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Cancún ist dank einer direkten Flugverbindung aus der Schweiz ein beliebtes Reiseziel, das jede Menge Sonne und Spass verspricht. Die Beliebtheit führt natürlich auch dazu, dass bei den berühmten Maya-Stätten der Region viel los ist. Chichén Itzá verzeichnet jedes Jahr um die zwei Millionen Besucher und damit durchschnittlich über 5 000 pro Tag. Da braucht es schon eine Portion Glück, um Fotos der Pyramiden ohne andere Reisende zu ergattern.

Die kleinere Stätte am Karibikstrand von Tulúm, die näher bei Cancún und den Orten an der Riviera Maya liegt, erfreut sich sogar noch grösserer Beliebtheit. In der Hochsaison ähneln die Menschenmengen denen bei Musikfestivals.

Sobald Sie jedoch die ausgetretenen Pfade der Ausflugrouten von Cancún verlassen, zerstreuen sich die Besucher und Sie können sich wie ein echter Abenteurer fühlen. Wir haben ein paar Tipps für Sie zusammengestellt, wie Ihre Familie bei einem mehrtätigen Aufenthalt in Valladolid und Mérida die authentischere Seite von Yucatán kennenlernen kann.

Cenotes und Ek’ Balam von Valladolid

In Cancún können Sie sich einen Mietwagen nehmen und über die schnurgerade gepflegte Mautstrasse nach Valladolid fahren. Die Kleinstadt erreichen Sie in nicht einmal zwei Stunden. Dieser magische Ort in Mexiko bildet mit seiner zentralen Plaza und den Gebäuden aus der Kolonialzeit einen faszinierenden Kontrast zu den Hochhäusern der Ferienorte. Mitten in der Stadt gibt es mehrere von Quellen gespeiste Höhlen, sogenannte Cenotes, wie zum Beispiel Cenote Zaci mit einem Restaurant genau darüber.

Valladolid eignet sich hervorragend als Ausgangsbasis für einen Besuch in Chichén Itzá am Morgen, bevor die Reisebusse ankommen. So bietet sich Ihnen ein angenehmeres Erlebnis bei der Besichtigung dieses berühmten Weltwunders. Zur Abwechslung können Sie anschliessend Ek’ Balam direkt vor den Toren der Stadt besuchen. Die beeindruckende Ruinenstätte stammt aus dem 8. und 9. Jahrhundert und an manchen Tagen haben Sie sie so gut wie für sich allein.

Über Izamal und Cuzamá nach Mérida

Da die Fahrt von Valladolid nach Mérida nur zwei Stunden dauert, haben Sie auf dem Weg viel Zeit für ein paar spannende Abstecher. Die «Gelbe Stadt» Izamal war einst ein bedeutender Mittelpunkt der Maya, doch in typischer Konquistador-Manier haben die Spanier zahlreiche der ursprünglichen Pyramiden und Tempel zugunsten von Bauwerken für die katholische Kirche niedergerissen. Die Kolonialstadt Izamal umgibt ein Kloster mit einem riesigen Freiluft-Atrium aus dem Jahr 1561. Schlendern Sie über das Gelände, machen Sie eine Kutschfahrt durch die Gassen und probieren Sie traditionelle yukatekische Gerichte im Kinich, Zamna oder Muul.

Ein einzigartiges und unvergessliches Erlebnis für die ganze Familie bietet Cuzamá auf der anderen Seite der Mautstrasse. Auf dem Grundstück einer ehemaligen Sisal-Hazienda können Sie in einem Pferdewagen die Strecke der Schmalspureisenbahn hinunterrumpeln, die früher sowohl die Arbeiter als auch die Ernte transportierte. Das ist vor allem dann eine merkwürdige Erfahrung, wenn der Fahrer seinen Wagen von den Schienen schaffen muss, weil jemand aus der entgegengesetzten Richtung kommt. Auf der Strecke wird an drei verschiedenen Cenotes gehalten. Sie können sich also ein erfrischendes Bad in den Unterwasserhöhlen gönnen, die das ganze Jahr über eine konstante Temperatur aufweisen.

Mérida, Uxmal und Flamingos

Die Stadt Mérida wurde von den Spaniern im Jahr 1542 errichtet. Die Kathedrale auf dem zentralen Platz gehört zu den ältesten auf dem amerikanischen Kontinent. Viele Besucher verlieben sich dank der geschäftigen Altstadt und der täglich in den Parks stattfindenden Musikveranstaltungen sofort in diese Stadt. Und auch wegen der Preise, die hier nur etwa halb so hoch sind wie in den Hotels und Restaurants in Cancún.

Von Mérida aus werden zahlreiche Ausflüge geboten, beispielsweise zu der berühmten Maya-Stätte von Uxmal oder der weniger bekannten (und schwerer auszusprechenden) von Dzibilchaltún. Unternehmen Sie einen Tagesausflug nach Celestún, wenn Sie hunderte Flamingos in einer seichten Lagune bewundern möchten, oder versuchen Sie vom Aussichtsturm in Chicxulub am Strand von Progreso am Golf von Mexiko ein paar Flamingos in der Nähe zu erspähen. Für die Kleinen gibt es einen günstigen Wasserpark namens Wild River abseits der Autobahn zwischen Mérida und Progreso sowie einen kleinen Freizeitpark im städtischen Zoo.

Wenn Sie die andere Seite der Halbinsel Yucatán ausgiebig erkundet haben und es Zeit für die Rückfahrt wird, nehmen Sie einfach wieder die Route über die Mautstrasse. Nach der Rückgabe Ihres Mietwagens schliessen Sie sich dann für den Rückflug den gebräunten Urlauberscharen an, die sicher einen weniger abwechslungsreichen Aufenthalt hatten als Sie.

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Getaggt: Abenteuer, Familientipps, Kultur, Mexiko

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