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Die Menschen reisen aus den unterschiedlichsten Gründen. Die einen verreisen wegen des Essens, die anderen wegen der Landschaft, aber sie werden alle auf die gleiche Weise belohnt: mit bereichernden Begegnungen mit Menschen und fremden Kulturen. Es geht nicht darum, möglichst viele Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten von einer To-do-Liste zu streichen, sondern darum, neue Menschen zu treffen und von ihnen zu lernen. Das ist auch die Quintessenz dieser 10 sehenswerten Reisedokumentationen, die uns mitnehmen auf eine Reise von den Tiefen des Atlantischen Ozeans bis zum Dickicht des Amazonas-Regenwalds. 

  1. Begegnungen am Ende der Welt

Auch wenn dieser Film in der Antarktis gedreht wurde, geht es nicht um «flauschige Pinguine», so Werner Herzog, der Regisseur der Dokumentation. Werner Herzog besucht die McMurdo-Station, die grösste Forschungs- und Logistikstation in der Antarktis. Im Sommer, wenn es 24 Stunden am Tag hell ist, ist sie das Zuhause von ca. 1 000 Menschen. Hier treffen wir auf Meeresbiologen, Geologen und sogar Lastwagenfahrer, die am Ende der Welt ihren Traum leben. Der Film begleitet einen Tiefseetaucher, der sich vorstellt, so winzig zu sein, wie die mikroskopisch kleinen Lebewesen, die er untersucht. Auch eine Computerexpertin, die sich so verbiegen kann, dass sie in einen Handgepäckskoffer passt, lebt in der Forschungsstation. Neben diesen aussergewöhnlichen und skurillen Porträts sind es aber vor allem die schier unendlich scheinenden weissen Weiten und atemberaubenden Unterwasserwelten, die den Zuschauer in ihren Bann ziehen. 

  1. Tawai: A Voice from the Forest

Tawai ist das Wort, das die nomadisch lebenden Jäger und Sammler Borneos verwenden, um ihre innere Verbundenheit mit der Natur zu beschreiben. In diesem Dokumentarfilm besucht der ehemalige britische Marine-Leutnant Bruce Parry Einheimische in entlegenen Gebieten vom Amazonas-Regenwald bis zum Ganges und erfährt, welche Bande die verschiedenen Kulturen mit der Natur knüpfen. Die tiefe Ehrfurcht, die Parry den stets in Nebel gehüllten Wäldern und gewundenen Flüssen entgegenbringt, ist beinahe greifbar. Der Film beleuchtet aber auch die Schattenseiten: In Borneo beispielsweise bedrohen die Palmölplantagen die nomadische Lebensart der Jäger und Sammler. 

  1. Home


Heute sind Drohnenaufnahmen fast schon normal, aber im Jahr 2009, als Yann Arthus-Bertrands Dokumentarfilm Home auf die Leinwand kam, war es der erste Film, der ausschliesslich Luftaufnahmen zeigte. Die in 54 Ländern gedrehte Dokumentation zeigt einerseits eindrucksvoll den Facettenreichtum von Mutter Erde, und andererseits auf sehr erschreckende Art und Weise, wie der Mensch und der von ihm geschaffene Klimawandel unseren Planeten zerstören. Es ist eine bittersüsse Geschichte darüber, was das Streben nach Fortschritt und Moderne angerichtet haben. Im Deutschen verleiht Joachim Kerzel dem in der Originalfassung französischen Film seine Stimme. 

  1. Mountain


Eine grossartige Dokumentation braucht keinen ausgefallenen Namen. «Mountain» ist der beste Beweis dafür. In der Dokumentation Mountainnimmt uns die australische Filmemacherin Jennifer Peedom mit in die schwindelerregenden Höhen schneebedeckter Gipfel rund um den Globus und kritisiert dabei das Bestreben der Menschen, sie zu erklimmen. Noch vor wenigen Jahrhunderten galten die Berge als gefährlich und niemand wäre auf die Idee gekommen, sie freiwillig zu besteigen. Dann kam das Zeitalter des Imperialismus und mit ihm das Bedürfnis, jedes Fleckchen auf der Landkarte zu erfassen. Peedom dokumentiert diese Entwicklung von den Anfängen des Bergsteigens bis hin zum Extremsport, bei dem Ego und Macht mehr zählen als Demut und Ehrfurcht. 

