberichte & Insider, Reisetipps, Thailand

Foto: iStock, pagadesign

In fremden Ländern nehme ich – wie daheim – am liebsten den Zug. Doch an vielen Destinationen und auf zahlreichen Strecken muss man froh sein, überhaupt ein öffentliches Verkehrsmittel vorzufinden, das diesen Namen verdient. Eine praktische Lösung für mehr Bewegungsfreiheit bietet der Mietwagen. Diese Freiheit wird jedoch oft durch tiefe Geschwindigkeitslimiten eingeschränkt.

Und welche Temposünder sind im Ausland wohl die beliebtesten Opfer? “Natürlich die finanziell potenten Ausländer im Mietwagen!”, könnte man meinen, doch dem ist nicht immer so. Denn oft ist der Mietwagen ein Bonus, wenn es um das Ausstellen, bzw. das Verzichten der Busse geht. Es geht ja um den Ruf des Landes, das man als Ordnungshüter repräsentiert.

Auf allen Kontinenten wurde ich mindestens schon einmal geblitzt (dafür in der Schweiz noch nie). Am meisten Respekt hatte ich dabei in Mexiko: Ein Polizist wie aus einem Hollywoodfilm – dicker Bauch, Schnauz, Sonnenbrille – tritt an unser Auto heran. Man hat ja schon viel von solchen Zwischenfällen gehört, da geht einem einiges durch den Kopf. Doch siehe da, während ich im Stillen bereits den fälligen Dollarbetrag kalkuliere, meint es der Polizist gut und lässt uns mit einer Ermahnung weiterfahren. Ob er wohl gerade von einer Schulung gekommen ist, in der vermittelt wurde, wie das Image des Landes als Tourismusdestination aufpoliert werden kann?
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Von am 12. Juli 2012 um 16.31 Uhr
Kategorien: Länder, Reiseberichte & Insider, Spanien

Kennt ihr “Die Auswanderer”? Das ist eine Sendung über Leute, die mit 3000 Euro im Sack und ohne Fremdsprachenkenntnisse nach Spanien oder sonstwohin auswandern, um dort ein “besseres” Leben zu führen. Letztens war da so ein Paar, das in Cala Millor (Mallorca) nebst dem Solarium noch ein Fish Foot SPA eröffnete. Alles was sie dazu brauchen, ist ein Tank voller hunriger Fische, die den Touristen die Hornhaut abknabbern… Die armen Fische!

Aber siehe da, auch in La Carihuela in der Nähe von Malagagibt es so ein Fish Foot SPA! Das musste ich natürlich ausprobieren. 30 Minuten Füsse knabbern kosten 20 Euro. Die Kleinen waren hungrig, stürzten sich auf meine von kilometerlangen Strandwanderungen und Shoppingtouren geschundenen Füsse. Anfangs dachte ich, das halte ich nicht aus, es kitzelt ganz schön. Aber nach ca. zwei Minuten wurde es angenehm, vom Gefühl her ähnlich wie ein Peeling, nur dass die Peelingkörner lebendig sind und unermüdlich Nagelhäutchen und Hornhaut fressen.

Pedicure mal anders. Foto: Corinne Dubacher.

Umso gespannter war ich auf das Ergebnis: Doch, die Fische haben ganze Arbeit geleistet, meine Füsse endlich befreit von Hornhaut. Alles in allem eine spassige Angelegenheit und eine willkommene Abwechslung zum Strandleben.

Von am 11. Juli 2012 um 10.42 Uhr
Kategorien: Reiseberichte & Insider, Vietnam

Vielleicht habt ihr auch schon deutsche TV-Filme wie “Das Traumschiff“ gesehen, die in Asien spielen. Und euch gefragt, wo bitteschön Asien denn so aussieht: Eine Szenerie wie gemalt, von Hitze keine Spur (meist spazieren die Darsteller locker in Langarmhemden rum) und nirgendwo eine stinkige oder laute Ecke. “Asien in allen Ehren“, dachte ich mir jedes Mal, wenn ich in so einen Film reinzappte. “Aber so idyllisch ist es nicht einmal in Singapur.“

Doch vor ein paar Monaten habe ich meine Meinung geändert. Es gibt tatsächlich eine Stadt, die jedes romantische Asien-Klischee erfüllt: Hoi An. Bilder zur Vergrösserung anklicken. Alle Bilder: Andrea Schmits.

Das Städtchen liegt mitten in Vietnam, nur etwa eine halbe Autostunde vom internationalen Flughafen in Danang entfernt. Seine glorreichsten Zeiten sind lange vorbei: Einst hatte Hoi An den grössten Hafen in Südostasien und war Teil der Seidenstrasse. Zuerst siedelten sich Chinesen und Japaner an, dann kamen Inder, Portugiesen, Holländer und Franzosen. Doch das wirtschaftliche Glück währte nicht ewig – weil der Hafen langsam versandete, verlor die Stadt im 18. Jahrhundert ihre Bedeutung.

Heute ist die Altstadt Unesco-geschützt. Sie gilt als gut erhaltenes Beispiel eines südostasiatischen Handelshafens vom 15. bis 19. Jahrhundert. Wahrzeichen Hoi Ans sind die farbigen Lampions, die vor fast jedem Laden und Restaurant hängen. Früher zeigten sie den Schiffskapitänen den Weg, heute locken sie Touristen an. Berühmt ist der Ort auch für seine guten Schneider und das Essen: Kochkurse gibt es an jeder Ecke.
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