Nazli Rezvani arbeitet bei ebookers.ch als Market Manager Switzerland. Sie ist stets auf der Suche nach neuen Unterkünften, die das Online-Reisebüro in sein Programm aufnehmen kann. Im Interview erzählt sie von ihrer Arbeit und worauf sie bei Hotels besonderen Wert legt.

Frau Rezvani, was genau machen Sie bei ebookers.ch?
Meine drei Hauptaufgabenbereiche sind:

  • 1. Neue Hotels unter Vertrag nehmen, um dem Endkonsumenten ein möglichst breitgefächertes und attraktives Hotelangebot zu geben.
  • 2. Sicherstellen, dass unsere bestehenden Hotelpartner attraktive Angebote und ausreichend Verfügbarkeit einstellen.
  • 3. Den Markt beobachten, um auf unsere Mitbewerber zu reagieren und ihnen im besten Fall einen Schritt voraus zu sein.

Ich stelle aber auch sicher, dass die Umsatzzahlen für den Hotelbereich ständig steigen, und ebenso bin ich die erste Ansprechperson, wenn die Hotels Unterstützung benötigen.

Sie kommen durch Ihren Job viel herum, oder?
Ja, sehr viel, ich verreise ständig, was mir aber auch sehr viel Spass macht. Zuletzt war ich im Tessin, um unsere neuen Hotelpartner und auch die bestehenden Hotels generell zu besuchen.

Nach welchen Kriterien entscheiden Sie, welche Hotels ins Programm aufgenommen werden, also: Was muss ein Hotel haben?
Unsere Hotelauswahl basiert auf der Bedarfsanalyse der Brands (Ebookers, HotelClub, Orbitz). Zusammen mit den Verantwortlichen der jeweiligen Brands analysieren wir die Märkte und definieren, wo wir Hotels brauchen. Die individuelle Hotelsauswahl entscheide ich dann nach Sternekategorie, Servicestandards und Lage des Hotels. Ein Hotel sollte dem Kunden ein gutes Service anbieten können. Wir haben von Einem- bis zu Fünf-Sterne-Luxus-Hotels alles im Programm, dadurch möchten wir etwas für jedermann auf unserer Plattform anbieten können.

Und wie darf ein Hotel auf keinen Fall sein?
Ein Hotel sollte auf keinen Fall etwas beschreiben, was es nicht einhalten kann. Das ist sehr wichtig, denn ein Gast, der zwei Sterne bucht, wird wissen, dass man alle Leistungen, die man in einem Fünf-Sterne-Haus anbietet, dort nicht erwarten kann. Wichtig ist, dass die Hotels einhalten, was auch versprochen wurde.

Wie werden Sie und Ihr Team auf neue Hotels aufmerksam?
Wir reisen regelmässig in unsere Regionen, und durch den täglichen Kontakt mit unseren Hotelpartnern erfahren wir immer frühzeitig, wo neue Hotel entstehen und wie sich der Hotelmarkt entwickelt. Natürlich haben wir auch einige Hotels, die direkt auf uns zukommen, denn als Marktführer in der Schweiz haben wir uns sicher einen grossen Namen gemacht. Deshalb möchten viele auf ebookers.ch und weiteren unserer Brands publiziert werden.

Wird vor Ort „probegeschlafen“?
Nein, es gibt kein Probeschlafen, jedoch ist es mir sehr wichtig, dass ich mir das Hotel anschauen kann und ich die verschiedenen Kategorien gesehen habe. Durch meine Erfahrungen im Hotel weiss ich, worauf ich achten muss, wenn ich ein Haus besuche. Natürlich gibt es Fälle, wenn ich unterwegs bin und unsere Partner uns Übernachtungen anbieten, in denen ich das Hotel auf Herz und Nieren checken kann 🙂

Welches Hotel ist denn Ihre jüngste Neuentdeckung?
Einige Hotels, die ich letzte Woche im Tessin besucht habe. Das „Residenza Motta“ zum Beispiel fand ich wirklich ganz herzig, denn wenn man davor steht, glaubt man nicht, dass es eine Hotel-Residenz ist. Man geht durch die kleine Türe rein und steht mitten in einem Hof, die Zimmer und Appartements sind so wie Suiten in einen Vier-Fünf-Sterne-Haus ausgelegt, nur viel liebevoller und persönlicher eingerichtet.

Wie viele Hotels hat ebookers.ch im Moment im Angebot?
Direktverträge haben wir circa 336 für die ganze Schweiz. Dies beinhaltet auch die Ketten, die mit uns sehr stark zusammenarbeiten. Darüber hinaus haben wir aber noch viele Hotels von unseren Partnern GTA und Pegasus.

Was schätzen Sie persönlich an einem Hotel, und haben Sie Lieblingshotels?
Eine persönliche Betreuung ist mir sehr wichtig, denn Fehler machen, ist menschlich, jedoch wenn man Freundlichkeit zeigt, und auch, dass man bemüht ist, das Beste zu machen, kann man evtl. Fehler übersehen und auch nachsehen. Lieblingshotels ist schwierig, denn jedes Haus hat etwas besonderes an sich. Ich mag beispielsweise das „Hotel Tiffany“ in Genf und das „Rochat“ in Basel. Um nur zwei Beispiele zu nennen.

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