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Anja Knabenhans, von der Elternplattform Any Working Mom, erzählt über ihre eigenen Erfahrung mit Mehrgenerationsreisen und beschreibt die Vorteile für alle Beteiligten. Zudem gibt sie Tipps, was man bei Reisen mit verschiedenen Generationen beachten muss.

Ferien mit Kindern sind schon noch Ferien, einfach anders als früher. Oder, mal ehrlich: Sehr anders. Zumindest mit Kleinkindern. Es ist ein bisschen wie Alltag woanders. Und ohne das, was mir im Alltag hilft, um ausgeglichen zu bleiben: gelegentliche Kinderbetreuung. Zwischendurch mal ohne Kinder sein und etwas ohne drölftausend Unterbrüche erledigen, entspannt mich zurzeit mehr als eine vierundzwanzigstündige Ganzkörpermassage es könnte.

Die Frage: Wie können Ferien mit Kindern erholsam sein? Die Lösung: 3-Generationen-Ferien.

Unsere Sommerferien waren grandios: mit meinen Eltern, meinen zwei Schwestern und deren Männern und Kindern in einem grossen Ferienhaus in den Schweizer Bergen. Sechs andere Erwachsene, die zwischendurch ein Auge auf unsere zwei Buben werfen konnten. Und drei Cousins, die ständige Bespassung garantierten.

Eine Win-win-win-win-win-win-win-win-win-Situation.

Mal in Ruhe die Zehennägel schneiden. Einen Zeitungsartikel am Stück lesen. Konzentriert den Wanderrucksack packen und wirklich nichts vergessen. Solch fancy Wünsche habe ich.

Und in diesen Ferien sind sie alle wahr geworden.

Es waren nicht unsere ersten Mehrgenerationenferien. Schon viermal sind wir in der Konstellation verreist. Auch in meinem Umfeld wählen viele Familien dieses Modell. Und eine Umfrage von ebookers in der Deutschschweiz hat ergeben, dass über 63% der Befragten solche Ferien wertvoll fanden. Auch deshalb, weil Kinder dadurch lernen, mit Menschen verschiedenen Altersgruppen zu interagieren. Aufeinander Rücksicht nehmen und die Welt aus unterschiedlichen Perspektiven erfahren – genau das geht in solchen Ferien.

Es gibt ein paar Tipps für Mehrgenerationenferien:

#Kinderbetreuung

Nein, man hat nicht immer einen Gratis-Babysitter dabei, wenn man mit Eltern oder Schwiegereltern verreist. Ausser, es ist explizit so abgemacht. Es ist ein Missverständnis, das recht häufig vorkommt: Die mittlere Generation träumt von kinderloser Zeit, bucht allenfalls sogar romantische Dinner, Fitnesskurse oder Beautybehandlungen. Und ist enttäuscht, wenn sie merkt: Ach, die Grosseltern wollen auch ausspannen und mal allein losziehen? Was direttissimo zum nächsten Punkt führt.

#Kommunikation

Erwartungshaltungen müssen abgesprochen werden – besonders dann, wenn man im Alltag nicht so viel Zeit miteinander verbringt und schon lange nicht mehr gemeinsam in den Ferien war. Was sind Prioritäten, Wünsche und No-Gos? Möglichst viel Bewegung oder möglichst viel Schlaf? Spontanität in der Tagesplanung oder Verbindlichkeit? Restaurantbesuche oder Selbstversorgung? Wer vieles im Vorfeld bespricht, kann den nächsten Punkt entschärfen.

#Konflikte

Ganz drumrum kommen? You dreamer, du. Wenn drei Generationen miteinander viel Zeit verbringen, gibt es Reibereien. Das Gute an Ferien mit der Grossfamilie: Man kennt sich ein sehr langes Weilchen, hat schon zig Knatschmomente durchgestanden. Und weiss drum auch, dass der aktuelle Ärger wieder verraucht. Schwieriger ist es manchmal für Schwiegertöchter oder -söhne. Wer Unterkünfte bucht, sollte sicher genügend Platz einrechnen, damit man sich nicht ständig auf den Füssen rumsteht.

#Kosten

Bei uns waren solche Ferien immer kostengünstig. Weil wir in Ferienwohnungen lebten und selber kochten. Das bedeutete nicht nur weniger Arbeit für den Einzelnen mit Einkaufen, Kochen, Abwaschen, sondern war preiswerter. Auch hier braucht es aber manchmal Absprachen. Ich kenne einen Fall, wo die Ferienidylle wegen der Kosten implodierte, weil ein Familienmitglied ständig teure Fleischhappen und Spirituosen mit dem gemeinsamen Kässeli berappen wollte.

 

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