Chatuchak-Wochenendmarkt – Bangkok

Bangkok, Thailand - Nov 14, 2015 Wood decoration item in Thailand tradition art for sell at Chatuchak, the biggest weekend market in South East Asia.

Um eine fremde Kultur kennenzulernen, ist das Probieren der landestypischen Küche schon mal ein guter Anfang. Dabei ist es wie mit der Liebe, die geht ja bekanntlich auch durch den Magen. Aber einen noch besseren Zugang zum Verständnis anderer Nationen bietet häufig ein Marktbesuch. Auf Märkten begegnen Sie den Einheimischen in so alltäglichen Situation wie beim Einkaufen und finden schnell heraus, wie Sie sich an die örtlichen Gepflogenheiten anpassen. So auch auf dem Chatuchak-Wochenendmarkt, der sich im gleichnamigen Quartier im Nordosten von Bangkok befindet. Dort decken sich die Thailänder mit allen Arten von Waren ein – von Kleidung, Kunsthandwerk und Keramik bis hin zu Antiquitäten, Sammlerstücken und Lebensmitteln. Der Name verrät es schon­ – dieser Markt ist jedes Wochenende geöffnet. Und auch wenn der riesige Warenumschlagplatz auf den ersten Blick wie ein unüberschaubares Labyrinth erscheinen mag, hilft bei der Orientierung die Unterteilung in verschiedene Bereiche: Soi 1, Soi 2, Soi 3 … und „soi“ weiter.

Grosser Basar – Istanbul

Oriental turkish lamps and lanterns exposed into a red bazaar at Istanbul market

Richtig gute Märkte sind gar nicht so leicht zu finden. Auf vielen wird nur billiger Ramsch verkauft und die aufdringlichen Händler, die ihren Schund lautstark und mitunter ziemlich penetrant an den Mann bzw. die Frau bringen möchten, machen einen Rundgang zwischen den Ständen manchmal alles andere als angenehm. Ein Spaziergang über den Grossen Basar dagegen, der sich unweit der Galatabrücke im Instanbuler Quartier Fatih befindet, ist ein reines Vergnügen. Das historische Netzwerk aus Souks und von Geschäften gesäumten Gassen bildet einen der weitläufigsten und ältesten überdachten Märkte der Welt. In diesem stilvollen Ambiente bieten die Händler Lederwaren en masse sowie Schmuck, Teppiche und Möbel an. Viele Schnäppchen also bei meist recht guter Qualität. Und die 250.000 bis 400.000 Besucher pro Tag werden von den Marktschreiern eher zuvorkommend als aggressiv behandelt.

Johari-Basar – Jaipur

Colorful indian textile on the street bazaar, Jaipur, India

Manche Märkte haben ihren ganz eigenen Charakter. Von wegen „kennst du einen, kennst du alle“! Vielleicht hat nicht jeder Markt etwas Einzigartiges zu bieten – die besseren aber schon. Dabei muss es sich nicht mal zwangsläufig um bestimmte Waren handeln; vielleicht ist es auch eine etwas andere Einstellung zum Handeln oder eine besondere Beziehung zum eigenen Angebot, die einen Markt von anderen abhebt. In der „rosa Stadt“ Jaipur wird auf dem Johari-Basar seit dem 18. Jahrhundert Handel getrieben. Dieser Markt hat sich ganz der Kunst verschrieben – an den dortigen Ständen werden vor allem Schmuck, Tücher und Kunsthandwerk, aber auch Lebensmittel verkauft. Die grösste Kunst auf dem Johari-Basar ist aber das Handeln selbst: Hier wird kein Marktbesucher zum Kauf gedrängt und eine höfliche Geste an einen Händler genügt, um unwillkommene Aufmerksamkeiten abzuwehren. Einen kunstvolleren Umgang von Anbietern und Interessenten werden Sie auf anderen Märkten kaum finden.

Tsukiji-Fischmarkt – Tokio

Buyers and sellers at the Tsukiji fish market in Tokyo. With an anually estimated turnover of 5.5 billion dollars and more than 60.000 workers ,this is the biggest wholesale and seafood market in the world. With more than 2000 tons of seafood handled daily it is said that any eatable seafood can be found here. Because the installations are getting old and the space is getting too small for this numbers there are plans to meve the market to another placement in 2014.

Dies ist kein gewöhnlicher Markt. Es ist wohl der berühmteste Fischmarkt der Welt und die Händler und Marktbesucher hier meinen es wirklich ernst. Kein Spass! Das verdeutlichen bereits die schieren Handelsvolumina: Auf dem Markt im zentralen Tokioter Quartier Chuo werden tagtäglich unglaubliche 2.000 Tonnen Fisch und Meeresfrüchte umgeschlagen. Das sind über 110 Busse voll fischiger Waren! Das grösste Geschäft wird bei der exklusiven Thunfischauktion gemacht, an der höchstens 120 Personen pro Tag teilnehmen dürfen. Wenn Sie dieses Schauspiel, bei dem schon mal umgerechnet mehrere Zehntausend Franken für ein Exemplar ausgegeben werden, live miterleben möchten, begeben Sie sich pünktlich um 5 Uhr morgens zum Osakana Fukyu Center („Fischinformationszentrum“), um sich anzumelden. Die Plätze werden in der Reihenfolge des Eintreffens vergeben – der frühe Vogel fängt den Fisch!

Chichicastenango – Guatemala

"Chichicastenango, Guatemala - December 11, 2005. People selling every sort of food and goods on the streets"

Es ist leichter, nach Guatemala zu fliegen, ein Auto zu mieten und nach Chichicastenango zu fahren, als dieses Zungenbrecherwort auszusprechen. (Zumindest gilt das für Schweizer Muttersprachler ohne Spanischkenntnisse.) Es lohnt sich aber in jedem Fall, sich die Vokabel gut zu merken, denn der Markt von Chichicastenango ist einer der freundlichsten Handelsplätze, die Sie je besuchen werden. Denn jeder Besucher, der aussieht, als hätte er/sie ein paar Quetzals zum Ausgeben übrig, ist für die Händler in der Tat ein potenziell ziemlich guter Freund. Der Markt, der jeden Donnerstag und Sonntag abgehalten wird, ist vor allem wegen des Kunsthandwerks bekannt, das Händler aus ganz Guatemala dort anbieten. Wenn Sie am richtigen Ort etwas genauer hinschauen, können Sie in dem Wust an Waren durchaus etwas wirklich Einzigartiges entdecken.

 

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