  1. Streetfood


Diese Netflix-Serie von den Machern von Chef’s Tablezeigt auf beispiellose Art und Weise, was es bedeutet, Koch zu sein. Die Serie kommt völlig ohne Chichi aus. Sie erzählt ganz einfach die Geschichte von Streetfood-Köchen. Die Dokureihe begleitet unter anderem Köche in Singapur, Bangkok, Seoul und Osaka. In jeder Folge lernen wir Streetfood-Verkäufer und deren Gründe kennen, warum sie kochen. So richtet sich beispielsweise der Fokus auf Frauen, die ihre Familien ernähren müssen, und auf ältere Menschen, die überlieferte Traditionen am Leben erhalten möchten. Der Anblick von Köstlichkeiten wie Takoyaki, Ziegeneintopf, Chilikrabben und Co. lässt Ihnen garantiert das Wasser im Mund zusammenlaufen – und weckt Ihre Reiselust. 

  1. Unser Planet


Tierische Hauptdarsteller: Watschelnde Pinguine und haarige Orang-Utans sind die Stars dieser Dokumentation über den Klimawandel und dessen Einfluss auf alle Lebewesen und deren Lebensräume. Beeindruckende Aufnahmen von gigantisch grossen Buckelwalen und mikroskopisch kleinen Blattschneiderameisen fesseln Zuschauer gleichermassen an den Bildschirm. Wir streifen mit madagassischen Frettkatzen durch die Wälder, um anschliessend zu erfahren, dass ihr Revier bereits zerstört wurde. Aber nicht alle Szenen enden mit einer Hiobsbotschaft. Wir dürfen auch glückliche Geparden in der Serengeti beobachten, die seit Jahrzehnten in dem geschützten Nationalpark leben und jagen. 

  1. Pedal the World


Ein Mann, ein Velo, 18 000 Kilometer und 22 Länder – das sind die blossen Zahlen dieser selbstgeflimten Weltreise von Felix Starck. Der Deutsche machte sich auf in die weite Welt, aber nicht in gewohnter Backpacker-Manier. Er schwang sich auf sein umweltfreundliches und zugleich kostengünstiges Fortbewegungsmittel und pedalte los. Heraus kamen tolle Eindrücke von neuen Orten, die nicht durch die Windschutzscheibe eines Autos verfälscht wurden. Starck durchquerte Länder wie Serbien, Kambodscha und die Türkei bei Wind und Wetter,  wurde unterwegs ausgeraubt, machte aber auch erfreuliche Begegnungen mit Fremden, die ihn unterstützten. 

  1. Um die Welt ohne Geld


Ein reicher Mann begibt sich auf Reisen und lernt, was Bescheidenheit bedeutet. Es mag vielleicht abgedroschen klingen, aber Um die Welt ohne Geld ist alles andere als das. Der ehemalige Londoner Börsenmakler Leon Logothetis reist ohne Geld auf einem alten Motorrad durch Nordamerika, Europa und Asien und zählt auf die Hilfsbereitschaft fremder Menschen, die ihm etwas zu essen und ein Dach über dem Kopf geben. Er erwidert diese Hilfsbereitschaft im Gegenzug mit grosszügigen Gesten. Er hilft beispielsweise, Schulen aufzubauen und Strassenhunde zu retten. 

  1. Anthony Bourdain: Parts Unknown


Den legendären Anthony Bourdain müssen wir wohl kaum vorstellen. Der unerschrockene Restaurantkritiker mit seiner spitzen Zunge bereiste beinahe 100 Länder, über 60 davon während der Dreharbeiten für diese Serie. Was Parts Unknown so besonders macht, ist Bourdains charmanter Umgang mit den Einheimischen, die Zielsicherheit, mit der er die währschaftesten Spezialitäten der Länder findet, und seine ehrlichen Kommentare über das Essen und die gesellschaftlichen und kulturellen Gegebenheiten. Die Folge, als er mit US-Präsident Barack Obama in einem winzigen Nudelrestaurant in Hanoi Pho löffelt, und die letzte Folge in der Lower East Side von Manhattan, in der er in Erinnerungen schwelgt, zählen wohl zu den besten der Serie. 


  1. Tales by Light


Die Serie von National Geographic begleitet Fotografen, die Flugzeugwracks aus dem Zweiten Weltkrieg vor der Küste Papua-Neuguineas und buddhistische Kloster im Himalaja fotografieren. Von Landschaftsaufnahmen über Unterwasserwelten bis hin zu kulturellen und ethnografischen Einblicken ist alles geboten. In der wohl erschütterndsten Folge heften wir uns an die Fersen von Kinderarbeitern in den Fabriken von Bangladesch. Wir erfahren, was diese Fotografen und Abenteurer antreibt, solche Risiken für die eine perfekte Foto einzugehen. 

 

 

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