Shares
Mit Deinen Freunden teilen










Submit

Der Weg ist das Ziel, heisst ein bekanntes Sprichwort.

Ein weiteres: Die Hölle, das sind die andern. Im Flugzeug.

Diese Ansicht scheint weit verbreitet zu sein, wenn wir den Bildern in PassengerShaming, dem Instagram-Feed einer ehemaligen Stewardess, Glauben schenken wollen.

Füsse finden die rund 600 000 Follower offenbar besonders störend, wie die Fotos zeigen. Nackte Füsse: in den Gang gestreckt, auf Ihrer Kopfstütze aufgestützt oder (eklig!) unterwegs in die Toilette.

Zu den Füssen auf Irrwegen gleich mehr, aber beginnen wir unseren Countdown der grössten Ärgernisse im Flugzeug mit den weniger schlimmen:

11) Das Gepäckfach als Waffe

Das Damoklesschwert, das war einmal. Heute droht das Damokles-Köfferchen von Samsonite.

Genauso fühlt es sich an, wenn jemand den prall gefüllten Koffer ins einzige verbleibende Plätzchen im Gepäckfach drückt, das sich leider gerade über Ihrem kostbaren Haupt befindet.

Beten Sie, dass auf diesem Flug keine grossen Turbulenzen auftreten.

10) Ruf der Wildnis

Kein Wunder, dass kinderfreie Bereiche ganz oben auf der Wunschliste vieler Passagiere stehen.

Wie können Babys es nur wagen, ihren zutiefst natürlichen Bedürfnissen nachzugeben und nach ihrer Mutter zu schreien?

Interessanterweise drücken sie präzis die Emotion aus, die wir nach drei Stunden Flug alle teilen.

9) Handyhelden

Sie ähneln ein wenig dem Sheriff im Wilden Westen, wenn sie einem Revolver gleich ihr Handy zücken, sobald vor der Landung das Ausfahren des Fahrwerks zu hören ist.

Und haben Handysüchtige nicht faszinierende Informationen mitzuteilen, wenn sie endlich ihr Gerät wieder einschalten dürfen?

«Ich bin noch im Flugzeug!»

8) Geruchsattacken

Es gibt nichts umsonst. Schon gar nicht die Verpflegung im Flugzeug. Deshalb macht es Sinn,

das Nötige für ein Picknick in der Stratosphäre einzupacken.

Aber nehmen Sie lieber ein einfaches Schinkensandwich mit, statt mit rezentem Vacherin Mont’Or aufzufahren, für dessen Bouquet Sie einen Waffenschein benötigen.

7) Gesprächige Sitznachbarn

Nichts gegen einen kultivierten Austausch von Freundlichkeiten, aber die meisten Passagiere wollen nicht unbedingt mit ihrem Sitznachbarn

eine Freundschaft fürs Leben schliessen. Wenn ich wirklich alles übers Stricken oder das Jodeln wissen möchte – statt mich durch das Filmprogramm zu klicken, ein wenig zu dösen und mir Sorgen um das Handgepäck zu machen, das mir gleich auf den Kopf fallen wird – dann hätte ich wohl selbst eins dieser Hobbys gewählt.

6) Okkupation des Mittelsitzes

Mit wunderbarer Klarheit offenbart das geschlossene System eines Flugzeugs das Prinzip von Angebot und Nachfrage!

Etwas so Banales wie ein Sitzplatz gewinnt bei entsprechend knappem Angebot unendlich an Wert.

Und deshalb ist es unerträglich, wenn Sie Mantel, Bücher, Geräte oder sogar Ihr müdes Selbst auf den freien Platz zwischen uns werfen.

Beweisen wir kaltherzigen Ökonomen, dass sie sich irren, und teilen wir den Sitz.

5) Aussteigen

Wir haben den Flug überlebt!

Und ich meine damit nicht, dass wir einem Absturz entgangen sind.

Können wir nun bitte ein wenig Anstand bewahren und nicht in eine Evakuation auf Kosten von Kindern und älteren Menschen verfallen, als ob es Black Friday vor dem Eingang von IKEA wäre?

Langsam bitte – im Sitz 52C hat jemand seinen Vacherin Mont d’Or noch nicht fertiggegessen.

4) Füsse voran

«Fuss-Exhibitionismus» ist eine häufige Klage bei Umfragen über unzivilisiertes Verhalten in der Luft.

«Die Quadratlatschen den anderen Passagieren ins Gesicht strecken», wie es das deutsche Magazin bigFM nennt.

Besonders eklig ist die Kombination von gleich zwei Quellen übler Keime, wenn Passagiere barfuss die Toilette aufsuchen.

3) Das Örtchen

Apropos, was tut diese Person zehn Minuten, nachdem sie die Türe geschlossen hat, bloss immer noch da drin?

Eine Doktorarbeit verfassen?

Das ist sicher kein rücksichtsvolles Verhalten gegenüber den Mitmenschen.

2) Sitzschwinger

Warum springt Sie das Esstablar plötzlich an?

Weil Sie sich in einem Economy-Sitz befinden und der wenig einfühlsame Passagier vor Ihnen seine Sitzlehne nach hinten geklappt hat, als Sie gerade Ihr Poulet oder Ihren Fisch mit einem Becher flüssigen Beruhigungsmittels herunterspülten.

Hallo, Flugzeugingenieure! Setzen Sie diese Sitze ganz oben auf Ihre Redesign-Liste. Denn sie funktionieren nicht.

1) Wirbelsäulen-Schlagzeug

Es ist wissenschaftlich nachgewiesen. Oder sollte es zumindest sein.

Die schlimmste Belästigung in den Lüften erfahren Sie, wenn jemand – oft, aber bei Weitem nicht immer, ein junger Fluggast – damit beginnt, ein Schlagzeugsolo von Led Zeppelin in Ihre Rückenlehne zu kicken.

Um Treibstoff zu sparen, sind Flugzeugsitze so leicht gebaut, dass sie nicht wirklich vorhanden sind, und jede Perkussion wird ungehindert übertragen.

Sie können natürlich zurückschlagen, indem Sie Ihre Lehne nach hinten klappen.

Comments

comments

Getaggt: ebookers News

AKTUELLE BEITRÄGE